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"Du musst viel trinken!" Diesen Spruch hat wohl schon jeder gehört. Und wahrscheinlich hat sich auch schon jeder die Frage gestellt, wie viel ist denn genug?

Frage: Warum ist Trinken für uns so wichtig?

Wasser hält unseren Körper am Leben, da es im menschlichen Organismus viele wichtige Aufgaben übernimmt:

Es ist als Hauptbestandteil des Blutes ein wichtiges Transportmittel für Nährstoffe und gleichzeitig verantwortlich für die Ausscheidung von Giftstoffen über die Niere. Wasser reguliert die Körpertemperatur, ist ein wichtiger Bestandteil von Zellen und Gewebe und dient als Lösungsmittel. Ohne Wasser ist der Organismus nicht in der Lage zur Spaltung von Stoffen, wie beispielsweise Vitaminen oder Zucker.

Jeden Tag scheidet der Körper große Mengen an Flüssigkeit aus – circa 2,5 Liter –, die zu ersetzen sind. Einen Teil – circa 1 Liter – entzieht der Organismus der Nahrung. Den Rest führen wir ihm beim Trinken zu. Aus diesem Grund benötigt jeder Erwachsene täglich rund 1,5 Liter Wasser. Wenn der Körper ausreichend mit Wasser versorgt ist, bleibt er gesund und leistungsfähig.

Frage: Wie viel soll ich am Tag trinken?

Jeden Tag verliert der Körper 2,5 Liter Wasser – durch die Atmung, über die Haut und durch Ausscheidungen. Diese Menge an Flüssigkeit muss demzufolge jeder Erwachsene am Tag zu sich nehmen, um diesen Verlust auszugleichen. Einen Teil davon – circa 1 Liter – entzieht der Organismus fester Nahrung, vor allem Obst und Gemüse. Den Rest nehmen wir in flüssiger Form zu uns. Das sind in der Regel rund 1,5 Liter Wasser. Ärzte erteilen den Rat, täglich 30 bis 40 ml Wasser pro Kilogramm Körpergewicht zu trinken. Bei großer Hitze oder bei sportlichen Aktivitäten erhöht sich der Bedarf. Wichtig ist, das Wasser gut über den Tag verteilt zu trinken, damit der Organismus zu jeder Zeit gleichmäßig mit Flüssigkeit versorgt ist.

Frage: Warum trinken viele im Flugzeug Tomatensaft?

Tomatensaft Rdk Ais

Tomatensaft und Flugzeug – das ist wie Popcorn und Kino oder Glühwein und Weihnachtsmarkt. Man hat die Möglichkeit, diese Dinge an jedem Ort zu genießen, tut es aber nicht oder mit wenigen Ausnahmen. Zumindest beim Tomatensaft ist man dem Geheimnis mittlerweile auf die Spur gekommen.

Lange Zeit ging man davon aus, dass die Gewohnheit und der Domino-Effekt ("Ich will das, was mein Nachbar hat.") für den Tomatensaft-Hype auf Flugreisen verantwortlich sind. Heute weiß man: Tomatensaft schmeckt uns im Flugzeug überraschend gut und viel besser als auf der Erde. Wegen des geringeren Luftdrucks im Flieger ist unser Geschmacksempfinden dort beeinträchtigt. Aus diesem Grund nehmen wir Zucker, Salz und Gewürze nicht mehr stark wahr, erleben aber die fruchtigen Noten intensiver. Damit punktet der Tomatensaft über den Wolken. Und weil er traditionell vor dem Trinken zusätzlich kräftig gewürzt wird, ist der rote Saft der ideale Flugbegleiter.

Frage: Ist es ungesund während dem Essen zu trinken?

Jahrzehntelang galt das Trinken während des Essens als ungesund. Die Begründung? Die Magensäure würde durch die Flüssigkeit verdünnt und demzufolge die Verdauung erschwert. Diese Behauptung ist mittlerweile von verschiedenen Seiten wissenschaftlich widerlegt.

Es besteht keine Gefahr, die Magensäure durch einen mäßigen Konsum von Flüssigkeit während der Mahlzeiten stark genug zu verdünnen und ihr die Fähigkeit zu nehmen, den Nahrungsbrei zu zersetzen. Man hat keine Möglichkeit, für diesen Fall ausreichende Mengen an Flüssigkeit zu sich zu nehmen, da der Magen Platz für circa 1,5 Liter Flüssigkeit bietet – nicht für mehr. Zusätzlich reguliert der Magen den Säuregehalt nach Bedarf und passt sich den individuellen Gegebenheiten schnell an.

Mediziner raten heute in vielen Fällen, Wasser oder andere kalorienarme Getränke zum Essen zu trinken, da dies die Verdauung ankurbelt und das Hungergefühl schneller stillt.

Übrigens: Am 22. März ist Weltwassertag. 1993 wurde er von der UN ausgerufen!

Frage: Was ist besser – Wasser mit oder ohne Kohlensäure?

Wasser Rdk Ais

Diese Frage lässt sich nicht pauschal beantworten, da die individuellen Bedürfnisse des Menschen darüber entscheiden. Die dem Mineralwasser zugesetzte Kohlensäure regt die Verdauung an und fördert die Durchblutung im Magen, aber nicht jeder verträgt die prickelnden, mit Kohlendioxid gefüllten Bläschen. Wer einen empfindlichen Magen hat und oftmals unter Magen-Darm-Beschwerden leidet, sollte besser auf stilles Wasser zurückgreifen.

Neben der Verträglichkeit ist es vor allem eine Frage des persönlichen Geschmacks. Während viele stilles Wasser fad finden, schaffen es andere nicht, ihren täglichen Bedarf an Wasser mit kohlensäurehaltigem Mineralwasser zu decken. Am Ende zählt nicht die Kohlensäure, sondern es kommt auf die Menge und die dem Wasser zugesetzten Mineralstoffe an.

Frage: Was sind die besten Tipps, damit man das Trinken nicht vergisst?

  • Morgens nach dem Aufstehen direkt zwei Gläser Wasser trinken.
  • Die Wasserflasche überall gut sichtbar und greifbar in der Nähe positionieren – auf dem Schreibtisch, am Nachttisch oder im Auto.
  • Zu jeder Zeit eine Flasche Wasser mit sich führen.
  • Erinnerungshilfen nutzen, zum Beispiel einfache Post-it-Zettel oder eine App auf dem Smartphone.
  • Wasser mit frischen Früchten oder Kräutern "würzen", wie beispielsweise mit einem Stück Apfel, Zitrone oder Pfirsich, mit Minzblättern oder mit einer Prise Zimt.
  • Vor jeder Mahlzeit ein großes Glas Wasser trinken.
  • Jedes ausgetrunkene Glas direkt neu mit Wasser auffüllen.
  • Einen Strohhalm benutzen, da man auf diese Weise automatisch mehr trinkt.

Frage: Was ist das beste Getränk?

Ob bei sommerlichen Temperaturen, nach dem Sport oder bei trockener Heizungsluft – Durst ist ein quälendes Gefühl. Im Grunde zeigt es an, dass wir zu lange mit dem Trinken gewartet haben. Womit lässt sich der körpereigene Flüssigkeitshaushalt in diesen Fällen am besten auffüllen?

Es klingt banal, aber das beste Getränk für den Menschen ist Wasser. Den gesunden Durstlöscher finden Sie in Form von zahlreichen Mineralwasser-Sorten – mit oder ohne Kohlensäure, natriumarm für Kinder im Baby- und Vorschulalter oder auf Wunsch mit leichtem Fruchtgeschmack.

Abgesehen von Mineralwasser sind ungesüßte Tee-Sorten hervorragende Durstlöscher. Sie enthalten ebenfalls keine Kalorien und bringen eine willkommene geschmackliche Abwechslung. Im Sommer sind selbstgemachte Eistees mit frischer Zitrone oder Limette ein wahrer Genuss. Nach intensiver körperlicher Betätigung ist ebenfalls ein alkoholfreies Bier erlaubt. Die enthaltenen Kohlenhydrate und Mineralstoffe füllen auf, was dem Körper beim Sport verloren gegangen ist.

Frage: Was ist gesünder, Saft oder Smoothie?

Smoothie Rdk Ais

Grundsätzlich gilt: Smoothies und Saft sollte man frisch zubereiten, da fertige Produkte oftmals einen zu hohen Zuckergehalt haben. Die Frage, welche der beiden Varianten gesünder ist, lässt sich nicht auf Anhieb beantworten. Beim Entsaften trennt man die unlöslichen Faserstoffe der Zutaten von der Flüssigkeit. Der Körper verdaut auf diese Weise die Nährstoffe besser und schneller. Säfte sind gleichzeitig erfrischender als Smoothies und löschen den Durst.

Bei der Zubereitung eines Smoothies im Mixer erfolgt die Verarbeitung der Zutaten komplett, wobei alle Faser- und Nährstoffe erhalten bleiben. Das ist gesund, bereitet dem Verdauungstrakt aber mehr Mühe. Ein Smoothie ist demzufolge im Prinzip gesünder, da er alle Bestandteile des verarbeiteten Obstes und Gemüses enthält. Wer seine Verdauung nicht mehr als nötig belasten will, darf zu einem frisch gepressten Saft greifen.

Frage: Warum sind zuckerhaltige Getränke so ungesund?

Eine eiskalte Cola oder Limonade genießen – gerade im Sommer oder nach körperlicher Anstrengung gibt es nichts Schöneres. In der Werbung vermittelt man uns zusätzlich, dass man mit Softdrinks mehr Spaß am Leben hat.

Die Gesundheitsexperten finden das überhaupt nicht spaßig. Zuckerhaltige Getränke sind die Hauptursache für eine übermäßige Zufuhr an Kalorien. Mittel- bis langfristig drohen dieselben Konsequenzen wie beim massenhaften Verzehr von Süßigkeiten: Übergewicht, schlechte Zähne, Leberprobleme (die sogenannte Fettleber) und ein deutlich höheres Diabetesrisiko. 

Tückisch ist, dass zuckerhaltige Getränke den Durst nicht stillen. Da sie in den meisten Fällen kalt getrunken werden, entsteht zwar ein angenehm kühlender Effekt, aber der enthaltene Zucker bindet im Körper Feuchtigkeit, sodass Sie bald erneut durstig sind.

Infografik zuckerhaltige Getränke

Frage: Entzieht Kaffee dem Körper Flüssigkeit?

Kaffee ist ungesund und entzieht dem Körper Flüssigkeit. Das meint der Volksmund. Dass Kaffee – in Maßen genossen – eine positive statt negative Wirkung auf den Körper haben kann, steht mittlerweile fest. Durch diese Erkenntnis kippt gleichzeitig der Flüssigkeitsmythos. Mehrere Studien haben mittlerweile nachgewiesen, dass der Flüssigkeitshaushalt des Körpers durch den Kaffeekonsum nicht wesentlich beeinflusst wird.

Der Kaffee ist – wie alle anderen Getränke – Teil der Flüssigkeitsbilanz des Körpers und zählt demzufolge mit, wenn es um das Erreichen der empfohlenen Flüssigkeitsaufnahme von 1,5 Litern täglich geht. Kaffee ist aber kein Durstlöscher. Besser sind Wasser und ungesüßter Kräutertee.

Wahr ist, dass Kaffee eine harntreibende Wirkung hat, aber diesen Effekt gleicht der Körper anschließend schnell aus.

Frage: Wie viel Kaffee am Tag ist okay?

Lange galt der Konsum von Kaffee als Risikofaktor für Bluthochdruck, Herzinfarkt und Schlaganfall. Neueste Studien widersprechen dieser Annahme.

Ein mäßiger Kaffeekonsum von drei bis fünf Tassen täglich ist nicht mit einem erhöhten Herz-Kreislauf-Risiko verbunden. Erst bei neun bis zehn Tassen pro Tag steigt das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen leicht an.

Ungeachtet dessen gilt die Höchstmenge von 400 mg Koffein pro Tag als Richtwert, da zu viel Koffein sich negativ auf den Gesundheitszustand auswirkt. Eine Tasse Filterkaffee enthält circa 90 mg Koffein. Doch es ist zu bedenken, dass andere Getränke, wie beispielsweise Schwarzer Tee oder Cola, ebenfalls Koffein enthalten.

Bei der Zufuhr von zu viel Koffein kann es zu Unruhe, Schlafstörungen oder Reizbarkeit kommen.

Frage: Sind Energy-Drinks gefährlich?

Sogenannte Energy-Drinks sind in jüngster Zeit stark in Mode gekommen. Mittlerweile gibt es die süßen Muntermacher unter vielen verschiedenen Markennamen. Ernährungswissenschaftler warnen vor dem übertriebenen Konsum dieser Getränke, da sich Energy-Drinks in großen Mengen negativ auf die Gesundheit auswirken.

Der Grund ist der hohe Koffeingehalt. Eine Dose beinhaltet annähernd die Koffein-Menge von anderthalb Tassen Espresso. Das enthaltene Taurin verstärkt die Wirkung des Koffeins noch, sodass es zu Symptomen, wie beispielsweise Schwindel und Herzrasen, kommen kann. Vor allem in Verbindung mit Alkohol besteht eine erhöhte Gefahr, weil dieser den Herzschlag zusätzlich beschleunigt und bis zum Kreislaufkollaps führen kann. Abgesehen davon enthalten die meisten Energy-Drinks Unmengen von Zucker.

Für Kinder, Schwangere und Stillende sind die verführerischen bunten Dosen generell tabu. Bei Erwachsenen gilt: Der gelegentliche Konsum in besonderen Situationen ist nicht gefährlich, aber als Durstlöscher, für Longdrinks oder als Ersatz für ausreichende Erholung sind Energy-Drinks ungeeignet.