Sirtfood-Diät – so funktioniert der Abnehmtrend
Sie hört sich exotisch an und verspricht einen Gewichtsverlust von bis zu drei Kilogramm pro Woche: Erfahre hier, was es mit der Sirtfood-Diät auf sich hat, mit der bei Sängerin Adele die Pfunde nur so gepurzelt sein sollen.
Themen auf dieser Seite
- Was ist die Sirtuin-Diät?
- Was sind Sirtuine und was bewirken sie im Körper?
- Wie funktioniert die Sirtfood-Diät?
- Was darf man bei der Sirtfood-Diät essen?
- Sirtfood: verbotene Lebensmittel
- Sirtfood Rezepte Phase 1
- Welche Rezepte gibt es für die Sirtfood-Diät?
- Nimmt man mit der Sirtuin-Diät besser ab als mit anderern Diäten?
- Wie empfehlenswert ist die Sirt-Diät?
- Lecker & gesund: kalorienarme Rezepte für jeden Tag
Was ist die Sirtuin-Diät?
Die Sirtfood-Diät, auch Sirt-Diät oder Sirtuin-Diät genannt, wurde von den amerikanischen Ernährungsmedizinern Aidan Goggins und Glen Matten entwickelt. In Deutschland wurde sie durch Prof. Dr. Bernd Kleine-Gunk bekannt, der ein Buch über diese Ernährungsumstellung geschrieben hat.
Es handelt sich dabei um einen Diätplan, der aus drei Phasen besteht. Dreh- und Angelpunkt der Diät sind die sogenannten Sirtuine. Die beiden Ernährungsmediziner behaupten, dass durch den Verzehr von sirtuinreichen Lebensmitteln, kombiniert mit einer kalorienarmen Kost, der Stoffwechsel stark angeregt wird und man schnell und gesund abnimmt.
Was sind Sirtuine und was bewirken sie im Körper?
Sirtuine sind eine Gruppe von Enzymen, die unter anderem den Stoffwechsel sowie den Alterungsprozess beeinflussen können. Bestimmte sekundäre Pflanzenstoffe, darunter Polyphenole (z. B. Flavonoide), sollen die Aktivität der Enzyme erhöhen. Lebensmittel, die diese sekundären Pflanzenstoffe enthalten, werden als Sirtfood bezeichnet.
Gut zu wissen: Es gibt sieben Sirtuine, die seit einigen Jahren fleißig erforscht werden. Das Max Planck Institut hat im Test mit Mäusen herausgefunden, dass Mäuse schneller abnehmen, wenn man das Enzym Sirt1 hochfährt und Sirt7 ausschaltet. Sirt 1 und Sirt 2 gelten als Anreger für den Stoffwechsel.
Wie funktioniert die Sirtfood-Diät?
Die Sirtfood-Diät besteht aus drei Phasen.
Sirtfood-Diät Plan: 7 Tage
Phase 1: Dauert drei Tage und startet damit, dass die Kalorienzufuhr deutlich auf 1.000 Kilokalorien am Tag reduziert wird. Statt drei Hauptmahlzeiten gibt es nur eine sirtuinreiche Hauptmahlzeit und dazu drei grüne Säfte oder Smoothies – ebenfalls sirtuinreich.
Phase zwei: Startet am vierten Tag der Diät und dauert vier Tage. Die Kalorienzufuhr wird auf 1.500 kcal erhöht. Es stehen zwei Sirtfood-reiche Mahlzeiten auf dem Plan, die durch zwei Portionen Saft/Smoothie ergänzt werden.
Phase 3: Startet mit dem Ende der ersten Woche. Diese ist eine Art Stabilisierung und kann so lange gemacht werden, bis der Abnehmerfolg da und das Wunschgewicht erreicht ist. Je nach Sirt-Diät wird eine Reduzierung der Kalorienzufuhr auf 1.800 kcal am Tag empfohlen, andere schränken die Kalorien nicht ein. Wichtig ist, dass bei der Lebensmittelauswahl sirtuinhaltige Lebensmittel auf dem Speiseplan stehen.
Was darf man bei der Sirtfood-Diät essen?
Nicht überraschend: damit die Fettverbrennung gut funktioniert, sollte Sirtfood einen guten Teil der Ernährung ausmachen. Doch welche Lebensmittel aktivieren Sirtuine bzw. sollen als Aktivatoren wirken? Schokolade und Rotwein werden meist als erstes genannt, weil sie so untypisch für Diäten sind. Allerdings sollten sie nur einen sehr geringen Anteil an der Lebensmittelauswahl haben, da sie recht kalorienreich sind. Bessere Lebensmittel sind dagegen grünes Gemüse wie Grünkohl oder Blattgemüse, Obst wie Äpfel, diverse Gewürze und bei den Getränken grüner Tee und Kaffee.
Sirtfood Lebensmittel: Liste
| Beispiellebensmittel |
|---|---|
| Lebensmittelgruppen, die Sirtuine anregen | Beispiele |
| Gemüse | grünes Gemüse wie Brokkoli, Spinat, Blattsalate, Rucola, Chicorée, Kohl, Rettich, weiße und rote Zwiebeln, Knoblauch, Grünkohl |
| Obst | Äpfel, Beeren, Kirschen, Zitrusfrüchte, Pflaumen, Trauben |
| Kräuter | Petersilie, getrockneter Basilikum, getrockneter Thymian |
| Gewürze | Kurkuma, Chili, Zimt,Kapern |
| Nüsse | Cashewkerne, Walnüsse |
| Sojaprodukte | Tofu |
| Fette | Olivenöl |
| Getränke | schwarzer Tee, grüner Tee, Kaffee, Rotwein, Kakao |
Die grünen Säfte bzw. Smoothies, die in Phase 1 und 2 auf dem Speiseplan stehen, kann man sich ganz einfach aus der Liste der Lebensmittel zusammenstellen und nach Belieben mixen. Geeignete Hauptgerichte sind Gemüsepfannen mit Brokkoli, Spinat, Walnüssen und Tofu, dazu Kartoffeln. Auch Suppen lassen sich gut aus reichlich Gemüse zubereiten. Zum Frühstück schmeckt ein bunter Obstsalat mit Nüssen.
Sirtfood: verbotene Lebensmittel
Bei der Sirtfood-Diät gibt es keine strengen Verbote. In Phase 3 sind an sich alle Lebensmittel erlaubt, solange ein Kaloriendefizit besteht und man nicht mehr als ca. 1.800 Kilokalorien am Tag aufnimmt. Allerdings sollen die folgenden Lebensmittel bei der Ernährungsumstellung nur selten gegessen werden.
- Stark verarbeitete Produkte wie Süßigkeiten, Fertiggerichte, Fast Food
- Zuckerreiche Lebensmittel: Süßigkeiten, Kuchen, zuckerhaltige Getränke
- Weißmehlprodukte: Kuchen, Weißbrot, Pasta
- Fleisch und Fisch
- Milchprodukte: Joghurt, Käse, Sahne
Sirtfood Rezepte Phase 1
In Phase 1 ist das Kaloriendefizit besonders groß. Es gibt nur eine richtige Mahlzeit, deren Hauptbestandteil sirtuinreiche Lebensmittel sein sollen. Dazu darf man drei grüne Säfte oder Smoothies trinken.
Welche Rezepte gibt es für die Sirtfood-Diät?
Die folgenden Rezepte kannst du während allen drei Phasen der Sirtfood-Diät zu dir nehmen.
Nimmt man mit der Sirtuin-Diät besser ab als mit anderern Diäten?
Es klingt verlockend: Stoffwechsel und Fettabbau werden angeregt und auch der Muskelaufbau soll von Sirtfood profitieren. Bis zu drei Kilogramm pro Woche sollen so verschwinden. Das ist recht viel, allerdings eher weniger den sirtuinreichen Lebensmitteln geschuldet, sondern der geringen Kalorienzufuhr der ersten Woche. Und es handelt sich dabei auch eher um Wasser und weniger um Fett, wie die Begründer der Sirtfood-Diät behaupten. Ein weiteres Problem ist der Jojo-Effekt, der auch im Anschluss an diese Trend-Diät auftreten kann. Er taucht immer dann auf, wenn über mehrere Tage hinweg deutlich zu wenig Kalorien über die Nahrung gegessen werden. Der Körper schaltet dann den Stoffwechsel herunter und geht in den Energiesparmodus. Wird danach wieder normal gegessen, benötigt der Körper zum einen weniger Energie als vorher, zum anderen legt er Reserven für die nächste Notzeit an. Man nimmt wieder zu. Ob das Sirtfood gegen das Herunterfahren des Stoffwechsels hilft, ist wissenschaftlich nicht bestätigt. Alle Studien und Tests haben an Tieren stattgefunden. Ob sich der menschliche Körper genauso verhält, weiß man nicht. Die Sirtfood-Diät eignet sich von daher nicht besser als andere kurzzeitige Diäten zum Abnehmen.
Wie empfehlenswert ist die Sirt-Diät?
Wissenschaftlich bewiesen ist es nicht, aber es spricht auch nichts dagegen, die Sirtuin-Diät einmal auszuprobieren. Wichtig ist nur, dass im Anschluss an die ersten beiden Phasen, also ab der zweiten Woche, auf eine ausgewogene, gesunde Ernährung geachtet wird. Wer langfristig seine Ernährung umstellt und viel frisches Gemüse und Obst zugunsten von Fertiggerichten und Fast Food isst, wird nach und nach abnehmen, wenn er mehr Energie verbraucht als er zuführt. Dabei ist es egal, ob man sich Low Carb, Low Fat oder mit Sirtfood ernährt.
Gut zu wissen: Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt eine maximale Gewichtsabnahme von 0,5 Kilogramm pro Woche. Nur so ist gewährleistet, dass man mit allen Nährstoffen versorgt ist, sich gesund ernährt und den Jojo-Effekt verhindert.Lecker & gesund: kalorienarme Rezepte für jeden Tag
Team REWE Deine Küche - Erstellt/Aktualisiert am 07.09.2026
Von: Diane Buckstegge, Ökotrophologin










