Das Wort Diät stammt aus dem Griechischen. Ursprünglich bezeichnete "díaita" jedoch ganz allgemein die Lebensführung eines Menschen. Das Wort bezog sich also nicht nur auf die Ernährung. Im Laufe der Zeit entwickelten sich verschiedene Konzepte für die "richtige" Lebensweise, zu der auch die Nahrungsaufnahme gehört. Heute steht die Bezeichnung Diät für eine Ernährungsweise, die einen bestimmten Zweck verfolgt: eine Gewichtsab- oder -zunahme, den Muskelaufbau bei Sportlern oder den Verzicht auf spezielle Inhaltsstoffe bei Krankheiten wie Diabetes (Verwendung von Zuckerersatzstoffen) oder Bluthochdruck (salzarme Kost). Umgangssprachlich wird der Begriff Diät jedoch meist im Zusammenhang mit Abnehmen verwendet.
Formula-Diäten, Eiweißdiät, Kohlsuppen-Kur oder fleißig Punkte zählen bei Weight Watchers – heute gibt es unzählige Diäten, die alle eine schnelle Traumfigur versprechen, natürlich ganz ohne kräftezehrendes Hungern. Doch welche hält, was sie verspricht? Grundsätzlich gilt: Die beste Diät gibt es nicht, denn dafür sind wir Menschen viel zu verschieden. Das beginnt mit der Psyche. Während der eine sich konsequent an den strengen Diätplan hält, wird der andere auf dem Familiengeburtstag schwach. Einer ist von Obst und Gemüse satt, der andere bevorzugt reichlich Eiweiß. Auch die Stoffwechseltypen unterscheiden sich, wobei ältere Menschen generell einen langsameren Stoffwechsel haben als jüngere. Im Endeffekt stehen aber doch alle vor dem gleichen Problem: dem Jojo-Effekt. Denn ganz gleich auf welche Diät die Wahl fällt, wer danach wieder seinen normalen Essgewohnheiten nachgeht, hat die Pfunde rasch wieder drauf – oft sogar mehr als zuvor. Daher ist die "beste Diät": eine langfristige Umstellung der Ernährung und Lebensweise.
Gut zu wissen: Auch wenn es die beste Diät an sich nicht gibt, wurde die DASH-Diät 8 Mal in Folge dazu ernannt. Allerdings handelt es sich bei der DASH-Diät streng genommen um eine Ernährungsumstellung und keine klassische Diät.
Low Carb ist seit einigen Jahren die beliebteste Ernährungsweise, wenn es ums Abnehmen geht. Die Reduzierung von Kohlenhydraten zugunsten von Eiweiß und Fett soll lange satt und schnell schlank machen. Die eine Low Carb Diät gibt es übrigens nicht. Es gibt die verschiedensten Varianten. Die Glyx-Diät beispielsweise ist eher gemäßigt und erlaubt recht viele Kohlenhydrate, die Atkins-Diät dagegen verbietet fast alle.
Eiweiß-Diäten sind beliebt, weil man ohne zu hungern abnehmen soll und auch der Jo-Jo-Effekt in der Regel keine Rolle spielt. Dafür wird die Ernährung auf eine eiweißreiche, aber fettarme Kost umgestellt. Kohlenhydrate spielen eine untergeordnete Rolle.
Bei der Atkins-Diät werden Kohlenhydrate stark eingeschränkt. Nach den Überzeugungen von Robert Atkins nimmt man im Idealfall 40 bis 45 Prozent Fette, 40 Prozent Eiweiße und nur 15 bis 20 Prozent Kohlenhydrate auf.
Die Dukan-Diät ist keine reine Low Carb Diät. Die Ernährung baut auf eine extrem eiweißhaltige Kost – Kohlenhydrate und Fette reduziert man weitestgehend.
Weitere Low Carb Diäten sind die Max Planck Diät, die Logi Methode, die Montignac-Diät oder die South Beach Diät.
Die Max-Planck-Diät ist eine sehr extreme Eiweiß- und Low Carb-Diät, die auf einen Zeitraum von zwei Wochen ausgelegt ist. Entdecke hier Wochenpläne und Infos.
Schlafen und dabei ganz nebenbei abnehmen: schön wär's! Ganz so einfach funktioniert die Schlank im Schlaf Diät von Detlef Pape leider nicht. Damit die Fettverbrennung über Nacht optimal laufen kann, wird abends auf Kohlenhydrate verzichtet. Dafür gibt's morgens nur Kohlenhydratbomben.
Die Trennkost-Diät ist ein echter Abnehmklassiker, der schon zu Beginn des 20. Jahrhunderts entwickelt wurde. Um abzunehmen werden hier Kohlenhydrate und Eiweiß getrennt voneinander verzehrt. Daneben gibt es neutrale Lebensmittel, die mit allem kombiniert werden können. In der Umsetzung heißt das: Ein Brot mit Käse oder Wurst ist nicht erlaubt, genauso wenig wie ein Stück Fleisch mit Kartoffeln oder Spaghetti Bolognese. Den meisten Menschen fällt das Durchhalten der Trennkost-Diät schwer. Wissenschaftlich bewiesen ist übrigens nicht, dass man schneller abnimmt, wenn man Kohlenhydrate und Eiweiß getrennt voneinander isst.
Abnehmen, in dem man sich nach seiner Blutgruppe ernährt, nur Babybrei isst oder wie bei der Apfelessig-Diät vor jedem Essen ein Glas Apfelessig trinkt: Es gibt viele verrückte Diäten. Sie haben jedoch alle eins gemeinsam: Der Gewichtsverlust ist bei Blutgruppen-Diät & Co. nicht von Dauer.
Die Bezeichnung klingt nach strengen Regeln und es stimmt: Die Militär-Diät macht klare Vorgaben an die man sich halten soll, um schnell abzunehmen. Der Ernährungsplan ist ein wenig ungewöhnlich, der Ablauf von 3 Tagen strenger Diät gefolgt von 4 Tagen, an denen man normal isst, erinnert an eine Form des Intervallfastens.
HCG ist ein Hormon, das der Körper während der Schwangerschaft produziert. Bei der HCG-Diät nimmt man das Hormon per Tabletten, Globuli oder Tropfen ein, um den Fettabbau zu beschleunigen. Erfahre hier, ob das Hormon wirklich hilft und wie die Diät wissenschaftlich einzuschätzen ist.
Es gibt die verschiedensten Stoffwechseldiäten, die einen schnellen und dauerhaften Abnehmerfolg versprechen. Erfahre hier, welche Diäten das sind und ob sie versprechen, was sie halten.
Die Sirtfood-Diät ist gerade schwer angesagt, da Sängerin Adele mit ihr stark abgenommen haben soll. Die Theorie hinter dieser Diät: Sirtuine, eine Gruppe von Enzymen, sollen einen positiven Einfluss auf den Stoffwechsel haben. Ernährt man sich mit Sirtfood, soll der Stoffwechsel angeregt werden und man nimmt schneller ab.
Sie wärmt schön von innen und ist vielseitiger als die Kohlsuppendiät: die Rede ist von der Suppendiät. Die auf 2 Wochen ausgelegte Diät soll die Pfunde nur so purzeln lassen.
Buchinger-Fasten, Detox-Diät, Wasserfasten oder Saftfasten: Wer abnehmen möchte, probiert früher oder später auch eine Fasten Kur aus. Hier gibt es verschiedene Varianten, die vom vollständigen Nahrungsverzicht bis hin zu Saftkuren reichen. Wie so viele Diäten ist auch der Erfolg vom Fasten meist nur von kurzer Dauer. Die Pfunde purzeln, danach setzt jedoch der Jojo-Effekt ein, wenn die Ernährung nicht geändert wird.
In den letzten Jahren ist Intervallfasten, auch als intermittierendes Fasten bekannt, immer beliebter geworden. Im Gegensatz zu anderen Fastenkuren wird weder vollständig auf Nahrung verzichtet noch dauert die Fastenphase längere Zeit an. Bei der 5:2 Diät beispielsweise wird an 2 Tagen pro Woche gefastet, während man sich die restlichen 5 Tage normal ernährt. Bei der 16/8 Methode hat man täglich eine 16 stündige Fastenphase und darf in den verbleibenden 8 Stunden ganz normal essen. Hier Tagesplan erstellen und Intervallfasten Rezepte entdecken.
Gut Dreiviertel der Deutschen hat schon mal eine Diät gemacht. Dabei scheitert ca. die Hälfte der Diäten. Das hat unterschiedliche Gründe: Besonders junge Menschen neigen zu ungesunden Crashdiäten, um schnell ein paar Pfunde loszuwerden. Diese erfüllen zwar kurzfristig ihren Zweck, langfristig sind die Kilos schnell wieder drauf und von Erfolgen kann nicht die Rede sein. Andere Diäten sind aufwendig und scheitern an mangelnder Zeit im stressigen Alltag. Zu hoch gesetzte Abnehmziele können bei Nichterreichen demotivieren und zum Abbruch führen. Zu schnell zu viel wollen, das ist grundsätzlich ein Problem. Oft resultieren aus sehr strengen Diätplänen auch Essattacken, die Erfolge insbesondere psychisch zunichtemachen. Rasch kommt der Gedanke auf: "Jetzt ist eh alles egal." Dabei sind Spielräume erlaubt, denn eine stabile Gewichtsreduktion kann nur erreicht werden, wenn sich Essgewohnheiten und der Lebensstil langfristig ändern und über die Diät hinweg bestehen bleiben.
Viel Gemüse, am besten zu jeder Mahlzeit, frisch kochen und regelmäßig essen: Das sind die Geheimnisse, um ganz nebenbei abzunehmen. Starte morgens beispielsweise mit einem selbstgemachten Müsli mit frischem Obst in den Tag. Auch ein Vollkornbrot mit Radieschenquark eignet sich gut für ein kalorienarmes Frühstück. Mittags gibt es wahlweise etwas Warmes oder einen Salat. Nimm dir etwas was Leckeres mit zur Arbeit, so kommst du nicht in Versuchung eine Kalorienbombe beim Bäcker oder im Fast Food Imbiss zu kaufen. Rund um das leichte Abendessen gibt es schnelle Salate, Suppen oder auch mal ein Omelett.