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Apfelessig-Diät — so geht's

Apfel am Baum

Essig-Fans aufgepasst: Wer gern sauer isst, soll mit der Apfelessig-Diät schnell und unkompliziert abnehmen. Doch was ist wirklich dran an dieser Diät?

Was ist die Apfelessig-Diät?

Apfelessig ist eine beliebte Zutat in Salatdressings. Dort sorgt er für eine angenehm fruchtige Säure. Doch Apfelessig schmeckt nicht nur, die Einnahme soll beim Abnehmen helfen. Daneben soll Apfelessig eine positive Wirkung auf den Blutzuckerspiegel sowie den Darm haben. Ausreichend wissenschaftlich belegt ist das jedoch nicht.  

Gut zu wissen: Es gibt nicht die eine Apfelessig-Diät sondern viele verschiedene Varianten.  

Am bekanntesten ist die Version, bei der vor jeder Mahlzeit 1 Glas Wasser getrunken wird, in dem zuvor 2 TL Apfelessig gelöst wurden. Für den besseren Geschmack kann etwas Honig zugefügt werden. Die Mahlzeiten sollten kalorienarm sein, maximal 1.200 kcal am Tag werden empfohlen. Wer sich daran hält, soll pro Woche bis zu 2 kg abnehmen

Für noch schnelleren Erfolg gibt es die Fastenvariante mit Apfelessig. Auf feste Nahrung wird hierbei verzichtet, es wird jede Menge Wasser und Kräutertee getrunken sowie als Mahlzeitenersatz 3 x täglich ein Glas Wasser mit gelöstem Apfelessig. 

Wie funktioniert die Apfelessig-Diät?

Für die Herstellung von Apfelessig wird Apfelwein mithilfe von Essigsäurebakterien fermentiert. Die Essigsäure soll für die verschiedensten positiven Wirkungen des Apfelessigs verantwortlich sein. So soll sie den Stoffwechsel anregen, die Fettverbrennung beschleunigen und den Körper entschlacken. Daneben soll sie auch den Appetit dämpfen, sodass weniger gegessen wird und für ein längeres Sättigungsgefühl sorgen. Wissenschaftlich bewiesen sind diese Wirkungen jedoch nicht. 

Wie viel Apfelessig nimmt man pro Tag zum Abnehmen?

Bei der Apfelessig-Diät löst man in der Regel jeweils 2 Teelöffel Essig in 1 Glas Wasser auf und trinkt das vor den Mahlzeiten. Diese Dosierung wird empfohlen. Mehr Apfelessig sollte man nicht zu sich nehmen.  

Gut zu wissen: Trink Apfelessig nie pur, sondern löse ihn immer in Wasser auf. Die Säure hat sonst eine ätzende Wirkung. Selbst in Wasser gelöst kann Apfelessig die Magenschleimhaut reizen und den Zahnschmelz schädigen. 

Apfelessig

Welchen Apfelessig nimmt man für die Diät?

Es gibt keine Vorgaben, welcher Apfelessig sich am besten eignet. Wer einen empfindlichen Magen hat, sollte auf milde Sorten achten.

Wie lange dauert es, bis die Apfelessig-Diät wirkt?

Mit der klassischen Apfelessig-Diät, die auf einem 1.200 kcal Ernährungsplan basiert, soll man pro Woche bis zu 2 kg abnehmen können. Beim Fasten mit Apfelessig soll der Gewichtsverlust sogar noch größer sein.  

Das Problem: Nimmt man so schnell ab, setzt meist im Anschluss der Jo-Jo-Effekt ein. Der Körper fährt seinen Stoffwechsel herunter, wenn er über einen längeren Zeitraum nicht ausreichend Energie über die Nahrung bekommt. Isst man im Anschluss an eine Diät wieder normal, benötigt der Körper zum einen weniger Energie als vorher, zum anderen legt er Reserven an. Die vorher verlorenen Kilos sind in der Regel ganz schnell wieder drauf. 

Gut zu wissen: Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt einen maximalen Gewichtsverlust von 0,5 kg pro Woche. Auf die Weise ist eine Versorgung mit allen Nährstoffen gesichert und das Risiko für den Jo-Jo-Effekt ist deutlich geringer. 

Fazit: Ist die Apfelessig-Diät empfehlenswert?

Wie viel bringt der Apfelessig-Drink? Und kann man mit der Apfelessig-Diät Bauchfett reduzieren? Diese Fragen sind wissenschaftlich nicht geklärt.  

Bislang ist nicht bewiesen, dass die im Essig enthaltene Säure den Fettstoffwechsel ankurbelt, den Appetit mindert, für ein längeres Sättigungsgefühl sorgt und so beim Abnehmen hilft.  

Die Apfelessig-Diät ist von daher wie so viele andere Crash-Diäten zu sehen. Man isst zu wenig, nimmt schnell ab und dank Jo-Jo-Effekt im Anschluss genauso schnell wieder zu. Ein weiteres Problem: Wird die Diät über einen langen Zeitraum gemacht, kann die Säure den Zähnen schaden, da sie den Zahnschmelz angreift. Von der Fastenvariante wird zudem abgeraten, wenn sie länger als ein paar Tage gemacht wird. Ansonsten kann es zu einer Mangelversorgung mit Vitaminen und Mineralstoffen kommen. 

Gut zu wissen: Menschen mit Magenproblemen sowie Diabetiker sollten auf diese Diät verzichten. Die Säure ist zu aggressiv und es ist nicht klar, welche Auswirkungen sie genau auf den Blutzuckerspiegel hat.

Besser als jede Diät: Tipps für eine dauerhafte Ernährungsumstellung

Die meisten Diäten sorgen nur für einen kurzzeitigen Gewichtsverlust. Um dauerhaft abzunehmen, musst du deine Ernährungsgewohnheiten umstellen. Das hört sich hart an, ist aber letztendlich ganz einfach. Die folgenden Tipps helfen dir bei einer ausgewogenen Ernährung und sorgen dafür, dass du langsam abnimmst: 

  • Iss zu jeder Mahlzeit Obst oder Gemüse. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt 5 Portionen Obst und Gemüse am Tag. Davon sollten 3 Portionen Gemüse und 2 Portionen Obst sein. Beides ist reich an Vitaminen sowie Mineralstoffen und insbesondere Gemüse ist sehr kalorienarm.
  • Tausche Weißmehlprodukte gegen die Vollkornvariante aus. Vollkornnudeln oder -brot enthalten mehr Ballaststoffe und machen länger satt. 
  • Achte auf regelmäßige Mahlzeiten und iss diese mit Genuss. Wer regelmäßig isst, hat weniger Heißhunger.
  • Koche so oft wie möglich frisch und nimm deine Mahlzeiten in Ruhe ein. Auch das hilft im Kampf gegen Heißhunger.
  • Verbiete dir keine Lebensmittel. Fast Food oder Süßes sind sehr kalorienreich, aber in Maßen genossen sind sie durchaus erlaubt.
  • Bevorzuge fettarme Milchprodukte wie fettarme Milch oder Magerquark. 
  • Stell deine Ernährung nach und nach um. Den meisten fällt es leichter Gewohnheiten langsam zu ändern.
  • Mach eine Bestandsaufnahme und führe ein paar Tage ein Ernährungstagebuch. So siehst du schnell, wo Dinge verändert werden können.

Kalorienarme Rezepte für jede Gelegenheit

Team REWE Deine Küche - Erstellt/Aktualisiert am 17.04.2026

Von: Diane Buckstegge, Ökotrophologin