Ernährungsplan mit wenig Kalorien: Rezepte & Tipps
Gewicht reduzieren und trotzdem lecker essen? Kein Problem! Hier kommen jede Menge Rezeptideen sowie Tipps rund ums Abnehmen. Erfahre hier außerdem, wie viele Kalorien du am Tag brauchst und welche Lebensmittel Sattmacher sind und dennoch kalorienarm.
Themen auf dieser Seite
- Rezepte fürs Frühstück
- Rezepte fürs Mittagessen
- Rezepte fürs Abendessen
- Wie viele Kalorien brauche ich?
- Was ist der Grundumsatz?
- Was kann man viel essen mit wenig Kalorien?
- Was soll ich essen, wenn ich abnehmen will?
- Was bedeutet Nährstoffdichte und was ist Energiedichte?
- Wie vermeide ich einen Jojo-Effekt?
- Warum funktionieren Diäten nicht?
- Gibt es gute und schlechte Kalorien?
- Was sind Kalorien und was ist der Unterschied zwischen Kilokalorien und Kilojoule?
- Wie viele Kalorien liefern Fett, Eiweiß und Kohlenhydrate?
Rezepte fürs Frühstück
Für viele ist das Frühstück die wichtigste Mahlzeit des Tages. Du solltest es auf keinen Fall ausfallen lassen, wenn du abnehmen möchtest, ansonsten kommt im Laufe des Vormittags garantiert Heißhunger auf. Damit du gut und kalorienreduziert in den Tag startest, solltest du bei der Wahl deiner Frühstückszutaten auf ein paar Dinge achten: Gemüse und Obst sind kalorienarm und enthalten viele verschiedene Vitamine und Mineralstoffe. Integrier deswegen Obst oder Gemüse in dein Frühstück. Ballaststoffe und Eiweiß sind sehr sättigend und füllen den Magen bis zum Mittagessen. Greif deswegen zu Vollkornbrot oder Haferflocken und ergänz das Ganze um z. B. Skyr, Quark oder Joghurt.
Rezepte fürs Mittagessen
Auch beim Mittagessen solltest du darauf achten, dass du Sattmacher integrierst und auf Vollkornprodukte und eiweißreiche Lebensmittel zurückgreifst. Gute Eiweißquellen sind z. B. mageres Fleisch, Fisch, aber auch Nüsse, Tofu oder Eier und Käse. Viele Ballaststoffe liefern Hülsenfrüchte, Vollkornnudeln oder –reis.
Ganz wichtig für die Kalorienbilanz: Plane eine große Portion Gemüse oder einen Salat ein. Gemüse liefert viele verschiedene Nährstoffe und ist dabei sehr kalorienarm.
Gut zu wissen: Es macht fürs Abnehmen keinen Unterschied, ob du mittags oder abends warm isst. Teil dir die Mahlzeiten am besten so ein, wie es für dich und deinen Alltag passt.
Rezepte fürs Abendessen
Abends kannst du kalt oder warm essen. Wichtig: Gemüse nicht vergessen, die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt 3 Portionen Gemüse am Tag. Langweilig wird das garantiert nicht, denn du kannst das Gemüse warm oder kalt essen. Kalt schmecken Paprika und Co. z. B. als Rohkost mit einem Dip wie Hummus oder Kräuterquark. Oder du belegst einen Wrap mit Gemüse.
Bevorzuge auch beim Abendessen Vollkornprodukte und achte darauf, eine Portion Eiweiß zu essen.
Tipp: Iss nicht zu spät, damit du nachts gut schlafen kannst.
Wie viele Kalorien brauche ich?
Es gibt eine einfache Formel, mit der du ausrechnen kannst, wie viele Kalorien du ungefähr am Tag verbrauchst:
Zunächst berechnest du den Grundumsatz (siehe unten). Er beträgt 1 kcal pro kg Körpergewicht pro Stunde.
Bei leichter körperlicher Belastung erhöht sich der Wert um 1/3. Bei mittlerer Intensität wird der Grundumsatz um 2/3 erhöht. Bei intensiver Tätigkeit einfach den Wert verdoppeln.
Wer abnehmen will, sollte etwa 500 kcal pro Tag einsparen.
Was ist der Grundumsatz?
Unter dem Grundumsatz versteht man die Energie, die der Körper im nüchternen Zustand bei völliger Ruhe und einer Umgebungstemperatur von 20 °C benötigt, um alle lebensnotwendigen Funktionen aufrechtzuerhalten. Diese Kalorienmenge solltest du bei deinem Ernährungsplan nicht unterschreiten, auch wenn du abnehmen möchtest.
Was kann man viel essen mit wenig Kalorien?
Wer sich kalorienarm ernähren möchte, sollte Lebensmittel auswählen, die viele Ballaststoffe, aber wenig Fett enthalten.
Diese Lebensmittel enthalten weniger als 100 kcal pro 100 Gramm:
- Äpfel
- Ananas
- Birnen
- Kirschen
- Weintrauben
- Bananen
- Feigen
- Mango
- Garnelen, Hummer, Krebs
- Zander, Barsch, Kabeljau, Scholle
- Hühnereiweiß
- Kefir, Buttermilch
- Milch
- Joghurt
Diese Lebensmittel enthalten weniger als 50 kcal pro 100 Gramm:
- Möhren
- Radieschen
- Artischocken
- Aubergine
- Blumenkohl
- Brokkoli
- Blattsalat
- Fenchel
- Kohlrabi
- Mangold
- Rhabarber
- Rote Beete
- Gurken
- Chinakohl
- Pilze
- Spargel
- Spinat
- Tomaten
- Aprikosen
- Pfirsiche
- Pflaumen
- Beeren
Was soll ich essen, wenn ich abnehmen will?
Die wichtigste Regel, wenn du Gewicht reduzieren möchtest: Nimm weniger Kalorien zu dir als zu verbrauchst. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt einen langsamen Gewichtsverlust von ca. 0,5 kg pro Woche. Das verhindert den Jojo-Effekt und wenn du dich ausgewogen ernährst, wird dein Körper mit allen wichtigen Nährstoffen versorgt.
Gut zu wissen: Um mit allen wichtigen Nährstoffen versorgt zu werden, empfiehlt die DGE auch zum Abnehmen eine Kalorienzufuhr von 1.200-1500 kcal am Tag – je nach Grundumsatz. Nimmst du nur 1.000 kcal zu dir, ist das zu wenig. Der Jojo Effekt setzt dann schneller ein und du kannst nicht abwechslungsreich genug essen und riskierst einen Nährstoffmangel.
Hier kommen ein paar Tipps:
- Koch so oft wie möglich selbst und plane deine Mahlzeiten im Voraus.
- Iss zu jeder Mahlzeit eine Portion Gemüse oder Salat.
- Suppen schmecken zwar gut, sie sind jedoch meist nicht sehr sättigend.
- Verzichte weitestgehend auf Snacks oder greif zwischendurch zu Obst, Gemüse oder einer Handvoll Nüsse.
- Wasser ist der beste Durstlöscher. Verzichte auf Säfte und Softdrinks.
- Stell keine strikten Verbote auf. Süßes und Fettiges ist in kleinen Mengen durchaus erlaubt.
Was bedeutet Nährstoffdichte und was ist Energiedichte?
Wer weniger isst, um Kalorien einzusparen, läuft Gefähr, dass der Körper nicht ausreichend mit allen wichtigen Nährstoffen versorgt wird. Bei der richtigen Lebensmittelauswahl kommen die Nährstoff- und Energiedichte ins Spiel:
Unter der Nährstoffdichte versteht man das Verhältnis vom Nährstoffgehalt zu der Energie, die das Lebensmittel liefert. Je höher die Nährstoffdichte ist, umso besser ist das Verhältnis zwischen den Nährstoffen und dem Kaloriengehalt. Wer sich kalorienarm ernähren möchte, sollte solche Lebensmittel bevorzugen, um genügend Nährstoffe aufzunehmen. Lebensmittel mit einer hohen Nährstoffdichte sind z. B.:
- Hülsenfrüchte (Linsen, Bohnen)
- Grünes Blattgemüse (Spinat, Rucola, Mangold)
- Lachs
- Eier
- Beeren
Unter Energiedichte versteht man die Anzahl der Kalorien pro Gewichtseinheit (meist 1 oder 100 g) Lebensmittel. Lebensmittel mit einer geringen Energiedichte sollten in der Abnehmphase bevorzugt werden. Dazu gehören z. B. Obst und Gemüse, die pro 100 g in der Regel weniger als 100 kcal haben.
Wie vermeide ich einen Jojo-Effekt?
Viele, die schon mal eine radikale Diät ausprobiert haben, kennen es: Nach der Diät sind die verlorenen Kilos oft schnell wieder drauf. Steigt das Gewicht danach wieder, vielleicht sogar noch darüber hinaus, spricht man vom Jojo-Effekt.
Das passiert vor allem dann, wenn wir die Kalorienzufuhr extrem reduzieren oder uns nicht ausreichend bewegen. Dann schwindet die Muskelmasse und der Grundumsatz sinkt. Der Körper braucht in Folge weniger Energie, um seine Funktionen aufrechtzuerhalten. Essen wir nach so einer extremen Diät wieder so viel wie davor, füllt der Körper seine Speicher so schnell wie möglich auf. Und wir nehmen oft sogar noch mehr zu.
Wer den Jojo-Effekt verhindern will, sollte langsam abnehmen. Dabei kommt es nicht nur darauf an, Kalorien zu reduzieren. Auch Bewegung ist wichtig, um Muskeln vor dem Abbau zu schützen, so den Grundumsatz zu halten und den Energiebedarf zu erhöhen.
Warum funktionieren Diäten nicht?
Es ist frustrierend: Da verzichten wir wochenlang auf Kuchen und Co. und am Ende tut sich auf der Waage nichts. Gründe, warum Diäten nicht funktionieren, gibt es viele.
Oft liegt es daran, dass wir während einer Diät zu wenig essen. Dann fährt der Körper auf Sparflamme, der Jojo-Effekt ist vorprogrammiert. Das passiert auch, wenn wir nur die Ernährung umstellen, uns aber nicht genug bewegen.
Auch Stress und Schlafmangel spielen eine Rolle. Wer abnehmen will, sollte sich genügend Schlaf und Entspannung gönnen.
Ein weiterer Grund könnte sein, dass die gewählte Diät nicht in unseren Alltag passt. Wichtig ist es deshalb, die Ernährung nicht radikal, sondern Schritt für Schritt umzustellen und in den Alltag einzubauen. Besser als jede Diät ist eine langfristige Ernährungsumstellung.
Gibt es gute und schlechte Kalorien?
Oft liest man von guten und schlechten Kalorien. Was ist dran? Zunächst einmal ist es für unseren Körper egal, aus welchem Lebensmittel die Energie kommt. Allerdings sind nicht alle Lebensmittel mit dem gleichen Kaloriengehalt gleich zu bewerten. So können 2.000 kcal aus Croissants, Pommes frites mit Mayo und Currywurst kommen. Oder aber aus Porridge mit Früchten und Nüssen, Ofen-Kartoffeln mit Kräuterquark und Gemüse-Curry. Letzteres bleibt durch den höheren Ballaststoffgehalt länger im Magen, macht nachhaltiger satt und liefert zudem viele Vitamine und Mineralstoffe.
Was sind Kalorien und was ist der Unterschied zwischen Kilokalorien und Kilojoule?
Eine Kalorie ist die Energie- oder Wärmemenge, die nötig ist, um 1 Gramm Wasser um 1 Grad Celsius zu erhitzen. Eine Kilokalorie (kcal) entspricht 1000 Kalorien.
Auch wenn Kalorien im Sprachgebrauch noch oft verwendet werden, ist es eine veraltete Maßeinheit. Im wissenschaftlichen Gebrauch wurde sie durch Joule ersetzt. 1 Kalorie entspricht dabei 4,2 Joule.
Die Kalorienangaben auf den Lebensmittelverpackungen werden meist in kcal (1000 Kalorien) und in kJ (1000 Joule) pro 100 Gramm oder pro Portion angegeben.Wie viele Kalorien liefern Fett, Eiweiß und Kohlenhydrate?
Der Körper kann aus den vier Nährstoffen – Fett, Eiweiß, Kohlenhydrate und Alkohol – Energie gewinnen. Wie viele Kalorien ein Lebensmittel liefert, hängt also davon ab, welche Menge dieser Nährstoffe es enthält.
| Nährstoffe | Gehalt an Kilokalorien | Gehalt an Kilojoule |
1 g Fett | 9 kcal | 39 kJ |
1 g Eiweiß | 4 kcal | 17 kJ |
1 g Kohlenhydrate | 4 kcal | 17 kJ |
1 g Alkohol | 7 kcal | 29 kJ |
neu: 1 g Ballaststoffe | 2 kcal | 8 kJ |
Team REWE Deine Küche - Erstellt/Aktualisiert am 17.09.2026
Von: Anja Corvin, Ernährungsberaterin und Ökotrophologin






















