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Gemüse

Zero Waste : Die besten Tipps

Allein in Deutschland fallen 45,5 Millionen Tonnen Haushaltsmüll pro Jahr an. Vieles davon lässt sich vermeiden – auch in der Küche. Lesen Sie hier, wie Sie mit kleinen Schritten Großes bewirken können.

1. Spülschwamm adé

Holz Spülbürste

Aus hygienischen Gründen sollten Spülschwämme alle paar Tage ausgewechselt werden. Folglich landen eine ganze Menge davon im Müll. Alternativ können Sie Spülbürsten aus Holz verwenden, im Idealfall mit auswechselbaren Köpfen. Vorteil: Der Stiel ist immer wieder verwertbar und sie werden außerdem aus nachwachsenden Rohstoffen hergestellt.

2. Auf Küchenrolle verzichten

Kaffee Fleck

Hier mal schnell was wegwischen, dort das verschüttete Getränk aufnehmen – für viele ist die Küchenrolle im Alltag ein wahrer Allrounder, der ohne großes Nachdenken gezückt wird. Warum in solchen Fällen nicht einfach Stofflappen verwenden? Sie können in der Waschmaschine zig Mal gereinigt werden und ersparen jede Menge Abfall.

3. Leitungswasser trinken

Leitungswasser

Gerade im Sommer geht eine Wasserflasche nach der nächsten durch. Hierzulande sind die meisten Flaschen zwar recyclebar, doch es geht noch deutlich umweltschonender: Leitungswasser ist in Deutschland das best kontrollierte Lebensmittel und kann bedenkenlos getrunken werden. Wer es lieber sprudelnd mag, kann mit Kohlensäureaufbereitern für wenig Geld nachhelfen.

4. Kaffee und Tee lose zubereiten

French Press Kaffee

Tagtäglich landen Unmengen Kaffeekapseln und Teebeutel im Müll. Wer Plastik vermeiden möchte, brüht sich sein Heißgetränk im Filter auf oder verwendet eine French-Press bzw. einen Espressokocher. Loser Tee kann mit Hilfe eines Tee-Eis vollkommen müllfrei aufgegossen werden.

5. Spülmittel selber machen

Spülmittel selber machen

Spülmittel gibt es leider ausschließlich in Plastikbehältern zu kaufen. Wer diesen Müll vermeiden möchte, kann ganz leicht zur DIY-Variante greifen:

  • 25 g Pflanzenseife (z. B. Olivenölseife) raspeln.
  • 500 ml Wasser in einem Topf aufkochen, Seife zugeben.
  • Nach Belieben 5 Tropfen ätherisches Öl zugeben.
  • 2 TL Natron (wirkt fettlösend) in die kochende Mischung geben, umrühren und ca. 1 Minute köcheln lassen.
  • Spülmittel in eine Glasflasche füllen und vor Gebrauch schütteln.

6. Alu- und Frischhaltefolie verbannen

Kühlschrank von innen

Zum Abdecken von Resten im Kühlschrank, zum Einwickeln von angeschnittenem Obst und Gemüse oder für das Butterbrot to go verwenden wir meistens Alu- oder Frischhaltefolie. Die ist praktisch – stimmt. Meistens wird sie aber nach einmaligem Gebrauch weggeworfen. Besser: Essensreste in Schalen und kleine Schüsseln lassen sich prima mit einem passenden Teller abdecken, falls keine Dose mit Deckel vorhanden ist. Angeschnittenes Obst und Gemüse kann man mit der Schnittfläche nach unten ebenso auf einem solchen lagern. Für Sandwiches oder andere Dinge, die Sie einwickeln möchten, können Sie spezielle Bienenwachstücher verwenden. Durch die Wachsschicht sind sie sogar etwas fester und lassen sich ganz einfach umbiegen, ohne wieder aufzugehen. Nach dem Gebrauch kann man die Tücher einfach abspülen (nicht zu heiß, sonst löst sich die Wachsschicht) und wiederverwenden.

7. Nie wieder Strohhalme

Smoothie

Als erste Einzelhändler in Deutschland wollen REWE, PENNY und toom Baumarkt Plastikstrohhalme aus ihrem Sortiment verbannen. Die Restbestände werden ab sofort sukzessive abverkauft, ab Frühjahr 2019 finden Sie dann umweltfreundliche Alternativen in den Regalen. Grund dafür: In Deutschland landen pro Jahr rund 40 Milliarden Strohhalme aus Plastik im Müll. Es sind zwar nur kleine Röhrchen, in der Summe fallen sie in Sachen Öko-Bilanz dennoch stark ins Gewicht. Was Sie tun können, ist natürlich einerseits, einfach ohne Trinkhilfe auszukommen. Zugegebenermaßen trinkt sich ein Cocktail oder ein Eiskaffee mit Strohhalm viel schöner. Legen Sie sich für solche Fälle Trinkröhrchen aus bruchsicherem Glas, Papier, Weizengras, Bambus oder Edelstahl zu. Die können Sie zuhause immer wieder verwenden oder sogar unterwegs dabei haben.