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Die basenreiche Ernährung spielt eine wichtige Rolle in der Alternativmedizin. Sie fußt auf der Überzeugung, dass der körpereigene Säure-Basen-Haushalt durch eine falsche Ernährung nachhaltig gestört wird. Ist das der Fall, können diverse Beschwerden und Krankheiten ausgelöst werden. Chronische Müdigkeit, Haarausfall, Allergien, Hautprobleme, Migräne oder sogar Rheuma und Osteoporose führen Alternativmediziner häufig auf eine sogenannte Übersäuerung (Azidose) des Körpers zurück. Eine basenreiche Ernährung soll dem entgegenwirken.

Was ist der Säuren-Basen-Haushalt?

Waagschale

Der Säuren-Basen-Haushalt bezeichnet die Mechanismen im Körper, die den pH-Wert des Blutes regulieren. Damit der Körper mit all seinen chemischen Stoffwechselvorgängen optimal funktionieren kann, muss der pH-Wert des Blutes nämlich stets zwischen 7,36 und 7,44 liegen. Der ideale Körper-pH-Wert ist also leicht basisch. Durch das Essen bestimmter Lebensmittel und auch durch Stoffwechselvorgänge wird der Körper allerdings laufend mit überschüssigen Säuren belastet. Diese werden dann durch basische Puffersysteme im Körper neutralisiert oder durch Körperausscheidungen wie Schweiß, Atemluft und Urin herausgespült.

 

Warum dann basische Ernährung?

Die Verfechter der Basen-Ernährung gehen davon aus, dass die körpereigenen Regulationsmechanismen nicht ausreichen, um das erforderliche Gleichgewicht zu erhalten. Das hängt unter anderem damit zusammen, dass die modernen Essgewohnheiten sehr stark auf saure und säurebildende Lebensmittel ausgerichtet sind. Vor allem Lebensmittel wie Fleisch, Fast Food, Getreideprodukte oder Süßigkeiten treiben den Säurewert des Blutes dermaßen in die Höhe, dass der Säure-Basen-Haushalt dem nicht mehr gewachsen ist.

Was sind saure und basische Lebensmittel?

Kräuter

Der pH-Wert ist eine Maßeinheit für den Säure- oder Basengrad einer wässrigen Lösung. Er reicht von 0 (stark sauer) über 7 (neutral) bis hin zu 14 (stark basisch). Zu den säurebildenden Lebensmitteln gehören vor allem zuckerhaltige Produkte, tierische Erzeugnisse, Getreideprodukte und Alkohol. Zu den basischen Lebensmitteln zählen dagegen eine Vielzahl von Gemüse- und Obstsorten, Kartoffeln und Sprossen.

 

Was bedeutet basische Ernährung?

Die medizinische Wirksamkeit und Notwendigkeit der Basen-Ernährung ist wissenschaftlich nicht nachgewiesen. Dennoch ist die basische Ernährung unbestreitbar gesund und deckt sich in weiten Teilen mit den Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung. Wer also seinen Speiseplan auf eine Basen-Ernährung umstellen möchte, sollte zu zwei Dritteln basische Lebensmittel zu sich nehmen. Das sind zum Beispiel folgende Lebensmittel und Lebensmittelgruppen aus unserem Sortiment:

  • Die meisten Gemüsesorten, außer Artischocken, Rosenkohl, Hülsenfrüchten und sauer eingelegtem Gemüse
  • Kartoffeln
  • Obst und Trockenfrüchte
  • Salat
  • Pilze
  • Kräuter und Sprossen

Säurebildende Lebensmittel wie Fleisch- und Wurstprodukte, Nudeln, Reis, Brot und Süßigkeiten sollten dagegen nur noch sparsam genossen werden. Außerdem ist es wichtig, viel zu trinken, um Säuren auszuschwemmen. Ideale basische Getränke sind zum Beispiel Wasser ohne Kohlensäure, Kräutertees oder Molke. Als positive Auswirkungen einer Basen-Ernährung gelten unter anderem eine erhöhte Leistungsfähigkeit, ein verbessertes Ein- und Durchschlafvermögen und eine gestärkte Regenerationsfähigkeit der Zellen.