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Würzen

Würzen – Infos & Tipps

Beim Thema Würzen sind Salz und Pfeffer deine engsten Verbündeten? Das Gewürzregal im Supermarkt löst bei dir nichts als Überforderung aus? Keine Sorge, hier bekommst du einen kleinen Einblick in die große, vielfältige Welt der Gewürze. Denn ganz egal, ob du deinem Essen damit den letzten Schliff verpassen oder aus ganz simplen Gerichten das gewisse Extra herauskitzeln möchtest – ein bisschen Know-How zahlt sich geschmacklich garantiert aus.

Warum würzt man?

In der Küche kann man durch das Würzen den Eigengeschmack von Lebensmitteln intensivieren, Speisen verfeinern, vollenden und veredeln. Gewürze wie Kümmel oder Fenchel können schwere, fetthaltige Gerichte sogar bekömmlicher machen.

Womit würzt man?

Es gibt zahlreiche Zutaten zum Würzen:   

Diese 7 Gewürze sollte jeder im Haus haben

Paprika edelsüß

Paprikapulver

Für Paprikapulver wird das gleichnamige Gemüse getrocknet und vermahlen. Je nachdem ob die Trennwände oder auch die Kerne mitverarbeitet werden, entsteht der individuelle Schärfegrad des fertigen Pulvers. Es ist in den drei Varianten edelsüß, rosenscharf und scharf erhältlich. Das edelsüße und mildeste Paprikapulver sollte in deinem Gewürzregal keinesfalls fehlen. Es schmeckt leicht süßlich, vollmundig und fruchtig-aromatisch. Eigentlich kannst du es ziemlich universell einsetzen. Besonders gut passt es z. B. in Gulasch, Gemüsepfannen, im Salatdressing, Geschnetzeltem oder Kräuterquark.

Curry

Currypulver

Hinter Curry verbirgt sich kein reines Gewürz – es handelt sich dabei um eine Gewürzmischung. Entgegen der eigentlich logischen Schlussfolgerung, dass das Curry in Indien, in Anlehnung an die dort beliebten Curry-Gerichte, entstanden ist, kommt es tatsächlich aus Großbritannien. Grundsätzlich besteht ein Currypulver aus etwa 13 verschiedenen Komponenten – die Zusammensetzung variiert jedoch je nach Sorte. Meist enthalten sind Kurkuma, was für die typisch gelbe Farbe sorgt, Koriander, Kreuzkümmel, Bockshornklee und schwarzer Pfeffer. 
In der Küche passt Curry zu sämtlichen indischen bzw. asiatischen Gerichten. Außerdem lassen sich jegliche Gerichte mit Fleisch, Gemüse oder Reis damit verfeinern. Curry schmeckt außerdem zu Kokosmilch, in Chutneys oder exotischen Dips. Wer das Aroma noch verstärken möchte, kann das Pulver zunächst in etwas Öl anbraten und anschließend die übrigen Zutaten hinzufügen.

Oregano

Oregano

Bei Oregano denken die meisten sofort an Pizza. Doch auch sämtlichen anderen mediterran angehauchten Gerichten verleiht Organo ein würziges Aroma. So schmeckt es in Pastasoßen, egal ob auf Tomaten- oder Sahnebasis, in Gemüsepfannen, Eintöpfen, zu Fleisch oder Fisch. Falls du eine schnelle Abwechslung zum klassischen Abendbrot suchst – wie wär's mit Bruschetta. Zu den mit Tomaten belegten, gerösteten Brotscheiben passt Oregano ebenfalls hervorragend.

Rosmarin

Rosmarin

Egal ob in der italienischen, französischen, griechischen oder spanischen Küche – im mediterranen Raum ist Rosmarin ein wahrer Allrounder. Die tannennadelähnlichen Blättchen schmecken harzig pikant und verströmen einen typisch aromatischen Duft. Ganz klassisch und simpel schmeckt Rosmarin zu Ofenkartoffeln, die neben etwas Öl und Salz gar nicht mehr brauchen. Des Weiteren macht sich Rosmarin hervorragend zu Fleisch, Fisch, Ofengemüse, Omelette und Gerichten mit Schafskäse. Experimentierfreudige können das Kraut in Kombination mit süßen Geschmäckern, wie z. B. in Gebäck oder selbstgemachten Konfitüren testen.

Zimt

Zimt

Für die meisten ist Zimt ein typisches Weihnachtsgewürz. Das braune Pulver wird aus der getrockneten Rinde des Zimtbaumes gewonnen und schmeckt unvergleichlich würzig-süß. Am häufigsten wird Zimt in Kombination mit Zucker für süße Speisen wie Milchreis, Pfannkuchen oder Gebäck verwendet. Probiere es aber unbedingt auch in herzhaften Rezepten – in der orientalischen Küche ist Zimt kaum wegzudenken. So verleiht es Speisen mit Hackfleisch eine besonders feine Note. Auch Couscous lässt sich damit wunderbar abschmecken. Würze zunächst lieber vorsichtig und taste dich langsam heran.

Cayenne Pfeffer

Cayenne Pfeffer

Der Name Pfeffer täuscht: Bei Cayenne Pfeffer handelt es sich nämlich um getrocknete, pulverisierte Chilischoten der Sorte Cayenne. Der Scharfmacher Capsaicin ist in Mengen nicht jedermanns Sache – dosiere Cayenne Peffer daher lieber mit Vorsicht. Das Gewürz passt zu jeglichen Speisen, die noch ein wenig Feuer vertragen können. Und auch Süßspeisen wie Schokoladenkuchen bekommen durch eine kleine Prise ein interessantes Aroma.

Kreuzkümmel

Kreuzkümmel

Mit dem "normalen" Kümmel hat Kreuzkümmel sowohl botanisch, als auch geschmacklich nichts am Hut. Das auch als Cumin bekannte Gewürz hat eine angenehm frische Note und schmeckt leicht bitter. Es passt hervorragend zu orientalischen Speisen wie Hummus und Falafel. Aber auch jeglichen Gemüse- und Fleischgerichten verleiht Kreuzkümmel das gewisse Extra. Als frisches Kraut macht sich Koriander besonders gut dazu.

Wann sollte man würzen?

Vor der Zubereitung

Würzen mit Salz und Pfeffer und Marinieren von Fleisch

Während der Zubereitung

Das Hinzufügen von Gewürzen während des Garens, um den Geschmack der Speisen zu intensivieren

Nach der Zubereitung

Zur Garnierung von Speisen, z. B. mit frischen Kräutern und zum Nachwürzen

Der richtige Zeitpunkt ist entscheidend, denn manche Gewürze entwickeln einen bitteren Geschmack, wenn sie zu lange bei großer Hitze mitgekocht werden (z.B. Salbei).   

  • Dem Kochwasser von Nudeln, Reis und Kartoffeln immer Salz zugeben 
  • Zucker (etwa zum Kochen von Spargel) unterstreicht den Eigengeschmack von Speisen und sollte vor dem Kochen, zu Beginn der Garzeit zugegeben werden  
  • Ganze Gewürze (Pfefferkörner, Gewürznelken, Lorbeerblätter, etc.) können mitgekocht werden, ggf. im Gewürzsäckchen oder -sieb 
  • Einige Gewürze, wie Piment oder Koriandersamen, können vor der Zugabe in einer Pfanne ohne Fett geröstet werden, damit sie ihr Aroma besser entfalten 
  • Frische Kräuter, wie Basilikum oder Petersilie, sollten für vollen Geschmack erst am Ende der Garzeit zugegeben werden 

  

Gut zu wissen: Gerade getrocknete Gewürze brauchen in der Regel etwas Zeit, ehe sie ihr volles Aroma entfalten. Deswegen sollte man zunächst dosiert würzen, umrühren, kurz abwarten und dann abschmecken. Falls noch Geschmack fehlt, kann man immer noch nachwürzen oder -salzen.

Tipps und Tricks beim Würzen

  • Um Salz zu sparen, einfach mehr Kräuter verwenden   
  • Ganze Gewürze, zum Beispiel Koriandersamen oder Piment, erst kurz vor der Zugabe mahlen. So bleiben die ätherischen Öle erhalten und die Speisen erhalten ein intensiveres Aroma   
  • Ein, zwei Hauptgewürze pro Speise auswählen   
  • Die Gewürze sollten den Eigengeschmack der Lebensmittel nicht überdecken, sondern nur hervorheben

Welches Gewürz nutzt man für welche Gerichte?

Falls du dich fragst welches Gewürz wozu passt, kannst du dich grob hieran orientieren: 


Zu rotem Fleisch passen Pfeffer, Paprika, Lorbeer, Nelken, Knoblauch, Estragon, Thymian, Rosmarin, Petersilie, Salbei und Senf.  


Zu weißem Fleisch passen Majoran, Oregano, Salbei, Koriander, Paprika, Kreuzkümmel, Estragon, Kapern und Curry. 


Zu Fisch harmonieren Kapern, Minze, Lavendel, Dill, Petersilie, Schnittlauch, Knoblauch, Curry und weißer Pfeffer. 


Für Gemüse und Salate eignen sich Petersilie, Basilikum, Pfeffer, Paprika, Knoblauch, Oregano, Kerbel, Schnittlauch und Bohnenkraut. 


Auch Desserts lieben Gewürze wie Zitronenmelisse, Lavendel, Minze, Orangenblütenwasser, Zimt, Vanille und Anis. Zu Erdbeeren passt frisch gemahlener, schwarzer Pfeffer. 

Beliebte Rezepte zum Nachmachen:

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