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Bei der Paleo-Ernährung sind Lebensmittel aus industrieller Herstellung tabu, während (Bio-)Fleisch die Basis der Ernährungspyramide bildet. Für Vegetarier scheint die Steinzeitdiät deswegen wenig geeignet zu sein. Es lohnt sich aber zumindest, sich einmal genau anzuschauen, welches Gemüse und welche Obstsorten bei Paleo erlaubt sind. Und auch, welche Paleo-Lebensmittel abseits der Fleisch-Basis für Vegetarier interessant sind.

Warum bei Paleo Hülsenfrüchte verboten sind

Verschiedene Hülsenfrüchte

Wer sich als Vegetarier nach der Paleo-Ernährung richten möchte, sollte kein Problem damit haben, Regeln zu brechen oder zumindest zu dehnen. Und damit wären wir beim Thema Hülsenfrüchte. Die sind für echte Paleo-Fans komplett tabu, weil Erbsen, (Soja-)Bohnen und Linsen laut Steinzeiternährungslehre einen hohen Kohlenhydratanteil und nur wenig verfügbares Eiweiß besitzen. Auch der Mineralstoffgehalt soll durch den enthaltenen "Blocker" Phytinsäure erheblich eingeschränkt sein.

Spätestens jetzt schütteln Vegetarier und Veganer den Kopf. Denn für sie sind Hülsenfrüchte gerade aufgrund ihres wirklich hohen Eiweißgehalts der Hauptlieferant dieses Makronährstoffs. Und die Verfügbarkeit ist weitaus besser, als es so mancher Steinzeitverfechter glauben mag. Wer also als Vegetarier Paleo betreiben will, sollte auf keinen Fall auf Hülsenfrüchte verzichten, sonst droht ganz schnell Mangelernährung.

Welche vegetarischen Lebensmittel sind in der Paleo-Ernährung erlaubt?

Verschiedenes Gemüse

Zum Glück gibt es reichlich Lebensmittel, die vegetarisch und trotzdem in der Paleo-Ernährung erlaubt sind. Obst, Gemüse und Eier beispielsweise und hier wird's auch wieder regelkonform. Eier von glücklichen Hühnern sind in der Paleo-Ernährung erlaubt und auch ein guter Eiweißlieferant. Mit Eiern lassen sich außerdem tausende Gerichte zaubern.

Viel spannender ist allerdings die ganze Palette an Grünzeug und Früchten, die in der Paleo-Diät fester Bestandteil des Speiseplans sind. Die Auswahl ist riesig: Von A wie Aubergine bis Z wie Zuckerschoten gibt es kaum eine Ausnahme. Besonders interessant sind all die sonst gern vergessenen Wurzelgemüsesorten, z.B. Pastinaken oder Petersilienwurzeln, die sich zu vielen leckeren Gerichten (Pastinakenpommes! Curry! "Gulasch"!) verarbeiten lassen.

Auch beim Obst gibt es in der Paleo-Ernährung keine Einschränkungen, obwohl ein echter Neandertaler wahrscheinlich schreiend vor einer Lychee oder Sternfrucht davongelaufen wäre. Wer es streng nimmt, verzichtet auf sehr zuckerhaltige Obstsorten wie Mango.

Paleo-Ernährung und Vegetarier: ein Fazit

Es gibt keinen Grund, sich als Vegetarier nicht nach den Paleo-Regeln zu ernähren. Die sind in ihrem Grundgedanken einem strengen Vegetarismus bzw. sogar Veganismus durchaus ähnlich. Die Proteinfrage allerdings sollte man nur auf eine Art beantworten: indem man das Hülsenfrucht-Verbot bricht.
Sonst entstehen relativ schnell körperliche Nachteile, die all die Vorteile von Paleo zunichtemachen.