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Obst

Obst

Obst ist lecker und gesund! Ob pur, im Kuchen oder im Salat – es lässt sich zu vielen leckeren Gerichten verarbeiten. Lesen Sie hier mehr über Obst und entdecken Sie neue Sorten, die Sie vielleicht noch gar nicht kannten.

Obstsorten

Obst lässt sich in fünf verschiedene Kategorien unterteilen:

Kernobst:

Zum Kernobst gehören alle Kernobstgewächse (Pyrinae) in der Familie der Rosengewächse (Rosaceae). Sie zeichnen sich dadurch aus, dass Früchte im Inneren ein Kerngehäuse haben. Zum Kernobst gehören beispielsweise Äpfel, Birnen oder Quitten.

Steinobst:

Als Steinobst bezeichnet man alle Pflanzenarten, deren Früchte im Inneren einen Kern ausbilden, dessen Fruchtwand stark verholzt, während die eigentliche Frucht sehr saftig ist. Zu den Steinfrüchten gehören zum Beispiel Pfirsiche, Kirschen, Pflaumen oder Nektarinen.

Beerenobst:

Als Beerenobst bezeichnet man alle Früchte, die klein, weich und rundlich sind. Botanisch gehören sie aber zu unterschiedlichen Arten. So ist die Erdbeere zum Beispiel eine Sammelnussfrucht, während die Himbeere eine Sammelsteinfrucht ist. Zu den beliebtesten Beeren gehören neben Erdbeeren und Himbeeren auch Brombeeren, Johannisbeeren oder Stachelbeeren.

Südfrüchte:

Als Südfrüchte bezeichnet man alle Früchte, die in den Subtropen und Tropen angebaut werden. Dazu gehören zum Beispiel Zitrusfrüchte wie Zitronen, Orangen oder Limetten aber auch Bananen und eine Vielzahl von weniger bekannten exotischen Früchten. Besonders beliebte Südfrüchte sind die Ananas, Bananen oder Kiwis.

Schalenobst:

Unter Schalenobst versteht man Nüsse, denn die eigentliche Frucht verbirgt sich unter einer harten Schale. Besonders beliebt sind Erdnüsse, Walnüsse und Haselnüsse.

Obst im Handel

Seit technischer Fortschritt und internationale Handelsbeziehungen die Einfuhr erlesener Früchte aus aller Herren Ländern vereinfachen, hat sich das Obstangebot ständig vergrößert. Die Palette reicht vom Gartenobst bis zu den ausgefallensten exotischen Früchten – wobei sich einige Exoten auf unseren Märkten inzwischen bereits heimisch fühlen. Man denke nur an die kleine braunpelzige Kiwi, die vor etwa 20 Jahren in Deutschland noch kaum jemand kannte.

Nährstoffe

Frisches Obst gilt seit jeher als ein wesentlicher Bestandteil einer ausgewogenen Ernährung. Es liefert viele Mineralstoffe und Vitamine in großer Menge. Da die meisten Obstsorten 80–85 % Wasser enthalten, Melonen sogar bis zu 95 %, sind sie relativ kalorienarm. Je nach Fruchtart schwankt der Kaloriengehalt pro 100 g zwischen 40 kcal und 90 kcal. Äpfel z. B. haben 55 kcal, Birnen 60 kcal, Erdbeeren 37 kcal, Himbeeren 40 kcal. Verschiedene Fruchtsäuren und Aromen geben dem jeweiligen Obst den sortentypischen Geschmack.

  • Einfache Kohlenhydrate enthält Obst in Form von Frucht- und Traubenzucker, die vom Körper schnell aufgenommen werden.
  • komplexe Kohlenhydrate sind in Form von Stärke oder Ballaststoffen (z.B. Cellulose oder Pektin) enthalten. 
  • Ballaststoffe unterstützen die normale Verdauung. Durch ihre Fähigkeit, Wasser zu binden, regen Sie die Darmbewegung (Peristaltik) an. 
Obst

Lagerung

Unabhängig von der Erntezeit gibt es heute praktisch das ganze Jahr über Obst zu kaufen. So frisch wie eben erst vom Baum gepflückt. Moderne Lagermethoden machen es möglich. Und dies ohne »chemische Zauberei«. Während unsere Urgroßeltern Äpfel und Birnen in kühlen, gut durchgelüfteten Kellern lagerten, baut man heute luftdichte, isolierte Lagerräume, in denen Klima und Atmosphäre vollautomatisch für optimale Lagerungsbedingungen für jede Obstsorte sorgen. Auf diese Art ist es möglich, einige Obstsorten bis zu neun Monate aufzubewahren, ohne dass die Frische-Qualität leidet.

Obst oder Gemüse?

Einige Gemüsearten, wie z. B. Kürbis, Melone oder Rhabarber, werden bei uns wie Obst verwendet. Streng botanisch gesehen ist der Rhabarber ein Gemüse. Doch werden die langen Rhabarberstiele bei uns eher wie Obst verarbeitet und zubereitet: als Kompott, Marmelade, Konfitüre oder als Tortenbelag und Dessert.

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Klassen

Um dem Verbraucher beim Obstkauf die Entscheidung zu erleichtern, werden viele Obstsorten nach Güteklassen, den sogenannten Vermarktungsnormen, sortiert. Dabei spielen sowohl die Fruchtform und -farbe als auch die Größe der Frucht eine entscheidende Rolle.

Die gesetzlich vorgeschriebenen Klassen betreffen die folgenden Obstsorten: Äpfel und Birnen, Aprikosen, Pfirsiche und Nektarinen, Avocadofrüchte, Erdbeeren, Kirschen, Kiwis, Melonen, Wassermelonen, Pflaumen, Mandeln, Hasel- und Walnüsse, Tafeltrauben und Zitrusfrüchte. Daneben gibt es freiwillige deutsche Handelsklassen für Brombeeren, Heidelbeeren, Himbeeren, Preiselbeeren, Johannisbeeren und Stachelbeeren. Sie gelten nur in Deutschland. Grundsätzlich gilt: Ist Obst nach einer Klasse gekennzeichnet, so muss es den gültigen Normen voll entsprechen.
Die Einteilung erfolgt nach drei Güteklassen:

  • Klasse »Extra« bezeichnet Obst von Spitzenqualität, eine echte Auslese, frei von Schmutz und Rückständen. Die Früchte sind fehlerlos – auch in der Färbung. Ein unverletzter Stiel ist meist vorgeschrieben.
  • Klasse I lässt leichte Schalenfehler zu. Die Früchte dürfen etwas kleiner, der Stiel leicht beschädigt sein. Jedoch verlangt die Norm vollkommen gesundes Fruchtfleisch.
  • Klasse II fordert eine »marktfähige« Qualität, bei der die Fruchtgrößen festgelegt sind. Fehler in Form und Färbung sind in dieser Klasse zulässig. Allerdings darf der Handelswert nur geringfügig gemindert sein.

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