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Obst

Obst

Im Obst zeigt sich die geballte Vielfalt der Natur, zum Beispiel in Form von knackig frischen Äpfeln, saftig gelben Birnen, leuchtend roten Kirschen, blauschwarz glänzenden Brombeeren oder wohlschmeckenden exotischen Früchten. Aber das ist noch längst nicht alles ...

Seit technischer Fortschritt und internationale Handelsbeziehungen die Einfuhr erlesener Früchte aus aller Herren Länder vereinfachen, hat sich das Obstangebot ständig vergrößert. Die Palette reicht vom Gartenobst bis zu den ausgefallensten exotischen Früchten – wobei sich einige Exoten auf unseren Märkten inzwischen bereits heimisch fühlen. Man denke nur an die kleine braunpelzige Kiwi, die vor etwa 20 Jahren in Deutschland noch kaum jemand kannte.

 

Nährstoffe

Frisches Obst gilt seit jeher als wesentlicher Bestandteil einer ausgewogenen Ernährung. Es liefert alle Nährstoffe, Mineralstoffe und Vitamine in ausreichender Menge. Da die meisten Obstsorten 80–85 % Wasser enthalten, Melonen sogar bis zu 95 %, geizen sie mit Kalorien. Je nach Fruchtart schwanken die Kalorien pro 100 g zwischen 40 kcal und 70 kcal. Äpfel z. B. haben 55 kcal, Birnen 60 kcal, Erdbeeren 37 kcal, Himbeeren 40 kcal. Fruchtsäuren geben dem jeweiligen Obst den sortentypischen Geschmack.

  • Einfache Kohlenhydrate enthält Obst in Form von Frucht und Traubenzucker, die im Körper sehr leicht löslich sind.
  • Zusammengesetzte Kohlenhydrate sind Ballaststoffe (Zellulose) und Stärke. 
  • Ballaststoffe unterstützen die normale Verdauung, denn sie sorgen für die mechanische Bewegung des Darms. 
Obst

Lagerung

Unabhängig von der Erntezeit gibt es heute praktisch das ganze Jahr über Obst zu kaufen. So frisch, wie eben erst vom Baum gepflückt. Moderne Lagermethoden machen es möglich. Und dies ohne »chemische Zauberei«. Denn die ist in Deutschland verboten. Während unsere Urgroßmütter und -väter zum Beispiel Äpfel und Birnen in kühlen, gut durchgelüfteten Kellern lagerten, baut man heute luftdichte, isolierte Lagerräume, in denen Klima und Atmosphäre vollautomatisch für optimale Lagerungsbedingungen für eine bestimmte Obstsorte sorgen. Auf diese Art ist es möglich, einige Obstsorten bis zu neun Monate aufzubewahren, ohne dass die Frische-Qualität leidet.

Rhabarber

Rhabarber

Obst oder Gemüse? Einige Gemüsearten, wie z.B. Kürbis, Melone oder Rhabarber, werden bei uns wie Obst verwendet oder zubereitet. Streng botanisch gesehen ist der Rhabarber ein Gemüse. Doch werden – wie gesagt – die langen Rhabarberstiele bei uns wie Obst verarbeitet und zubereitet. Zum Beispiel als Kompott, Marmelade, Konfitüre oder als Tortenbelag und Dessert. Die Hauptsaison ist April bis Juli. Man teilt die Sorten in drei Gruppen auf:

  1. grünstielig – grünfleischig
  2. rotstielig – grünfleischig
  3. rotstielig – rotfleischig

Grünfleischiger Rhabarber liefert die stärksten Stangen mit dem höchsten Zitronen- und Apfelsäuregehalt.

Klassen

Um dem Verbraucher beim Obstkauf die Entscheidung zu erleichtern, werden viele Obstsorten nach Güteklassen sortiert, die  heute auch als »EG-Qualitätsnormen« bekannt sind. Dabei spielen sowohl die Fruchtform und -farbe als auch die Größe der Frucht eine entscheidende Rolle.

Die gesetzlich vorgeschriebenen Klassen betreffen die folgenden Obstsorten: Äpfel und Birnen, Aprikosen, Pfirsiche und Nektarinen, Avocadofrüchte, Erdbeeren, Kirschen, Kiwis, Melonen, Wassermelonen, Pflaumen, Mandeln, Hasel- und Walnüsse, Tafeltrauben und Zitrusfrüchte. Daneben gibt es freiwillige deutsche Handelsklassen für Brombeeren, Heidelbeeren, Himbeeren, Preiselbeeren, Johannisbeeren und Stachelbeeren. Sie gelten nur in Deutschland. Grundsätzlich gilt: Ist Obst nach einer Klasse gekennzeichnet, so muss es den gültigen Normen voll entsprechen.
Die Einteilung erfolgt nach drei Güteklassen:

  • Klasse »Extra« bezeichnet Obst von Spitzenqualität, eine echte Auslese, frei von Schmutz und Rückständen. Die Früchte sind fehlerlos – auch in der Färbung. Ein unverletzter Stiel ist meist vorgeschrieben.
  • Klasse I lässt leichte Schalenfehler zu. Die Früchte dürfen etwas kleiner, der Stiel leicht beschädigt sein. Jedoch verlangt die Norm vollkommen gesundes Fruchtfleisch.
  • Klasse II fordert eine »marktfähige« Qualität, bei der die Fruchtgrößen festgelegt sind. Fehler in Form und Färbung sind in dieser Klasse zulässig. Allerdings darf der Handelswert nur geringfügig gemindert sein.
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