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Spinat

Spinat

Roh im Salat, zerkleinert im Smoothie oder als geschmackliche Note in Nudelgerichten, auf der Pizza und im Gratin: Spinat hat sich zu einem beliebten Gemüse entwickelt, das vor allem mit wertvollen Inhaltsstoffen überzeugt. Aber was genau steckt eigentlich im Spinat? Wie werden die grünen Blätter angebaut und wie lagerst du sie am besten?

Was ist Spinat?

Wo genau der Spinat seinen Ursprung hat, ist bis heute nicht vollständig erforscht. Experten gehen davon aus, dass die erste Kulturform aus Asien stammt. Vermutlich waren es die Perser, die wilden Spinat nutzten und später züchteten, um eine ergiebige Gemüsepflanze zu erhalten. Wie die grünen Blätter ihren Weg nach Europa fanden, ist jedoch bekannt: Im Mittelalter gehörten weite Teile Spaniens zum islamischen Reich. Dort war der Spinat bereits als Gemüse etabliert. Die Araber verließen Spanien irgendwann. Der Spinat aber blieb – und setzte sich in der europäischen Küche durch.

Botaniker zählen ihn heute zu den Fuchsschwanzgewächsen. Dort bildet er seine eigene Gattung mit dem Namen Spinacia. Der Spinat, den wir heute verzehren, wird auch Echter Spinat (Spinacia oleracea) genannt. Die Pflanzen wachsen einjährig. Das bedeutet, sie werden ausgesät, gedeihen und sterben schließlich ab oder werden geerntet. Im Folgejahr müssen einjährige Pflanzen erneut ausgesät werden.

Wie wird Spinat angebaut?

Das grüne Gemüse hat wenig Ansprüche an den Boden und wächst daher auch in unseren Breitengraden besonders gut. Die Pflanzen bevorzugen einen Mix aus Sonne und Schatten. Ein feuchter Boden beschleunigt den Wachstumsprozess zusätzlich. Die Hauptsaison läuft von März bis November, Spinat kann aber das gesamte Jahr über angebaut werden. Er benötigt, unabhängig von der Jahreszeit, etwa zwei Monate, bis er geerntet werden kann. In Europa gehören Deutschland, Frankreich und Italien zu den Haupterzeugerländern. Weltweit produziert China den meisten Spinat.

In Deutschland erstrecken sich die Anbauflächen über weite Teile der westlichen Bundesländer. Spinatfelder gibt es zwischen Niedersachsen und Rheinland-Pfalz. Falls du gerne deinen eigenen Spinat anbauen möchtest, ist das kein Problem. Er wächst nämlich auch in einem kleinen Blumenkasten.

Welche Spinatsorten gibt es?

Botaniker unterscheiden bis zu 50 verschiedene Spinat-Sorten. Wenn du Spinat im Laden kaufst, handelt es sich aber mit ziemlicher Sicherheit um klassischen Blattspinat. Dieser wird am häufigsten angebaut. Trotzdem gibt es auch beim Blattspinat Unterschiede: Je nach Erntezeitpunkt bekommt dieser nämlich einen anderen Namen.

Im Laden findet man zum Beispiel Frühlings-, Sommer-, Herbst- oder Winterspinat. Die früheren Sorten haben meist kleinere, besonders zarte Blätter. Bei den Herbst- und Wintersorten hat die Pflanze kräftige Blätter, die im Vergleich einen deutlich volleren Geschmack entwickeln.

Außerdem unterscheiden Produzenten Blatt- von Wurzelspinat. Beim Blattspinat werden die Blätter bei der Ernte in Handarbeit einzeln von der Pflanze abgetrennt. Bleibt das Pflanzenherz dabei unbeschädigt, treibt der Spinat wieder aus und eine erneute Ernte ist möglich.

Wurzelspinat hingegen wird als ganze Pflanze geerntet. Das bedeutet, dass die Blätter am Stiel bleiben. Dieser wird oberhalb der Wurzel abgeschnitten. Das Gute daran: Da die Pflanze fast komplett intakt bleibt, hält sich Wurzelspinat deutlich länger als das blättrige Pendant.

Wie lagert man Spinat am besten?

In puncto Haltbarkeit ist beim Blattspinat Vorsicht geboten. Denn die kleinen grünen Blätter bleiben nur etwa zwei Tage knackig und frisch. Wurzelspinat hingegen bleibt bei richtiger Lagerung bis zu zwei Wochen genießbar. Unabhängig von der Sorte gehört Spinat aber immer in den Kühlschrank. Ein feuchtes Tuch, in das man die Blätter oder die ganzen Pflanzen einwickelt, schützt vor dem Verwelken. Größere Verfärbungen oder matschige Stellen sind aber ein Zeichen dafür, dass du das Gemüse nicht mehr essen solltest.

Hast du doch einmal zu viel frischen Spinat eingekauft, kannst du die Blätter von den Stielen trennen und ihn einfrieren. So hält er sich ungefähr ein Jahr. Danach solltest du wieder zur frischen Variante greifen.

Alternativ kaufst du den Spinat direkt aus der Tiefkühltruhe. Im Geschäft findest du Produkte von verschiedenen Anbietern, die du anschließend im Topf erwärmen und zubereiten kannst. Tiefkühlprodukte sind fast genauso gesund wie die frische Variante. Durch das Einfrieren behält der Spinat einen Großteil seiner wertvollen Inhaltsstoffe.

Welche Inhaltsstoffe hat Spinat?

Schon Popeye der Seemann wusste, dass das grüne Blattgemüse für starke Muskeln sorgt. Deshalb griff er in den beliebten Comics, regelmäßig zu einer Dose Spinat. Der beschriebene Effekt auf die Muskeln ist tatsächlich kein Mythos. Die natürlichen Inhaltsstoffe wirken sich positiv auf das Muskelwachstum aus. Dafür verantwortlich ist vor allem das enthaltene Ecdysteron. Dieses Hormon weist große Ähnlichkeiten zu Steroiden auf. Es regt das Wachstum der Muskelzellen an und verleiht eine Menge Energie.

Aber auch sonst versorgt Spinat den Körper mit wertvollen Mineralien, Vitaminen und Proteinen. Nach dem Sport lohnt sich der Griff zu den grünen Blättern daher besonders. Spinat hat einen hohen Eisengehalt und versorgt den Organismus mit einer Fülle von Mineralstoffen. Neben Kalzium und Magnesium enthält er vor allem Phosphor, Kalium und Jod. Das enthaltene Beta-Carotin wirkt sich darüber hinaus positiv auf Augen und Haut aus. Gleichzeitig ist Spinat kalorienarm und enthält kaum Kohlenhydrate, dafür aber wichtige Ballaststoffe, die die Verdauung anregen.

Außerdem ist Spinat ein zuverlässiger Vitaminlieferant. Er versorgt den Körper mit einer reichhaltigen Auswahl an B-Vitaminen und punktet besonders mit dem Vitamin C-Gehalt. Denn 100 g frischer Spinat kommen auf mindestens 50 mg Vitamin C. Je nach Erntezeitpunkt kann dieser Wert sogar steigen. Bei der tiefgekühlten Variante liegt der Anteil mit etwa 35 mg etwas darunter. Zur Einordnung: Der tägliche Bedarf an Vitamin C liegt bei Erwachsenen bei rund 100 mg. Eine große Portion reicht also aus, um die Tagesmenge zu decken. Häufig findet er sich deshalb auch in Smoothies wieder.

Ein weiterer Inhaltsstoff ist Oxalsäure. Dabei handelt es sich um einen Bitterstoff, der dafür sorgt, dass Spinat leicht bitter schmeckt. In großen Mengen kann sich Oxalsäure negativ auf den Körper auswirken. Bei normalem Verzehr besteht allerdings kein Grund zur Sorge. Um den bitteren Geschmack – und damit auch die Oxalsäure – zu neutralisieren, kannst du die nächste Portion einfach mit einem Milchprodukt zusammen zubereiten.

Die Inhaltsstoffe in der Übersicht

Nährwertepro 100 g Spinat
Energie16 kcal
Eiweiß2,6 g
Fett0,3 g
Kohlenhydrate0,6 g
Natrium69 mg
Kalium554 mg
Vitamin C50 mg

Wie wird Spinat zubereitet?

Spinat lässt sich auf verschiedene Arten zubereiten. Lange galt das grüne Gemüse eher als Zutat, die ein Gericht verfeinert. Aber es eignet sich auch ideal als Hauptzutat. Um einen nahrhaften Salat anzurichten, muss man die Blätter lediglich säubern und gegebenenfalls ausputzen. Zusammen mit einer fruchtigen Vinaigrette zauberst du ein leckeres Gericht, das sich gut für eine bewusste Ernährung eignet. Bei dieser Art der Zubereitung werden die wertvollen Inhaltsstoffe geschont.

Beim Kochen solltest du allerdings genau auf die Garzeit achten. Das Gemüse kommt kurz – nicht länger als 2 Minuten – ins kochende Wasser, wird dann mit einer Kelle herausgenommen und in kaltem Wasser abgeschreckt. Köche sprechen bei diesem Prozess vom Blanchieren. Alternativ kannst du den gesäuberten Spinat auch direkt mit in die Pfanne oder Auflaufform geben. Auch als Belag auf Pizza oder Baguette ist das Blattgemüse beliebt.

Die besten Rezepte mit Spinat

Ob Lasagne, Rahmspinat oder Spinatcurry, entdecke leckere Rezepte mit Spinat:

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