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Für viele stehen die violetten Früchte nicht an erster Stelle der beliebtesten Zutaten. Dabei brauchen Auberginen nur etwas Zuwendung, damit sie weder schwammig noch unangenehm fettig oder allzu bitter daherkommen.
Werden Auberginen in Scheiben geschnitten oder längs halbiert zubereitet, lohnt es sich immer, das Fruchtfleisch leicht einzusalzen und mindestens 20 Minuten ziehen zu lassen. Das Salz entzieht der Aubergine Flüssigkeit. Gleichzeitig werden Bitterstoffe mit ausgespült, der Geschmack dadurch milder. Und: Durch den geringeren Flüssigkeitsanteil nimmt das Gemüse bei der Zubereitung später weniger Fett auf, gelingt weicher und knuspriger.
Auberginen müssen grundsätzlich nicht geschält werden. Die hübsche Hülle ist essbar und enthält sogar besonders viele wertvolle Antioxidantien. Zudem kann sie z.B. bei gefüllten Auberginen für Struktur und Halt sorgen. Zwei Dinge sind jedoch zu beachten: Erstens ist Bio-Ware empfehlenswert, wenn die Schale mit verzehrt werden soll. Nur so kann man sichergehen, dass keine unerwünschten Pestizide im Essen landen. Und zweitens kann die Schale bei älteren und sehr großen Früchten manchmal zäh und etwas ledrig sein. In diesen Fällen sollte sie entfernt werden.
Um an das pure Fruchtfleisch zu kommen, wird entweder der Sparschäler gezückt oder das Gemüse im Ganzen im Ofen gebacken und die Haut danach abgezogen. Gebackenes Auberginenfruchtfleisch kann sehr gut zu köstlichen Dips wie libanesischem Baba Ghanoush oder würzigem Ajvar verarbeitet werden.
Auberginen zählen zu den Nachtschattengewächsen und liefern – wie ihre botanische Verwandte, die Kartoffel – den Stoff Solanin, der zu starken Verdauungsbeschwerden führen kann. Darum lautet die Regel Nummer eins in der Auberginenküche: niemals roh essen, auch nicht in kalten Gerichten wie Salat.
Darüber hinaus gibt es bei der Zubereitung kaum Grenzen: Auberginen eignen sich zum Kochen, Braten, Backen, Gratinieren, Schmoren oder Grillen – und lassen sich sogar in der Mikrowelle garen. Dafür die Auberginen längs halbieren, das Fruchtfleisch kreuzweise einritzen, mit etwas Olivenöl bepinseln, mit Salz, Pfeffer und nach Belieben weiteren Gewürzen würzen. Mit den Schnittflächen nach unten in ein mikrowellengeeignetes Gefäß legen und zugedeckt bei 900 Watt ca. 8 Minuten garen, bis sie die Aubergine weich ist.
Alternativ kann man Auberginen im Airfryer garen. Dafür Auberginenscheiben nach dem Einsalzen trocken tupfen, mit Öl und Gewürzen mischen, sodass die Scheiben überall damit bedeckt sind. In den Korb des Aifryers legen und bei 180 °C 12-15 Minuten frittieren, bis sie goldbraun und knusprig sind, dabei zwischendurch einmal wenden.
Das Gemüse ist ein echter Traumpartner für allerlei Aromageber und lässt sich dadurch sehr vielseitig kombinieren. Besonders gut harmoniert die Aubergine mit:
Wer einen kleinen Blick über den Tellerrand wagt, kann auf der ganzen Welt leckere traditionelle Auberginen-Gerichte entdecken, die auch zu Hause für Urlaubsstimmung sorgen:
In Rumänien genießt man das Gemüse als Zacusca, einem würzigen Paprika-Auberginen-Aufstrich, der köstlich auf Baguette schmeckt.
Frankreichs Auberginen-Evergreen ist klassisches Ratatouille, das dank Zutaten wie Paprika, Zucchini, Tomaten und duften Kräutern unschlagbar sommerlich schmeckt.
Zu den bekanntesten und beliebtesten griechischen Auberginen-Rezepten zählen Briam und Moussaka.
Auf einen kulinarischen Ausflug nach Italien geht es mit saftiger Parmigiana, einem Gratin aus Auberginen, Tomaten und Parmesan, oder einer köstlichen Pasta alla Norma – Spaghetti mit Tomaten-Auberginensugo und Ricotta.
In Indien serviert man Baingan Barta, ein geröstetes Auberginenpüree mit Gewürzen, Zwiebeln, Tomate und Chili.
In der türkischen Küche werden Auberginen gern gefüllt und gebacken serviert. Zwei köstliche Beispiele: Karniyarik mit einer Füllung aus sautierten Zwiebeln, Knoblauch, Gewürzen und Hackfleisch. Und Imam Bayildi, die vegetarische Variante mit viel Gemüse und reichlich Petersilie obendrauf.
Das wohl bekannteste japanische Auberginen-Rezept ist Nasu Dengaku – halbierte und mit Miso glasierte Auberginen vom Grill.
H2: Auberginen-Rezepte aus dem Backofen
Gefüllt, als Ragout, herzhafter Kuchen oder als Zutat für Salate und Vorspeisen: Bei diesen Ideen mit gebackenen Auberginen hat man die Qual der Wahl:
Im Sommer kann man Auberginen grillen. Für die Zubereitung auf dem Rost einfach ca. ½ cm dicke Auberginenscheiben von beiden Seiten mit Olivenöl bepinseln, mit verschiedenen Gewürzen marinieren und dann von jeder Seite wenige Minuten grillen.
Heiß auf noch mehr gegrillte Auberginen? Dann können wir diese Gerichte wärmstens empfehlen:
Für die fixe Zubereitung auf dem Herd wird das Gemüse am besten in Scheiben, Stifte oder Würfel geschnitten. So wird aus Auberginen in der Pfanne im Handumdrehen ein schnelles Feierabendessen, zum Beispiel:
Für die pflanzliche Küche sind Auberginen wie gemacht: Sie lassen sich ganz ohne tierische Produkte in auf vielfältige Weise und richtig raffiniert zubereiten. Diese Veggie-Wunder machen rundum happy:
Einfacher Auberginensalat
Vegane Stullen mit Hummus und geröstetem Gemüse
Bulgursalat auf Aubergine mit Granatapfel