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Feldsalat – auch als Rapunzel, Nüssli, Ackersalat oder Nüsschen bekannt – zählt zu den klassischen Herbst-/Wintersalaten. Die Freilandsaison geht von Oktober bis März. Zum Glück ist das knackige Grün bei uns aber aus dem Gewächshaus oder Folienanbau ganzjährig zu bekommen. Denn in der Küche zeigt es sich als echtes Multitalent, das als Beilage, Vorspeise und Hauptgericht überzeugt.
Als Beiwerk oder Hauptdarsteller: Feldsalat ist immer eine gute Idee! Er hat sich als unkompliziertes, fixes Feierabend-Food bewährt, kann zu besonderen Anlässen aber auch richtig ausgefallen auftrumpfen.
Mit einem simplen Dressing und wenigen weiteren Zutaten ist Feldsalat eine tolle Beilage oder lässt sich – mit etwas Brot serviert – als flottes Hauptgericht genießen.
Ein spritzig herber Feldsalat mit Senf-Vinaigrette und Granatapfel steht in nur 15 Minuten auf dem Tisch. Fast genauso schnell und easy gelingen ein würzig-knackiger Feldsalat mit Rotkohl und Walnüssen oder eine kunterbunte Winter-Bowl aus nur sieben Zutaten.
Der feine Ackersalat bringt von Natur aus ein fein-nussiges und angenehm mildes Aroma mit. Dadurch lässt er sich vielfältig kombinieren – von richtig deftig bis fruchtig-süß.
Genial als besondere Vorspeise, zum Beispiel an Weihnachten: Honig-gratinierter Feta mit Feldsalat und Granatapfel, einem Nuss-Topping, gebratenen Zwiebelstreifen und Balsamico-Vinaigrette.
Feldsalat und Orangen sind ein gutes Paar, das zum Beispiel mit karamellisierten Kürbisspalten und Orangendressing zeigt, wie wunderbar leicht herbe Salataromen mit fruchtig-spritzigen Zitrusnuancen harmonieren.
Deftig lecker werden Feldsalat-Rezepte mit gebratenem Speck: mal gewürfelt, als knusprige Bacon-Streifen serviert oder als Ziegenkäse im Speckmantel mit Nüssen und Feldsalat. Dazu: Süßkartoffel-Chips und Walnüsse für den Extra-Knuspereffekt.
Echte Hingucker mit kulinarischem Wow-Effekt: gefüllte Birne auf Feldsalat und Rote Bete oder cremiger Burrata auf Feldsalat mit gegrillten Trauben.
Kräftige Dressings passen gut zu den mild-nussigen Blättern. Als Basis dient in der Regel ein Speiseöl: Klassische Sorten wie Raps- oder Olivenöl passen immer, Walnussöl oder andere Nussöle unterstreichen den Eigengeschmack des Rapunzelsalats besonders fein. Ein hochwertiges Kürbiskernöl dient als geschmackliches I-Tüpfelchen. Alternativ kann die Salatsoße mit Joghurt angerührt werden. Ob fruchtig, würzig oder cremig: Hier kommen die besten Nüssli-Dressings:
Pink, süß, samtig: Das Himbeerdressing bringt gute Laune und Farbe in die Salatschüssel. Dafür tiefgefrorene Himbeeren mit Schalotten in einem Topf leicht köcheln lassen, bis sie zerfallen. Anschließend mit einer Gabel zerdrücken. Senf, Olivenöl und Essig – Weißwein- und Himbeeressig passen besonders gut – einrühren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Die Himbeermischung durch ein feines Sieb passieren, um die kleinen Kerne zu entfernen. Himbeermark auffangen und nochmals kräftig durchrühren.
Gekühlt hält sich das Himbeerdressing etwa drei Tage und schmeckt zu Feldsalat mit Feta oder Ziegenkäse.
Ein beliebter Evergreen zum Feldsalat: Honig-Senf-Dressing – süß, scharf und aus einer Handvoll Zutaten in wenigen Minuten zubereitet. Dafür Honig und mittelscharfen Senf verrühren. Apfelessig und einen Spritzer Zitronensaft zugeben und glatt rühren. Dann in dünnem Strahl Olivenöl unterrühren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Wer es etwas pikanter mag, gibt noch einen Teelöffel Senfsaat hinzu. Das sorgt für Extra-Schärfe und Biss. Raffiniert ist auch ein Mix aus verschiedenen Senfsorten, etwa mittelscharfem, körnigem und süßem Senf. Die leckere Salatsoße passt perfekt zu Feldsalat mit Speck, Hähnchen oder Lachs.
Jeder kennt es, jeder liebt es: das klassische Balsamico-Dressing. So wird’s gemacht: Sechs Esslöffel Olivenöl, zwei Esslöffel dunkler Balsamico-Essig (z.B. Aceto Balsamico deModena), Salz und Pfeffer verrühren, fertig! Kleiner Tipp: je länger gereift der Essig, desto aromatischer und intensiver schmeckt er. Dieses Dressing macht sich besonders gut, wenn Nüsse, Pinienkerne oder Käse mit im Spiel sind.
Nicht nur zum Gurkensalat lecker: Joghurtdressing schmeckt auch überraschend gut zu Rapunzel. Aus nur vier Zutaten ist es blitzschnell angerührt: Erst Naturjoghurt, frischen Zitronensaft und Olivenöl glatt rühren, dann feine Schnittlauchröllchen locker unterheben. Zum Schluss nur noch mit Salz und Pfeffer abschmecken. Besonders harmonisch schmeckt das cremige Dressing zu Kombinationen mit Birne, Apfel oder Walnüssen.
Nicht nur kalt ein Hochgenuss: Der Wintersalat macht auch warm eine gute Figur! Etwa als Feldsalat-Kresse-Süppchen mit Kartoffeln, Lauch, Sahne und Meerrettich. Das Beste: Die schnelle Suppe ist nach nur 20 Minuten Zubereitungszeit fertig zum Auslöffeln.
Auch sehr zu empfehlen: die Salatblätter locker unter warme Zutaten heben, wie beim Kartoffelsalat mit Honey-Bacon und Feldsalat mit Ofenkartoffeln, Rotkohl und würzigem Dressing. Ebenfalls köstlich: Hirsotto mit Granatäpfeln und Ziegenkäse. Dafür wird Hirse mit Schalotten und Gemüsebrühe wie ein Risotto gekocht und mit gebackenen Ziegekäsetalern, Granatapfelkernen und Rapunzel auf Tellern angerichtet.
Zu viel Feldsalat übrig? Dafür gibt es eine leckere Lösung: Winterpesto mit Feldsalat schmeckt in Kombination mit Kürbiskernen, Knoblauch, Parmesan und Kürbiskernöl aromatisch nussig, und kann locker mit dem Klassiker alla Genovese aus Basilikum mithalten.
Für das winterliche Pesto können statt der Kürbiskerne auch Haselnüsse verwendet werden – am besten vorher kurz in der Pfanne goldbraun rösten. Schmeckt besonders gut als Pasta mit Feldsalat-Nuss-Pesto oder Gnocchi mit Feldsalat-Haselnuss-Pesto und Roter Bete.
Ackersalat schmeckt zwar schön zart, ist aber erstaunlich robust, wenn man weiß, wie man mit ihm umgehen muss. Damit er nach dem Einkauf nicht gleich schlapp macht, sondern schön frisch bleibt, kommt es auf die richtige Lagerung und Aufbewahrung an.
Feldsalat wächst bodennah und kann beim Kauf dadurch noch recht sandig sein. Die Blätter also gründlich, aber behutsam waschen, am besten in einer Schüssel mit kaltem Wasser. Danach vorsichtig schleudern oder auf einem Küchenpapier trocknen lassen. Die Stiele sind essbar, nur die Wurzeln sollten entfernt werden.
Frisch gekauft, hält sich Feldsalat ungewaschen in ein feuchtes Küchentuch geschlagen etwa zwei bis drei Tage im Gemüsefach des Kühlschranks. Er sollte erst kurz vor der Zubereitung gewaschen und möglichst knapp vor dem Servieren mit dem Dressing gemischt werden. Sonst wird er schnell weich und matschig.
Da steckt viel Gutes drin: Feldsalat punktet mit einer großen Portion Vitamin C – rund 35 Milligramm pro 100 Gramm – und kann locker mit Kiwi und Zitrusfrüchten mithalten. Gerade in der kalten Jahreszeit, wenn andere Salat Saisonpause machen, lohnt sich der Griff zum Wintersalat. Neben Vitamin C liefert er auch Vitamin A, E, K, Folsäure und weitere B-Vitamine plus Eisen, Magnesium und Kalium. Ein weiterer Pluspunkt: enthaltene Bitterstoffe gelten als förderlich für die Verdauung.
Wichtig zu wissen: Weil die grünen Blättchen auch Oxalsäure enthalten, die in großen Mengen zu Übelkeit oder Bauchschmerzen führen sowie die Nieren belasten kann, sollte man ihn nicht im Übermaß verzehren. Da der Gehalt vergleichsweise gering ist, ist eine normalgroße Portion Feldsalat pro Tag aber unproblematisch. Man rechnet als Beilage 50-70 Gramm, als Hauptgericht 100-120 Gramm pro Nase.
Kalorientechnisch kann Feldsalat dann wieder auf ganzer Linie punkten: 100 Gramm der Blätter liefern nur 14 Kilokalorien (kcal), 1,8 Gramm Eiweiß, 0,4 Gramm Fett und 0,8 Gramm Kohlenhydrate. Perfekt geeignet, wenn man sich
„low carb” ernähren und gleichzeitig viele Nährstoffe tanken möchte.