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Für einen richtig guten Pizzateig braucht man nur eine Handvoll Zutaten: frische Hefe, lauwarmes Wasser, Salz, Mehl, Olivenöl – und: Zeit. Denn ein luftiger Hefeteig liebt Ruhe. Damit er aufgehen und sein Volumen verdoppeln kann, die Schüssel mit einem sauberen, feuchten Küchentuch abdecken und an einem warmen Ort ruhen lassen, zum Beispiel unter der Bettdecke. Ebenfalls ein nettes Plätzchen: Den zugedeckten Teig für ca. 5 Minuten bei 50 Grad in den Ofen stellen. Danach den Backofen ausschalten, die Tür leicht öffnen und den Teig zu Ende gehen lassen.
Die goldene Formel für das klassische Pizzateig-Grundrezept besteht aus drei Grundregeln: wenig Hefe, sehr gut kneten, viel Ruhezeit.
Schritt 1: Hefe auflösen
Für 2 runde Pizzen 300 ml lauwarmes Wasser (25-35 °C) in einen Messbecher geben. 7 g Frischhefe hineinbröseln, gut verrühren und Hefe auflösen.
Schritt 2: Vorteig zubereiten
300 g Mehl (Type 00) in eine Schüssel geben, die Wasser-Hefe-Mischung da zugießen und alles grob mit einer Gabel oder einem Holzkochlöffel vermengen. Den Vorteig mit einem feuchten Küchentuch abdecken und etwa 30 Minuten ruhen lassen.
Schritt 3: Pizzateig gut kneten
Nach der Ruhezeit den Vorteig ca. 3 Minuten mit den Knethaken des Handrührgeräts oder der Küchenmaschine auf niedrigster Stufe kneten, dann 1 TL Salz und 2 EL Olivenölzugeben. Nach und nach weitere 200 g Mehl(Type 00) hinzufügen, dabei auf niedriger Stufe weiterkneten. Ist das gesamte Mehl aufgenommen, weitere ca. 2 Minuten auf mittlerer Stufe kneten.
Schritt 4: Teig ruhen lassen
Den Teig zu einer Kugel formen, in eine bemehlte Rührschüssel legen und erneut mit einem feuchten Küchentuch abdecken. Den Teig mindestens 3 Stundengehen lassen. Anschließend in zwei Portionen teilen, diese zu Kugeln formen, mit einem Küchentuch abdecken und die Teiglinge nochmals ca. 1 Stunde gehen lassen.
Schritt 5: Pizza backen
Den Backofen auf 240°C Ober- und Unterhitze vorheizen, 2 Backbleche mit Backpapier belegen (oder für ein noch krosseres Ergebnis Pizzastein verwenden).
Die Teiglinge auf einer bemehlten Arbeitsfläche mit den Händen von innen nach außen zu runden Fladen drücken. Alternativ den Teig mit einem Nudelholz ausrollen. Die Teige jeweils auf ein Blech geben, mit Pizzasauce bestreichen, nach Belieben belegen und im heißen Ofen 10–15 Minuten backen.
Gut zu wissen
Das Teigrezept kann auch für eine Pizza vom Blech verwendet werden. Der Teig ist dann etwas fluffiger und dicker als die original italienische Pizza.
Der große Vorteil von Trockenhefe: Sie lässt sich gut auf Vorrat kaufen. Anders als frische Bäckerhefe hält sie sich trocken gelagert bis zu zwei Jahre – perfekt für spontane Pizzaabende mit Familie oder Freuden. Um den Pizzateig mit Trockenhefe geling sicher zuzubereiten, benötigt man 1 Päckchen (7 g) Trockenhefeauf 450-500 Gramm Mehl. Praktisch für alle, die weniger Zeit haben: Eine Stunde Gehzeit genügt – und der Teig darf in den Ofen wandern!
Ein besonderer Liebling für schnelle Pizzen ist der Quark-Öl-Teig aus Weizenmehl Type 550, Backpulver, Quark, Milch und Olivenöl. Das Backpulver übernimmt hier den Job der Hefe und macht den Pizzaboden angenehm luftig – ganz ohne Quellzeit und stundenlanges Warten. Einfach kneten, ausrollen, schmackhaft belegen und ab in den Ofen. Nach circa 25 Minuten Backzeit ist die schnelle Pizza fertig.
Der Klassiker aus Neapel ist besonders dünn, elastisch und mit seinem fluffigen, leicht verbrannten Rand – die berühmten „Leopardenhaut“ – unverwechselbar. Für den perfekten Teig braucht’s Mehl Type 00, noch weniger Hefe als im Pizza-Grundrezept, kühleres Wasser (16-22 °C) und vor allem: viel mehr Zeit.
Allein das Kneten von Hand dauert rund 20 Minuten. Danach darf der Pizzateig mindestens für 24 Stunden ruhen. Und das Finale: Bei höchster Stufe wird die neapolitanische Pizza auf einem heißen Pizzastein oder einem umgedrehten Backblech gebacken – das sorgt für Knusprigkeit.
Von den besten Zutaten, über die richtige Lagerung bis hin zur kleinen Pannenhilfe – hier findest du alles Wissenswerte.
Für richtig guten Teig eignet sich am besten italienisches Mehl Type (Tipo) 00. Das ist ein Weizenmehl mit dem höchsten Ausmahlungsgrad. Es sorgt für elastische, luftige Pizzaböden. Alternativen: Weizenmehl Type 550 funktioniert ebenfalls gut. Dinkel- oder Vollkornmehl als Basis bringen hingegen eine nussige Note in den Teig und sind etwas kompakter – wie in unserem Vollkornpizzateig.
Meist liegt’s an der Temperatur oder der Hefe. Fürs Grundrezept mit frischer oder Trockenhefe braucht der Teig lauwarmes Wasser (35-37 °C) – zu kalt, und die Hefe bleibt träge. Zu heiß, und sie stirbt ab.
Auch wichtig:Zeit und Ruhe. Ein Hefeteig benötigt mindestens eine Stunde an einem warmen Ort – besser noch länger. Ideal sind 24 Stunden wie bei der neapolitanischen Pizza. Pizzateig lässt sich auch gut vorbereiten und dann sogar bis zu 48 Stunden im Kühlschrank lagern.
Wenn der Teig gar nicht aufgehen will: neue Frischhefe einarbeiten und geduldig bleiben.
Das klappt! Den Teig nach dem Kneten und Gehenlassen am besten in einer leicht geölten Vorratsdose oder gut verpackt in Frischhaltefolie plus Gefrierbeutel einfrieren. Wichtig: Den Teig vorab nicht stundenlang gehen lassen, sonst verliert er beim Einfrieren an Triebkraft. Beim Auftauen – am besten über Nacht im Kühlschrank – geht er dann noch schön auf und ist bereit fürs Ausrollen. Tipp: vor dem Backen 30-60 Minuten bei Zimmertemperatur entspannen lassen und erst dann belegen.
Neben Teig und selbstgemachter Sauce entscheidet der Pizzabelag über Würze und Aroma. Ob klassisch, pikant, mit viel Gemüse oder sogar süß: Beim Pizzaabend sind der Kreativität kaum Grenzen gesetzt!
Die wohl bekannteste und beliebteste Veggie-Variante ist die Pizza Margherita mit fruchtiger Tomatensauce, Mozzarella und frischen Basilikumblättern. Wer es noch cremiger mag, tauscht den Mozzarella mit Burrata – einfach zum Dahinschmelzen. Apropos schmelzen: Wie wäre es mit einer Pizza Bianca mit Dreifach Käse vom Blech? Mit etwas Trüffelöl verfeinert, wird aus der Käsepizza in null Komma nichts eine köstliche Trüffelpizza.
Oder soll‘s mehr Gemüse sein? Dann ist die Pizza Vegetaria mit einem Belag aus passierten Tomaten, roter und grüner Paprika, schwarzen Oliven, Knoblauch und Mais genau das Richtige.
Jetzt wird’s deftig: Würzige Salami, pikante Tomatensauce und geriebener Mozzarella – diese drei simple Belag-Zutaten machen die Pizza Salami zum heißbegehrten Dauerbrenner in den Pizzaöfen.
Etwas leichter, aber genauso beliebt: Thunfisch-Pizza belegt mit roten Zwiebeln und Oliven, verfeinert mit Oregano.
Nicht jedermanns Geschmack, aber auf jeden Fall ein echter Klassiker und ein Muss auf der Pizzaparty: Die Pizza Hawaii mit saftiger Ananas und gekochtem Schinken.
Alles rein pflanzlich: Die vegane Pizza mit ofengerösteter Paprika, Zucchini, Zwiebeln, Knoblauch und Pilzen lässt auch ohne Käse keine Wünsche offen. Wer dennoch auf den typischen Geschmack nicht verzichten möchte, bestreut die vegane Pizza mit „Hefeflocken-Käse“ oder einer Käse-Alternative aus dem Kühlregal.
Auch superlecker: ein fruchtiger Pizzabelag mit Feigen oder Birnenscheiben. Für einen kleinen Frische-Kick nach dem Backen mit einem Klecks Cashew-Creme oder einem Spritzer Zitronenöl verfeinern.
Süße Pizza ist ein Kindheitstraum, den man sich heute einfach selbst erfüllt. Rundum happy macht zum Beispiel Schokopizza mit Bananen & Erdnüssen auf einer dicken Schicht Nuss-Nougat-Creme. Mit Mascarpone, Himbeeren, Minze wird der Teigfladen zum leckeren Dessert. Wichtig: Bei süßen Pizzen den Teig erst vorbacken, dann belegen. Und: Eine Kugel Eis on top kann niemals schaden!
Raffiniert geformt oder gefüllt wird Pizza zum Partyhit. Pizzabrötchen mit Kräuterbutter und saftige BBQ-Schnecken mit zarten Hähnchenfiletstreifen und Honig-BBQ-Soße sind das perfekte Fingerfood.
Darf’s etwas größer sein? Dann kommt Pizza Calzone wie gerufen – außen knusprig, innen kunterbunt gefüllt.
Weniger Kohlenhydrate gabelt man mit einer Low-Carb-Pizza auf. Der leckere Pizzaboden aus Blumenkohl, geriebenem Käse und Eiern überzeugt mit rund 23 Gramm Eiweiß und 320 Kilokalorien (kcal) pro Portion. Weitere Pluspunkte: Keine lange Zubereitungszeit, kein Gluten, kein Völlegefühl. Ideal für alle Pizza-Fans, die leicht genießen möchten.
Apropos Zubereitungszeit: Schneller als mit der Fladenbrotpizza geht’s kaum. Die Fladenbrote werden einfach halbiert, belegt und gebacken. In weniger als 20 Minuten steht eine knusprige, saftige Pizza auf dem Tisch. Der Boden wird goldbraun, bleibt innen weich und trägt alles, was der Kühlschrank hergibt: Tomaten, Käse, Antipasti, Basilikum oder frischen Rucola. Die vielleicht köstlichste Abkürzung zum ganz großen Pizzaglück.