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Die gängigste Art, Blumenkohl (auch Karfiol genannt) zu garen, ist es, ihn in Salzwasser zu kochen oder zu blanchieren. Dafür wird das Gemüse meist in Röschen geschnitten und wandert je nach Konsistenz fünf bis zwölf Minuten in den Topf – je nachdem ob er noch richtig schön bissfest oder schon sehr weich sein soll.
Blumenkohl kann auch im Ganzen gekocht werden, das dauert etwa 25 bis 30 Minuten. Das Problem dabei: Der feste Strunk im Inneren gart deutlich langsamer als die zarten Kohlrosen auf der Außenseite. Dadurch kann ein Teil noch fest sein, während andere bereits zu weich werden. Soll der Blumenkohl anschließend püriert werden, ist die Methode gut geeignet und man spart die Schnippelarbeit. Für Rezepte, in denen es auf eine knackige Konsistenz ankommt, wird das Gemüse besser klein geschnitten.
Um den optimalen Garpunkt von Blumenkohl abzupassen, kann man ein spitzes Messer oder eine Rouladennadel in die festeste oder dickste Stelle des Kohls stecken. Gibt das Gemüse dort gut nach, ist es gar.
Ein Profi-Trick, damitBlumenkohl sich beim Kochen nicht gelblich verfärbt, sondern schön weiß bleibt: einen Schuss Zitronensaft ins Kochwasser geben. Um den typischen Kohlgeruch etwas abzuschwächen, hilft etwas Milch im Topf. Sie enthält Stoffe, die die geruchsgebenden schwefelhaltigen Verbindungen im Blumenkohl binden.
Neben dem Kochen gibt es viele weitere Zubereitungsarten für Blumenkohl. Jede von ihnen verleiht dem Gemüse eine andere Texturundbeeinflusst seinen Geschmack:
Dünsten: Besonders nährstoff- und aromaschonend.
So geht’s: Röschen zehn bis 15 Minutenin wenig Wasser mit etwas Salz zugedeckt garen.
Backen/Rösten: Erzielt tolle Röstaromen und einen leichten Crunch.
So geht’s: Röschen oder Scheiben auf einem mit Backpapier ausgelegten Backblech mit Olivenöl, Salz, Pfeffer und weiteren Gewürzen nach Belieben mischen. Im vorgeheizten Backofen bei 200 °C (Ober-/Unterhitze) 20-25 Minuten garen. Optional kurz vor Ende der Garzeit mit etwas geriebenem Käse bestreuen. Praktisch: Blumenkohl muss man vor dem Backen nicht kochen – einfach roh zubereiten!
Braten: Der Karfiol wird außen schön gebräunt und behält innen einen feinen Biss.
So geht’s: In Röschen oder Scheiben schneiden. Mit Salz, Pfeffer und weiteren Gewürzen nach Belieben würzen und in etwas Öl in einer heißen Pfanne rundherum 10-15 Minuten braten.
Mikrowelle: Eine der unkompliziertesten Arten, das Gemüse gar zu bekommen.
So geht’s: Röschen in einem mikrowellengeeigneten Behälter mit etwas Wasser 5-8 Minuten garen (je nach Menge).
Schnellkochtopf: Diese Methode legt den Turbo ein und lohnt sich vor allem für größere Mengen.
So geht’s: Blumenkohl in Röschen teilen und mit etwas Salzwasser im geschlossenen Schnellkochtopf 2 Minuten bissfest oder 3-4 Minuten weich garen.
Thermomix: Der Küchenhelfer eignet sich zum schonenden Dämpfen.
So geht’s: Röschen in den Varoma-Behälter füllen und Wasser in den Mixtopf geben. Dann bei Varoma / Stufe 1 20-25 Minuten garen.
Fermentieren: Roh gegart entwickelt der Kohl gesunde Milchsäurebakterien, ein ganz besonders Aroma und bleibt lange haltbar. Fermentiertes Gemüse eignet sich gut als Beilage oder Zutat für Salate.
Blumenkohl fermentieren: So geht’s
Alle angegebenen Garzeitenbeziehen sich auf frisches Gemüse. Vor allem für Suppen und Pürees eignet sich auch gefrorener Blumenkohl sehr gut. Er kann direkt vom Eisfach in den Kochtopf wandern, braucht darin aber eventuell 1-2 Minuten mehr Garzeit.
Häufig landen nur die zarten Röschen auf dem Teller. Dabei sind alle Teile vom Blumenkohl essbar! Der Strunk – oft fälschlicherweise als giftig bezeichnet – kann kleingeschnitten und für Suppen und Pürees mitgekocht werden. Fein geraspeltoder gehobelt kann man ihn sogar roh essen. Nur eventuell holzige Enden und die feste Schale sollten entfernt werden. Die Blätter des Blumenkohls lassen sich wie Mangold oder Spinat dünsten und können auch in herzhafte Smoothies püriert werden.
Nicht immer muss der Blumenkohl gleich in den Abfall wandern, wenn er kleine Schönheitsfehler hat: Bräunliche Flecken auf der Oberfläche sind meist harmlos. Sie entstehen in aller Regel durch Druckstellen und können einfach großzügig herausgeschnitten werden. Vorsicht allerdings, wenn der Kohl unangenehm riecht oder ungewöhnlich weich ist, ebenso bei schwarzen Schimmelpilzspuren. Das sind klare Anzeichen für Verderb.
Blumenkohl ist ein echter Allrounder, der mit den unterschiedlichsten Zutaten harmoniert. Optimale Geschmackpartner sind zum Beispiel:
Käse: Cheddar, Gruyère, Parmesan, Feta, Mozzarella
Nüsse & Kerne: Mandeln, Walnüsse, Haselnüsse, Sonnenblumenkerne, Pinienkerne
Kräuter: Petersilie, Dill, Schnittlauch, Thymian, Rosmarin, Lorbeer, Koriander
Soßen: Hollandaise, Béchamel, Nussmus-Dressing
Gewürze: Salz, Pfeffer, Muskatnuss, Paprika, Curry, Kurkuma, Kreuzkümmel, Ingwer, Knoblauch
Traditionelle Leibspeisen wie bei Oma, einfache Blumenkohl-Rezepte mit Soße, raffinierte Veggie-Ideen und Low-Carb-Gerichte, Comfort Food aus dem Ofen oder Ruck-Zuck-Rezepte: Es gibt nichts, was Blumenkohl nicht kann!
Schon zu Großmutters Zeiten war Blumenkohl eine der beliebtesten Zutaten in der Alltagsküche. Wer Lust auf eine Portion Nostalgie hat, sollte hier zugreifen. Denn diese traditionellen Gerichte schmecken bis heute unschlagbar gut:
Leichte Röstaromen, knackige Röschen und die meiste Arbeit übernimmt der Ofen – wie gemacht für die genussvolle Feierabendküche:
In einer Marinade aus Garam Masala, Kurkuma, Kreuzkümmel, Sojasoße und Agavendicksaft bekommt Blumenkohl aus dem Ofen einen leckeren indischen Touch. Dazu nur noch eine Joghurt-Tahin-Soße – schon kann man lecker losdippen!
Unten Pasta mit Bolognese, oben knackig geröstete Kohlhaube: Der Blumenkohl-Hack-Nudelauflauf ist Schicht für Schicht ein echter Leckerbissen für die ganze Familie.
Herrlich unkompliziert gelingt das bunte Süßkartoffel-Eierlei vom Blech mit Blumenkohlröschen, Zwiebeln und Chili.
Ein starkes Stück: Ganzer gerösteter Blumenkohl ist perfekt zum Teilen. Ein Topping aus Mandeln, Koriander, Joghurt und Granatapfel sorgt für orientalische Aromen.
Wenige Zutaten und maximal 35 Minuten Zubereitungszeit: Mit diesen Blumenkohl-Express-Ideen ist der große Hunger schnell gegessen:
Ob mit Kartoffeln, Hülsenfrüchten oder Gemüse satt – bunte Pfannengerichte sind bei allen beliebt. Bei so viel leckerer Auswahl muss man nur noch seinen Liebling finden – und gleich losbrutzeln:
Fix geschreddert, kurz blanchiert, kross geröstet oder roh serviert ist das Kultgemüse der Star in knackfrischen, nährstoffreichen Salaten wie diesen hier:
Von wegen altbacken! In der Low-Carb-Küche und als raffinierter Fleischersatz zeigt Blumenkohl, wie vielseitig er sein kann. Diese Gerichte mit neuem Dreh bringen frischen Wind auf den Speiseplan:
Mit Parmesan, Eiern und Gewürzen verwandelt sich das Gemüse in fluffige Blumenkohl-Taler – schmecken pur als Veggie-Frikadelle mit Kräuterquark, können aber auch gut als Burger-Patty verwendet werden.
Die Low-Carb-Pizza mit Blumenkohlboden kann nach Lust und Laune belegt werden. Unsere liebste Kombi: fruchtige Tomatensoße, Champignons, Rucola und etwas Parmesan.
Auch mexikanische Klassiker lassen sich mit Karfiol deutlich kohlenhydratärmer zubereiten als das Original. Und lecker schmeckt’s auch noch! Bester Beweis: Low-Carb Blumenkohl-Tacos mit saftiger Hack-Tomaten-Füllung und Avocado.
Überraschung: Statt Hähnchen steckt bei den Cauliflower Wings mit Parmesan-Thymian-Dip zarter Blumenkohl und der Knusperpanade.
Beide Gemüsesorten haben eine sehr ähnliche Struktur und dadurch identische Garzeiten. Solange sie gleichgroß geschnitten werden, können Blumenkohl und Brokkoli problemlos zusammen garen.
Das geht! Dafür den Auflauf komplett backen, abkühlen lassen und dann im Kühlschrank (bis zu 2 Tage) oder eingefroren (bis zu 3 Monate) aufbewahren. Zum Aufwärmen einfach erneut im Backofen oder in der Mikrowelle erhitzen. Oberfläche dabei bedecken, damit das Gratin nicht austrocknet.
Blumenkohl lässt sich hervorragend einfrieren – kurz blanchiert und pur oder in fertigen Gerichten wie Suppen, Curries und Gratins. Das klappt allerdings nur, wenn alle Zutaten im Rezept den Froster gut überstehen: Sehr wasserhaltige Lebensmittel eignen sich nicht gut zum Einfrieren, da sie nach dem Auftauen matschig werden.