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Manch einer rümpft die Nase, wenn es um die englische Küche geht. Ist sie doch vermeintlich fettig und fad. Aber ist das wirklich so? Die Engländer sind bekannt für Fish and Chips, aber auch für feine Sonntagsbraten oder die berühmte Tea Time. Erfahren Sie hier mehr über die englische Küche und entdecken Sie leckere Rezepte.

Die englische Küche im 19. Jahrhundert

Einst hatte die englische Küche einen ausgezeichneten Ruf. Im 19. Jahrhundert waren die Engländer berühmt für ihre feine Kochkunst und ihre exquisite Esskultur. In ganz Europa sah man die englische Küche als besonders vornehm und kultiviert an - ähnlich wie heutzutage die französische Küche. Ihren guten Ruf hatte die "cuisine anglaise" damals zu Recht, denn als Kolonialmacht hatte England Zugang zu ausgefallenen Gewürzen und Lebensmitteln. Das Großbürgertum beschäftigte damals Hauspersonal, das die ausgefallensten Speisen zubereiten konnte. Mit dem Niedergang der Kolonialmacht wurden ausgefallene Lebensmittel und Gewürze aber immer teurer, was zur Folge hatte, dass sich immer weniger Menschen diese Zutaten leisten konnten. Nach dem ersten Weltkrieg konnten sich nur noch wenige Leute Dienstpersonal und ausgefallene Speisen leisten. Der Rest der Bevölkerung musste sich mit einfacheren Gerichten zufrieden geben und so verlor die englische Küche nach und nach ihr Ansehen. Überbleibsel der vornehmen Küche blieben lediglich der bekannte Sunday Roast und diverse Desserts.

Roastbeef

Englische Klassiker

Das bekannteste Gericht, das jeder gleich mit England in Verbindung bringt, ist Fish and Chips - frittierter Fisch in Panade mit dicken Pommes frites. Dazu gibt es gerne Erbsen und Malzessig. Aber die englische Küche hat deutlich mehr zu bieten als dieses Fast Food Gericht: Die Engländer schwören auf ihre Klassiker: Kein Sonntag ohne Sunday Roast und kein Nachmittag ohne Tee mit Gebäck! Die englische Tea Time ist berühmt für ihre leckeren Snacks wie Scones mit Clotted Cream, Shortbread oder Pies. Auch das englische Frühstück ist über die Landesgrenzen bekannt: Würstchen, Ei und Bohnen sind aber für die meisten Europäer zu bodenständig. Eine leckere und weniger deftige Alternative ist das englische Porridge. In englischen Hauptgerichten - wie beim Sunday Roast - ist die Kombination aus Fleisch, Gemüse und zwei Arten von Gemüse sehr beliebt. Zum traditionellen Sonntagsgericht isst man daher meist geröstete Kartoffeln, Wurzelgemüse, Erbsen oder Kohl. Nicht fehlen darf der typische Yorkshire Pudding. Außerdem lieben die Briten lieben ihre Pies. Es gibt sie in den verschiedensten Varianten mit Fleisch oder süß gefüllt. Sie werden sowohl als Hauptgericht, wie auch als Snack zur Tea Time serviert. Im Winter gibt es den berühmten Mince Pie oder Christmas Pudding. Auch für reichhaltige und süße Desserts ist England berühmt: Trifle, Eton Mess oder Banoffee Pie isst man gerne nach einem üppigen Hauptgericht.

Englisches Dessert

Moderne englische Küche

Heutzutage wird die englische Küche aber auch stark durch die Einflüsse von Migranten aus Indien und anderen Ländern des Commonwealth bestimmt. Vor allem in den großen Städten wie London, Manchester oder Liverpool gibt es unzählige Restaurants von Migranten aus aller Welt. Eines der klassischen englisch-indischen Gerichten ist Chicken Tikka Masala, aber auch Curry Houses sind bei den Engländern sehr beliebt und nicht mehr wegzudenken.

Einen Aufschwung erlebte das Ansehen der englischen Küche mit Starköchen wie Jamie Oliver, Nigella Lawson oder Hugh Fearnley-Whittingstall. Langsam gerät das "Fish and Chips-Image" wieder in Vergessenheit und eine neue Generation von Hobbyköchen adaptiert englische Gerichte auf neue Art und Weise.

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