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Flavonoide z. B. in Obst und Gemüse

Flavonoide – Infos & Wissenswertes

Vitamine und Mineralstoffe kennt jeder. Doch wie sieht es eigentlich mit Flavonoiden aus? Erfahre jetzt, worum es sich hierbei handelt und ob es stimmt, dass diese Stoffgruppe super gesund ist.

Was sind Flavonoide?

Flavonoide, z. B. in Gemüse

Flavonoide gehören zu den Polyphenolen und diese wiederum zu den sekundären Pflanzenstoffen. Zu sekundären Pflanzenstoffen zählen eine Vielzahl unterschiedlicher Stoffgruppen, die in Obst, Gemüse oder Nüssen vorkommen und zum Beispiel für die Farbe zuständig sind oder die Pflanze vor Schädlingen schützen.

Bei den Flavonoiden handelt es sich größtenteils um Farbstoffe, die unter anderem für die rote, gelbe, blaue und violette Farbe von Obst und Gemüse verantwortlich sind. Sie sind im Pflanzenreich weit verbreitet. Was die meisten nicht wissen: Flavonoide wurden schon in den 30er Jahren vom Nobelpreisträger Albert von Szent-Györgyi Nagyrapolt entdeckt. Er bezeichnete die Stoffgruppe als Vitamin P. Das P steht für den Permeabilitätsfaktor, sprich dem Durchlässigkeitsfaktor. Obwohl Flavonoide schon vor fast 100 Jahren entdeckt wurden, ist ihre Wirkung noch relativ unerforscht. Ihnen werden jedoch viele positive Effekte nachgesagt, zum Beispiel dass sie antikanzerogen wirken, sprich, vor Krebs schützen.

Welche Flavonoide gibt es?

Es gibt gut 8.000 unterschiedliche Flavonoid-Verbindungen. Viele sind als Farbstoffe aktiv und sorgen zum Beispiel für die rote Farbe von Trauben oder die grüne Färbung von Äpfeln. Andere schützen Pflanzen vor UV-Strahlung oder vor Schädlingen. Zu den bekanntesten Untergruppen zählen die:

  • Flavonole
  • Flavanole (z. B. Proanthocyanidine, die am häufigsten vorkommenden Polyphenole in der Nahrung)
  • Flavanone
  • Flavone
  • Anthocyane
  • Isoflavonoide

Was bewirken Flavonoide?

Flavonoiden werden eine ganze Reihe von positiven Wirkungen auf die Gesundheit nachgesagt. Wissenschaftlich abschließend bestätigt sind sie jedoch meist nicht, da sie erst seit einigen Jahren intensiv erforscht werden, unter anderem von Prof. Dr. Bernhard Watzl, Max-Rubner-Institut. Ein Großteil der Studien sind jedoch in-vitro-Studien, die sich auf Zellkulturen beziehen, oder Tierstudien. Beides lässt sich nicht direkt auf den Menschen übertragen. Die folgenden Wirkweisen werden Flavonoiden nachgesagt:

  • Sie haben eine antikanzerogene Wirkung, sprich, sie sollen Krebs vorbeugen. Erforscht wird hier insbesondere der Einfluss auf Brustkrebs und Dickdarmkrebs.
  • Sie sollen das Risiko für die Entstehung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen senken.
  • Sie sollen wie Carotinoide als Antioxidantien wirken und freie Radikale einfangen. Freie Radikale sind schädliche Substanzen, die unsere Zellen schädigen können. Die antioxidative Wirkung soll im Kampf gegen Krebs helfen.
  • Sie sollen den Blutdruck senken.
  • Sie sollen das Immunsystem stärken.

Welche Lebensmittel enthalten Flavonoide?

Flavonoide stecken in fast allen pflanzlichen Lebensmitteln, insbesondere in den Randschichten sowie den äußeren Blättern. Wann immer möglich, sollte man also die Schale von zum Beispiel Äpfeln, Birnen, Tomaten oder Paprika mitessen.

Gut zu wissen: Der Flavonoidgehalt hängt unter anderem vom Klima und der Sorte ab. Direkt nach der Ernte ist er am höchsten. Auch die Verarbeitung spielt eine Rolle. Gemüse sollte beispielsweise regelmäßig roh gegessen werden, da beim Garen neben Vitaminen auch bioaktive Substanzen wie Flavonoide verloren gehen.

Diese Lebensmittel sind besonders reich an Flavonoiden:

Sind Nahrungsergänzungsmittel mit Flavonoiden sinnvoll?

Wer auf eine abwechslungsreiche und gesunde Ernährung setzt, nimmt ausreichend Flavonoide mit der Nahrung auf. Die Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln ist nicht notwendig. Davon abgesehen ist nicht klar, wie die isolierten Stoffe im Körper wirken. Positive Effekte entstehen meist durch das Zusammenspiel der verschiedenen Substanzen. Viel besser als Kapseln ist der Verzehr von drei Portionen Gemüse und zwei Portionen Obst am Tag, das regelmäßige Essen von Rohkost und der Griff zu saisonaler, regionaler Ware, die nur kurze Transportwege hinter sich hat.

Rezepte mit einem hohen Flavonoidgehalt

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