rewe.de
https://www.rewe.de/lexikon/back-und-dessertzutaten/
Lamm

Back- und Dessertzutaten

Immer mehr Verbraucher backen wieder selbst – vielleicht um Geld zu sparen, vielleicht aus Freude am guten Geschmack, vielleicht der Anerkennung wegen. Vielleicht aber auch, weil das Backen so einfach geworden ist. Dazu trägt nicht nur die arbeitserleichternde Küchentechnik bei, sondern vor allem die große Zahl praktischer Backhilfen.

Ein Kuchen besteht nicht nur aus den Grundzutaten Fett, Zucker, Eier und Mehl. Damit er schön locker wird und gut schmeckt, braucht man weitere Zutaten, von denen manche in den meisten Haushalten bereits vorrätig sind, z. B. Stärkemehl, Gewürze, Alkohol oder Kakao, andere speziell zum Backen besorgt werden müssen.

Backtriebmittel

Teige gehen nur auf, wenn ihnen ein Triebmittel zugesetzt wird. Je nach Teigart können das biologische wie Hefe und Sauerteig sein oder chemische wie Backpulver, Hirschhornsalz, Pottasche und Natron. Immer setzen die Triebmittel beim Backen mit Hilfe von Feuchtigkeit und Wärme Kohlendioxid frei. Die aufsteigenden Gasbläschen lockern den Teig und machen ihn leichter verdaulich.  

Hefe

Feuchtigkeit, Wärme und das Vorhandensein von Zucker oder Stärke sind die Voraussetzung für die Vermehrung der Hefepilze. Sie bilden Gärgase durch Spaltung des Zuckers in Kohlendioxid und Alkohol, der sich während des Backens verflüchtigt. Der Teig – bei Hefe in erster Linie aus Weizenmehl – wird locker und schmackhaft. Frische Backhefe, so genannte Presshefe, bekommt man als Würfel von ca. 42 g für gut ein Pfund Mehl. In der Alufolie verpackt bleibt die Backhefe im Kühlschrank zwei Wochen frisch. Trockenhefe, die nicht angesetzt werden muss, gibt es in Alutütchen mit ca. 7 Gramm für ein Pfund Mehl. Sie ist etwa zwei Jahre haltbar.

Natron

Das im Backpulver enthaltene Natron wird auch allein als Lockerungsmittel für besonders schwere Teigarten, z. B. für Honigkuchenteig, verwendet. Für ein Pfund Mehl braucht man etwa 6 Gramm Natron, das man als Pulver oder in Tablettenform bekommt. Trocken aufbewahrt behält es etwa sechs Monate lang seine Triebkraft.

Pottasche

Honig- und Lebkuchenteige lockert man manchmal mit Pottasche (Kaliumcarbonat) auf, die Kohlendioxid freisetzt, wenn der Teig Säure enthält oder wenn sie in ihm durch Mikroorganismen gebildet wird. Deshalb lässt man den Teig vor dem Backen oft längere Zeit liegen. Für ein Pfund Mehl braucht man etwa 6 Gramm Pottasche. Gut verschlossen hält sich das geruchlose Salz etwa acht Monate.

Backpulver

Backpulver eignet sich als Triebmittel für fast alle Teige, lässt sich problemlos untermischen, ist lange haltbar und geschmacksneutral – außer, es wird zu viel Backpulver verwendet, dann schmeckt das Gebäck seifig. Die im Backpulver enthaltenen Salze und Säuren wie Weinsteinsäure, Zitronensäure oder Adipinsäure bringen zusammen mit dem Natron (Natriumhydrogencarbonat), das als Kohlendioxidquelle dient, rasch den Teig zum Aufgehen. Bei einer zu hohen Dosis Backpulver fällt das Gebäck nach dem Backen zusammen, deshalb sollte man ganz genau die Mengenangaben des Rezepts beachten. Backpulver-Tütchen enthalten ca. 16 g Triebmittel – das reicht für 500 g Mehl. Backpulver sollte kühl, trocken und nicht zusammen mit stark duftenden Gewürzen aufbewahrt werden.

Hirschhornsalz

Hirschhornsalz zerfällt erst in der Backhitze, also bei Temperaturen von weit über 60 °C, in Kohlendioxid, Ammoniak und Wasser. Der Ammoniakgeruch kann bei hohem Gebäck nicht entweichen, deshalb verwendet man Hirschhornsalz nur für Plätzchen und flache Kuchen. Pro Pfund Mehl braucht man etwa 6 Gramm. Das wasseranziehende Hirschhornsalz ist in Glasröhrchen erhältlich und etwa sechs Monate lang haltbar.

Backaromen

Backaromen oder -öle sind konzentrierte Zubereitungen von künstlichen Geruchs- und Geschmacksstoffen. Wegen der Haltbarkeit werden sie meist mit Trägerstoffen wie Öl, Zucker, Stärke oder Alkohol, der beim Backen verdampft, vermischt. Backaromen gibt es in Kleinstfläschchen, manche auch in Alu-Beutelchen in pastöser Konsistenz, in Geschmacksrichtungen wie Arrak, Vanille, Bittermandel, Zitrone und Rum. Sie sollten nur tropfenweise zum Aromatisieren von Gebäck, Desserts, süßen Saucen, Pralinen, Schlagsahne oder selbst zubereitetem Eis verwendet werden, da zu viel davon den Eigengeschmack der Speisen überdecken würde.

Backmischungen

Die einfachste Art Kuchen zu backen, ist die Verwendung einer Backmischung. Alle Zutaten sind im richtigen Verhältnis aufeinander abgestimmt und brauchen – je nach Mischung – nur durch wenige Zutaten wie Fett, Eier oder Wasser ergänzt werden. Wer sich dann noch an die genau angegebenen Backzeiten hält, geht kein Risiko ein: Der Kuchen gelingt bestimmt. Jede Packung reicht für einen Kuchen. Obstkuchenmischungen enthalten manchmal Zutatenmengen für zwei Kuchen. Manche Tortenmischungen brauchen gar nicht gebacken, sondern nur einige Stunden gekühlt zu werden.

Grundteig-Mischungen

Sie enthalten alle Zutaten für Rühr-, Hefe-, Knet- oder Biskuitteig. Nur Fett, Eier und Wasser müssen zugesetzt werden, bevor die Teige nach Belieben weiterverarbeitet werden können.

Tortenmischungen

Sie enthalten alle Zutaten, die zum Backen, Füllen und Garnieren einer Torte erforderlich sind. Sahne-Tortenmischungen muss frische Sahne zugefügt werden. Einige Beispiele aus dem Sortiment: Nuss-Sahnetorte, Quark-Sahnetorte, Schokoladen-Sahnetorte oder Torte nach Sacher Art.

Kuchen-Mischungen

Sie bestehen aus sortentypischen Zutaten – auch Füllungen oder Glasuren –, denen nur noch Ei, Fett oder Sahne zugefügt werden müssen. Oft liegt sogar eine faltbare Backform bei. Einige Beispiele aus dem riesigen Angebot an Kuchen-Mischungen sind: Gewürzkuchen mit Rumglasur, Käsekuchen, Marmorkuchen, Nuss-Sandkuchen, Mohnstreusel-Kuchen, Nusskuchen mit Zimt-Glasur, Schokoladenkuchen, Zitronenkuchen, Schoko-Creme-Schnitten, Streusel-Quark-Schnitten etc. Zunehmender Beliebtheit erfreuen sich hierzulande inzwischen auch Brownies und Muffins.

Feingebäck-Backmischungen

Zu diesen Mischungen, die das schnelle Backen von Plätzchen verschiedenster Art ermöglichen, braucht man meist nur noch Fett und Eier. Besonders zur Weihnachtszeit gibt es verschiedenste Plätzchensorten als Backmischung.

Tipp: Gewürze wie Ingwer, Zimt und Muskatnuss gehören ebenso wie Kakao, Schokolade und kandierte Früchte zu den Backzutaten.

Gelatine

Gelatine ist ein farb- und geruchloser, eiweißreicher Gelierstoff, der zu 90 % aus Schweineschwarten gewonnen wird. Sie ist zum Binden und Steifen von Tortenfüllungen und Cremes erforderlich – 10 g bringen einen halben Liter Flüssigkeit zum Gelieren. Es gibt Gelatine in Blattform und als Pulver, für Einmach- und Dekorzwecke auch rot gefärbt. Pflanzliche Alternativen sind Stärke, Johannisbrotkernmehl, Agar-Agar oder Pektin.

Kokosraspeln Rdk Gla Ais

Kokosraspeln

Krokant

Nüsse bzw. Kerne wie Haselnüsse, Mandeln oder Pistazien werden in geschmolzenen, karamellisierten Zucker getaucht, getrocknet und je nach Verwendung in Stücken oder gestoßen als Zutaten für Massen, Füllungen oder zur Garnierung verwendet. Die Bezeichnung Krokant stammt vom französischen Wort »croquant« (knackig).

Kuchenglasuren

Kuchen bzw. Fettglasuren sind feste, schokoladenähnliche Massen aus Zucker, Speisefett, Kakaobestandteilen, Lezithin und Geschmack gebenden Lebensmitteln, die es u. a. in den Geschmacksrichtungen Nuss, Mokka, Schokolade und Zitrone (ohne Kakaobestandteile) gibt. Mit fertigen Kuchenglasuren lässt sich Gebäck schnell und mühelos überziehen.

Ungeschwefelte Rosinen Rdk Gla Ais

Rosinen

Marzipan

Als Backzutat verwendet man Marzipan-Rohmasse aus geriebenen, gewalzten Mandeln und Zucker (höchstens 35 %). Die Mischung wird in einem Kupferkessel im Wasserbad unter ständiger Bewegung geröstet, bis sie sich von der Kesselwand löst. Beste Qualität ist Stufe 00, mittlere Konsumqualität Stufe 0 und I. Damit die weiche Konsistenz formbar wird, muss noch Puderzucker untergewirkt werden. Dabei kann die Rohmasse auch aromatisiert werden, z. B. mit Kirschwasser. Besonders zeitsparend ist bereits ausgewalzte Rohmasse als Tortendecke.

Nüsse und Samen

Nüsse und Samen werden sehr häufig als Backzutat verwendet – zum Füllen, Garnieren und als Teigzusatz. Man bekommt deshalb Mandeln, Haselnüsse, Walnüsse, Kokosnüsse, Pistazien- und Pinienkerne nicht nur ganz, sondern auch als Blättchen, Stifte, gehackt, geraspelt oder gemahlen. Mohn, Sesamsamen und Leinsamen eignen sich ungemahlen zum Bestreuen von Gebäck, gemahlen bzw. geschrotet als Teigzusatz oder Füllung. Vor allem Mohnsamen sind als Füllung – gemahlen und mit Milch, Eiern, Fett vermischt – beliebt. Ganzer Mohn, den man erst kurz vor dem Verbrauch mahlen sollte, da er leicht ranzig wird, aber auch backfertige Mohnfüllung im Beutel sind im Lebensmittelhandel erhältlich.

Zitronat Rdk Gla Ais

Zitronat

Sahnehaltemittel

Unter Sahnehaltemittel versteht man Verdickungsmittel, die der Sahne während des Schlagens zugesetzt werden und eine bessere und längere Standfestigkeit bewirken bzw. das Absetzen hinauszögern sollen. Hauptsächlich handelt es sich dabei um Stärkeerzeugnisse mit Traubenzucker.

Tortencremepulver

Tortencremepulver enthält gehärtetes Pflanzenfett, Zucker, Stärke, Gelatine, Aromastoffe, Kochsalz, Emulgatoren und manchmal Kakao. Durch unterschiedlich hohe Fettzugabe lassen sich daraus in kürzester Zeit auf kaltem Wege Buttercreme und andere Füllungen zubereiten.

Tortenhilfen

Ein wichtiger Bestandteil der Tortenhilfen ist kaltlösliche Speisegelatine, die das Auflösen von Gelatineblättern in heißer Flüssigkeit erspart. Ohne Klümpchenbildung bindet die Torten- oder Kuchenhilfe die Flüssigkeit der Füllung, z. B. Quark oder Sahne. Nach einigen Stunden Kühlung ist sie schnitt- und standfest. Käsekuchen-Hilfe enthält Kaltquellstärke, die die Feuchtigkeit der rohen Quarkmasse sofort bindet, die Schnittfähigkeit jedoch erst beim Backen entwickelt.

Gewürze

Nicht nur Safran, Vanille und Zimt spielen als Backgewürze eine Rolle, auch Anis, Sternanis, Nelken, Piment, Pfeffer und natürlich Salz geben den Backwaren Würze. Für die Weihnachtsbäckerei gibt es zwei spezielle Gewürzmischungen: Lebkuchengewürz für Honig- und Lebkuchen sowie Spekulatiusgewürz.

Kandierte Früchte

Immer beliebter als Backzutat werden kandierte Früchte oder Dickzuckerfrüchte. Das liegt wohl daran, dass die Auswahl an kandierten Früchten gewachsen ist. Neben Zitronat, Orangeat und Kirschen bekommt man exotische Früchte wie Ananas und Kumquats, Karambole, Mango, Papaya und Guave kandiert, außerdem Ingwer. Beim Kandieren wird in mehreren Kochungen das Wasser in den Früchten durch Zugabe von Zucker gebunden. Die anschließende Glasur erfolgt mit einer noch konzentrierteren Zuckerlösung. Kandierte Früchte werden in Sirup sowie abgetropft und teilgetrocknet angeboten.

Mandeln Rdk Gla Ais

Gehobelte Mandeln, Mandelstifte und unblanchierte Mandeln

Kuvertüre

Im Gegensatz zu den kakaohaltigen Fettglasuren besteht Kuvertüre aus Kakaobutter, Zucker und je nach Sorte auch aus Milchfett. Außerdem wird entfettete Kakaomasse, kein entöltes Kakaopulver zugesetzt – ein Grund für den guten Geschmack und die Qualität. Je dunkler, desto mehr Kakaobestandteile, je heller, desto mehr Milchfett ist enthalten. Das Etikett verrät, wie viel Kakaoanteil enthalten ist. Edel-Kuvertüre hat z. B. 70 % Kakaoanteil. Weiße Kuvertüre enthält Zucker, Kakaobutter, Mager- und Vollmilchpulver sowie Butterreinfett. Kuvertüre braucht man zum Überziehen von Torten und Kleingebäck sowie zur Herstellung von Pralinen und für die unterschiedlichsten Garnierungen.

Nugat

Nugat ist eine Masse aus feingemahlenen, gerösteten Mandelkernen oder Haselnüssen, Zucker und Kuvertüre und wird zum Füllen von Torten und für die Herstellung von Pralinen benötigt. Nugat ist das eingedeutschte Wort zu »Nougat«, das im Französischen allerdings eine Masse aus geschmolzenem Zucker und Mandeln bzw. Nüssen bezeichnet, die bei uns Krokant heißt. Die Nugatmasse wird international »Gianduja« genannt.

Haselnuesse Rdk Gla Ais

Haselnüsse

Rosinen, Sultaninen und Korinthen

Die im Freien oder in speziellen Öfen getrockneten Weintrauben kommen in verschiedenen Größen und Qualitäten, fast immer aber kernlos in den Handel. Die kleinsten sind die schwarzblauen Korinthen, die vorwiegend aus Griechenland stammen – ursprünglich aus der Gegend um Korinth. Sie dürfen nicht geschwefelt werden und bleiben beim Backen fest. Rosinen und Sultaninen aus großen, kernlosen Trauben gibt es ungebleicht (rötlich-braun bis schwarz) und gebleicht (hell). Man bekommt sie »natural« oder »geschwefelt«.

Streusel

Streusel zum Garnieren von Gebäck gibt es in zahlreichen Farben und Formen. Zu nennen sind Krokantstreusel, die aus Krokant hergestellt werden, Schokoladenstreusel sowie bunte Zuckerstreusel. Neu ist Konfetti aus buntem Zucker. Erhältlich sind sie alle in Päckchen oder Beuteln.

Tortenguss

Tortenguss, ein Geleepulver, besteht hauptsächlich aus Tapiokastärke und Agar-Agar, einem Meeresalgenextrakt, das als pflanzliches Geliermittel dient. Je nach Packungsvorschrift wird Tortenguss mit Wasser, Obstsaft oder Wein angerührt und über den Obstbelag von Kuchen gegossen, wo er zu Gelee erstarrt. Man unterscheidet klaren und roten Tortenguss.

Vanillin

Der Aromastoff Vanillin ist in der Vanille enthalten, kann aber auch synthetisch hergestellt werden. Da die Welternte den Bedarf an Vanille nicht decken kann, gewinnt das künstliche Vanillin immer mehr an Bedeutung zum Aromatisieren von Gebäck, Sahne, Früchten, Eis, Desserts, Süßspeisen und Getränken. Synthetisches Vanillin ist, mit Zucker vermischt, als Vanillinzucker im Handel.

Orangeat Rdk Gla Ais

Orangeat

Zitronat und Orangeat

Zitronat oder Sukkade ist die kandierte Schale der bis zu zwei Kilo schweren Zedratzitrone, Orangeat ist die kandierte Schale der Bitterorange oder Pomeranze. Die Schalen werden zur Konservierung in Salzwasser gelegt und später in einer hochprozentigen Zuckerlösung gekocht. Zitronat und Orangeat bekommt man im Handel meist als Würfel oder in Schalenstücken, teilweise auch glasiert.

Das Auge isst mit!

Beim Verzieren von Backwaren sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt, jeder kann es beim Backen bunt treiben – selbst bei einer Mini-Begabung als »Konditor«! Denn zum Verzieren von Kuchen, Torten, Kleingebäck, Pralinen und Desserts steht eine Vielfalt von Dekor-Artikeln zur Verfügung: Aus Zucker gibt es Streusel, kleine und große Liebesperlen, Konfetti, Blüten, Rosen, Herzen, Glückspilze, Bienen und andere Figuren sowie kandierte Veilchen und Rosenblätter. Aus Schokolade erhält man Streusel, Raspel, Bohnen, Blätter, Ornamente, das Alphabet, Rosen sowie die verschiedensten Figuren. Aus Marzipan sind kleine Rüben, Blüten oder Tiere im Handel. Auch Krokant, Belegkirschen, Früchte aller Art sowie Nüsse und Kerne wie beispielsweise Pistazien verwandeln eine Torte schnell in ein »Meisterstück«.

Puddingpulver und verwandte Erzeugnisse

Laut gesetzlicher Sprachregelung zählen dazu alle Erzeugnisse aus Dickungs- und/oder Geliermitteln samt Zutaten, aus denen mit Flüssigkeit, oft auch unter Zusatz von Zucker, Puddings, Süßspeisen, Tortengüsse, süße Saucen und Suppen sowie Cremes gekocht oder angerührt werden.

Pudding Rdk Gla Ail

Auch Pudding aus Pulver kann man so dekorativ anrichten, dass jeder glaubt, er wäre selbst gemacht.

Dessert-Cremes

Dessert-Cremepulver brauchen nur mit Milch bzw. Sahne oder – bei Fruchtcremes – mit Wasser aufgeschlagen zu werden und sind sofort servierfähig. Sehr wichtig ist jedoch, dass für die Zubereitung pasteurisierte Milch verwendet wird. Rohe Milch direkt vom Erzeuger oder Vorzugsmilch muss vor der Verwendung abgekocht werden, weil sonst ein seifiger Geschmack entsteht. Rohmilch enthält nämlich das Enzym Lipase, das das in der Creme enthaltene Pflanzenfett spaltet. Dessert-Cremepulver gibt es in vielen Geschmacksrichtungen und Variationen, auch mit einem Schuss Alkohol, der manchmal in einem Fläschchen separat beigegeben ist, und zum Gefrieren. Gefrorene Dessert-Creme ist jedoch nicht zu verwechseln mit Eis, das pflanzliches Fett enthält.

Cremespeisen-Pulver enthält vorwiegend kaltquellende Stärke und Gelatine. Es wird mit Wasser und einem Ei aufgeschlagen, zur Verfeinerung können Sahne, Joghurt oder Quark untergezogen werden. Nach kurzer Kühlung ist die Creme fertig. Bei Weincremes erfolgt das Aufschlagen mit Rot- oder Weißwein, bei Schaum-Creme wie Aranca auch mit Sekt. Einige Beispiele für Dessert-Cremes, die mit kalter Milch und Sahne in wenigen Minuten aufgeschlagen werden, sind die klassische Mousse au Chocolat, Mousse Vanille, Mousse Zitrone und Mousse Orange, Creme Tiramisu, Creme Stracciatella und Galetta, eine Creme mit glatter Konsistenz. Lediglich mit kalter Milch wird die Paradies-Creme aufgeschlagen, die es z. B. in den Geschmacksrichtungen Vanille, Schokolade, Karamell, Zitrone, Banane und Pfirsich gibt.

Geleespeisen

Geleespeisenpulver setzen sich aus Gelatine, Zucker, Säuerungsmitteln, natürlichen und naturidentischen Aromastoffen und zugelassenen Farbstoffen zusammen. Sie werden mit Wasser und Zucker aufgekocht. Teilweise kann das Wasser durch Fruchtsaft ersetzt werden. Rote Grütze, die Stärke enthält, und Götterspeise gibt es auch als Instantpulver zum Aufschlagen oder Einrühren. Götterspeise ist unter anderem mit Himbeer-, Kirsch-, Zitronen-, Aprikosen- und Waldmeister-Geschmack im Handel erhältlich.

Milchreis

Milchreis ist eine Süßspeise aus Rundkornreis, der in Milch gekocht wird. Schnellkoch-Milchreis gelingt einfach und schnell ohne Anbrennen und Überkochen. Es gibt ihn auf klassische Art, mit Vanille- oder Apfel-Zimt- Geschmack.

Milchnudeln

Als Hauptmahlzeit oder Snack schnell zubereitet sind Milchnudeln. Man kocht einen halben Liter Milch auf, rührt die Milchnudeln hinein und lässt sie 10 Minuten ziehen. Nach Belieben mit Zucker und Zimt oder Früchten servieren.

Kaiserschmarrn

Die klassische österreichische Mehlspeise gibt es inzwischen ebenfalls als Fertigmischung samt Rosinen. Man verrührt die Mischung mit 150 ml Milch und zwei Eiern und backt den Kaiserschmarrn dann in einer Pfanne mit heißem Fett aus. Serviert wird er mit Puderzucker bestäubt und/oder mit Kompott.

Dessert-Schaum

Dessert-Schaum kann wie geschlagene Sahne auf Kuchen, Früchte, Eis und Desserts gegeben werden, ist aber kalorienärmer. Er besteht hauptsächlich aus gehärteten Pflanzenfetten, Magermilch oder Süßmolkepulver, Milcheiweiß, modifizierter Stärke, naturidentischen und natürlichen Aromastoffen sowie zugelassenen Farbstoffen. Dessert-Schaum wie z. B. Schaumfix wird mit etwas Milch oder mit Wasser aufgeschlagen.

Dessert-Saucen

Flüssige bis cremige Dessert-Saucen runden einen Nachtisch, beispielsweise Pudding, Eis, Mehlspeisen und Obstsalate ab. Die am häufigsten verwendete Sauce ist Vanillesauce, aber das Angebot ist ziemlich umfangreich geworden. Es gibt

  • Saucenpulver auf Stärkebasis, die mit Milch aufgekocht werden.
  • Instant-Saucenpulver, die einfach nur in kalte Milch eingerührt werden und sofort servierfähig sind.
  • cremig-schaumige Saucen, für die das Pulver nur mit Milch aufgeschlagen werden muss.
  • verzehrfertige Dessert-Saucen, die sowohl kalt als auch warm verwendet werden können.

Die Geschmacksrichtung reicht von Vanille über Schokolade bis hin zu den verschiedensten Früchten und Früchtemischungen.

Fruchtsuppen und Kaltschalen

Auch diese erfrischenden Speisen für heiße Sommertage kann der Verbraucher, wenn er sie nicht aus frischen Früchten zubereiten will, im Handumdrehen aus Fertigprodukten herstellen: Fruchtsuppen aus einem Stärke-Trockenfrüchte-Gemisch, das mit Wasser und Zucker aufgekocht wird, Kaltschalen aus Instantpulver, das gefriergetrocknete Fruchtstückchen enthält. Beide können sowohl mit Wasser wie auch mit Milch zubereitet werden.  

Puddingpulver

Der wichtigste Rohstoff für Puddingpulver ist reine, besonders bindefähige Maisstärke. Daneben enthält es Reis- und Weizenstärke, Zucker, Glucose, Lactose sowie – je nach Puddingpulversorte – fettarmen Kakao, Kaffee-Extrakt, Karamellpulver, Samenkerne wie Mandeln, Trockenfrüchte wie Bananenchips, kandierte Früchte, Genusssäuren, Kochsalz, natürliche und naturidentische Aromastoffe, färbende Lebensmittel oder zugelassene Farbstoffe. Puddingpulver muss mindestens zu 35 Gramm aus konsistenzgebenden Stoffen wie Stärke oder Grieß bestehen, wenn es in einen halben Liter Flüssigkeit wie Milch, Wasser oder auch Fruchtsaft oder Wein eingerührt werden soll. Die Ausnahme bildet kakaohaltiges Puddingpulver, das nur 30 Gramm konsistenzgebende Stoffe aufweisen muss. Inzwischen gibt es Puddingpulver in vielen Variationen:

  • Puddingpulver zum Kochen wird in kochende Flüssigkeit – Milch, Wasser, Fruchtsaft, Wein – oft unter Zugabe von Zucker eingerührt, aufgekocht und nach einigen Stunden Kühlung gestürzt.
  • Puddingpulver zum Einrühren in heiße Milch braucht nicht mehr aufgekocht zu werden und ist nach einigen Stunden Kühlung sturzfähig.
  • Instant-Puddingpulver ist ohne Kochen und ohne Zuckerzugabe in ca. 20 Minuten servierfähig. Es wird einfach nur in Milch eingerührt.
  • Tassenpudding ist der Pudding-Snack für zwischendurch: Man füllt einfach einen Kaffeebecher mit 150 ml sprudelnd kochendem Wasser, fügt das Puddingpulver hinzu und rührt um. Erhältlich ist Tassenpudding z. B. in den Geschmacksrichtungen Vanille, Schokolade, Sahne-Mandel und Karamell.
Newsletter