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Orangen

Orangen

Für viele gehört ein Glas frisch gepresster Orangensaft zum perfekten Frühstück dazu. Die ganze Frucht ist hierzulande besonders im Winter beliebt, wenn die Auswahl der hiesigen Obstsorten eher mau aussieht. Alles Wissenswerte über die süß-herbe Zitrusfrucht erfährst du hier im REWE Lexikon.

Orangenbaum

Woher kommen Orangen?

Die Herkunft der auch unter dem Namen Apfelsinen bekannten Zitrusfrüchte ordnet man schnell in den Mittelmeerraum ein, schließlich schmeckt der frisch gepresste Saft im Spanien- oder Italienurlaub gleich noch ein bisschen besser. Tatsächlich stammen Orangen ursprünglich von viel weiter her: nämlich aus China. Der Name Apfelsine bedeutet sogar "Apfel aus China". 
In Europa wurden Orangen erst ab dem 15. Jahrhundert zunehmend bekannt. Die Portugiesen verbreiteten die Zitrusfrüchte nach der Entdeckung des Seeweges nach Indien in Europa. 
Bitterorangen hingegen gelangten schon im Mittelalter über Landwege nach Europa.

Wie wachsen Orangen?

Orangen wachsen auf großen Sträuchern oder auf bis zu zehn Meter hohen Bäumen. Die Züchter setzen dabei verstärkt auf veredelte Sorten, die sich eher in die Breite als in die Höhe entwickeln und somit beim Plantagenanbau besser in Heckenform geschnitten werden können.
Pro Hektar findet man auf den modernen Plantagen bis zu 2000 Orangenbäume. 5-15 Monate dauert es, je nach Klima und Sorte, bis die Frucht reif ist. Die Bäume kommen mit heißen Witterungen gut zurecht, benötigen aber ausreichend Wasser. Beregnungssysteme und Tropfbewässerungen gehören daher auf vielen Plantagen zum Standard.
Übrigens: Die grünen Zitrusfrüchte entwickeln ihre kräftige orange Farbe erst dann, wenn die Temperaturen in kühlen Nächten unter 15 Grad sinken.

Orangenplantage

Wo werden Orangen angebaut?

Die größten Anbauregionen für Zitrusfrüchte wie Orangen befinden sich in den subtropischen Klimazonen. Brasilien liegt im weltweiten Vergleich vorne. Italien und Spanien sind in Europa die wichtigsten Erzeugerländer.

Wann haben Orangen Saison?

Nicht nur Orangen, auch Zitrusfrüchte anderer Art, türmen sich in den Wintermonaten in den Obstregalen unserer Supermärkte. Das ist praktisch, schließlich ist die Auswahl an regionalem Obst in der kalten Jahreszeit sehr gering. Von November bis März ist für Orangen und Co. die Haupterntesaison in Südeuropa und sie werden verstärkt nach Deutschland importiert. 
Je nach Erntezeitpunkt werden Orangen übrigens in Sommer- und Winterorangen unterteilt. Die Winterorangen sind es, die in Deutschland hauptsächlich verkauft werden. Sie haben einen Marktanteil von etwa 90 %. 

Blutorangen

Welche Sorten gibt es?

Wusstest du, dass Orangen neben Äpfeln und Zitronen zu den wichtigsten angebauten Obstpflanzen zählen? Kein Wunder, dass die Zahl der unterschiedlichen Sorten dementsprechend groß ist: Es gibt mehr als 400 verschiedene, die sich in Form, Geschmack, Farbe, Saft- und Kerngehalt voneinander unterscheiden. Um diese besser einordnen zu können, werden die Sorten in verschiedene Gruppen eingeteilt: Am beliebtesten sind die sogenannten Süßorangen, darunter auch die Saftorangen, also solche, die besonders gut zum Pressen geeignet sind. Weitere Untergruppen der Süßorangen sind die Blond-, Navel- und Blutorangen. Letztere schmecken nicht nur besonders erfrischend, sondern sie machen durch ihre dunkle Farbe auch optisch einiges her.
Als weitere Gruppe sind die Bitterorangen zu nennen, die streng genommen gar keine Orangen, sondern Pomeranzen sind und botanisch gesehen zu einer anderen Art zählen.

Welche Nährwerte haben Orangen?

Kalorien 42 kcal / 100 g
Eiweiß 1 g / 100 g
Fett 0,2 g / 100 g
Kohlenhydrate 8,3 g / 100 g
Ballaststoffe 1,6 g / 100 g

 

Wie gesund sind Orangen?

Besonders im Winter sind Orangen eine gute Möglichkeit, um die empfohlenen zwei Portionen Obst am Tag zu sich zu nehmen. 100 Gramm Fruchtfleisch enthalten bis zu 80 mg Vitamin C, wodurch fast der gesamte Tagesbedarf von 100 mg gedeckt wird. Außerdem stecken Mineralstoffe wie Eisen und Phosphor in den beliebten Winterfrüchten.
Ganze Früchte sind vor dem Saft zu bevorzugen, auch wenn er frisch gepresst ist. Einerseits nimmt man dadurch die gesunden Ballaststoffe mit auf, andererseits steckt in einem großen Glas Orangensaft auch jede Menge Fruchtzucker und eine nicht unerhebliche Menge Kalorien. Gegen diese ist grundsätzlich auch nichts einzuwenden, dennoch sollte man bedenken, dass ein Glas Saft nur wenig bzw. nur kurzfristig zur Sättigung beiträgt.

Worauf muss man beim Orangen Einkauf achten?

Leckere, saftige und aromatische Früchte zu erwischen, ist leider ein wenig Glückssache. Kaufst du gleich ein ganzes Netz der Zitrusfrüchte, solltest du darauf achten, dass keine der Früchte schimmelige oder faulige Stellen aufweist. Beim leichten Eindrücken der Schale sollte diese etwas nachgeben – die Früchte sollten nicht zu hart sein. Bevorzuge Bio-Qualität vor konventionellen Orangen – die Pestizidbelastung ist deutlich geringer.

Orangen

Wie lagert man Orangen?

Bewahre die Früchte trocken, kühl und dunkel auf und sortiere zwischendurch ggf. verdorbene Früchte unbedingt aus. Man kann Orangen ideal im Keller aufbewahren oder alternativ im Gemüsefach im Kühlschrank. Dort muss man allerdings mit minimalen Aromaeinbußen rechnen.

Wie lange sind Orangen haltbar?

Orangen verderben zwar nicht besonders schnell, dennoch macht es wenig Sinn sie lange zu lagern. Erstens reifen sie nach der Ernte nicht mehr nach, zweitens verlieren sie dadurch nur unnötig Vitamine. Kaufe deine Zitrusfrüchte möglichst frisch und verzehre sie schnell.

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