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Vanillin: Infos & Wissenswertes

Vanillepudding und so mancher Schokoladenriegel oder Keks – all diese Leckereien haben eines gemeinsam: Sie enthalten Vanillin. Alles Wissenswerte zu dem blumig-duftenden Aromastoff erfährst du hier.

Viele Begriffe, ein Aroma: ein kurzer Überblick

Vanillin, Vanillearoma, Vanille, Vanilleextrakt – auf den Zutatenlisten von Back- oder Süßwaren tauchen viele unterschiedliche Begriffe zum Thema Vanille auf. Sie geben zwar alle ein süßliches Aroma, unterscheiden sich aber erheblich in ihrer Zusammensetzung. In dieser Tabelle findest du die wichtigsten Bezeichnungen im Überblick:

 

Bezeichnung in der ZutatenlisteEntstehung/Herstellung/Ursprung
Vanille
  • Als Vanille bezeichnet man die Kapselfrüchte (Schoten) der Gewürzvanille. Diese Orchideenart wächst vor allem auf Madagaskar und in Indonesien.
  • Es handelt sich bei Vanilleschoten genau genommen um ein Gewürz, nicht um ein Aroma.
  • Da der Anbau und die Gewinnung von echter Vanille sehr aufwendig und kostspielig sind, ist sie nach Safran das teuerste Gewürz der Welt.
Vanilleextrakt
  • Vanilleextrakt wird zu 100 Prozent aus den Schoten der Gewürzvanille gewonnen.
Natürliches Vanillearoma
  • Natürliches Vanillearoma muss zu 95 Prozent aus Vanilleschoten stammen.
  • 5 Prozent natürliche Aromen/Aromastoffe dürfen zugeführt werden.
Vanillin
  • Vanillin ist der Hauptaromastoff der Vanilleschote sowie ein naturidentischer Aromastoff.
  • Über 90 Prozent des in Lebensmitteln verwendeten Vanillins werden künstlich hergestellt.
Vanillearoma
  • Vanillearoma ist kein rechtlich definierter Begriff.
  • Das Aroma kann künstlich oder natürlich sein.
Natürliches Aroma "Typ Vanille"
  • Der Ursprung des natürlich gewonnenen Aromas wird bei diesem Begriff nicht näher definiert.
  • Aromen mit Namen wie "Typ Vanille" oder "Vanillegeschmack" enthalten in der Regel keine echte Gewürzvanille.

 

Schon gewusst?

Bourbon-Vanille darf sich nur eine ganz bestimmte Gewürzvanille nennen: Sie stammt von den sogenannten Bourbon-Inseln zu denen Madagaskar, Réunion, die Seychellen, die Komoren und Mauritius zählen.

Woraus wird Vanillin hergestellt?

Der Herstellung von Vanillin wird in der Lebensmittelindustrie viel Aufmerksamkeit gewidmet: Chemiker auf der ganzen Welt sind stets auf der Suche nach neuen Herstellungsmethoden, um den Bedarf an Vanillin möglichst günstig zu decken. Grundsätzlich wird zwischen der Gewinnung natürlichen und künstlichen Vanillins unterschieden.

Natürliches Vanillin

Es gibt verschiedene Methoden, um natürliches Vanillin zu herzustellen:

  • Die Gewinnung (Extraktion) des Aromas aus den Kapselfrüchten der Gewürzvanille ist den meisten bekannt, jedoch sehr teuer.
  • Kostengünstiger und weit weniger bekannt ist die Gewinnung von natürlichem Vanillin aus Ferulasäure: Diese Säure wird aus Reiskleie hergestellt und mithilfe von Mikroorganismen in Vanillin umgewandelt.

Künstliches Vanillin

Der mit Abstand größte Teil des weltweiten Vanillinbedarfs wird durch synthetisches Vanillin gedeckt. Kein Wunder, denn die Herstellung künstlichen Vanillins ist etwa um das Tausendfache billiger. Es werden vor allem zwei Ausgangsstoffe verwendet:

  • Guajacol wird aus dem Harz verschiedener Guajak-Bäume und aus Buchenholzteeren gewonnen.
  • Lignin kommt in pflanzlichen Zellwänden vor und sorgt für die Verholzung der Zellen. Es fällt in großen Mengen bei der Papierherstellung an.

Aus beiden nachwachsenden Stoffen wird synthetisches Vanillin gewonnen. Das Aroma lässt sich aber auch komplett künstlich herstellen: Als Ausgangsmaterial dienen in diesem Fall fossile Rohstoffe wie Erdöl oder Steinkohleteer.

Unterscheiden sich künstliches und natürliches Vanillin im Geschmack?

Ja, der Unterschied ist gut auszumachen, aber für viele schwer zu beschreiben. Die meisten empfinden den Geschmack von synthetischem Vanillin als künstlich und/oder stärker als den des natürlichen Vanillins. Kleiner Selbsttest: Mixe dir jeweils einen Milchshake mit einem Päckchen Vanillezucker und dem Mark einer Vanilleschote. Deine Geschmacksknospen werden darauf entsprechend reagieren.

Vanillezucker oder Vanillinzucker – was ist der Unterschied?

Vanillezucker enthält echte Gewürzvanille beziehungsweise meistens Vanilleextrakt. Dem Vanillinzucker hingegen ist Vanillin zugesetzt, entweder künstlich oder natürlich hergestellt. Vanillezucker ist deutlich teuer als Vanillinzucker.

Rezept für Vanillezucker aus eigener Herstellung

Vanillezucker lässt sich ganz leicht selber machen: Fülle 500 Gramm Zucker in einen geruchsneutralen Behälter und lege eine ausgekratzte oder ausgekochte, gut getrocknete Vanilleschote mit hinein. Verschließe das Gefäß und schüttle es immer mal wieder, damit sich das Aroma gleichmäßig verteilt.

Schon nach ein paar Tagen nimmt der Zucker das Aroma der Vanille an. Der selbstgemachte Vanillezucker ist mehrere Monate haltbar und wird im Geschmack immer stärker.

In welchen Lebensmitteln ist Vanillin enthalten?

Du findest das blumig-süße Aroma von Vanillin in vielen Lebensmitteln, vor allem in Süßwaren, Fertig-Desserts und süßen Getränken. Besonders oft ist Vanillin in diesen Speisen enthalten:

  • Schokolade
  • Eis
  • Süßigkeiten
  • Back- und Dessertzutaten
  • Fertiggerichte
  • Joghurt
  • Marmeladen und Brotaufstriche
  • Pudding und Soßen
  • Gebäck, Kuchen und Backwaren

Übrigens: Vanillin wird auch Kosmetika, Parfüm und Tabakprodukten zugesetzt.

Die besten Rezepte mit Vanillin

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