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Piment – Infos, Wissenswertes & Rezepte

Piment

Das vielseitige Gewürz verfeinert herzhafte Suppen und Eintöpfe, Fleischgerichte, aber auch süßes Gebäck und Heißgetränke. Hier erfährst du mehr über die Beeren des Pimentbaumes.

Was ist Piment?

Die unreifen Früchte des Pimentbaumes (Pimenta dioica) werden geerntet, getrocknet und können in der Küche als Gewürz verwendet werden. Die Pflanzenart gehört zu den Myrtengewächsen.

Woher kommt Piment?

Viele denken bei dem Namen an Pfeffer. So ging es angeblich auch Christoph Kolumbus und seinen Männern, die die Pimentkörner auf den Antillen entdeckten. Deshalb nannten die spanischen Eroberer die Beeren auch pimienta (spanisch: Pfeffer). Die Freude war groß, denn zu jener Zeit war Pfeffer so wertvoll wie Gold. Als sie ihren Irrtum bemerkten, interessierten sie sich nicht mehr für die Beeren - so die Legende.

Erst im 17. Jahrhundert wurde Piment weltweit als Gewürz bekannt.

Wo wächst Piment?

Ein Großteil der gesamten Piment-Ernte stammt aus der Karibik, genauer gesagt aus Jamaika, weshalb er auch als Jamaikapfeffer bezeichnet wird. Das vielseitige Gewürz wird aber auch in Asien, Mittel- und Südamerika angebaut.

Der immergrüne Baum wird bis zu 12 Meter groß und gehört zu der Familie der Myrtengewächse (Myrtaceae). Die Beeren haben zunächst eine grüne Farbe und werden später rot. Die Pimentbeeren werden geerntet, solange sie noch grün sind, weil sie sonst ihr facettenreiches Aroma verlieren.

Wie schmeckt Piment?

Piment ist auch unter dem Namen "Allspice" bekannt, weil das Gewürz sehr aromatisch schmeckt und verschiedene Aromen miteinander vereint. Piment hat eine geschmackliche Ähnlichkeit mit Muskat, Ingwer, Zimt, Nelken und Pfeffer. Mit diesen Gewürzen lässt sich Piment übrigens hervorragend kombinieren.

Was ist der Unterschied zwischen Nelken und Piment?

Piment wird auch Nelkenpfeffer genannt, geschmacklich erinnert das Gewürz tatsächlich an Gewürznelken. Beide Gewürze enthalten den Inhaltsstoff Eugenol, der für das typische Aroma verantwortlich ist. Als Piment werden die getrockneten Früchte des Pimentbaumes verwendet, bei den Gewürznelken sind es die getrockneten Blütenknospen. 

Was ist Piment dEspelette?

Hierbei handelt es sich um eine besondere Chilisorte, die Sorte Gorria, die nur rund um die Stadt Espelette in Frankreich angebaut werden darf.

Dieses Gewürz hat allerdings nichts mit den Pimentkörnern gemein.

Wie sollte man Piment aufbewahren?

Sowohl Pimentkörner als auch gemahlener Piment sollten dunkel, trocken und luftdicht aufbewahrt werden. Der Geschmack von gemahlenem Piment verflüchtigt sich jedoch deutlich schneller als der von ganzen Pimentkörnern. Diese können, korrekt gelagert, bis zu drei Jahren aufbewahrt werden.

Wofür wird Piment verwendet?

Das Gewürz verleiht Speisen und Getränken mit seinem würzig-scharfen und süßlichen Aroma einen besonderen Geschmack. Besonders Jamaikapiment ist sehr aromatisch, da er deutlich mehr ätherisches Öl enthält als Piment aus anderen Anbauregionen.

Piment passt zu:

  • Fleisch
  • Wild
  • Fisch
  • Marinaden
  • Suppen
  • Soßen
  • Gemüse
  • Orientalischen Gerichten
  • Gebäck wie Lebkuchen
  • Nachspeisen
  • Getränken wie Gin Tonic oder Pumpkin Spice Latte

Gut zu wissen: Beim Dosieren lieber sparsam sein, da der Geschmack sehr intensiv ist.

Es können sowohl die Körner als auch gemahlener Piment zum Kochen verwendet werden. Ganze Pimentkörner können einfach mitgekocht werden, auch bei einer längeren Kochzeit.

Der Geschmack ist allerdings intensiver, wenn die Körner erst kurz vor Zugabe gemahlen oder gemörsert werden. Gemahlen sollte Piment erst am Ende der Garzeit zugeben werden, da sich sein Geschmack sonst verflüchtigt.

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Was kann man anstatt Piment verwenden?

Falls kein Piment da ist, kann man das Gewürz mit einer Prise Nelkenpulver, in Kombination mit Zimt und Muskat, ersetzen.

Piment als Heilpflanze

Piment soll durch das enthaltene Öl Eugenol antibakteriell und positiv auf die Gesundheit wirken.

Bereits die Azteken verwendeten Piment als Heilpflanze. Auch heute wird Piment als traditionelles Hausmittel bei Stress und Nervosität, sowie bei Magen- und Darmproblemen eingesetzt. Vor allem Pimentöl bei Blähungen helfen und die Verdauung anregen.

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