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Spargel – Rezepte und Tipps von REWE Deine Küche

Spargel – Rezepte & Infos

Es ist wieder Spargelzeit!

Endlich ist es wieder soweit! Kein anderes Gemüse wird so sehnlichst erwartet wie der Spargel. Verständlich: Die Spargelsaison ist kurz und echte Liebhaber warten, bis es die ersten Stangen aus Deutschland gibt, um endlich wieder die liebsten Spargel Gerichte zu kochen.

Top 20 Spargel-Rezepte

Welche Spargelsorten gibt es?

Bei Spargel (Asparagus officinalis) denken die meisten an die weißen Stangen. Dabei gibt es auch grüne und violette Spargelsorten. Besonders grüner Spargel ist in den letzten Jahren in Deutschland immer beliebter geworden. Er lässt sich leicht zubereiten, man muss ihn nicht aufwendig schälen und er ist eine tolle Salatzutat, da er ein wenig fester ist. Violetter Spargel ist dagegen bislang wenig verbreitet, in Frankreich aber außerordentlich beliebt. 

Gut zu wissen: Die Spargelfarbe hat neben der Sorte etwas mit dem Zeitpunkt der Ernte zu tun. Weißer Spargel, auch Bleichspargel genannt, wird geerntet, bevor die Stangen aus der Erde herauswachsen. Einmal im Sonnenlicht, verfärbt sich Spargel erst violett und dann grün.

Weißer Spargel: deutscher Favorit und feine Delikatesse

In Deutschland ist der weiße Spargel die bekannteste und beliebteste Sorte. In anderen Ländern ist er seltener zu finden und daher oftmals eine teure Delikatesse. Geschätzt wird vor allem der milde Geschmack, der sich hervorragend für eine Vielzahl leckerer Gerichte eignet. Eine klassische Mahlzeit besteht beispielsweise aus weißen Spargelstangen, Schinken, Kartoffeln und einer Sauce Hollandaise. Damit die Stangen ihre weiße Farbe und das delikate Aroma behalten, müssen sie mit Erdwällen vor dem Sonnenlicht geschützt werden. Gestochen wird der Bleichspargel also, bevor er den Boden durchbricht. Vor dem Verzehr sollte das Gemüse stets gut geschält und am unteren Ende etwas abgeschnitten werden, damit der einzigartige Geschmack optimal hervorkommt.

Grüner Spargel: vielseitiges Gemüse mit Würze

Während die Deutschen den weißen Spargel bevorzugen, greifen andere Länder lieber zu der kräftigen, grünen Variante. Da dieser ohne die aufwendigen Erdwälle angebaut werden kann, ist er oftmals preisgünstiger als andere Sorten. Dafür ist auch der Vitamin-C-Gehalt doppelt so hoch wie beim Bleichspargel. Der kräftig-würzige Geschmack und die kurze Garzeit machen den Grünspargel zum idealen Gemüse für eine große Bandbreite an Gerichten: ob Spargelpfannen, die klassische Variante mit Kartoffeln oder den Spargel kurz auf den Grill legen – die Vielseitigkeit des grünen Spargels wird weltweit geschätzt. 

Spargelsorten

Violetter Spargel: für mehr Farbe und Geschmack auf dem Teller

Immer öfter lassen sich hierzulande auch weiße Spargelstangen mit violetten Spitzen finden. Dabei handelt es sich um Bleichspargel, dessen Köpfe die Erde bereits durchbrochen und sich unter dem Sonnenlicht verfärbt haben. Im Geschmack ist dieser Spargel zwar kräftiger als die weiße Variante, jedoch immer noch fein und lecker. Besonders in Frankreich wird der violette Spargel als Delikatesse geschätzt, der ähnlich wie Bleichspargel für zahlreiche klassische Gerichte oder ausgefallene Kombinationen eingesetzt werden kann.

Thaispargel und Wildspargel – exotisches Gemüse für eine abwechslungsreiche Küche

Neben dem bekannten grünen, weißen und violetten Spargel gibt es auch noch andere Sorten, die die Bandbreite toller Spargelgerichte erweitern. Wildspargel wird vorwiegend aus den Mittelmeerregionen importiert und überzeugt mit einer süßlich-aromatischen Geschmacksnote. Er muss nicht geschält werden und lässt sich kreativ in zahlreiche Rezepte einbringen. Besonders exotisch ist auch der Thaispargel, der in der Gegend rund um Bangkok angebaut wird. Er ist besonders zart und dünn, was ihn perfekt für eine schnelle Zubereitung in Wok oder Pfanne macht. Diese Sorten lassen sich auf manchen Märkten und in Delikatessengeschäften finden.

Wann ist Spargelzeit?

Mitte, Ende April ist es wieder soweit: Frischer Spargel aus Deutschland kommt auf den Markt. Der Zeitpunkt richtet sich immer an den Witterungsbedingungen. Ist der Frühling eher kalt, dauert es ein wenig länger, bis der erste Spargel gestochen werden kann. Und die meisten warten auch geduldig, bis die deutsche Waren zu haben ist. 

So unterschiedlich der Beginn der Spargelsaison sein kann, so gibt es doch ein feststehendes Ende. Traditionell wird das Spargelstechen mit dem Johannistag am 24. Juni eingestellt. Das hat einen guten Grund: Die Pflanzen benötigen eine ausreichend lange Pause, um im nächsten Jahr wieder beste Qualität zu liefern. Eine alte Regel besagt, dass der Spargel vor dem ersten Frost 100 Tage ruhen soll. Mit ein bisschen Glück findet man nach dem Johannistag jedoch trotzdem noch im ein oder anderen Hofladen Ware. Das liegt daran, dass man die Felder nur sieben Mal in Folge bewirtschaften kann. Im siebten Jahr wird das Anbauende deswegen nicht so eng gesehen.

Wer grünen Spargel mag, kann sich freuen: Er wird ganzjährig unter anderem aus Peru importiert.

Der Spargelanbau: berühmte Anbaugebiete

Während grüner Spargel rund um die Welt angebaut wird und daher das ganze Jahr erhältlich ist, beschränkt sich der Anbau der weißen Variante auf Europa und insbesondere Deutschland. Damit die Stangen gedeihen, werden lockere steinfreie Böden sowie ausreichend Arbeitskräfte für die mühsame Ernte benötigt. Anbaugebiete lassen sich in ganz Deutschland finden. Insgesamt nehmen diese eine Fläche von mehr als 25.000 Hektar ein. Baden, die Pfalz, die Lüneburger Heide und zahlreiche Regionen am Niederrhein sind hierbei besonders bekannt. Zu den berühmtesten Anbaugebieten für Spargel zählen:

  • Beelitz
  • Schwetzingen
  • Nienburg in Niedersachsen

Trotz der großen Fläche, die dem Spargelanbau gewidmet wird, reichen die heimischen Produkte oftmals nicht aus, um den Hunger nach den weißen, grünen und violetten Stangen zu stillen, weshalb immer mehr Gemüse aus Griechenland, Spanien oder Peru importiert wird.

Tipps zum Spargelkauf

Weißer Spargel ist sehr empfindlich. Er sollte nach Möglichkeit so schnell wie möglich nach der Ernte gegessen werden. Kaufen Sie ihn deswegen am besten vor Ort, z. B. in einem Hofladen oder an einem mobilen Spargelstand. Während der Saison wird er täglich geerntet. An diesen Merkmalen erkennen Sie ob der Asparagus frisch ist:

  • Der Kopf ist fest geschlossen. Die Stangen sind prall, knackig und glänzen leicht.
  • Die Schnittenden sind feucht und duften aromatisch.
  • Die Stangen quietschen, wenn man sie gegeneinander reibt.
  • Die Stangen geben auf leichten Druck hin nicht nach.

Gut zu wissen: Ein paar braune Flecken auf der Schale sind nicht weiter schlimm. Sie stammen vom sogenannten Spargelrost und werden einfach weggeschält.

Spargel lagern

Idealerweise wird Spargel so frisch wie möglich gegessen, am besten am Tag der Ernte. Er kann maximal zwei Tage im Gemüsefach des Kühlschranks aufbewahrt werden. Dafür werden die Stangen in ein feuchtes Tuch eingeschlagen. Grüner Spargel kann wie ein Strauß Blumen in ein Gefäß mit Wasser gestellt werden.

Übrigens: Spargel einfrieren? Das geht! Verlängern Sie einfach die Spargelsaison. Asparagus einfach nur waschen, schälen – nicht garen – und luftdicht in einem Gefrierbeutel verpacken. 

Spargel

Spargel: Welche Zubereitungsarten gibt es?

Dünsten, dämpfen, braten, grillen: Es gibt die verschiedensten Möglichkeiten, um Asparagus zuzubereiten. Ganz klassisch wird er im Spargeltopf gekocht. Grünen Spargel kann man auch braten oder grillen. Bevor es ans Garen geht, muss er jedoch vorbereitet werden. Neben dem Waschen wird Spargel geschält.

Wie schält man Spargel?

Weißer Spargel muss vor der Verarbeitung gut geschält werden. Die Schale ist faserig, bitter und sollte nicht mitgegessen werden. Aber: Werfen Sie sie nicht weg. Sie ist sehr aromatisch und kann für viele Rezepte verwendet werden, z. B. für Spargelcremesuppe oder Spargelsauce.

Nehmen Sie die Stangen zum Schälen zwischen Daumen sowie den Zeige- und Mittelfinger. Mit dem Sparschäler wird die Schale am Kopf beginnend nach unten hin entfernt. Die holzigen Enden werden danach abgeschnitten. Auch diese Abschnitte kann man gut zur Zubereitung von Spargel Rezepten verwenden.

Im Gegensatz zum Bleichspargel muss grüner Spargel nur im unteren Drittel geschält werden. 

Spargel kochen

Wer hat, gart den Spargel in einem speziellen Spargeltopf. In diesem stehen die Stangen, was besonders praktisch ist, wenn sie unten dicker als oben sind. So viel Wasser in den Topf füllen, dass etwa zwei Drittel der Stangen bedeckt sind. Die Spargelköpfe sind sehr zart und garen im Wasserdampf. Alternativ kocht man Spargelstangen liegend in einem ausreichend großen Topf. Sie sollten nur knapp mit Wasser bedeckt sein. Wer einen hat, kann Spargel im Thermomix zubereiten. Auch Spargel aus dem Dampfgarer schmeckt klasse, diese Zubereitungsart ist besonders schonend.

Tipp: Fügen Sie dem kochenden Wasser neben Salz eine Prise Zucker zu. Das sorgt für mehr Aroma und mindert Bitterstoffe. Etwas Zitronensaft verhindert Verfärbungen.

Wie lange muss man Spargel kochen?

Bei Spargel richtet sich die Kochzeit nach der Dicke der Stangen. Bleichspargel sollte zwischen 10 und 20 Minuten bei mittlerer Temperatur garen, damit er schön zart wird. Da grüner Spargel dünner ist, reichen 10 bis 15 Minuten aus.

Spargel im Backofen zubereiten

Haben Sie weder einen Spargeltopf noch ein ausreichend breites Gefäß, können Sie Asparagus auch wunderbar im Backofen zubereiten. Nach Belieben können die Spargelstangen direkt auf dem Backblech oder in Pergamentpapier eingewickelt, gegart werden.

Rezept Spargel auf dem Blech garen: Asparagus aufs Blech legen, 1 l Wasser, Zucker, Salz zufügen, Butterflöckchen darüber streuen, mit Alufolie bedecken und bei ca. 200 Grad 35-40 Minuten garen.

Rezept Spargel in Pergamentpapier garen: Vorbereitete Stangen mit etwas Flüssigkeit (z. B. Weißwein), Salz und Zucker in Pergamentpapier einschlagen, gut verschließen, auf ein Backblech legen und bei 180 Grad 25-30 Minuten garen.

Spargel grillen

Sowohl grünen als auch weißen Spargel kann man problemlos grillen. Dafür sollte man ihn nicht direkt auf den Rost, sondern auf eine Aluschale legen. Auch lecker: Spargel in Alufolie wickeln und als Päckchen grillen. Nach Belieben würzt man mit etwas Zitronensaft, grünen Spargel kann man auch gut marinieren oder mit Speck umwickeln. Je nach Dicke der Spargelstangen sind sie in 20 bis 30 Minuten fertig. 

Spargel vom Grill

Was passt zu Spargel?

Spargel mit Hollandaise oder nur etwas geschmolzener Butter – das reicht für viele Spargelfans vollkommen aus. Wer mag, serviert dazu noch Kartoffeln. Auch gekochter oder roher Schinken wird gern mit Bleichspargel angerichtet. Die Aromen ergänzen sich perfekt. Fisch, Fleisch und Salate kann man ebenfalls sehr gut mit Spargel kombinieren. Sehr raffiniert und richtig lecker sind Rezepte, die die feinen Stangen mit süßen Erdbeeren vereinen, z. B. als Salat.

Spargel mit Sauce Hollandaise

Spargel und Sauce Hollandaise sind ein echtes Traumpaar. Die cremige Sauce ergänzt das feine Spargelaroma am besten. Wer es sich bei der Hollandaise einfach machen möchte, kauft eine fertige Sauce. Besser schmeckt es jedoch, wenn Sie sie selber machen. Wir verraten Ihnen ein Hollandaise Rezept, das garantiert gelingt.

 

Geheimtipp Sauce Hollandaise

Auch wenn Sie sich genau ans Rezept für die Hollandaise halten, kann es passieren, dass die Sauce gerinnt. Halten Sie für diesen Fall Eiswürfel bereit. Nehmen Sie die Sauce vom Herd und rühren Sie einen Eiswürfel unter. Danach ist die Hollandaise richtig cremig.

Sauce Hollandaise

Für 4 Portionen:

125 g Butter

2 Eigelb

Salz

Pfeffer

1 TL Zitronensaft

Zubereitung:

Butter klären, dafür bei schwacher Hitze im Topf schmelzen lassen. Aufsteigenden Schaum vorsichtig von der Oberfläche abnehmen. Die flüssige Butter langsam in eine Schüssel gießen und abkühlen lassen, bis sie lauwarm ist.

Einen Topf mit Wasser füllen und das Wasser auf maximal 80 °C erhitzen.

Eigelb mit Salz, Pfeffer und Zitronensaft in eine Schüssel geben, auf das Wasserbad setzen und cremig verquirlen.

Unter Rühren die geklärte Butter erst tröpfchenweise, dann in einem dünnen Strahl, hinzugeben.

Klassiker Spargelsuppe

Neben Spargel mit Hollandaise gehört Spargelcremesuppe zu den beliebtesten Rezepten mit dem edlen Gemüse. Sie gelingt ganz leicht und ist eine tolle Möglichkeit, Spargelschalen, holzige Enden sowie Kochwasser weiterzuverarbeiten. Besonders Spargelsuppe aus der abgeschälten Schale schmeckt sehr aromatisch. Vor dem Servieren wird die Schale einfach entfernt. Wer hat, kocht seine Spargelsuppe im Thermomix. Das geht schnell und schmeckt klasse.

Gesund & lecker: Diese Nährwerte stecken im Spargel

Egal ob weiß oder grün: Asparagus schmeckt nicht nur klasse, er ist auch gesund und ausgesprochen kalorienarm. In der 100 g Portion stecken nur etwa 18 kcal, davon 2 g Kohlenhydrate, 2 g Eiweiß und kein Fett. Der größte Bestandteil mit gut 93 Prozent ist Wasser. Er hat deswegen eine leicht entwässernde Wirkung. Daneben stecken im Spargel viele wichtige Vitamine und Mineralstoffe, zum Beispiel Folsäure, Vitamin A und E sowie Kalium und Calcium.

Doch Vorsicht: Spargel ist zwar gesund, doch nicht jeder sollte große Portionen vom leckeren Gemüse genießen. Menschen mit Gicht sowie Nierenproblemen sollten lieber verzichten.

Spargel: Kalorien & Nährwerte auf einen Blick

Nährwert pro 100 g Spargel
Kalorien 18 kcal
Kohlenhydrate 2 g
Eiweiß 2 g
Fett 0 g
Kalium 200 mg
Calcium 25 mg
Folsäure

105 µg

Vitamin C 20 mg
Vitamin E 2 mg

 

Wissenswertes rund um Spargel

Woher stammen die Stangen?

Vermutlich stammen sie aus Vorderasien und waren schon den alten Ägyptern, Griechen und Römern bekannt. Von Vorderasien aus sind sie nach Süd-, Mittel- und Osteuropa gekommen.

Welche Gewürze und Kräuter passen zu Spargel?

Petersilie und Kerbel werden besonders oft mit dem edlen Gemüse kombiniert. Beliebt sind aber auch Bärlauch, Schnittlauch oder Dill. Grünspargel kann zudem gut mit Brunnenkresse kombiniert werden. Bei den Gewürzen sorgen Pfeffer, Muskat oder Ingwer für mehr Aroma.

Wie viel Spargel rechnet man pro Person?

Im Schnitt rechnet man mit 500 g Spargel – ungeschält. Echte Liebhaber schaffen aber auch 1 kg.

Warum riecht der Urin, wenn man Spargel gegessen hat?

Er ist harmlos, aber unangenehm: Nach dem Genuss von Spargel riecht der Urin oft streng. Der Geruch entsteht durch die Asparagusinsäure, eine Schwefel-Verbindung, die im Körper verstoffwechselt und über den Urin ausgeschieden wird.

Kann man Spargel roh essen?

Ja, einfach nur die Stangen schälen, holzige Enden entfernen und genießen. 

Warum ist Asparagus so teuer?

Spargel wird als Königin unter den Gemüsesorten bezeichnet und das merkt man auch am Preis. Er ist recht teuer. Im Gegensatz zu Gurke, Tomate oder Paprika ist die Ernte jedoch sehr aufwendig. Die Stangen müssen von Hand gestochen werden. Außerdem kann erst im dritten Jahr nach dem Setzen das erste Mal geerntet werden.