rewe.de
https://www.rewe.de/ernaehrung/wuerzen/
Gewürze

Richtig würzen: ein kleines 1 x 1

Beim Thema Würzen sind Salz und Pfeffer Ihre engsten Verbündeten? Das Gewürzregal im Supermarkt löst bei Ihnen nichts als Überforderung aus? Keine Sorge, hier bekommen Sie einen kleinen Einblick in die große, vielfältige Welt der Gewürze. Denn ganz egal, ob Sie Ihrem Essen damit den letzten Schliff verpassen oder aus ganz simplen Gerichten das gewisse Extra herauskitzeln möchten – ein bisschen Know-How zahlt sich geschmacklich garantiert aus.

Diese 7 Gewürze sollte jeder im Haus haben

Paprika edelsüß

Paprikapulver

Für Paprikapulver wird das gleichnamige Gemüse getrocknet und vermahlen. Je nachdem ob die Trennwände oder auch die Kerne mitverarbeitet werden, entsteht der individuelle Schärfegrad des fertigen Pulvers. Es ist in den drei Varianten edelsüß, rosenscharf und scharf erhältlich. Das edelsüße und mildeste Paprikapulver sollte in Ihrem Gewürzregal keinesfalls fehlen. Es schmeckt leicht süßlich, vollmundig und fruchtig-aromatisch. Eigentlich können Sie es ziemlich universell einsetzen. Besonders gut passt es z. B. in Gulasch, Gemüsepfannen, im Salatdressing, Geschnetzeltem oder Kräuterquark.

Curry

Currypulver

Hinter Curry verbirgt sich kein reines Gewürz – es handelt sich dabei um eine Gewürzmischung. Entgegen der eigentlich logischen Schlussfolgerung, dass das Curry in Indien, in Anlehnung an die dort beliebten Curry-Gerichte, entstanden ist, kommt es tatsächlich aus Großbritannien. Grundsätzlich besteht ein Currypulver aus etwa 13 verschiedenen Komponenten – die Zusammensetzung variiert jedoch je nach Sorte. Meist enthalten sind Kurkuma, was für die typisch gelbe Farbe sorgt, Koriander, Kreuzkümmel, Bockshornklee und schwarzer Pfeffer. 
In der Küche passt Curry zu sämtlichen indischen bzw. asiatischen Gerichten. Außerdem lassen sich jegliche Gerichte mit Fleisch, Gemüse oder Reis damit verfeinern. Curry schmeckt außerdem zu Kokosmilch, in Chutneys oder exotischen Dips. Wer das Aroma noch verstärken möchte, kann das Pulver zunächst in etwas Öl anbraten und anschließend die übrigen Zutaten hinzufügen.

Oregano

Oregano

Bei Oregano denken die meisten sofort an Pizza. Doch auch sämtlichen anderen mediterran angehauchten Gerichten verleiht Organo ein würziges Aroma. So schmeckt es in Pastasoßen, egal ob auf Tomaten- oder Sahnebasis, in Gemüsepfannen, Eintöpfen, zu Fleisch oder Fisch. Falls Sie eine schnelle Abwechslung zum klassischen Abendbrot suchen – wie wärs mit Bruschetta. Zu den mit Tomaten belegten, gerösteten Brotscheiben passt Oregano ebenfalls hervorragend.

Rosmarin

Rosmarin

Egal ob in der italienischen, französischen, griechischen oder spanischen Küche – im mediterranen Raum ist Rosmarin ein wahrer Allrounder. Die tannennadelähnlichen Blättchen schmecken harzig pikant und verströmen einen typisch aromatischen Duft. Ganz klassisch und simpel schmeckt Rosmarin zu Ofenkartoffeln, die neben etwas Öl und Salz gar nicht mehr brauchen. Des Weiteren macht sich Rosmarin hervorragend zu Fleisch, Fisch, Ofengemüse, Omelette und Gerichten mit Schafskäse. Experimentierfreudige können das Kraut in Kombination mit süßen Geschmäckern, wie z. B. in Gebäck oder selbstgemachten Konfitüren testen.

Zimt

Zimt

Für die meisten ist Zimt ein typisches Weihnachtsgewürz. Das braune Pulver wird aus der getrockneten Rinde des Zimtbaumes gewonnen und schmeckt unvergleichlich würzig-süß. Am häufigsten wird Zimt in Kombination mit Zucker für süße Speisen wie Milchreis, Pfannkuchen oder Gebäck verwendet. Probieren Sie es aber unbedingt auch in herzhaften Rezepten – in der orientalischen Küche ist Zimt kaum wegzudenken. So verleiht es Speisen mit Hackfleisch eine besonders feine Note. Auch Couscous lässt sich damit wunderbar abschmecken. Würzen Sie zunächst lieber vorsichtig und tasten Sie sich langsam heran.

Cayenne Pfeffer

Cayenne Pfeffer

Der Name Pfeffer täuscht: Bei Cayenne Pfeffer handelt es sich nämlich um getrocknete, pulverisierte Chilischoten der Sorte Cayenne. Der Scharfmacher Capsaicin ist in Mengen nicht jedermanns Sache – dosieren Sie den Cayenne Peffer daher lieber mit Vorsicht. Das Gewürz passt zu jeglichen Speisen, die noch ein wenig Feuer vertragen können. Und auch Süßspeisen wie Schokoladenkuchen bekommen durch eine kleine Prise ein interessantes Aroma.

Kreuzkümmel

Kreuzkümmel

Mit dem "normalen" Kümmel hat Kreuzkümmel sowohl botanisch, als auch geschmacklich nichts am Hut. Das auch als Cumin bekannte Gewürz hat eine angenehm frische Note und schmeckt leicht bitter. Es passt hervorragend zu orientalischen Speisen wie Hummus und Falafel. Aber auch jeglichen Gemüse- und Fleischgerichten verleiht Kreuzkümmel das gewisse Extra. Als frisches Kraut macht sich Koriander besonders gut dazu.

Ist das Gewürzregal erst einmal gefüllt, stellt sich natürlich die große Frage, wie man richtig mit Curry und Co. umgeht. Schließlich sollen die Gewürze ja auch mit den Zutaten harmonieren. Es sollte weder fad, noch vollkommen überwürzt schmecken. Unsere Tipps führen Sie Schritt für Schritt an die Kunst des Würzens heran, die in Wirklichkeit zum Glück gar nicht so schwierig ist.

Tipp 1:

Laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) sollen wir täglich maximal 5 Gramm, also etwa 1 Teelöffel, Salz zu uns nehmen. Für die meisten von uns utopisch – wir essen deutlich mehr. Beim Kochen und Abschmecken gilt es daher sparsam mit Salz umzugehen. Würzen Sie am besten erst mal mit Kräutern und anderen Gewürzen, probieren Sie und geben Sie zum Schluss zum Abrunden des Geschmacks die nötige Menge Salz hinzu.

Tipp 2:

Weniger ist mehr – zumindest für den Anfang. Testen Sie sich beim Würzen lieber langsam heran, indem Sie erst mal eine kleine Menge vom Gewürz hinzugeben. Anschließend abschmecken und ggf. mehr verwenden. Manche Gewürze entfalten erst mit der Zeit ihr volles Aroma.

Tipp 3:

Für noch mehr Aroma können Sie Ihre Gewürze frisch mahlen oder im Mörser zerstoßen. So verfliegen die meist leicht flüchtigen Aroma- und Duftstoffe nicht so schnell.

Tipp 4:

Gerade am Anfang lohnt sich auf jeden Fall ein Blick zu den Gewürzmischungen im Supermarktregal. Dort finden Sie schon perfekt auf jeweilige Gerichte abgestimmte Kombinationen. Für ein besseres Gefühl im Umgang mit Gewürzen unbedingt das Etikett durchlesen und schauen, was sich in dem leckeren Mix alles befindet.

Tipp 5:

Salz und die meisten anderen Gewürze können Sie gerne schon während des Kochens zugeben. Einige Gewürze, z. B. Paprikapulver oder frischen Knoblauch, verwenden Sie lieber erst am Ende – sie werden sonst bitter. Chili entwickelt übrigens während des Kochens immer mehr Schärfe, hier ist also etwas Vorsicht geboten. Die Gewürze dieser Liste geben Sie besser erst kurz vor Ende der Garzeit zum Essen, fast alle anderen sind unkompliziert und können schon von Beginn an zugegeben werden.

Basilikum

Bärlauch

Ingwer

Majoran

Paprika

Rosmarin

Safran

Salbei

Cayennepfeffer

Die nachfolgenden Gewürze sind eher zum Abschmecken geeignet und sollten erst kurz vor dem Servieren verwendet werden:

Cumin (Kreuzkümmel)

Dill

Kerbel

Muskatnuss

Pfeffer

Schnittlauch

Macis

Tipp 6:

Falls Sie sich fragen welches Gewürz wozu passt, können Sie sich grob hieran orientieren:

Zu rotem Fleisch passen Pfeffer, Paprika, Lorbeer, Nelken, Knoblauch, Estragon, Thymian, Rosmarin, Petersilie, Salbei und Senf. 

Zu weißem Fleisch passen Majoran, Oregano, Salbei, Koriander, Paprika, Kreuzkümmel, Estragon, Kapern und Curry.

Zu Fisch harmonieren Kapern, Minze, Lavendel, Dill, Petersilie, Schnittlauch, Knoblauch, Curry und weißer Pfeffer.

Für Gemüse und Salate eignen sich Petersilie, Basilikum, Pfeffer, Paprika, Knoblauch, Oregano, Kerbel, Schnittlauch und Bohnenkraut.

Auch Desserts lieben Gewürze wie Zitronenmelisse, Lavendel, Minze, Orangenblütenwasser, Zimt, Vanille und Anis. Zu Erdbeeren passt frisch gemahlener, schwarzer Pfeffer.

Jetzt gleich ausprobieren!

Lassen Sie sich Ihre Lieblingsgewürze schnell und einfach vom REWE Lieferservice vor die Haustür bringen und legen Sie direkt mit dem Kochen los!