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Meerrettich – Infos, Wissenswertes & Rezepte

Gewürzlexikon Meerrettich

Frisch geriebener Meerrettich treibt einem gern auch Tränen in die Augen. Daher auch der Name Kren (abgeleitet von "krenas", zu Deutsch: weinen), wie Meerrettich in Österreich genannt wird. Hier erfährst du mehr.

Wo kommt Meerrettich her?

Der Meerrettich (Armoracia rusticana) gehört zu den Kreuzblütengewächsen und stammt ursprünglich aus Ost- und Südeuropa. Im Mittelalter kam Meerrettich als Heilpflanze in unsere Breitengrade. Heute ist die Wurzel ein beliebtes Gewürz.

Wo wird Meerrettich angebaut?

Kren ist eine winterharte Staude, die am Rand von feuchten Wiesen, Flüssen und Bächen wächst.

In Deutschland wird die Pflanze bereits seit dem Mittelalter angebaut. Aber auch in Frankreich, Österreich, Südafrika und den USA wird die Wurzel angebaut.

Wann wird Meerrettich geerntet?

Meerrettich blüht zwischen Mai und Juli. Erntezeit ist zwischen Oktober und Januar, wobei November Haupterntezeit ist. In diesem Zeitraum fangen die Blätter an abzusterben und das Wurzelwachstum ist beendet.

Wo kann man Meerrettich kaufen und worauf sollte man achten?

Es gibt sowohl konservierten Meerrettich als auch frischen Meerrettich zu kaufen. Mit dem Beginn der Ernte startet auch der Verkauf des frischen Meerrettichs: Ab Oktober findest du das Wurzelgemüse auf Wochen- oder Supermärkten. Aufgrund seiner langen Haltbarkeit ist er bis April erhältlich. Da Meerrettich winterfest ist, kannst du immer mit regionaler Herkunft rechnen. Achte beim Kauf auf die Schale und die Form: Der leicht krumme Meerrettich sollte sauber und unversehrt (ohne Druckstellen) sein und sich nicht aufspalten.  

Gut zu wissen: Verwechslungsgefahr: Optisch ähnelt die scharfe Wurzel der Pastinake und Petersilienwurzel. 

Geriebener Meerrettich ist auch als Paste im Glas oder in der Tube erhältlich. Tafelmeerrettich ist schärfer und intensiver im Geschmack, Sahnemeerrettich ist die mildere Variante und wird häufig zu geräuchertem Fisch, wie Forelle oder Räucherlachs, serviert. 

Gut zu wissen: Wasabi, die scharfe Paste, die zu Sushi serviert wird, ist Japanischer Meerrettich. 

Wie sollte Meerrettich aufbewahrt werden?

Frischer Meerrettich kann circa vier Wochen im Gemüsefach des Kühlschranks aufbewahrt werden. Nach dem Anschneiden solltest du ihn innerhalb von zwei Wochen aufbrauchen. Tafel- oder Sahnemeerrettich sollte nach dem Öffnen möglichst bald verzehrt werden.

Gut zu wissen: Du kannst Meerrettich auch in einem gut verschlossenen Gefrierbeutel einfrieren. Dann hält er sich über mehrere Monate.

Wie schmeckt Meerrettich?

Frisch geriebener Meerrettich verleiht Speisen eine feine Schärfe, deshalb sollte er vorsichtig dosiert werden. Die darin enthaltenen Senföle sorgen für die charakteristische Schärfe. Je älter die Meerrettichwurzel ist, desto milder wird sie im Geschmack. 

Sein volles Aroma entwickelt Meerrettich, wenn er geschält bzw. mit einer feinen Reibe gerieben wird. Dabei werden nämlich die Zellwände zerstört, sodass sich die scharfen Inhaltsstoffe bilden. Geschmacklich erinnert Meerrettich an Dijon-Senf. Die würzige Schärfe passt auch gut zu süßlichen Gerichten, wie einem Salat aus Apfel und Rote Bete. 

Wofür wird Meerrettich verwendet?

Die Wurzel ist eine beliebte und vielseitige Zutat in der Küche, wird aber auch als Heilpflanze verwendet. 

Meerrettich eignet sich für die Zubereitung von: 

  • Fleischgerichten, wie etwa Tafelspitz und Roastbeef
  • Fischgerichten
  • Wurstwaren
  • Salaten
  • Eintöpfen und Suppen
  • Saucen
  • Dips und Aufstrichen

Gut zu wissen: Um Saucen zu verfeinern, sollte Meerrettich nicht mitgekocht werden, da er sonst seine Schärfe verliert und leicht bitter schmecken kann. Meerrettichsauce passt beispielsweise wunderbar zu Fisch, Tafelspitz oder Roastbeef. 

Nährwerte von Meerrettich

Meerrettich beeindruckt mit seinem hohen Gehalt an Vitamin C: stolze 114 mg auf 100 g Meerrettich. Auch sonst ist die Wurzel ein wahres Kraftpaket. Während die ätherischen Öle die Durchblutung der Schleimhäute fördern können, sagt man den Senfölen eine entzündungshemmende und antibakterielle Wirkung nach.

Ist Meerrettich gesund?

Kren wurde im Jahr 2021 Heilpflanze des Jahres. Die Meerrettichwurzel ist reich an Vitaminen und Mineralstoffen sowie ätherischen Ölen, die antibakteriell wirken sollen. 

Bereits seit vielen Hundert Jahren sagt man der Wurzel heilende Kräfte nach. 

Sie stärke das Immunsystem und helfe bei Infekten, wie Erkältungen. Außerdem soll sie die Verdauung unterstützen und schmerzlösend wirken. 

Meerrettich als Hausmittel

Aufgrund der ihm nachgesagten heilenden Wirkungen wird Meerrettich für verschiedene Hausmittel genutzt. So kann man ihn geraspelt mit Honig als Hustensaft einnehmen. In Scheiben geschnittener Meerrettich soll bei Muskelverspannungen helfen.

Die besten Rezepte mit Meerrettich

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