



























Auf der Suche nach leckerem Frühlingsgebäck? Unsere liebsten Rhabarberkuchen-Rezepte liefern fruchtige Ideen für jede Gelegenheit: Von klassisch bis raffiniert, mit Pudding, Baiser oder Streuseln – nur noch inspirieren lassen und losbacken.
Rhabarberkuchen lässt sich mit wenig Aufwand zubereiten, vor allem, wenn das Rezept aus einem klassischen Rührteig mit wenigen Zutaten wie Butter, Zucker, Vanillezucker, Eiern, Mehl, Backpulver und einer Prise Salz besteht. Bestes Beispiel: unser saftiger Rhabarber-Orangen-Kuchen aus der Springform. Hier versinken die Rhabarberstücke in einem fluffigen Rührteig, abgerundet mit Orangensaft und weißer Kuvertüre.
Wenn es schnell gehen soll, sind Mini-Rhabarbermichel die leckere Lösung. Dafür Brötchen vom Vortag würfeln, in Milch aufweichen, mit Schmand vermengen und unter eine cremig geschlagene Buttercreme rühren. Zum Schluss Rhabarberstücke und Eischnee unterrühren – das macht den Teig herrlich luftig. Die Masse in kleine ofenfeste Förmchen füllen und im heißen Backofen bei 175 °C Ober-/Unterhitze ca. 25 Minuten backen. Als süße Krönung mit einer feinen Schicht Puderzucker bestreuen. Lauwarm mit Vanillesoße serviert, kommt das kleine Frühlingsgebäck auf der Kaffeetafel ganz groß raus.
Der Teig ist Grundlage für jeden guten Rhabarberkuchen und verleiht ihm einen einzigartigen Charakter: mal buttrig-knusprig, mal saftig-weich oder zart-luftig. Diese fünf Teige sind perfekte Rhabarber-Partner:
Fruchtig, knusprig, zeitlos gut: Der Rhabarber-Streuselkuchen ist längst zum süßen Dauerbrenner geworden. Schon früher duftete es in Omas Backstube nach der köstlichen Kombination aus süßsaurer Frucht und krosser Kuchenhaube. Heute zeigt sich das Duo als moderne Varianten von seiner besten Seite: Besonders empfehlenswert ist lauwarmer Erdbeer-Rhabarber-Crumble oder raffinierter Rhabarber-Käse-Streuselkuchen – einfach unwiderstehlich!
Das Geheimnis gelungener Streusel liegt in der Kälte der Zutaten: Butter, Zucker und Mehl zügig zu einer krümeligen Masse verkneten. Wer mag, kann den Streuselteig mit gehackten Mandeln, Haferflocken, Mohn oder Bio-Zitronenabrieb verfeinern. Anschließend den Teig mindestens 30 Minuten kalt stellen. Noch knuspriger wird‘s, wenn er für etwa 15 Minuten ins Gefrierfach statt in den Kühlschrank wandert. So entsteht beim Backen die perfekte Balance aus goldbrauner Kruste und fein-buttrigem Schmelz.
Eine Vanillepuddingschicht zwischen Mürbeteig und Rhabarber macht aus dem Klassiker ein Kuchen mit Suchtfaktor. Damit der Rhabarberkuchen mit Mürbeteig und Pudding seine Form bewahrt, lohnt sich ein Blick auf das Mischverhältnis von Milch und Puddingpulver. Etwas weniger Milch als auf der Packung empfohlen, ergibt eine schnittfeste Creme – wie bei unserem Rhabarber-Pudding-Kuchen.
Bevor der Pudding auf den Teig gestrichen wird, sollte er gut abgekühlt sein. Kleiner Konditor-Trick: Damit sich keine Puddinghaut bildet, den noch heißen Pudding direkt an der Oberfläche mit Frischhaltefolie abdecken. Oder alternativ den Pudding mit Zucker bestreuen.
Für noch mehr Aroma kann der Pudding mit echter Vanille, einem Hauch Tonkabohne oder Bio-Orangenabrieb veredelt werden.
Eine zarte, luftige Baiserhaube verleiht dem fruchtigen Rhabarberkuchen eine süße Note mit Knusper-Effekt. Schon Omas Rhabarberkuchen mit Baiser und Rührteig war das Highlight zu jedem Frühlings-Kaffeekränzchen – und gelingt viel leichter als man denkt!
Die Basis: ein saftiger, einfacher Rührteig mit versunkenen Rhabarberstückchen. Dabei werden die Fruchtstücke in einer Schüssel mit Zucker verrührt, ziehen gelassen und das ausgetretene Wasser abgegossen. Danach den Rhabarber unter den Teig heben und im Ofen backen.
Währenddessen die Baisermasse zubereiten: Dafür Eier trennen. Eiweiß mit einer Prise Salz und einem Spritzer Zitronensaft in einem hohen Rührbecher steif schlagen. Dabei Zucker einrieseln lassen, bis weiße, glänzende Eischnee-Spitzen entstehen. Wer sicher gehen möchte, dass die Baiser-Krone nach dem Backen formstabil bleibt, kann einen Teelöffel Speisestärke unterrühren. Kleiner Tipp: Übrig gebliebene Eigelbe lassen sich beispielsweise für einen selbst gemachten Eierlikör oder ein cremiges Rührei weiterverwenden.
Den Kuchen aus dem Ofen nehmen, leicht abkühlen lassen und den Rand vorsichtig von der Springform lösen. Den fluffigen Eischnee wellenförmig auf der Kuchenoberfläche verteilen und den Kuchen mit der Baiserschicht nochmals im heißen Ofen 15-20 Minuten weiterbacken, bis sie sich leicht goldbraun färbt.
Den Rhabarberkuchen bei leicht geöffneter Backofentür auskühlen lassen. Dadurch entweicht die Restwärme sanft und die Baiserhaube bleibt, wie sie sein soll: knusprig mit einem weichen Kern.
Auch als Rhabarber-Baiser-Torte oder als hübsch verzierte Rhabarber-Baiser-Tarte unbedingt probierenswert!
Rhabarberkuchen mit Baiser lässt sich grundsätzlich am Vortag backen – mit kleinen Einschränkungen: Die Baiserhaube verliert über Nacht meist etwas an Knusprigkeit und wird weicher, da sie Feuchtigkeit zieht. Geschmacklich bleibt der Kuchen aber hervorragend. Am besten nach dem Backen komplett auskühlen lassen und möglichst luftig (nicht luftdicht!) bedeckt aufbewahren.
Für die große Kaffeerunde bestens geeignet: Rhabarberkuchen vom Blech. Wie wäre es zum Beispiel mit einem schnellen Rhabarber-Buttermilch-Kuchen mit feinen Mandelblättchen gekrönt? So simpel und so lecker!
Wer es buttrig und klassisch liebt, serviert seinen Gästen einen Rhabarber-Butterkuchen aus Hefeteig und feinstem Marzipan – köstlich bis zum letzten Krümel!
Um den Kuchenklassiker rein pflanzlich zu servieren, müssen einige Zutaten ausgetauscht werden. So ersetzt du Eier, Milch und Co. ganz einfach:
Er ist sauer, macht aber gute Laune: Rhabarberkuchen gehört zum Frühling wie der erste Kaffee auf dem Balkon. Damit er schön saftig wird – ohne matschig zu sein – braucht es ein paar Kniffe. Vorkochen oder nicht? Schälen oder zuckern? Und überhaupt: Wie gesund ist Rhabarber? Hier gibt’s alle Antworten.
Rhabarber ist kalorienarm, liefert wertvolle Ballaststoffe, Vitamin C, Kalium und Antioxidantien. Gleichzeitig enthält er Oxalsäure. Völlig natürlich, aber in größeren Mengen problematisch, da dann beispielsweise die Aufnahme bestimmter Mineralstoffe gehemmt werden kann. Die gute Nachricht: Man kann bei der Zubereitung von Rhabarber ein paar Tricks anwenden, um den Gehalt der Oxalsäure zu reduzieren. Die Stangen mit harten Fasern sollten geschält werden, denn in der Schale sitzt der größte Teil der Säure. Gut zu wissen: Je weiter die Saison fortschreitet, desto höher ist der Oxalsäuregehalt im Rhabarber.
Danach leicht zuckern, ziehen lassen und den Saft abgießen. Und wer Rhabarber mit Quark, Schmand oder Pudding kombiniert, profitiert gleich doppelt: Milchprodukte können die Oxalsäure teilweise abpuffern, da das darin enthaltene Calcium die Säure an sich bindet.
Nein, Rhabarber muss nicht vorgekocht werden. Wichtig ist nur, ihn in etwa gleichgroße Stücke zu schneiden, damit er im Ofen gleichmäßig weich wird. Wer es etwas milder mag, kann die Stücke vorab zuckern und kurz ziehen lassen. Das nimmt etwas von der Säure, ohne den typischen Rhabarbergeschmack zu übertünchen.
Im Laufe der Rhabarber-Saison verändern sich die Rhabarberstangen. Sie werden kräftiger, die Schale fester und die Fasern spürbarer. Jetzt lohnt sich der Griff zum Küchenmesser oder Sparschäler.
Junge, zarte Rhabarberstangen zeigen sich von ihrer filigranen Seite: schlank, leuchtend rot und mit feiner Faserstruktur. Sie dürfen ungeschält in den Teig wandern. Besonders schön: Die rote Farbe bleibt beim Backen erhalten und macht sich hervorragend in Tartes, Torten oder Blechkuchen.
Damit der Kuchenboden seine Struktur behält, hilft ein kleiner Trick aus der Backstube: Die Rhabarber in Stücke oder Scheiben schneiden, mit Zucker bestreuen, etwa 15 Minuten ruhen lassen und anschließend gut abtropfen. So landet nur das Aroma, nicht die Flüssigkeit im Teig.
Ein weiterer Tipp: Eine dünne Schicht aus gemahlenen Mandeln, Haselnüssen oder Paniermehl auf dem Teigboden verteilt. Sie wirken wie ein Schwamm und saugen die beim Backen austretende Flüssigkeit des Rhabarbers auf. Bei einer Rhabarbertarte oder bei Galettes aus Mürbeteig bietet sich das „blind backen“ an. Es macht den Boden stabiler und verhindert ein Aufweichen.