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Für Ofenkartoffeln eignen sich am besten festkochende oder vorwiegend festkochende Kartoffeln, da sie beim Backen ihre Form behalten und außen schön knusprig bleiben. Gut geeignete Sorten sind:
Ofenkartoffeln werden in der Regel mit Schale zubereitet. Darum ist es sinnvoll, bei den Knollen auf Bio-Qualität zu achten. So kann man sichergehen, dass in der Haut keine Pestizide stecken. Die Kartoffeln müssen nur gründlich abgewaschen werden und können dann direkt aufs Blech wandern.
Ist die Kartoffelhülle zu dick, sehr stark verschmutzt oder einfach nicht erwünscht, kann man alternativ Ofenkartoffeln ohne Schale zubereiten. Sie sollten nach dem Schälen schnell verarbeitet werden, damit sie nicht austrocknen.
Ein Vorkochen ist bei Ofenkartoffeln grundsätzlich nicht nötig: Sie können roh in die Röhre wandern. Bleiben einmal Kartoffeln übrig, kann man sie aber sehr gut als Resteessen zu knusprigen Backkartoffeln verwandeln: Einfach mit Gewürzen und Öl mischen und für 20-30 Minuten im Backofen garen, bis sie leicht gebräunt sind.
Wie lange die Knollen in den Ofen wandern, hängt maßgeblich von ihrer Größe ab und lässt sich beeinflussen, indem man sie klein schneidet. Ob die Kartoffeln fertig sind, erkennt man, wenn man sie gegen Ende der Backzeit mit einer Gabel oder einem Holzspieß einsticht: Geben sie innen gut nach, können sie serviert werden. Als grobe Orientierung für die Garzeit bei 200-220 °C Ober-/Unterhitze gilt:
| Kartoffelform | Dauer |
| Ganze Kartoffeln (mittelgroß) | 50–60 Minuten |
| Kartoffelhälften/-viertel | 30–45 Minuten |
| Spalten oder Würfel | 25–35 Minuten |
Um die Kartoffeln besonders kross hinzubekommen, gibt es zwei hilfreiche Kniffe. Erstens: Etwa 20 Minuten in kaltem Wasser einweichen, dann unter frischem Wasser abspülen und möglichst gründlich trocken tupfen. Dadurch verlieren die Knollen etwas Stärke und werden im Backofen knuspriger. Zweitens: Speisestärke oder Polenta unter die Kartoffelwürzmischung mixen. Das sorgt für eine appetitliche Kruste, fast wie bei Pommes frites.
Ofenkartoffeln passen als Beilage zu den unterschiedlichsten Speisen – von soßigen Schmorgerichten über Gegrilltes bis zu feinem Fischfilet und vegetarischen Gerichten wie Ratatouille oder Moussaka.
Umgekehrt werden sie in Kombination mit einem knackigen Gurkensalat, Krautsalat oder buntem Blattsalat zum köstlichen Hauptdarsteller auf dem Teller.
Besonders gut zur Geltung kommen die kleinen Knusperchen als herzhafter Snack mit leckeren Dips – und da gibt es weit mehr als Ketchup und Mayonnaise!
Top-5-Dips zu Ofenkartoffeln
Gefüllt, gedrückt, gefächert – wer Lust auf Abwechslung hat, liegt mit Backkartoffeln genau richtig!
Den großen Hunger stillt man am besten mit üppigen Ofenkartoffeln à la Kumpir. Für diese gefüllte Variante backt man die Knollen zunächst im Ofen weich, lockert das Innere mit einer Gabel auf, mischt es mit Butter oder Öl und toppt das Ganze mit einer leckeren Füllung. Sehr gut schmeckt beispielweise Kumpir mit Pilzen , Lauch und Schmand. Für einen kleinen Vitamin-Kick setzt man am besten auf gefüllte Ofenkartoffeln mit Gemüse, etwa Paprika, Tomaten, Spinat, Lauchzwiebeln oder Spargel. Als nährstoffreiches Topping eignen sich pflückfrische Kräuter oder gehackte Nusskerne. Auch Hülsenfrüchte, Räucherlachs, Käse und Tofu sind beliebte Zutaten für eine gefüllte Ofenkartoffel.
Gut zu wissen: Für die Zubereitung von Kumpir wird die Schale der Kartoffeln mehrmals eingestochen. Dadurch soll verhindert werden, dass sie beim Garen aufplatzt und die Knollen ungleichmäßig garen.
Ob man große Ofenkartoffeln in Alufolie gart oder nur mit etwas Öl bepinselt, ist Geschmackssache. Der Vorteil der Folie ist, dass Feuchtigkeit gespeichert wird – die Kartoffel trocknet nicht aus, bleibt weich und saftig. Von Nachteil ist, dass sich so keine knusprige Kruste bilden kann. Wer darauf Wert legt, sollte darum auf das Einwickeln verzichten.
Besonders angesagt sind derzeit sogenannte Smashed Potatoes . Für diese trendige Variante werden mit Schale vorgegarte – ausnahmsweise mehligkochende – Kartoffeln auf einem Backblech mit einem Topfboden oder Glas flach gedrückt („to smash“ ist das englische Wort für „zerdrücken“), bevor sie mit etwas Öl und Gewürzen gemischt in den Ofen wandern. Das Ergebnis: außen superkross und innen wunderbar cremig!
Statt im Ofen kann man die Erdäpfel auch in einer Heißluft-Fritteuse garen – und zwar mit deutlich weniger Fett. So geht’s:
Ganze mittelgroße Kartoffeln (festkochend) gründlich waschen, trocken reiben und mit einer Gabel mehrmals einstechen. Mit wenig Öl dünn einreiben, nach Belieben würzen (z.B. mit gepresstem Knoblauch, gehacktem Rosmarin, Salz, Pfeffer) und einzeln in Alufolie wickeln. Bei 180 °C in der Heißluft-Fritteuse ca. 40 Minuten garen, zwischendurch einmal wenden.
Fine Dining mit Ofenknollen? Kein Problem! Die saftigen Fondant-Kartoffeln – auch bekannt als Schmelzkartoffeln oder Pommes de Terre Fondantes – stehlen jedem noch so edlen Hauptgericht die Show. Das Besondere an der traditionellen französischen Garart: Die Knollen werden zylindrisch in Form geschnitten, dann in Butter und Öl goldbraun angebraten, um anschließend in einem Bad aus Wein und Brühe genüsslich butterzart zu schmurgeln – so gehen Ofenkartoffeln deluxe!