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Die Begriffe „Kartoffelpuffer“ und „Reibekuchen“ sind zwei regional unterschiedliche Begriffe für dasselbe Gericht: Ein dicker Kartoffeltaler, der mit Mehl, Ei und Gewürzen gemacht wird.
Optisch ähnlich ist ein Schweizer Rösti. Hier werden allerdings nur Kartoffeln verwendet – Mehl und Ei gehören nicht in die Masse.
Kartoffelreibekuchen sind ein simples Rezept, für das man nur wenig Zeit und Zutaten braucht. Ein paar kleine Tricks sollte man aber kennen, damit die köstlichen Bratlinge perfekt gelingen:
Kartoffelwahl: Welcher Kartoffeltyp im Pufferteig landet, ist letztlich Geschmackssache. Grundsätzlich sind stärkereichere Sorten empfehlenswert, weil sie beim Braten schön knusprig werden, der Masse Bindung geben und die Puffer damit innen angenehm weich bleiben. Mehligkochende (z.B. Adretta, Bintje, Aula) undvorwiegend festkochende Kartoffeln (z.B. Agata, Bellarosa, Finka) sorgen für einen sehr saftigen Reibekuchen, der etwas mehr Bratzeit benötigt, um formstabil und knusprig zu werden. Wer ein eher festes und kompaktes Ergebnis wünscht, kann festkochende Knollen verwenden – etwa Linda, Goldmarie oder Glorietta. Unabhängig von der Sorte werden Kartoffeln für Puffer immer roh gerieben.
Wer Kartoffelpuffer selber machen möchte, hat neben der klassischen Zubereitungsart noch viele andere Möglichkeiten. Mit diesen Ideen, Rezepten und cleveren Küchenhelfern gelingen die Goldtaler ohne tierische Zutaten oder – Überraschung! – sogar ohne Pfanne!
Weniger Fett und ein schön gleichmäßige Garergebnis – so geht’s:
Kartoffelpuffer-Masse wie gewohnt zubereiten (roh geriebene Kartoffeln, Zwiebel, Ei, Mehl, Salz). Nicht allzu dicke Puffer formen und auf Backpapier in die Fritteuse legen. Leicht mit Öl bepinseln oder besprühen. Bei 180 °C 15–20 Minuten frittieren, nach der Hälfte der Zeit wenden.
Kein langes Raspeln, nur noch brutzeln – so geht’s:
Für 2 Personen 600 g geschälte Kartoffeln, 1 Zwiebel, 1 Ei, 1 EL Mehl, 1 TL Salz, Pfeffer in den Mixtopf geben. 5 Sek. / Stufe 5 zerkleinern – ggf. mit Spatel nachhelfen und nochmal 3 Sek. / Stufe 5 mixen. Masse abtropfen lassen und in einem Küchentuch gründlich ausdrücken. In Pfanne oder Heißluftfritteuse weiterverarbeiten.
Ein echter Hingucker mit extrakrosser Kruste – so geht’s:
Kartoffelmasse wie gewohnt zubereiten, aber mit 1-2 EL mehr Mehl. Ein Waffeleisen vorheizen und leicht mit Öl ausstreichen. 2-3 EL Teig pro Fläche hineingeben und verschließen. 5-7 Minuten backen, bis die Kartoffelwaffeln goldbraun sind.
Die Ruck-Zuck-Schummelvariante mit leckerem Ergebnis – so geht’s:
750 g fertigen Kloßteig (halb und halb oder roh; aus dem Kühlregal) mit 1 Ei, 1 fein gewürfelten Zwiebel, Salz, Pfeffer und geriebener Muskatnuss verrühren. Für die Bindung 2 EL Mehl oder Haferflocken untermischen. Wie klassische Reibekuchen in Butterschmalz oder Öl ausbacken.
Perfekt für große Runden: Reibekuchen aus dem Backofen. Die fertige Kartoffelmasse wird einfach als vorgeformte Taler auf ein mit Backpapier belegtes Backblech gegeben, dünn mit Öl bestrichen und wandert dann in die Röhre.
Das Ei sorgt in Reibekuchen für Bindung. Um es in der pflanzlichen Küche zu ersetzen, gibt es verschiedene Möglichkeiten. Diese Zutaten ersetzen jeweils ein Ei:
1 EL geschrotete Leinsamen oder Chiasamen und 3 EL Wasser verrühren, ca. 10 Minuten quellen lassen.
1-2 EL Kichererbsen- oder Sojamehl und etwas Wasser zu einer dickflüssigen Masse verrühren.
4 EL pflanzlichen Joghurt mit ½ TL Speisestärke unter die Kartoffelmasse mischen.
Auch superknusprig und rein pflanzlich: Unsere veganen Kartoffelpuffer mit Karottenlachs.
Wer keine Zeit hat, die Kartoffelküchlein selber herzustellen, kann frische Reibeküchlein aus dem Kühlregal des Supermarkts kaufen. Mit den richtigen Beilagen wird daraus im Handumdrehen ein leckeres Hauptgericht.
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Kartoffelpuffer mit Apfelmus sind ein echter Klassiker. Aber es gibt noch viele andere Kombinationsmöglichkeiten. Wer bei einer süßen Variante bleiben möchte, kann das Pfannengericht mit angedickten Preiselbeeren, Birnenkompott oder Zwetschgenmus servieren.
Als herzhafte Begleiter zu Kartoffelpuffern eignen sich Dips wie Kräuterquark, Tsatsiki, Sour Cream oder Hummus. Sehr beliebt sind auch Kartoffelpuffer mit Lachs, Pilzrahmsoße oder einem einfachen gemischten Salat. Als Beilage sind die leckeren Puffer besonders für Schmorgerichte mit viel Soße wie gemacht.
Rein durch die ernährungswissenschaftliche Brille betrachtet, schneiden Reibekuchen leider nicht allzu gut ab: Zwar liefert die Kartoffel als Grundzutat wertvolles Kalium, Vitamin C und einige Ballaststoffe. Das Ausbacken in viel Öl treibt aber Fett- und Kaloriengehalt mächtig in die Höhe: 1 Portion Kartoffelpuffer enthält rund 400 kcal und gut 15 g Fett. Kommt dann noch zuckriges Apfelmus dazu, verschlechtert sich die Nährstoffbilanz zusätzlich. Immerhin: Für die Seele ist der deftige Kartoffelklassiker die reinste Wohltat – also nur ab und zu, dafür aber in vollen Zügen genießen!