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Kürbis: Vielseitige Riesenfrucht

Kürbiss auf einem Feld.

Ein Herbst ohne Kürbisrezepte? Das ist mittlerweile kaum noch vorstellbar. Kürbisse haben sich in den letzten Jahren zum Trend-Food entwickelt. Mit ihrer leuchtenden Farbe und ihren vielfältigen Formen sind sie nicht nur schön anzusehen, sie sind auch lecker, gesund, haben wenig Kalorien, dafür aber viele Vitamine und Nährstoffe. Hier erfährst du alles Wissenswerte über die einzelnen Kürbissorten, ihren Geschmack und die Zubereitung.

Kürbis-Steckbrief: Herkunft, Saison und Haltbarkeit

Auch wenn der Kürbis heute in jedem gut sortierten Supermarkt zu finden ist, stammt er ursprünglich aus Südamerika. Dort gehört er schon seit tausenden von Jahren zu den Grundnahrungsmitteln der indigenen Bevölkerung. Angeblich soll Christoph Kolumbus den ersten Kürbis auf seiner Amerika-Reise nach Europa mitgebracht haben. In Europa ist der Kürbis seit dem 16. Jahrhundert bekannt, in Deutschland wurde er allerdings lange Zeit hauptsächlich als Viehfutter angebaut. Erst seit Mitte des 20. Jahrhunderts hat sich der Kürbis in der süßen und herzhaften Küche etabliert.

Funfacts über den Kürbis

Kürbisse sind Früchte

Botanisch gesehen ist der Kürbis eine Frucht, weil er Kerne im Inneren hat. Da Kürbispflanzen einjährig sind, zählt man sie trotzdem zum Gemüse. Ähnlich wie Melone und Gurke nennt man sie auch „Fruchtgemüse“.

200 essbare Sorten

Weltweit gibt es rund 800 verschiedene Kürbissorten, von denen rund 200 essbar sind. Bei uns zählen Hokkaido-, Butternut- und Muskatkürbis zu den beliebtesten Sorten.

Schwergewicht

Gartenkürbisse erreichen problemlos ein Gewicht von bis zu 20 kg. Der schwerste Kürbis der Welt brachte 1190,5 kg auf die Waage – und wog damit so viel wie ein Mittelklassewagen.

Kürbisfleisch lässt sich einfrieren

Kürbissfleisch hat eine sehr lange Haltbarkeit und lässt sich wunderbar einfrieren. Kleingeschnitten in einem versiegelten Vakuumbeutel kannst du es jederzeit wieder aus dem Tiefkühler holen und dir eine leckere Suppe daraus kochen.

Ab wann ist Kürbissaison?

Im Handel gibt es die ersten Speisekürbisse schon im Spätsommer – je nach Kürbissorte und Anbauland werden Kürbisse von August bis November geerntet. Die gute Nachricht: Kürbisse mit harter Schale, wie der Hokkaido-Kürbis, lassen sich lange lagern und sind daher bis in das Frühjahr erhältlich.

Darauf sollte man beim Einkauf von Kürbissen achten

Beim Kauf ist zu beachten, dass der Stiel hart und unversehrt ist und der Kürbis keine Makel oder Druckstellen hat. Um zu prüfen, ob der Kürbis reif ist, macht man den sogenannten Klopftest. Klopft man mit dem Finger auf den Kürbis und es klingt hohl, hat der Kürbis den richtigen Reifegrad.

Wie lange sind Kürbisse haltbar?

Wenn du deinen Kürbis mit harter Schale kühl lagerst, ist er 4 bis 5 Monate haltbar. Am besten bewahrst du ihn im Gemüsefach deines Kühlschrankes oder in deinem Keller auf. Tipp: Kürbis nur mit Stiel kaufen

Kleine Kürbisse mit Stiel sind länger haltbar. Sie haben meistens ein festeres Fruchtfleisch, einen intensiveren Geschmack und werden über den Stiel auch nach der Ernte noch mit Nährstoffen versorgt.

Kürbis haltbar machen

Kühl und dunkel gelagert, kannst du Kürbis mehrere Wochen aufbewahren. Daneben gibt es jedoch auch einige Methoden, mit denen du Kürbis haltbar machen kannst - für den Genuss das ganze Jahr über!

Methode 1: Kürbis einfrieren

Fix einfrieren ist die einfachste Methode, um Kürbis haltbar zu machen. Schneide den Kürbis dafür nach dem Waschen in mundgerechte Stücke und fülle diese luftdicht in ein gefriergeeignetes Gefäß.

Methode 2: Kürbis einkochen

Du kannst nicht nur Birnen oder Äpfel einkochen, sondern auch Kürbis. Gib dafür die Kürbisstücke einfach mit etwas Wasser in einen Topf und köchel sie so lange, bis du sie pürieren kannst. Das Kürbispüree füllst du in sterile Glaser und lagerst sie an einem kühlen, dunklen Ort.Methode 3: Kürbis einlegen

Kürbis einlegen ist eine weitere Methode zur Haltbarmachung. Schneide den Kürbis dafür in mundgerechte Stücke und fülle sie in sterile Gläser. Koche Weißweinessig, Salz und Zucker/Honig auf und gieß den Sud über den Kürbis. Die Kürbisstücke sollten vollständig mit Sud bedeckt sein. Sofort verschließen.

Rezept: Kürbis einlegen

Methode 4: Kürbis fermentieren

Fermentierte Lebensmittel sind gerade total angesagt. Beim Fermentieren wird der Kürbis gegärt und so haltbar gemacht. Auch hier wird der Kürbis zuerst in mundgerechte Stücke geschnitten und bis zum Rand in ein steriles Glas gefüllt. Darüber kommt eine Salzlake, dann wird der Kürbis beschwert und fermentiert 5-7 Tage bei Zimmertemperatur.

Rezept: Kürbis fermentieren

Methode 5: Kürbis trocknen

Last but noch least kannst du Kürbis trocknen, um ihn haltbar zu machen. Da diese Methode jedoch lange dauert und einiges an Energie verbraucht, wird sie eher selten genutzt. Beim Trocknen wird Kürbis in feine Scheiben geschnitten und wahlweise im Backofen oder Dörrgerät ca. 10 Stunden getrocknet, bis er innen und außen vollständig getrocknet ist.

Woran erkenne ich einen reifen Kürbis?

Kürbisse werden eigentlich immer reif verkauft. Um beim Einkauf ganz sicher zu gehen, gibt die Klopfprobe zusätzlich Aufschluss. Wenn du mit dem Fingerknöchel leicht gegen die Schale klopfst, sollte ein dumpfes, hohles Geräusch ertönen. Dann ist der Kürbis richtig reif!

Das sind die bekanntesten Kürbissorten

Es gibt ein großes Angebot unterschiedlicher Speisekürbisse in der Gemüseabteilung im Supermarkt. Diese unterscheiden sich deutlich in ihrer Größe und Farbe, ihrer Textur und vor allem im Geschmack. Im Folgenden findest du eine kleine Übersicht über die beliebtesten Kürbissorten und ihre Eigenschaften.

Gut zu wissen:

Zierkürbisse sind giftig. Achte beim Kürbiskauf immer darauf, dass du einen Speisekürbis in den Wagen legst, wenn du daraus leckere Gerichte zaubern möchtest. Zierkürbisse sind als solche ausgewiesen und dienen nur der Dekoration. Sie haben meisten kaum Fruchtfleisch und bizarre Formen und Farben!

Der Hokkaido-Kürbis

Dieser Kürbis stammt ursprünglich aus Südostasien und ist der beliebteste in deutschen Küchen. Mit einem Gewicht von ein bis zwei Kilo gehört er zu den kleineren Kürbissorten. Neben dem milden, nussigen Geschmack ist der größte Vorteil des Hokkaido die essbare Schale – so kannst du ihn besonders schnell und einfach zubereiten. Der Hokkaido-Kürbis eignet sich für alle Zubereitungsarten, von der Kürbissuppe über herzhafte Kürbiskernbrötchen bis hin zu herzhaften Currys und Pastasoßen. Neben der bekannten orangenen Variante gibt es den Hokkaido auch mit grüner Schale – beide Varianten haben aber das gleiche feste, faserarme und saftige Fruchtfleisch.

Der Butternut-Kürbis

Der Name dieser Kürbissorte leitet sich von ihrem zarten Fruchtfleisch und dem weichen, buttrigen Geschmack ab. Er zählt zu den Moschuskürbissen und stammt ursprünglich aus Amerika. Auch die Kerne können mitgegessen werden – entweder roh oder in der Pfanne geröstet. Den Butternut-Kürbis erkennst du ganz leicht an seiner Birnenform. Er eignet sich für cremige Suppen, Pürees, Risotto oder Kürbiskuchen. Die Schale des Butternut-Kürbis ist essbar, allerdings muss sie sehr lange gegart werden, bis sie weich wird. Daher solltest du den Butternut-Kürbis vor der Verarbeitung am besten schälen.

Der Muskatkürbis

Der Muskatkürbis stammt ursprünglich aus Mittel- und Südamerika und ist eng mit dem Butternut-Kürbis verwandt. Da diese Kürbisssorte sehr groß und bis zu 40 Kilo schwer werden, bekommst du sie im Supermarkt oftmals bereits halbiert bzw. in Teile geschnitten. Viele Menschen entscheiden sich für den Muskatkürbis, weil er eine vergleichsweise weiche Schale und weniger Kerne hat als andere Sorten. Die Schale kannst du theoretisch mitessen, sie braucht allerdings lange, bis sie weich ist. Das Schälen erleichtert die Zubereitung. Das Fruchtfleisch hat einen angenehm würzigen Geschmack, der an Muskatnuss erinnert. Daher wird der Muskatkürbis gern eingelegt oder zu leckeren Chutneys und Kürbiskuchen verarbeitet.

Wie bereitet man Kürbis zu?

Kürbissuppe, Kürbis-Risotto oder Kürbis-Lasagne: Es gibt unendlich viele leckere Kürbis-Rezepte. Zu den beliebtesten zählt die Kürbissuppe, die klassisch mit Sahne, aber auch exotisch mit Ingwer, Curry und Kokosmilch zubereitet werden kann. Wenn du einen kleinen Kürbis verwendest, kannst du diesen gut als Suppenschüsselchen nutzen. Kleine Kürbisse kann man aber auch gut füllen und beispielsweise im Ofen überbacken. Generell lässt sich Kürbis schnell und einfach im Ofen zubereiten. Einfach das Fruchtfleisch in Spalten schneiden, aufs Backblech legen, weich garen. Dazu schmeckt Kräuterquark.

Ebenfalls schnell und einfach gelingt eine Kürbis-Quiche oder ein Kürbis-Auflauf. Für die Zubereitung kannst du so gut wie jeden Kürbis verwenden. Etwas aufwendiger, aber sehr lecker, sind Kürbis-Gnocchi.Keine Lust auf herzhaft? Dann bereite doch mal einen saftigen Kürbiskuchen zu. Auch Kürbis-Marmelade schmeckt klasse und ist eine schöne Abwechslung auf dem Frühstückstisch. Wer Kürbis selber anpflanzt und größere Mengen verarbeiten muss, sollte ihn unbedingt einlegen. Eingelegter Kürbis schmeckt das ganze Jahr über zum Beispiel zu Fleisch.

Die meisten Kürbissorten haben eine harte Schale und müssen vor der Verarbeitung geschält werden. Halbiere dafür den Kürbis mit einem scharfen Messer, entferne die Kerne und schäle ihn dann.

Für Kürbis-Profis: Die Kerne trocknen

Die Kürbiskerne wegzuwerfen, wäre eigentlich zu schade. Als knuspriges Salat- oder Müsli-Topping sind sie nämlich einfach der Kracher!

So geht's:

Rubbele die Kerne ab und reinige sie in einem Sieb unter fließendem Wasser. Alle restlichen Fleischfäden müssen entfernt werden. Reibe die Kerne im Anschluss trocken oder tupfe sie mit Küchenpapier ab. Optimal trocknet man Kürbiskerne im Backofen. Heize den Ofen auf 180 bis 200 Grad vor. Lege die Kürbiskerne auf ein Backblech: Die Kerne dürfen sich nicht überlagern und benötigen genügend Abstand voneinander, sodass sie gleichmäßig trocknen. Die Kürbiskerne brauchen etwa 20 Minuten. Nach ca. 10 Minuten Backzeit sollten die Kürbiskerne mit dem Pfannenwender umgedreht werden.

Wie gesund ist der Kürbis?

Im Kürbis sind eine ganze Menge Nährstoffe enthalten. Gleichzeitig hat er wenige Kalorien, weswegen er auch im Rahmen einer kalorienarmen Ernährung auf dem Speiseplan stehen darf. Je nach Zubereitungsart ist Kürbis zudem leicht bekömmlich und eignet sich daher als Baby- und als Schonkost. Übrigens ist nicht nur das Fruchtfleisch gesund, sondern auch die Kürbiskerne: Sie werden als Snack geröstet oder in aufwendigem Verfahren zu Kürbiskernöl gepresst, das aufgrund seines nussigen Aromas vielseitig in der gesunden Küche verwendet werden kann.

Die Nährwerte: Was steckt im Kürbis?

Es gibt viele unterschiedliche Kürbissorten, die essbar sind und sich in ihrer Nährstoffzusammensetzung unterscheiden. Allen gemeinsam ist aber, dass der Kürbis sehr wenig Kalorien, dafür umso mehr Kohlenhydrate hat. In Kürbissen stecken viele Ballaststoffe, die die Verdauung fördern. Die orange Farbe einiger Kürbissorten verrät, das in ihnen ein hoher Anteil an Betacarotin enthalten ist, welches im Körper zu Vitamin A umgewandelt wird, welches ein starkes Immunsystem unterstützt.

Außerdem ist der Kürbis ein wertvoller Kalium- und Magnesiumlieferant. Viele weitere Vitamine wie Vitamin B6 das Vitamin B2 und Vitamin E machen den Kürbis zu einem echten Superfood.

Im Folgenden findest du die durchschnittlichen Nährwerte des Hokkaido-Kürbis. Andere Sorten sind in ihrem Nährwert aber vergleichbar.

Nährstoffe 

Nährwerte pro 100 g (ungekocht)

Energie

67 kcal

Kohlenhydrate

5 g

Fett

0 g

Eiweiß

1 g

Ballaststoffe

1 g

Kalium

305 mg

Betacarotin

0,58 mg

Vitamin B2

0,05 mg

Vitamin B6

0,11 mg

Vitamin E

1,1 mg

Welcher Kürbis ist am gesündesten?

Es gibt rund 200 essbare Kürbissorten, die allesamt sehr viele Vitamine und sättigende Ballaststoffe enthalten. Der Spitzenreiter in Sachen Gesundheit ist der Hokkaido-Kürbis. Er enthält besonders viel Betacarotin und auch die meisten Ballaststoffe. Grundsätzlich gilt natürlich: Wie gesund der Kürbis ist, kommt auch auf die Art der Zubereitung an. Damit möglichst viele Nährstoffe erhalten bleiben, sollte der Kürbis am besten dampfgegart oder im Ofen gebacken werden.

Gut zu wissen: Warum ist der Kürbis das Symbol für Halloween?

Jedes Jahr am 31. Oktober wird Halloween gefeiert. Der irischen Sage nach soll ein Mann namens Jack in einer Halloween-Nacht den Teufel herausgefordert haben und musste zur Strafe ruhelos umherwandeln. Ein Stück glühende Kohle in einer ausgehöhlten Rübe diente ihm als Licht in der Dunkelheit. Nach und nach wurde die ausgehöhlte Rübe durch einen Kürbis ersetzt. Heute ist der Brauch auf der ganzen Welt verbreitet – und auch in Deutschland schmücken die gruseligen Kürbisgeister unsere Wohnungen. Ein paar Ideen, wie du Kürbis-Deko selber machen kannst, findest du hier.

Was ist der beste Halloween-Kürbis?

Ein guter Halloween-Kürbis sollte sich gut schnitzen lassen und über einen längeren Zeitraum gelagert werden können. Viele Supermärkte und Wochenmärkte bieten im Oktober spezielle Kürbisse zum Schnitzen an. Diese sind meist größer als die beliebten Speisekürbisse und lassen sich besonders gut aushöhlen. Darüber hinaus gibt es weitere Sorten wie den Jack O-Lantern Kürbis oder den Laternenkürbis St. Martin. 

Tipp: Wenn du einen Speisekürbis aushöhlst, kannst du anschließend das ausgeschabte Fruchtfleisch und die Kerne weiterverarbeiten, zum Beispiel zu einer leckeren Suppe.

Geschnitzte Kürbisse haltbar machen

Damit du länger etwas von deiner Kürbislaterne hast, solltest du vorab gründlich die Schale waschen und sie von Bakterien befreien. Damit möglichst wenig Wärme im Inneren entsteht, kannst du die Kerze auch gegen ein LED-Licht ersetzen. Es hat sich bewährt, möglichst viel vom Fruchtfleisch zu entfernen. So trocknet der Kürbis, anstatt zu schimmeln und das Licht scheint schöner durch die dünnen Kürbiswände.

Köstliche Rezepte mit Kürbis

Klassische Kürbissuppe
  • Vegetarisch
40min
Einfach
Kürbis-Cappuccino
  • Vegetarisch
  • Glutenfrei
  • Low Carb
40min
Mittel
Kürbis Gugelhupf
  • Vegetarisch
4h 30min
Mittel
Kürbis-Donuts
  • Vegetarisch
1h 5min
Mittel