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Tomaten

Tomaten

Egal ob als Tomatensuppe, Tomatensoße zu Pasta, im Ketchup oder in Scheiben geschnitten auf dem Brot – Tomaten sind bei den meisten fast immer in irgendeiner Form in der Küche zu finden. Mehr über den leuchtend roten Sommer-Klassiker erfährst du hier im REWE Lexikon.

Woher kommt die Tomate?

Ursprünglich stammen Tomaten aus Mittel- und Südamerika. Etwa 200 v. Chr. bis 700 n. Chr. wurden sie von den Maya und anderen Völkern kultiviert. Das bewiesen Samen, die bei Ausgrabungen südlich von Mexiko-Stadt in Höhlen im Tehuacán-Tal gefunden wurden.
In Europa tauchte die Tomate erst sehr viel später auf. Erste Beschreibungen der Pflanze stammen aus der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts, vor allem aus Italien. Dort wurde sie auch als "Pomi d`oro", also als goldener Apfel betitelt. 
Im 17. und 18. Jahrhundert schätzte man die Tomatenpflanze eher aus optischen, statt aus kulinarischen Gründen: Man sah sie vor allem als Zierpflanze an.
Um 1900 hielt die Tomate vermehrt Einzug in den deutschen Küchen und wurde für Soßen, Suppen und Salate verwendet.
Die erste gentechnisch veränderte Tomate, die Flavr-Savr-Tomate, kam in den 90er Jahren auf den Markt. Sie war dazu bestimmt länger zu reifen und dadurch mehr Aromastoffe auszubilden. Gleichzeitig sollte sie weniger schnell weich und matschig werden. Ende der 90er wurde sie allerdings wieder vom Markt genommen.

Tomatensoße
Tomatenstrauch

Wie wachsen Tomaten?

Die zu den Nachtschattengewächsen zählenden Tomaten sind krautige und frostempfindliche Pflanzen.
Tomatensamen benötigen Wärme zur Keimung. Freilandtomaten können etwa ab Ende März/April gepflanzt werden, wenn kein Frost mehr zu erwarten ist. Alternativ kann man sie zuhause in Anzuchttöpfchen aussäen und später als Jungpflanzen im Garten einpflanzen.

Generell keimen und wachsen Tomaten relativ schnell, innerhalb von ein bis zwei Wochen. Neben ausreichend Wasser benötigen sie genügend Luft und Licht, um gut zu gedeihen. 
Um die Pflanzen vor dem Umfallen oder Brechen zu schützen, empfiehlt es sich, die Stämme mit Bast an einem Stab zu fixieren. 
Die Ernte der Tomaten findet je nach Sorte zwischen Juni und Oktober statt.

Wo werden Tomaten angebaut?

Tomaten sind ein ganz eigenständiges Gemüse und mit keiner anderen Frucht vergleichbar. Beim genauen Hinschmecken entdeckt man jedoch: Ihr Aroma ist unterschiedlich ausgeprägt, je nach Sorte, Farbe, Herkunft, Anbau und vor allem Klima. Sonne und Wärme sind für den Geschmack das Wichtigste. Deshalb erreichen Tomaten in südlichen Ländern oder im Hochsommer ein besonders intensives Aroma. Aus diesem Grund werden bei uns auch beispielsweise in den sonnenärmsten Monaten – von Dezember bis März – keine Tomaten aus nördlichen Ländern angeboten. In dieser Zeit kommen sie aus Spanien, Marokko oder von den Balearen zu uns. Dass sich mit Hilfe moderner Zuchtmethoden viel erreichen lässt, beweisen die holländischen Gemüsebauern, die »ihren« Tomaten, bei denen bisher häufig mehr Augenmerk auf Haltbarkeit und schönes Aussehen gelegt wurde, zusätzlich auch wieder den typischen, aromatischen Geschmack anerzogen haben. Aber ganz gleich welche Tomatensorte, in welchem Klima oder auf welchem Boden: Die beste Tomate der Welt ist diejenige, die du selbst am Ende eines heißen Spätsommertages gepflückt hast, die noch warm von der Sonne ist und den Duft des Sommers in sich gespeichert hat.

Tomatenstrauch
Verschiedene Tomaten

Wann haben Tomaten Saison?

Mittlerweile ist es für uns selbstverständlich, dass wir Tomaten das ganze Jahr über bekommen können. Geschmacklich kann man jedoch sehr gut feststellen, dass sie längst nicht das ganze Jahr Saison haben. So schmecken sie im Winter weitaus weniger aromatisch, als im Hochsommer, wenn sie ihre Hochzeit haben. Ein großes Angebot an Freilandware ist im August und September erhältlich. Geringer ist es im Juni und Juli sowie auch im Oktober. In den übrigen, kälteren Monaten haben Tomaten keine Saison. Greif stattdessen vermehrt zu winterlichem Wurzelgemüse, Kürbis und Co.

Die Früchte der Sonne zählen übrigens zu den beliebtesten Gemüsesorten überhaupt. Jeder Deutsche – das sagt die Statistik – konsumiert durchschnittlich rund 22 Kilogramm Tomaten jährlich – davon die Hälfte frisch, die andere Hälfte verarbeitet, also in Form von Ketchup, Saft, Mark oder geschält aus der Dose. 

Wusstest du schon, ...

... dass Urtomaten nicht größer als Johannisbeeren waren? Ihr Ursprung liegt in Mittel- und Südamerika und sie wurden 1498 von Kolumbus nach Europa gebracht.

Welche Sorten gibt es?

Man unterscheidet die Tomaten-Sorten nach ihrer äußeren Form:

  • Runde Tomaten: Sie sind die beliebtesten Tomaten und haben den größten Marktanteil.
  • Fleischtomaten: Fleisch- oder gerippte Tomaten sind größer und besitzen mehr Fruchtfleisch bei weniger Saft, vor allem aber mehr vom ursprünglichen süßwürzigen Geschmack. Sie eignen sich vorzüglich für Rohkost, Salate und Eintöpfe.
  • Längliche Tomaten: Längliche oder Flaschentomaten kommen im Sommer aus den südlichen Ländern ins Angebot. Die sonnengereiften Tomaten haben ein würziges Aroma und lassen sich gut schälen. Sie werden daher auch gern eingemacht und in Dosen angeboten.
  • Kirschtomaten: Kirsch-, Party- oder Cocktailtomaten zeigen die kleine Urform dieser Gemüsefrucht. Sie werden vor allem im Mittelmeerraum angebaut und sind unter Kennern am begehrtesten, weil in ihnen das Aroma am konzentriertesten steckt. Sie eignen sich besonders gut für Salate und Rohkost-Varianten.

Kirschtomaten in rot und gelb, Romatomaten, dicke, saftige Fleischtomaten – diese Sorten haben die meisten schon mal probiert. Doch wusstest du, dass es insgesamt über 3800 verschiedene Arten gibt? Diese sind im Sortenregister festgehalten – man schätzt jedoch, dass noch rund 7000 weitere Sorten existieren, die von privaten Sammlern erhalten werden.

Tomatensorten
Flaschentomaten

Flaschentomaten

Ochsenherztomaten

Ochsenherztomate

Strauchtomaten

Strauchtomaten

Kirschtomate

Rote und gelbe Kirschtomaten

Wie gesund sind Tomaten?

Besonders im Sommer, wenn die frischen Tomaten hierzulande Saison haben und regional eingekauft oder sogar im eigenen Garten angebaut werden können, eignen sie sich perfekt für die leichte, gesunde Küche. Dank ihres hohen Wassergehalts von 94 Gramm pro 100 Gramm sind sie so kalorienarm, dass du dich um die Portionsgröße keine Gedanken machen musst. Der Gehalt von Ballaststoffen hingegen ist eher gering, so dass Tomaten, pur genossen, nicht unbedingt stundenlang sättigen. Egal ob als aromatischer Tomatensalat mit frischem Basilikum, etwas gutem Olivenöl, Salz und Pfeffer oder die süßen kleinen Kirschtomaten als Snack für unterwegs – hier kannst du zugreifen!

Ihre intensiv rote Farbe verdanken die Tomaten übrigens dem sogenannten Lycopin. Der zu den Carotinoiden zählende Stoff wirkt stark antioxidativ. Ebenso ist zu erwähnen, dass Tomaten zu den basischen Lebensmitteln zählen und somit bei Verfechtern des gleichnamigen Ernährungstrends gerne in den Speiseplan integriert werden. Menschen, die unter Gicht leiden, sollten Tomaten allerdings nur sehr sparsam dosieren. Neben Alkohol, Meeresfrüchten und rotem Fleisch zählen Tomaten zu den Lebensmitteln, die bei Gicht einen Anfall hervorrufen können, der mit Schmerzen und anschwellenden Gelenken einhergeht. 

Welche Nährwerte haben Tomaten?

Nährwert pro 100 g Tomaten (roh)
Kalorien 17 kcal
Fett 0,1 g
Kohlenhydrate 3 g
Protein 1 g
Ballaststoffe 1 g
Vitamin C 20 mg
Kalium 235 mg

 

Worauf muss man beim Tomaten-Einkauf achten?

"Holland-Tomaten" waren vor nicht allzu langer Zeit der Inbegriff für fad schmeckende, wässrige Tomaten. Das Gemüse aus dem Nachbarland wurde aus wirtschaftlichen Gründen noch unreif geerntet und gelang dadurch ziemlich geschmacklos und noch hart in den Handel. Heutzutage ist die Chance intensiv schmeckende, aromatische Früchte zu finden zwar höher, dennoch solltest du beim Einkauf auf ein paar Dinge achten: In erster Linie macht es natürlich Sinn, vermehrt im Sommer zu Tomaten zu greifen – dann haben sie hierzulande Saison. Intensiv rote Früchte weisen darauf hin, dass ein guter Reifegrad erreicht ist. Tomaten lose, ohne Plastikverpackung zu kaufen, spart nicht nur Müll, sondern ermöglicht auch, dass du vorsichtig durch leichtes Drücken die Konsistenz der Frucht testen kannst. Kauf, falls möglich, Tomaten an Rispen. Duften diese aromatisch, so sind die Tomaten wunderbar frisch. Die Früchte selber verströmen nur wenig Geruch.

Wie lagert man Tomaten?

Viele wissen es nicht: Tomaten sollten nicht im Kühlschrank aufbewahrt werden – dort verlieren sie sowohl Frische als auch Geschmack und fangen schneller an zu schimmeln. Lagern Sie sie besser in der Speisekammer oder im kühlen Keller. Die Temperatur sollte nicht über 18 °C und unter 12 °C liegen. Kleine Mengen, die in den nächsten Tagen verbraucht werden, können auch bedenkenlos in der Küche gelagert werden. Bewahre Tomaten aber immer getrennt von anderen Obst- und Gemüsesorten auf, da sie beim Reifen Ethylen ausströmen lassen und somit auch anderes Obst oder Gemüse schneller reifen lassen.

Wie lange sind Tomaten haltbar?

Sofern sie optimal gelagert werden, können Tomaten bis zu 14 Tage aufbewahrt werden. Falls du es in diesem Zeitraum nicht schaffst alle Früchte zu verbrauchen und merkst, dass die ersten sehr weich werden, kannst du sie durch verschiedene Formen konservieren. So kannst du eine leckere Tomatensoße daraus kochen und anschließend einfrieren, deinen eigenen Ketchup oder einen leckeren Gemüsesaft herstellen.

Die besten Rezepte mit Tomaten

Tomaten sind garantiert alles andere als langweilig. Einen Vorgeschmack auf die Vielfalt an Gerichten, die du mit der saftigen Sommerfrucht zaubern kannst, findest du ihr.


Wie auch die Kartoffel, zählt die Tomate zu den sogenannten Nachtschattengewächsen. In unseren Supermärkten und auf dem Wochenmarkt finden wir sie zwischen Paprika, Zucchini und anderem Gemüse. Botanisch gesehen zählt sie jedoch zu den Beeren.

Praktische Tipps für die Zubereitung von Tomaten

Wie häutet man Tomaten richtig?

Kein Muss, aber der Garant für eine besonders feine Soße, ist das vorherige Häuten der Tomaten. Dafür musst du die Tomatenhaut einfach mit einem scharfen Messer kreuzförmig einritzen, sie mit kochendem Wasser überbrühen oder kurz abkochen, kalt abschrecken und schon lässt sich die Haut spielend leicht vom Fruchtfleisch schälen. Anschließend kannst du sie in Würfel schneiden und daraus z. B. eine Arrabiata-Soße kochen oder deine eigenen passierten Tomaten herstellen, die durch Einkochen haltbar gemacht wird.

Reifen Tomaten noch nach?

Wer Tomaten schon mal selbst angebaut hat, wird es vielleicht kennen: Nach einem Sommer mit eher wenig Sonne und verhältnismäßig kühlen Temperaturen kann es vorkommen, dass die Früchte im Spätsommer oder Herbst noch nicht alle reif sind. Ist das der Fall, kannst du die grünen Tomaten ernten und drinnen nachreifen lassen. Dafür die unreifen Früchte in Zeitungspapier wickeln oder in eine Tüte aus Papier legen. So verpackt, lagert man sie noch ein paar Tage in einem Raum von 18-20 Grad, bis sie sich rot verfärbt haben. Wer das Nachreifen noch Beschleunigen möchte, kann zusätzlich einen Apfel, der nämlich Reifegase ausströmt, dazulegen. 

Tomaten werden nach drei Güteklassen verkauft, die sich aber mehr auf die Größe als auf die geschmackliche Qualität beziehen. Die roten Früchte sind druckempfindlich und faulen leicht, wenn die Schale verletzt ist. Sie sollten trocken und nicht zu kühl gelagert werden, sonst verlieren sie an Aroma. Noch unreife, grüne Früchte sollte man wegen des darin enthaltenen, giftigen Solanins nicht essen. Sie reifen bei Zimmertemperatur nach und färben sich rot. 

Wer den Geschmack sonnengereifter Tomaten für die kalten Monate konservieren möchte, kann sie zu einer aromatischen Tomatenmarmelade einkochen. Du kannst sie auch mit Hilfe eines Dörrautomats trocknen oder zubereitete Soßen einfrieren. Aufgrund des hohen Wassergehalts solltest du frische Tomaten nicht einfrieren. Es ist zwar möglich, dennoch ist zu beachten, dass die Früchte nach dem Auftauen nur noch zum Kochen eingesetzt werden können. 
 

Sind grüne Tomaten giftig?

Grüne Tomaten enthalten das giftige Glykoalkaloid Solanin, je nach Reifegrad 9–32 mg auf 100 Gramm; die toxische Dosis für den Menschen beträgt 25 mg. Trotzdem werden sie z. B. in Südeuropa zu Konfitüre oder süßsaurem Chutney verarbeitet, gebacken oder in Gewürzsud eingelegt. Das Solanin wird durch das Erhitzen nicht zerstört, wohl aber durch Zucker und Essig verdünnt. Bei geringen Mengen, die üblicherweise verzehrt werden, ist keine Gesundheitsschädigung zu erwarten. Gebratene oder süß-sauer eingelegte grüne Tomaten sollte man jedoch lediglich in Maßen genießen.  

Wie werden getrocknete Tomaten hergestellt?

So schrumpelig sie aussehen, so aromatisch sind Trockentomaten. Sie enthalten sozusagen das konzentrierte Sonnenaroma, konserviert für den Winter. In Italien halbiert man dafür vollreife, mittelgroße Tomaten, salzt sie leicht ein und legte sie auf einem Rost in die Sonne. Nach wenigen Tagen sind die Früchte eingetrocknet und können nun in Öl mit Kräutern und Knoblauch eingelegt werden – mit frischem Ciabatta köstlich als Antipasti und eine hervorragende Würze für Tomatensaucen und Suppen.  

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