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Tomaten

Tomaten

Egal ob als Tomatensuppe, Tomatensoße zu Pasta, im Ketchup oder in Scheiben geschnitten auf dem Brot – Tomaten sind bei den meisten fast immer in irgendeiner Form in der Küche zu finden. Mehr über den leuchtend roten Sommer-Klassiker erfahren Sie hier im REWE Lexikon.

Wie auch die Kartoffel, zählt die Tomate zu den sogenannten Nachtschattengewächsen. In unseren Supermärkten und auf dem Wochenmarkt finden wir sie zwischen Paprika, Zucchini und anderem Gemüse. Botanisch gesehen, zählt sie jedoch zu den Beeren. 

Tomaten sind ein ganz eigenständiges Gemüse und mit keiner anderen Frucht vergleichbar. Beim genauen Hinschmecken entdeckt man jedoch: Ihr Aroma ist unterschiedlich ausgeprägt, je nach Sorte, Farbe, Herkunft, Anbau und vor allem Klima. Sonne und Wärme sind für den Geschmack das Wichtigste. Deshalb erreichen Tomaten in südlichen Ländern oder im Hochsommer ein besonders intensives Aroma. Aus diesem Grund werden bei uns beispielsweise in den sonnenärmsten Monaten – von Dezember bis März – aus nördlichen Ländern gar keine Tomaten angeboten. In dieser Zeit kommen sie aus Spanien, Marokko oder von den Balearen zu uns. Dass sich mit Hilfe moderner Zuchtmethoden viel erreichen lässt, beweisen die holländischen Gemüsebauern, die »ihren« Tomaten, bei denen bisher häufig mehr Augenmerk auf Haltbarkeit und schönes Aussehen gelegt wurde, zusätzlich auch wieder den typischen, aromatischen Geschmack anerzogen haben. Aber ganz gleich welche Tomatensorte, in welchem Klima oder auf welchem Boden: Die beste Tomate der Welt ist diejenige, die Sie selbst am Ende eines heißen Spätsommertages gepflückt haben, die noch warm von der Sonne ist und den Duft des Sommers in sich gespeichert hat.

Und die zweitbeste ist diejenige, die in der Nähe gewachsen ist, die ohne Umwege und ohne Kühltransport zu Ihnen gelangt. Tomaten sind Sonnenkinder und nichts schadet ihrem Aroma mehr als Kälte! Kaufen Sie stets nur so viel, wie Sie in den nächsten Tagen essen werden und bewahren Sie sie in einer Obstschale in der Küche auf.

 

Man unterscheidet die Sorten nach ihrer äußeren Form:

  • Runde Tomaten: Sie sind die beliebtesten und haben den größten Marktanteil.
  • Fleischtomaten: Fleisch- oder gerippte Tomaten sind größer und besitzen mehr Fruchtfleisch bei weniger Saft, vor allem aber mehr vom ursprünglichen süßwürzigen Geschmack. Sie eignen sich vorzüglich für Gemüse, Salate und Eintöpfe.
  • Längliche Tomaten: Längliche oder Flaschentomaten kommen im Sommer aus den südlichen Ländern ins Angebot. Die sonnengereiften Tomaten haben ein würziges Aroma und lassen sich gut schälen. Sie werden daher auch gern eingemacht und in Dosen angeboten.
  • Kirschtomaten: Kirsch-, Party- oder Cocktailtomaten zeigen die kleine Urform dieser Gemüsefrucht, werden vor allem im Mittelmeerraum angebaut und sind unter Kennern am begehrtesten, weil in ihnen das Aroma am konzentriertesten steckt. Sie eignen sich besonders gut für Salate und Rohkost-Varianten.

 

Wussten Sie schon, ...

... dass Urtomaten nicht größer als Johannisbeeren waren? Ihr Ursprung liegt in Mittel- und Südamerika und sie wurden 1498 von Kolumbus nach Europa gebracht.

Was steckt drin in der Tomate?

Hier erfahren Sie alles rund um die Inhaltsstoffe, Nährwerte und Kalorien von Tomaten.

Lauchsuppe
Nährwert pro 100 g Tomaten (roh)
Kalorien 17 kcal
Fett 0,1 g
Kohlenhydrate 3 g
Protein 1 g
Ballaststoffe 1 g
Vitamin C 20 mg
Kalium 235 mg

 

Rezeptideen mit Tomaten

Wie viele Tomatensorten gibt es?

Kirschtomaten in rot und gelb, Romatomaten, dicke, saftige Fleischtomaten - diese Sorten haben die meisten schon mal probiert. Doch wussten Sie, dass es insgesamt über 3800 verschiedene Arten gibt? Diese sind im Sortenregister festgehalten - man schätzt jedoch, dass noch rund 7000 weitere Sorten existieren, die von privaten Sammlern erhalten werden.

Praktische Tipps für die Zubereitung von Tomaten

"Holland-Tomaten" waren vor nicht allzu langer Zeit der Inbegriff für fad schmeckende, wässrige Tomaten. Das Gemüse aus dem Nachbarland wurde aus wirtschaftlichen Gründen noch unreif geerntet und gelang dadurch ziemlich geschmacklos und noch hart in den Handel. Heutzutage ist die Chance intensiv schmeckende, aromatische Früchte zu finden zwar höher, dennoch sollten Sie beim Einkauf auf ein paar Dinge achten: In erster Linie macht es natürlich Sinn, vermehrt im Sommer zu Tomaten zu greifen - dann haben sie hierzulande Saison. Intensiv rote Früchte weisen darauf hin, dass ein guter Reifegrad erreicht ist. Tomaten lose, ohne Plastikverpackung zu kaufen, spart nicht nur Müll, sondern ermöglicht auch, dass Sie vorsichtig durch leichtes Drücken die Konsistenz der Frucht testen können. Kaufen Sie, falls möglich, Tomaten an Rispen. Duften diese aromatisch, so sind die Tomaten wunderbar frisch. Die Früchte selber verströmen nur wenig Geruch.

Tomaten häuten

Kein Muss, aber der Garant für eine besonders feine Soße, ist das vorherige Häuten der Tomaten. Dafür müssen Sie die Tomatenhaut einfach mit einem scharfen Messer kreuzförmig einritzen, mit kochendem Wasser überbrühen oder kurz abkochen, kalt abschrecken und schon lässt sich die Haut spielend leicht vom Fruchtfleisch schälen. Anschließend können Sie sie in Würfel schneiden und daraus z. B. eine Arrabiata Soße kochen oder Ihre eigenen passierten Tomaten herstellen, die Sie durch Einkochen haltbar machen.

Reifen Tomaten nach?

Wer Tomaten schon mal selbst angebaut hat, wird es vielleicht kennen: Nach einem Sommer mit eher wenig Sonne und verhältnismäßig kühlen Temperaturen kann es vorkommen, dass die Früchte im Spätsommer oder Herbst noch nicht alle reif sind. Ist das der Fall, können Sie die grünen Tomaten ernten und drinnen nachreifen lassen. Dafür die unreifen Früchte in Zeitungspapier wickeln oder in eine Tüte aus Papier legen. So verpackt, lagert man sie noch ein paar Tage in einem Raum von 18-20 Grad, bis sie sich rot verfärbt haben. Wer das Nachreifen noch Beschleunigen möchte, kann zusätzlich einen Apfel, der nämlich Reifegase ausströmt, dazulegen. 

Tomatenvielfalt in der Küche

Die Rezeptvielfalt mit und rund um Tomaten ist unfassbar groß. Von einfachen Tomatensoßen für Pasta über selbstgemachten Ketchup, gefüllte Tomaten, Tomaten-Chutney oder leckere Tomatensalate - es wird nicht langweilig.

Tomaten-Freude das ganze Jahr

Wer den Geschmack sonnengereifter Tomaten für die kalten Monate konservieren möchte, kann sie zu einer aromatischen Tomatenmarmelade einkochen. Sie können sie auch mit Hilfe eines Dörrautomats trocknen oder zubereitete Soßen einfrieren. Aufgrund des hohen Wassergehalts sollten Sie frische Tomaten nicht einfrieren. Es ist zwar möglich, dennoch ist zu beachten, dass die Früchte nach dem Auftauen nur noch zum Kochen eingesetzt werden können. 
 

Wie und wo lagert man Tomaten?

Viele wissen es nicht: Tomaten sollten nicht im Kühlschrank aufbewahrt werden - dort verlieren sie sowohl Frische als auch Geschmack und fangen schneller an zu schimmeln. Optimal ist eine Temperatur zwischen 12 und 16 °C an einem schattigen Ort mit hoher Luftfeuchtigkeit. 

Tomaten: Gesunder, leichter Sommer-Snack

Besonders im Sommer, wenn die frischen Tomaten hierzulande Saison haben und regional eingekauft oder sogar im eigenen Garten angebaut werden können, eignen sie sich perfekt für die leichte, gesunde Küche. Dank ihres hohen Wassergehalts von 94 Gramm pro 100 Gramm sind sie so kalorienarm, dass Sie sich um die Portionsgröße keine Gedanken machen müssen. Der Gehalt von Ballaststoffen hingegen ist eher gering, so dass Tomaten, pur genossen, nicht unbedingt stundenlang sättigen. Egal ob als aromatischer Tomatensalat mit frischem Basilikum, etwas gutem Olivenöl, Salz und Pfeffer oder die süßen kleinen Kirschtomaten als Snack für unterwegs - hier können Sie zugreifen! Ihre intensiv rote Farbe verdanken die Tomaten übrigens dem sogenannten Lycopin. Der zu den Carotinoiden zählende Stoff wirkt stark antioxidativ und soll dadurch besonders gut für die Gesundheit sein. Ebenso ist zu erwähnen, dass Tomaten zu den basischen Lebensmitteln zählen und somit bei Verfechtern des gleichnamigen Ernährungstrends gerne in den Speiseplan integriert werden.
Menschen, die unter Gicht leiden, sollten Tomaten allerdings nur sehr sparsam dosieren. Neben Alkohol, Meeresfrüchten und rotem Fleisch zählen Tomaten zu den Lebensmitteln, die bei Gicht einen Anfall hervorrufen können, der mit Schmerzen und anschwellenden Gelenken einhergeht. 

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