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Tomaten

Tomaten

Sie ist Deutschlands beliebtestes Fruchtgemüse: die Tomate. Mit ihren über 7.000 Sorten wird sie als Verwandte der Gurke, der Zucchini oder der Aubergine vielfältig in Salaten, als Suppe oder auch als Snack für zwischendurch verzehrt. Jeder Deutsche konsumiert im Jahr durchschnittlich 22 Kilogramm Tomaten, die Hälfte davon unverarbeitet. Bedenkt man, dass die Frucht noch bis zum 19. Jahrhundert in Deutschland gefürchtet wurde, hat die Tomate eine bemerkenswerte Entwicklung hinter sich. Was das mit ihrem Aussehen zu tun hat und woher sie überhaupt kommt, erfährst du hier.

Woher kommt die Tomate?

Die Tomate – in der Botanik als Solanum lycopersicum bekannt – wird mittlerweile dem Gemüse zugeordnet und kommt ursprünglich aus Mittel- und Südamerika. Dort kultivierte die Frühkultur der Maya die Tomatenpflanzen bereits 200 Jahre vor unserer Zeitrechnung. Ihren Weg nach Europa fand die Tomate erstmals 1498, als Christoph Kolumbus sie bei seiner zweiten Reise nach Amerika entdeckte. Ihre Verbreitung fand vor allem aufgrund der vergleichbaren Klimabedingungen im Süden Europas, wie in Spanien oder Portugal, statt. Schnell wurden sie daraufhin als Goldapfel (Pomi d’oro) in Italiens Küchen bekannt.

In Mittel- und Nordeuropa wurde die Tomate allerdings bis zum 18. Jahrhundert ausschließlich als Zierpflanze angesehen, da sie der giftigen Schwarzen Tollkirsche recht ähnlich sieht und man lange Zeit an ihren positiven Eigenschaften zweifelte. Erst seit dem 19. Jahrhundert entwickelte sich die Tomate, vor allem in Deutschland, zur beliebtesten Gemüsesorte. Der Begriff wurde im 19. Jahrhundert von „xitomatl“ (anschwellen) aus der Sprache der Aztekenzunächst von den Spaniern übersetzt und in einigen europäischen Ländern adaptiert.

Fun Fact

Aufgrund ihrer roten Farbe und prallen Form assoziierte man die Tomate zunächst mit dem Apfel, den Adam und Eva vom Baum der Erkenntnis nahmen und anschließend kosteten.

Als angeblicher Auslöser von Liebeswahn wurde der sogenannte Paradiesapfel von vielen Menschen lange Zeit gefürchtet und trägt in Österreich noch heute den Namen Paradeiser.

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Arten von Tomaten

Im Sortenregister der Tomate, die botanisch gesehen eine Beere ist, sind über 3.800 verschiedene Tomatensorten aufgelistet. Einschließlich diverser einzigartiger Tomatenpflanzen, die von privaten Sammlern gezüchtet werden, zählt man insgesamt über 7.000 Sorten. Durch rote, gelbe, grüne und auch schwarze Früchte erhältst du eine Tour durch diverse Geschmacksrichtungen, die von honigartig über würzig bis hin zu saftig fruchtig gehen. Deutsche Supermärkte bieten zwar meist rote, aber dennoch durchaus vielfältige Tomatensorten an. Hier der Überblick:

 

Salattomaten

Die 60 bis 100 Gramm schweren Rundtomaten – oder eben Salattomaten – sind sehr saftig. Ihr Anteil des weltweiten Tomatenanbaus liegt bei 70 Prozent. Das macht sie offiziell zur beliebtesten Tomatensorte auf dem Globus.

Cocktailtomaten

Mit ihrem süßlichen Aroma und der praktischen kleinen Form, die je nach Sorte birnen- oder pflaumenartig sein kann, ist die Cocktailtomate gut für den Frischverzehr geeignet. Als Kübelpflanze kann sie rote, orangefarbige oder gelbe Tomaten mit einem Gewicht von bis zu 60 Gramm erzeugen.

Fleischtomaten

Die bis zu einem Kilogramm schweren Fleischtomaten mögen besonders warme Regionen. Die meisten haben mehrere Kammern und weisen eine flache und runde gerippte Form auf. Die Sorte Ochsenherz aus Ungarn ist mit ihrem und beutelförmigen Aussehen die bekannteste aller Fleischtomaten, dicht gefolgt von der aus Italien stammenden Marmande. Aufgrund ihres großen Anteils an Fruchtfleisch werden sie auch gerne als Grilltomaten genutzt.

 

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Cherrytomaten

Die länglichen, runden oder ovalen Cherrytomaten wiegen nur maximal 20 Gramm und zeichnen sich durch ihr besonders süßes Aroma und saftig-knackiges Fruchtfleisch aus.

Paprikatomaten

Diese Sorte sorgt nicht selten für einen Trugschluss: Paprikatomaten sind nicht etwa aus einer Kreuzung der Tomate mit der Paprika entstanden, sondern haben lediglich aufgrund der Form ihren Namen erhalten. Besonders die Yellow Stuffer eignet sich aufgrund ihres Hohlraumes gut zum Befüllen mit Reis, Gewürzen und anderen Lebensmitteln.

 

Kann man grüne Tomaten essen?

Unreife, grüne Tomaten sollten wegen des hohen Solaningehalts nicht gegessen werden. Handelt es sich jedoch um Tomatensorten, die auch im reifen Zustand eine schön grüne Farbe haben, können sie bedenkenlos verzehrt werden.

Saison und Anbau der Tomate

Tomaten sind prinzipiell ganzjährig erhältlich. Neben den Niederlanden sind auch Spanien, Marokko und Italien Hauptlieferanten. Bevorzugt man die Früchte allerdings aus der Region, so sind sie von April bis Oktober erhältlich. Ihre Hauptsaison geht von Mai bis September.

In Deutschland gedeihen die Tomaten in Gewächshäusern bei hohen Temperaturen mit starker Sonneneinstrahlung durch das Glasdach. Sie sind frostempfindlich und sehr anfällig für Pilzerkrankungen, wie etwa die Kraut- und Braunfäule, sollten sie nicht geschützt werden. Die Pflanzen können je nach Sorte bis zu 15 Meter in die Höhe wachsen und spätestens nach zwei Monaten geerntet werden.

Wer gerne selbst Tomaten anbauen möchte, sollte für einen windgeschützten, aber luftigen, überdachten und darüber hinaus sehr sonnigen Platz sorgen – am besten in einem eigenen kleinen Gewächshaus. Staunässe vertragen die Pflanzen nicht gut, dennoch sollte die nährstoffreiche Erde feucht gehalten werden. Die beste Zeit für das Einpflanzen ist Mitte Mai.

Tipps für den Verzehr und Kauf von Tomaten

Keine Sorge, falls du eine leicht grünliche oder hellrote Tomate erwischt hast. In der Regel reifen die Früchte auf der sonnigen Fensterbank schnell nach. Meist werden sie nämlich schon vor der Vollreife geerntet.

Eine Ausnahme bilden hier die Rispentomaten, die solange an der Pflanze hängen, bis sie vollständig ausgereift sind. Grundsätzlich sollte beim Kauf darauf geachtet werden, dass ihr Fruchtfleisch fest ist. Unreife Tomaten sowie ihre Stängel und Blätter, sollten möglichst nicht gegessen werden, da das darin enthaltene Solanin in hoher Dosis durchaus giftig sein kann. Sollte dennoch etwas davon verzehrt werden, so können starke Kopfschmerzen oder sogar Übelkeit auftreten.

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Entgegen der allgemeinen Meinung sollten Tomaten nicht im Kühlschrank gelagert werden. Die kalten Temperaturen verderben den Geschmack des Fruchtfleisches. Besser ist es, die Früchte zwischen zwölf und 18 Grad Celsius zu lagern. Je nach Sorte können genießbare Tomaten bis zu zwei Wochen haltbar bleiben. Wichtig ist es außerdem, dass sie nicht in der Nähe von anderem Obst und Gemüse lagern, da sie durch Ausscheiden des Gases Ethylen den Stoffwechsel, und somit die Reifung von Obst und Gemüse beschleunigen.

 

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Nährwerte

Tomaten sind mit ihrem hohen Gehalt an Vitamin C, Kalium und Folsäure eine echte Bereicherung für das Immunsystem. Sie können Herz-Kreislauf-Erkrankungenvorbeugen und den Gewebeaufbau sowie die Zellfunktion unterstützen. Sie bieten außerdem einen natürlichen Sonnenschutz, da ihre Schale eine hohe Menge an antioxidativenCarotinoiden beinhaltet, die zusätzlich einigen Krebsarten vorbeugen sollen.

Allerdings sollten Menschen, die unter Gicht leiden, die Früchte mit Vorsicht genießen. Diese können neben Alkohol, Meeresfrüchten und rotem Fleisch einen Gichtanfall provozieren. Aufgrund ihres niedrigen Gehalts an Kohlenhydraten eignet sich die wasserreiche Tomate auch gut für eine Low-Carb- und in Teilen sogar für eine ketogene Ernährung, die sehr kohlenhydratarm und fettreich ist.

Nährwerte: Tomaten (rot, roh) pro 100 Gramm

Kalorien19 kcal
Kohlenhydrate3,5 g
Zucker3,2 g
Ballaststoffe1 g
Eiweiß0,7 g
Fett0,1 g
Wasser95 %

 

Hier findest du leckere Rezepte mit Tomaten

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