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Paprika

Paprika

Egal ob rot, gelb oder grün – Paprika zählen zu den beliebtesten Gemüsesorten. Generell darf sie in kaum einer Küche der Welt fehlen. Wie sie wächst, wo sie herkommt und mehr erfährst du hier im REWE Lexikon.

Paprika gehört hierzulande zu den beliebtesten Gemüsesorten. Die knackigen Früchte sind problemlos und vielseitig zuzubereiten, ebenso bekömmlich wie extrem vitaminreich und ganzjährig verfügbar. Selbst im strengsten Winter muss kein Haushalt auf grüne, rote, gelbe, orangefarbene oder schwarze Paprika verzichten. Dieses Nachtschattengewächs wird überwiegend aus süd- und südosteuropäischen Ländern und den Niederlanden importiert. Paprika ist aber nicht gleich Paprika. Noch immer glauben viele, Paprika sei scharf und daraus etwas zu brutzeln, sei nur Freunden der Spezialitätenküche zumutbar. Weit gefehlt. Der hierzulande überwiegend verwendete Gemüsepaprika gehört zu den relativ milden Vertretern der lateinisch »Capsicum annuum« genannten Paprika. Wörtlich übersetzt hieße das »Beißbeere« und das aus gutem Grund: Beißend scharf nämlich ist das in den Trennwänden und Samenkernen enthaltene Alkaloid »Capsaicin«. Im Gemüsepaprika ist dieses hautreizende Mittel aber nur in geringer Konzentration enthalten.
Schärfer schmecken einige Sorten Gewürzpaprika, die wesentlich kleineren und spitzen Varianten, die getrocknet und zu Pulver zermahlen werden. Extrem scharf sind die nur anderthalb bis zwei Zentimeter langen, orangenroten bis gelblichen Chilies, aus denen der Cayennepfeffer gewonnen wird. Der Capsaicingehalt übertrifft den von Gemüsepaprika um das Zwanzigfache! Die einjährige Pflanze wird strauchartig gut einen halben Meter hoch. Im Unterglasanbau zieht man sie an Klimmpflanzen bis zu 2,50 Meter in die Höhe. Insgesamt gibt es an die 30 Paprikaarten. Bei Gemüsepaprika dominiert die stumpfe, fast vierkantige Form; verbreitet ist auch die etwas spitzere Form. Manche Sorten wechseln ihre Farbe mit zunehmendem Reifegrad von Grün in Gelb oder Rot. Es gibt aber auch Sorten, die von vorneherein gelb, orange oder rot sind.

Paprika Plantage

Woher kommt Paprika?

Ursprünglich kommt die Paprika aus Mittel- und Südamerika. Ausgrabungen in einem Tal bei Tehuacán in Mexiko bewiesen, dass Paprika schon um 7000 v. Chr. als Nutzpflanzen dienten. Damals handelte es sich jedoch noch um Wildformen der heutigen Paprikapflanze. Zwischen 5200 und 3400 v. Chr., so vermutet man, entstanden durch Selektion erste Zuchtformen. Die fünf heute noch angebauten Arten wurden schon vor der Entdeckung Amerikas durch einheimische Völker kultiviert. 

Erstmals schriftlich erwähnt wurde die Pflanzengattung auf der zweiten Fahrt von Christoph Kolumbus nach Amerika. Die Früchte wurden nach Europa mitgebracht und schon bald baute man erste Pflanzen in Spanien an.

Wie wächst Paprika?

Die Paprikapflanze liefert nicht nur hervorragendes Gemüse, sondern sieht auch ausgesprochen attraktiv aus. Daher ist es nicht verwunderlich, dass sie lange Zeit nur als Zierpflanze bekannt war. Geerntet werden die empfindlichen Schoten bis heute mit der Hand.

Alle Paprikasorten sind mehrjährige Pflanzen. Sie wachsen bei einem pH-Wert des Bodens zwischen 4,3 und 8,7, bevorzugen jedoch leicht saure bis neutrale Böden. Für optimales Wachstum sollten diese locker, sandig bis lehmig sein. Da Paprikapflanzen sehr kälteempfindlich sind, werden sie in Europa meist einjährig gezogen. Das bedeutet, dass die Keimung im Frühjahr passiert und die Fruchternte im selben Jahr stattfindet. Anschließend wird die Pflanze kompostiert. Sie mag Temperaturen um die 25 °C besonders gern.
Die Paprikafrucht wird im normalen Sprachgebrauch als Schote bezeichnet. Botanisch gesehen, handelt es sich jedoch um eine Beere. Sie kommt sehr formen- und farbenreich daher – von kugelig bis schmal-zylindrisch, von leuchtend rot bis grün. Je nach Sorte sind die Paprikafrüchte innerhalb von 50 bis 120 Tagen nach der Befruchtung ausgereift.

Paprikapflanze
Paprika in Kisten

Wo wird Paprika angebaut?

Paprika gedeiht in klimatisch günstigen Lagen im Freien, aber auch unter Glas auf einem Boden, dessen Düngung und Bewässerung sorgsam aufeinander abgestimmt sein müssen. Geerntet wird von Hand, anschließend wird nach Größe und Qualität sortiert und überwiegend beim Erzeuger verpackt. 
Exportiert wird vorwiegend nur Ware der Handelsklasse I, das heißt unbeschädigte, völlig gesunde, frische und feste, saubere Früchte mit Stiel. Sie müssen unter Berücksichtigung des Reifegrades sortentypisch geformt sein. Darüber hinaus gibt es inzwischen auch Paprika der Handelsklasse I »Super« mit noch schärferen Qualitätsanforderungen. Gut die Hälfte aller holländischen Paprika sind rote Früchte, gefolgt von den grünen und danach den gelben Paprika.  

Wann hat Paprika Saison?

Dank des ganzjährigen Angebots in unseren Supermärkten müssen wir zu keiner Zeit auf frische Paprika verzichten. Von April bis Oktober stammen diese größtenteils aus den Niederlanden. Zwischen November und März muss das Fruchtgemüse längere Wege zurücklegen, bis es in unseren Regalen landet: Die Ware wird aus Israel und von September bis Mai auch aus Spanien importiert.

aufgeschnittene Paprika

Welche Sorten gibt es?

Grün 

Grüne Paprikaschoten sind grundsätzlich unreif. In diesem Zustand sind sie besonders mild und knackig und haben einen leichten Bittergeschmack.

Gruene Paprika Dolma Rdk Gla Ais

Grüner Paprika und Paprika Dolma

Gelb

Die gelbe Farbe ist bei manchen Paprikapflanzen ein Zwischenreifestadium im Übergang von Grün zu Rot. Sie werden im Handel etwas seltener angeboten als die grünen und die roten Schoten und schmecken mild-süß.

Orangefarbene Gelbe Paprika Rdk Gla Ais

Orangefarbener und gelber Paprika

Rot

Rot färben sich die Schoten mit zunehmender Reife am Strauch. Sie schmecken meist etwas süßlicher. Der ebenfalls rote Tomatenpaprika stammt von einer anderen Sorte. Er ist etwas schärfer und süßlicher als Gemüsepaprika und wird vor allem in der Konservenindustrie zu Paprikamark und zu den beliebten Garnierstreifen verarbeitet.

Rote Tomatenpaprika Rdk Gla Ais

Rote Paprika und Tomatenpaprika 

Schwarz

Schwarze Schoten gelten sozusagen als der letzte Schrei. Durch einen besonderen Anbau färbt sich die Schote tiefgrünschwarz. Allerdings hellt die Farbe beim Garen wieder auf. Daneben gibt es inzwischen auch andere Züchtungen im Handel, z. B. orangefarbene Paprikaschoten aus Holland oder die kleinen hellgrünen Dolma-Paprika aus der Türkei. Gemüsepaprika wird in den Güteklassen I und II und nach Größe sortiert angeboten. In jedem Fall müssen die Schoten eine feste, glatte und glänzende Haut besitzen und dürfen höchstens am Stielende ein paar Runzeln zeigen. Bei der Zubereitung müssen die Schoten abgeschnitten oder entdeckelt werden, um die Samen und die hellen Aderstränge zu entfernen. Die Schoten können roh, gekocht oder gedünstet, gefüllt und geschmort oder gegrillt verzehrt werden.

Capia Spanisch Mini Paprika Rdk Gla Ail

Paprika Capia, Spanischer Gemüsepaprika und Mini-Paprika

Welche Nährwerte hat Paprika?

Nährwert pro 100 g rote Paprika
Kalorien 37 kcal
Kohlenhydrate 6 g
Eiweiß 1 g
Fett 0 g
Ballaststoffe 3,6 g

 

Wie gesund ist Paprika?

Paprika gehört zu den Vitamin-C-Riesen: Kein anderes Gemüse kommt auch nur annähernd an diesen Gehalt ran. Entdeckt hatte den Vitamin-C-Reichtum von Paprika 1936 der ungarische Nobelpreisträger Prof. Dr. Szent-Györgyi von der Szegediner Universität. Er fand heraus, dass 100 Gramm grüne frische Schoten 175 mg Vitamin C enthalten, gelbe Schoten 250 mg und rote sich mit 340 mg gar als ausgemachte Vitamin-Riesen erweisen. Vergleichsweise enthält roher Grünkohl als zweitplatzierter dieser Hitliste knapp 90 mg. Neuesten Forschungen zufolge gilt international folgender durchschnittlicher Vitamin-C-Gehalt:

  • grüner Paprika: 125 mg
  • roter Paprika: 250 mg

Um möglichst viele Vitamine aufzunehmen, solltest du das Gemüse unbedingt roh, also z. B. als Salat, essen. Denn Vitamin C ist äußerst hitzeempfindlich und geht beim Schmoren bzw. Garen zum Teil verloren. 

Nicht nur Paprika – auch zahlreiche andere leckere Gemüsesorten kannst du dir ganz bequem und einfach vom REWE Lieferservice bis vor die Haustür bringen lassen.

Worauf muss man beim Paprika-Einkauf achten?

Frische Paprika haben das beste Aroma. Du erkennst sie an der prallen, festen und glatten Haut. Ist die Schale bereits runzelig oder weist sie sogar faulige Stellen auf, solltest du lieber die Finger davon lassen.

Gazpacho Rdk Rds Hd

Wie lange ist Paprika haltbar?

Einwandfreie, frische Paprika kannst du bei der richtigen Lagerung meist eine gute Woche aufbewahren. Wenn du merkst, dass die Schoten langsam beginnen weich und runzelig zu werden, kannst du die Paprika auch zu Antipasti verarbeiten, eine Pastasoße daraus kochen oder die würzige Paste Ajvar aus ihnen zubereiten. 

Wie lagert man Paprika

Wie schon erwähnt, stammt die Paprika ursprünglich aus wärmeren Gebieten. Dementsprechend sollte sie im Gegensatz zu vielen anderen Gemüsesorten auch nicht unbedingt im Kühlschrank gelagert werden. Optimal ist eine Temperatur von 8-10 °C. Außerdem mag die Paprika es gern dunkel. Ein Kellerraum oder ein ungeheizter Abstellraum liefern gute Bedingungen, um die Schoten möglichst lange frisch zu halten.

Die besten Paprika Rezepte

Noch mehr leckere Rezepte mit Paprika findest du hier.

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