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Die Gurke -Lexikon

Gurken

Die Gurke ist ein vielfältiges Gemüse, das in der Küche nicht fehlen sollte: Als Salat, als Snack oder eingelegt entfaltet sie ihren besonders frischen Geschmack. Manchmal, besonders in klassischen Hollywoodfilmen, sieht man Gurkenscheiben auch als Augenmaske oder über das gesamte Gesicht verteilt. Warum eigentlich? Ein Tipp: Das ist auf ihren sehr hohen Wasseranteil zurückzuführen. Erfahre hier mehr über die Gurke, ihre Verwendungsmöglichkeiten und seit wann sie Gerichten den nötigen Frischekick verleiht:

Woher kommt die Gurke?

Die Gurke – unter Botanikern als Cucumis sativus bekannt – gehört zur Familie der Kürbisgewächse. Da sie aus den bestäubten Blüten heranwächst, ist die Gurke eine Frucht und gehört somit zur Kategorie Fruchtgemüse. Bei der Frucht handelt es sich wiederum um eine Beere, da ihr Fruchtfleisch viele kleine Samen enthält. Ihre Herkunft wird in Indien vermutet, wo sie bereits vor über 3.000 Jahren kultiviert wurde. Nach und nach verbreitete sie sich über den Irak und dem Mittelmeer und wird als kältetoleranteste Pflanze der Kürbisgewächse auch in Nordeuropa in Gewächshäusern angebaut. Die weltweit größten Produzenten sind allerdings China, Iran, die Türkei, Russland und die USA. Europaweit liegen Spanien, Polen und die Niederlande weit vorne.

Der Begriff „Gurke“ existiert in Deutschland seit dem 16. Jahrhundert, doch nicht jede deutschsprachige Person hat ihn damals benutzt: Während Nord-, Ost- und Mitteldeutschland auf das Wort Gurke setzten, bezeichneten die Menschen in Süd- und Westdeutschland das grüne Gemüse als Guckummer, Kukumer oder Gummer. Ost-Bayern teilte sich mit Österreich den Begriff Umurken, Schweizer nutzten Guggummere.

Saison und Anbau von Gurken

Gurkenliebhaber haben Glück: Ihr liebstes Fruchtgemüse ist das ganze Jahr über erhältlich. Wer regionale Gurken schätzt, kann sich auf die Zeit vom Mai bis September auf die besonders aromatischen Landgurken freuen. Ansonsten füllen solche aus der Mittelmeerregion oder aus dem Gewächshaus die Regale im Supermarkt. Die wärmeliebende und frostempfindliche Gurke wächst als einjährige Pflanze zunächst am Boden, bevor sie emporklettert und ihre Triebe bis zu vier Meter lang wachsen lässt. Je nach Saatgut, Pflanzen und Früchten entstehen unterschiedliche Gurkensorten.

Salatgurken oder Schlangengurken

Es handelt sich bei diesen langen und etwas krummen Vertretern um die Sorte, die am häufigsten angebaut wird – vorrangig in beheizbaren Gewächshäusern. Das glattschalige und stachellose Fruchtgemüse kann allerdings in den Sommermonaten auch auf dem Freiland wachsen und ist dementsprechend als Landgurke im Handel zu finden. Seltener ist die Gewächshausgurke. Diese Gurken schmecken frisch am besten, beispielsweise im Salat. Es spricht allerdings auch nichts dagegen, sie in Essig einzulegen, wenn man hierfür nicht extra Einlegegurken kaufen möchte.

 

Einlegegurken

Die vom Freiland kommenden kleinen Einlegegurken werden in Essigsud konserviert. Unter den Einlegegurken findet man sowohl stachelige als auch glatte Exemplare, die in unreifem Zustand geerntet und je nach Größe konserviert werden. Die kleinsten Gurken werden als Cornichons oder Gewürzgurken zubereitet. Ansonsten entfalten sie auch in Zucker, Salz oder Pfeffer ihren besonderen Geschmack.

Schälgurken

Sobald die dicken, aber kleinen und wasserärmeren Gurken vollgereift sind und eine gelblich-grüne Farbe angenommen haben, werden sie auf dem Freiland geerntet. Solche Schälgurken sind besonders gut für die Verarbeitung zu Senfgurken geeignet. Dafür werden sie, wie ihr Name bereits verrät, geschält. Dies geschieht, da sie eine unverdaulich dicke und lederartige Haut haben. Dann werden sie entkernt und in mundgerechte Würfel geschnitten. Mit Senfkörnern eingelegt, entfalten sie ihr süß-säuerliches Aroma. Bekannt für diese Sorte sind auch Schmorgurken, die gekocht auf dem Teller neben Fisch, Fleisch oder neben Gemüse landen.

Eine ganze und eine angeschnittene Gurke

Tipps zu Kauf, Lagerung und Verzehr

Gurken sollten fest sein, sich nicht biegen lassen und keine Dellen oder gelben Flecken aufweisen. Im Kühlschrank sind sie fehl am Platz, da sie kälteempfindlich und im Gemüsefach dementsprechend nur bis zu vier Tagen haltbar sind. Am wohlsten fühlen sich Gurken im Dunkeln bei einer Temperatur zwischen zehn und fünfzehn Grad – Keller oder Speisekammer sind dafür ideal. Wer sie direkt am Tag des Kaufs essen möchte, kann sie beruhigt auf den Küchentresen legen. Zur längeren Lagerung ist das Einfrieren keine Option, da sie beim Auftauen matschig und so ungenießbar werden. Das Einlegen in Essig  eignet sich am besten. Vor dem Verzehr sollten Salatgurken lediglich gewaschen werden, da ihre Schale mitgegessen werden kann.

Nährwerte von Gurken

Mit ihrem Wasserreichtum können Gurken den Wasserhaushalt des menschlichen Körpers positiv beeinflussen. Sie versorgen auch die Haut reichhaltig mit Feuchtigkeit und können als Kühlung entspannen – einfach Gurkenscheiben auf das Gesicht legen! Und wenn sie Wasser zuführen können, können sie es genauso auch abführen: Bei Wassereinlagerungen nach langem Sitzen oder Stehen können Gurken überflüssige Feuchtigkeit wieder absondern.

Aufgrund ihrer enthaltenen Antioxidantien unterstützen sie den Körper zudem dabei, schädliche freie Radikale zu blockieren und so das Risiko bestimmter Erkrankungen zu verringern. Die Bitterstoffe in der Gurke können die Verdauung anregen und fördern. Allerdings ist hier Vorsicht geboten: Gerade die schwerer verdauliche Schale sollte gründlich gekaut werden. Selbstverständlich ist es auch möglich, sie abzuschälen. Jedoch gehen dann besonders viele Vitamine und Mineralstoffe verloren, die gerade wichtig für die Stärkung der Abwehrkräfte und für Muskeln, Nerven und Knochen sind. Das entzündungshemmende Fisetin kann zu einer Steigerung der Gedächtnisleistung beitragen.

NährwertePro 100 Gramm Gurke
Kalorien12 kcal
Kohlenhydrate1,8 g
Ballaststoffe0,5 g
Eiweiß0,6 g
Fett0,2 g
Wasser95 g

 

Die besten Rezepte mit Gurke

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