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Zierkürbisse – farbenfrohe Herbstdekoration und mehr

Zierkürbisse.

Farbenfroh und in verschiedenen, teils bizarren Formen verschönern sie den Herbst: die eigens für Dekorationszwecke gezüchteten Zierkürbisse. Die meisten der im Handel erhältlichen Sorten sind giftig und deshalb nicht zum Verzehr geeignet. Einige wenige Arten sind jedoch essbar und eignen sich zur Verwendung in der Küche. Wie du genießbare von ungenießbaren Sorten unterscheidest und wie du Zierkürbisse zubereiten kannst, erfährst du hier.

Was sind Zierkürbisse?

Zierkürbisse gehören – wie Speisekürbisse– zur Gattung der Gartenkürbisse (Cucurbita pepo). Sie sind meist deutlich kleiner als Speisekürbisse, wie z. B. Hokkaido oder Butternut, haben weniger Fruchtfleisch, eine harte Schale und ein auffälliges Äußeres. Neben ihrer Schale, die ein- oder mehrfarbig sein kann und oft gerippt oder mit warzenartigen Auswüchsen bedeckt ist, bilden Zierkürbisse teils bizarre Formen aus, wie z. B. der Kronen- oder Flaschenkürbis oder die turbanartige Bischofsmütze. Das ist auch so gewollt, denn Zierkürbisse werden zu Dekorationszwecken gezüchtet und sind im Herbst als Tischdeko beliebt.

Was sie noch von Speisekürbissen unterscheidet, ist der Umstand, dass ein Großteil von ihnen giftige Bitterstoffe, die sogenannten Cucurbitacine, enthält. Diese können in größeren Mengen Übelkeit, Magenkrämpfe und Durchfall verursachen – und schlimmstenfalls zum Tod führen. Es gibt jedoch einige wenige essbare Zierkürbisse, die im Handel unter dieser Bezeichnung angeboten werden. Da mitunter aber auch optisch ansprechende Speisekürbisse als Zierkürbisse deklariert sind, ist es auf den ersten Blick gar nicht so einfach, ein essbares von einem ungenießbaren Exemplar zu unterscheiden.

Gut zu wissen

Woran erkenne ich, ob ein Zierkürbis essbar oder giftig ist?

Wenn du den Zierkürbis aufschneidest, haben giftige Exemplare sehr wenig und hartes Fruchtfleisch, das aufgrund der enthaltenen Bitterstoffe unangenehm herb riecht. Ob der Zierkürbis toxisch ist, kannst du mittels einer Geschmacksprobe herausfinden. Probiere ein kleines Stück Fruchtfleisch vom rohen Zierkürbis, das du anschließend wieder ausspuckst. Schmeckt es bitter, kannst du davon ausgehen, dass es reichlich toxische Cucurbitacine enthält. Wichtig ist, dass du den Test an rohem Kürbisfleisch durchführst. Beim Kochen verlieren die Bitterstoffe nämlich ihren bitteren Geschmack, die giftigen Inhaltsstoffe bleiben jedoch erhalten.

Herkunft und Geschichte von Zierkürbissen

Kürbisse zählen mit zu den ältesten Nutzpflanzen der Menschheit. Sie stammen aus Mittel-und Südamerika sowie dem südlichen Nordamerika und werden bereits seit 10.000 v. Chr. angebaut, wie Funde von Kürbissamen beweisen. Gartenkürbisse, zu denen auch die Zierkürbisse gehören, gelangten erst im 15. Jahrhundert durch die Seefahrt nach Europa. Heute werden Kürbisse weltweit in allen warmen Ländern angebaut, der größte Produzent ist China.

Anbau von Zierkürbissen

Zierkürbisse sind einjährige Rankpflanzen, die es sonnig bis halbschattig mögen. Sie brauchen viel Platz und gedeihen gut in feuchter, humushaltiger Erde. Die Früchte werden aus Samen gezogen, deren Aussaat im Juli erfolgt. In Innenräumen können Zierkürbisse schon ab dem Frühjahr gezogen werden, bevor die Jungpflanze ab Mitte Mai nach draußen versetzt wird. Die Erde ist dabei gleichmäßig feucht zu halten. Die Erntezeit für Zierkürbisse beginnt im August und geht bis Ende September. Klingen die Früchte hohl, wenn man auf sie klopft, sind sie erntereif.

Fun Fact

Aus botanischer Sicht sind Kürbisse Früchte, weil sie im Inneren Kerne haben. Weil die Kürbispflanzen einjährig sind, zählt man sie aber dennoch zum Gemüse. Wegen dieser nicht eindeutigen Klassifizierung werden Kürbisse auch Fruchtgemüse genannt, ähnlich wie Melonen und Gurken.

Welche Zierkürbissorten gibt es?

Weltweit existieren rund 800 Kürbissorten, von denen etwa 200 zum Verzehr geeignet sind. Der Großteil der im Handel erhältlichen Zierkürbisse ist nicht zum Verzehr geeignet. Zu den bekanntesten reinen Zierkürbissen zählen:

  • Autumn Wings: Unter den Zierkürbissen ist diese eine der beliebtesten Sorten. Die gelben oder grünen Früchte wachsen in kuriosen Formen und bilden flügelartige Auswüchse.
  • Flaschenkürbis: Der Flaschenkürbis bildet flaschenähnliche hell- bis dunkelgrüne Früchte aus, die sich nicht nur zur Dekoration eignen. Aus seinem Hohlkörper werden Gefäße geschnitzt oder Musikinstrumente gebaut.
  • Stars and Stripes: Diese Zierkürbisart bildet robuste sternförmige Früchte aus, die ihr den Namen verleiht.
  • Shenot Crowns: Diese Mischung zeichnet sich durch kronenförmige Früchte in Farbnuancen von Weiß über Gelb/Orange bis Grün aus. Shenot Crowns kommen mit und ohne Streifen vor.
  • Dancing Gourd: Mit 3 bis 6 cm Größe ist der Dancing Gourd der weltweit kleinste Zierkürbis. Seine dunkelgrünen gestreiften Früchte werden gerne in der Floristik verwendet.

Neben diesen giftigen Zierkürbisarten sind einige wenige Sorten essbar:

  • Jack be Little: Dieser Mini-Kürbis wird zwischen 8 bis 10 cm groß und hat eine orangefarbene Schale. Er hat einen süßlichen Geschmack mit einer Note von Esskastanien.
  • Baby Boo: Baby Boo ist ein weißer Zierkürbis und das helle Pendant zu Jack be Little. Sein saftiges Fruchtfleisch ist umhüllt von einer weißen Schale und schmeckt mild.
  • Spaghetti-Kürbis: Mit seiner cremefarbenen Schale eignet sich der ovale Kürbis sowohl zur Dekoration als auch zum Verzehr. Typisch für ihn ist das hellgelbe Fruchtfleisch, dessen Fasern an Spaghetti erinnern und einen nussigen Geschmack hat.
  • Black Warted Portuguese: Diese alte Landsorte aus Portugal zeichnet sich durch ihr dunkelgrünes, beinahe schwarzes Fruchtfleisch aus, das gerippt und mit dicken Warzen besetzt ist. Trotz ihres martialischen Aussehens enthält die Kürbisart keine Bitterstoffe und eignet sich somit zum Verzehr.
  • Patisson-Kürbis: Aufgrund ihrer flachen, runden Form mit gewelltem Rand wird diese Speisekürbissorte auch Ufo-Kürbis genannt und im Handel als Zierkürbis angeboten. Patisson-Kürbisse sind meist weiß, können jedoch auch eine gelbe oder hellgrüne Farbe oder Streifen haben. Im jungen Stadium kann der Patisson-Kürbis mit Schale verzehrt werden. Er schmeckt relativ neutral, ähnlich wie Zucchini.
  • Bischofsmütze: Eine Sonderstellung unter den essbaren Zierkürbissen nimmt die Bischofsmütze ein. Ihre flach-runde Form mit der abgesetzten Wulst in der Mitte brachte ihr den Beinamen Turbankürbis ein. Ursprünglich war die Bischofsmütze ein reiner Zierkürbis mit Bitterstoffen in Schale und Fruchtfleisch. Züchtern gelang es jedoch, die Cucurbitacine aus dem Fruchtfleisch herauszuzüchten. Deshalb ist der dekorative Kürbis heute essbar, wenn man die giftige Schale und die Kerne entfernt. Er schmeckt süßlich-nussig.

Nährstoffe: Wie gesund sind Zierkürbisse?

Die essbaren Zierkürbissorten sind von den Nährwerten in etwa mit Speisekürbissen vergleichbar. Mit nur 16 kcal pro 100 g sind Kürbisse kalorienarm. Sie enthalten kaum Kohlenhydrate,Eiweiß und Fett.

Sie stecken jedoch voller Vitamine und Mineralstoffe. Kürbis enthält Vitamin C sowie einige Vitamine des B-Komplexes: Vitamine B1, B2 und B3.

Auch der Mineralstoffgehalt von Kürbissen kann sich sehen lassen. Das Fruchtgemüse enthält große Mengen an Kalium, Calcium sowie das Spurenelement Eisen.

Nährwerte pro 100 g Kürbis

Nährstoff 

Nährwerte pro 100g 

Energie 

16kcal 

Kohlenhydrate 

2,2 g 

Eiweiß 

0,5g 

Fett 

0,2g 

Calcium 

18 mg 

Eisen 

0,2 mg 

Kalium 

140 mg 

Magnesium 

10 mg 

Vitamin B1 

0,08 mg 

Vitamin B2 

0,07 mg 

Vitamin B6 

0,03 mg 

Vitamin C 

11 mg 

Lagerung und Haltbarkeit von Zierkürbissen

Werden Zierkürbisse kühl und trocken gelagert, sind sie mehrere Monate haltbar. Möchtest du essbare Zierkürbisse einfrieren, solltest du vorher Schale und Kerne entfernen und sie in mundgerechte Stücke schneiden. Du kannst auch ein Mus kochen, das du abgekühlt in einen luftdichten Behälter füllst. Im Gefrierschrank halten sich die so vorbereiteten Zierkürbisse etwa sechs Monate.

Wenn du sie nur zu Dekorationszwecken verwenden und nicht essen möchtest, kannst du die Haltbarkeit von Zierkürbissen verlängern, indem du sie mit Haarspray einsprühst. Das verhindert ein Schimmeln des Fruchtgemüses. Das Einreiben mit Bienen- oder Bohnerwachs hat denselben Effekt.

Zubereitung von Zierkürbissen

Der Großteil der Zierkürbisse eignet sich nur fürdekorative Zwecke und nicht zur Verwendung in der Küche. Das liegt zum einen daran, dass Zierkürbisse im Vergleich zu Speisekürbissen viel weniger Fruchtfleisch besitzen, zum anderen, dass die in ihnen enthaltenen Bitterstoffe Magenkrämpfe und Übelkeit hervorrufen können. Die essbaren Zierkürbissorten, wie z. B. Bischofsmütze oder Spaghetti-Kürbis, kannst du jedoch wie Speisekürbisse zubereiten.

Mit ihrem süßlichen, leicht nussigen Geschmack eignen sich Zierkürbisse für Kürbissuppe oder Püree. Zierkürbisse geben – gekocht oder im Ofen gebacken – auch eine gute Gemüsebeilage zu Hauptgerichten ab. Während du die Bischofsmütze vor der Verwendung schälen solltest, da die Schale giftige Bitterstoffe enthält, kannst du Spaghetti-Kürbisim Ganzen verwenden.

Köstliche Rezepte mit Kürbis

Kürbis Hummus
  • Laktosefrei
  • Vegetarisch
  • Vegan
45min
Einfach
Pikantes Kürbis-Curry
1 Zutat im Angebot
  • Laktosefrei
  • Vegetarisch
  • Vegan
40min
Einfach
Klassische Kürbissuppe
1 Zutat im Angebot
  • Vegetarisch
40min
Einfach
Kürbispüree aus dem Ofen
  • Vegetarisch
  • Glutenfrei
  • Low Carb
1h 5min
Einfach