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Melone

Melone

Melonen sind streng botanisch gesehen kein Obst, sondern zählen wie alle anderen einjährigen Pflanzen zum Gemüse. Trotzdem können sie als Früchte bezeichnet werden, und da der Verbraucher kein Botaniker ist, werden sie hier auch als solche aufgeführt. Es gibt inzwischen unzählige Melonensorten auf dem deutschen Markt, sie alle gehören aber zu zwei Hauptsorten.

Woher kommen Melonen?

Botaniker gehen davon aus, dass die meisten Melonenarten ursprünglich aus Afrika kommen. So gilt die Tsamma-Melone beispielsweise als Urform der verschiedenen Wassermelonensorten, mit denen wir uns heutzutage so gerne im Sommer erfrischen. Auch heute noch kommt diese in West- und Zentralafrika als Wildpflanze vor. 
Damals schätzte man jedoch nicht das Fruchtfleisch, sondern nutze die Samenkerne als Basis für Mehl und Öl auf Schiffen. So fanden die Früchte auch in Überseegebeiten Ausbreitung.

Wie wachsen Melonen?

Alle Melonenarten zählen botanisch gesehen zur Familie der Kürbisgewächse. Nach der Fruchtreife sterben alle Pflanzenteile komplett ab und die Pflanze wächst in der folgenden Saison ganz neu aus dem Samen heraus.

Wo werden Melonen angebaut?

Wassermelonen stammen hierzulande meist aus europäischen Anbaugebieten in Spanien, Ungarn, Italien und der Türkei. Zuckermelonen sind in Südfrankreich stark verbreitet, Honigmelonen erfordern einen großflächigen Anbau und werden auf den Kanarischen Inseln angepflanzt.

Melonen sind nicht ganz billig – zumindest außerhalb der Hauptsaison. Insofern ist auch der Preis hier und da erklärungsbedürftig. Dies sind die Gründe: Melonen müssen jedes Jahr neu und auf anderem Boden gepflanzt werden. Ihre Empfindlichkeit lässt Maschinenarbeit auch bei der Ernte nicht zu. Sie müssen zudem weite Transportwege in besonders gesicherten Verpackungen zurücklegen, damit sie auch unbeschädigt, frisch, reif und somit attraktiv beim Handel ankommen.

Die unterschiedlichen Erntezeiten vergrößern zwar die Angebotsfrist, doch hierzulande mögen Verbraucher die erfrischende Früchte am liebsten während der warmen Jahreszeit.

Wann haben Melonen Saison?

Bei uns im Handel gibt es sie in der Regel von Juni bis September. Wassermelonen gibt es meist auch wirklich nur in diesen warmen Monaten, manche andere Sorten bekommst du mit etwas Glück sogar im Winter.

Welche Sorten gibt es?

Wassermelonen

Wassermelone Rdk Gla Aim

Die schweren Wassermelonen können von allen anderen Sorten am leichtesten unterschieden werden: Die Schale ist glatt, dunkelgrün, manchmal aber auch weiß gesprenkelt. Das Fruchtfleisch ist rot und mit gut 90 Prozent Anteil sehr wasserhaltig. Ihr Geschmack ist mild-süßlich. Deswegen eignet sich die Wassermelone auch als Durstlöscher.

Zuckermelonen

Honigmelone Rdk Gla Aim

Honigmelone

Charentais Rdk Gla Aim

Charentais

Galia Rdk Gla Aim

Galia

Alle anderen Melonensorten gehören zur großen Familie der Zuckermelonen. Die drei Hauptgruppen tragen die Vornamen Honig-, Netz- und Cantalupe-Melone.

  • Unter den süßen Sorten sind Honigmelonen am bekanntesten. Es gibt zwar auch grüne Sorten, doch meist sind sie zitronen- bis honiggelb und in der Form eher länglich-oval. Bei den grünen Sorten sind frühe Arten glatter, späte etwas gefurcht. Reife Früchte duften aromatisch und erinnern an Ananas. Je nach Sorte ist das Fruchtfleisch unterschiedlich gefärbt, aber immer sehr süß und trotzdem mit harmonischem Aroma. Honigmelonen haben es in sich: Neben Vitamin C und Vitamin A enthalten 100 Gramm Fruchtfleisch nur 27 Kalorien, absolut kein Fett, dafür Kalzium, Eisen und viele weitere wichtige Spurenelemente und Mineralien sowie sehr wertvolle Fruchtsäuren und Fermente.
  • Weiß bis hellbraun, wie mit einem Korknetz überzogen – das ist die bekannte Netzmelone. Das Fruchtfleisch ähnelt oft der Farbe der Aprikose. Die meisten vollreifen Netzmelonen schmecken außerordentlich würzig. Eine interessante Variante der Netzmelone ist die rundliche »Galia«. Ihre Schale ist grüngelb, das Fruchtfleisch ist grün bis aprikosenfarbig und schmeckt ausgesprochen würzig.
  • Als wertvollste, aber auch empfindlichste unter allen Zuckermelonen gilt die Cantaloupe-Melone, auch »Königin der Melonen« genannt. Die runden, oft abgeplatteten Früchte sind deutlich gerippt und in der Mehrzahl grüngelb gefärbt. Das Fruchtfleisch der Kantalupe ist saftig und schmeckt sehr fruchtig.
  • Ogenmelonen werden erst seit wenigen Jahren auf dem deutschen Markt angeboten. Die fußballgroßen Früchte sind eine Kreuzung aus Netzmelone und Cantaloupe-Melone. Ihre Schale schimmert olivgrün und ist gefleckt mit hellen Streifen.

Welche Nährwerte haben Melonen?

Nährstoff pro 100 g Wassermelone 
Energie37 kcal
Kohlenhydrate8 g
Eiweiß1 g
Fett0 g

 

Worauf muss man beim Melonen Einkauf achten?

Nur wirklich reife Melonen sind ein aromatischer und fruchtiger Genuss. Deshalb beim Kauf auf einen intensiven Duft achten. Ruhig die Melone dazu kurz an die Nase halten. Auch Risse um den Stiel oder ein leicht geschrumpfter Stiel sind Zeichen für die richtige Reife. Reif ist sie auch, wenn sie einem leichten Druck auf der dem Stiel gegenüber liegenden Seite nachgibt.

Wie lagert man Melonen?

Melonen bleiben besonders lange frisch, wenn sie im Kühlschrank aufbewahrt werden. Schnittflächen solltest du immer mit etwas Frischhaltefolie abdecken oder die Frucht mit der Schnittfläche nach unten auf einen Teller legen. So trocknet sie nicht aus und bleibt wunderbar saftig.

Wie lange sind Melonen haltbar?

Ganze Melonen können mehrere Tage im Kühlschrank aufbewahrt werden. Sind sie angeschnitten, solltest du sie in den nächsten 2-3 Tagen verzehren.

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