Veganer Kuchen: Die besten Rezepte, Zutaten & Tipps
Backen ohne Eier, Milch und Butter? Das klappt dank unserer köstlich-kreativen Ideen ganz ohne Verzicht. Und mit unserer cleveren Tauschtabelle kannst du spielend leicht jedes deiner Lieblings-Backrezepte auf vegan drehen.
Saftiger veganer Kuchen: So geht’s
H2: Saftiger veganer Kuchen: So geht’s
In klassischen Backrezepten sorgen Ei, Butter und Milch für die richtige Konsistenz und machen den Kuchen wunderbar saftig. Für Cremes und Füllungen werden häufig Schlagsahne, Quark, Joghurt oder Gelatine verwendet. Wer auf tierische Produkte verzichten möchte, findet in der pflanzlichen Küche zum Glück für jedes tierische Lebensmittel die passende Alternative:
Tauschübersicht für vegane Kuchen
- Eier: Apfelmus (ca. 60 g = 1 Ei); reife Banane (½ Banane = 1 Ei); Sojajoghurt (60 g pro Ei); Leinsamen-Ei (1 EL Leinsamen + 3 EL Wasser aufquellen lassen)
- Milch: Pflanzendrinks: z.B. Hafer-, Soja-, Mandel-, Reis- oder Kokosdrink
- Butter: Margarine (vegan); Pflanzenöl (z. B. Raps- oder Sonnenblumenöl); Nussmus (z. B. Mandelmus oder Tahin), Kokosöl
- Sahne: Pflanzliche Schlagcreme (Soja-, Hafer- oder Kokosbasis); Kokoscreme; feste Kokosmilch/Kokoscreme
- Joghurt: Pflanzliche Joghurtalternative (z. B. Soja-, Kokos- oder Haferjoghurt)
- Quark: Veganer Quarkersatz (z. B. auf Soja- oder Mandelbasis)
- Gelatine: Agar-Agar; Pektin
- Buttermilch: Pflanzendrink + 1 EL Apfelessig oder Zitronensaft (kurz stehen lassen)
Top 5-Tipps für die vegane Backstube
- Backtriebkraft verbessern
Bananen, Apfelmus und Co. als Alternative zu Hühnerei machen Kuchen und Torten schön saftig, allerdings nicht so fluffig. Hier kannst du zusätzlich mit etwas Natron oder Backpulver im Teig nachhelfen. - Eischnee ersetzen
Als veganer Eiweiß-Ersatz eignet sich Aquafaba. Dabei handelt es sich um das Einweichwasser von Kichererbsen aus der Dose, das sich gut steif schlagen und zu pflanzlichem Baiser verarbeiten lässt. Wichtig zu wissen: Am besten wird die Flüssigkeit zunächst noch etwas eingekocht und anschließend gut gekühlt aufgeschlagen. Es gibt aber auch bereits vorbereitetes Aquafaba aus der Packung im Supermarkt zu kaufen. - Geschmack abstimmen
Bananen und Kokosprodukte bringen einen relativ starken Eigengeschmack mit, der nicht zu jedem Gebäck passt. Sehr lecker sind diese Aromen in Kombi mit Schokolade oder Nuss. Soll eine andere Frucht den geschmacklichen Ton angeben – etwa in einem saftig-süßen Erdbeerkuchen – sind neutralere Ersatzlebensmittel vorteilhafter. - Das Auge nascht mit
Um die appetitliche sattgelbe Farbe zu imitieren, die Ei in Kuchenteigen erzeugt, kannst du eine Prise Kurkuma untermixen. - Anweisungen genau lesen
Nicht alle veganen Alternativen für Schlagsahne lassen sich gut steif schlagen. Achte auf die Angaben auf der Verpackung – auch bezüglich der Verarbeitung: Manche Produkte können bei Raumtemperatur gelagert und verarbeitet werden, andere bekommen nur ausreichend Stand, wenn sie aus der Kühlung kommen. Ähnlich verhält es sich bei Gelatine-Alternativen wie Agar Agar. Da die Produktzusammensetzung individuell ist, solltest du dich immer genau an die Zubereitungsanweisung des jeweiligen Herstellers halten.
Kuchenklassiker vegan serviert
Cheesecake, kalter Hund und Marmorkuchen … all diese traditionellen Kuchenrezepte gelingen auch vegan – und schmecken „ohne“ genauso gut wie früher!
- Veganer Schokokuchen: Herber Backkakao und vegane Zartbitterschokolade machen den Klassiker aus der Springform zum Dahinschmelzen lecker.
Tipp: Auch bei dunkler Schokolade mit hohem Kakaoanteil die Zutatenliste checken, da manchmal Milchbestandteile verwendet werden. - Veganer Käsekuchen : Für eine schöne Cremigkeit sorgen Sojajoghurt und Vanillepuddingpulver. Der knusprige Mürbeteig gelingt mit veganer Margarine so unwiderstehlich wie das buttrige Original.
Tipp: Laut EU-Recht darf Margarine bis zu 3% Milchfett enthalten. Auch hier ist eine Zutaten-Check ratsam. Beispielsweise können sich hinter der E-Nummer E471 Speisefettsäuren tierischen Ursprungs verbergen. - Veganer Kalter Hund : Der Kindheitsliebling wird traditionell mit Kokosfett gebacken – und das ist rein pflanzlich. Zur Vegan-Falle können hier die Butterkekse werden, mit denen die Schoko-Masse in die Kastenform geschichtet wird. Hier solltest du eine pflanzliche Alternative kaufen.
Tipp: Du kannst für kalten Hund sowohl vegane Schokolade als auch Kuvertüre verwenden. - Veganer Apfelkuchen : Unten fluffig, oben fruchtig! Der vegane Kuchen mit Äpfeln schmeckt dank feinem Rührteig mit Zimt und Sojadrink, getoppt mit großen Apfelstücken, köstlich bis zum letzten Krümel.
Tipp: Am besten eignen sich säuerliche Äpfel, z.B. Boskop oder Jonagold. - Maulwurfkuchen rein pflanzlich: Der Klassiker für Kindergeburtstage macht optisch richtig was her, gelingt aber ganz leicht.
So wird’s gemacht: Für ca. 12 Stücke 500 g Mehl, 50 g Kakaopulver, 200 g Zucker, 1 Päckchen Backpulver und 1 Prise Salzmischen. 300 ml Mineralwasser mit Kohlensäure, 200 ml Pflanzendrink und 150 ml neutrales Öl verrühren. Kurz, aber gründlich unter die trockenen Zutaten rühren. Teig in eine Springform (ca. 26 cm Durchmesser) füllen und im vorgeheizten Ofen (E-Herd: 200 °C) ca. 1 Stunde backen. Aus dem Ofen nehmen und auskühlen lassen. Für die Füllung 400 ml pflanzlichen Sahneersatz zum Aufschlagen mit 1 Päckchen Sahnefestiger und 1 Päckchen Vanillezucker steif schlagen. 100 g gehackte Zartbitterschokolade unterheben. Kalt stellen. Vom Kuchen einen Deckel abschneiden und zerbröseln. 4 Bananen schälen, längs halbieren und auf den Teigboden legen. Sahnefüllung kuppelartig auf den Teig geben. Mit Kuchenkrümeln bedecken und bis zum Servieren kalt stellen. - Veganer Marmorkuchen : Der hübsch gemusterte Hingucker darf bei den klassischen Kuchenrezepten nicht fehlen. Rein pflanzlich gelingt der Teig mit Pflanzendrink und Öl.
Tipp: Beim Backen mit Pflanzenölen solltest du zu neutralen Sorten greifen. Gut geeignet sind Sonnenblumen- oder Rapsöl. Olivenöl hat häufig einen zu starken Eigengeschmack und eignet sich daher nicht gut für Marmorkuchen und andere Gebäcke
Backmischung für veganen Marmorkuchen online kaufenVeganer Kuchen: schnell & einfach
Ein unkompliziertes Rezept für alle Fälle: Mit diesem simplen Rührteig ohne Ei und andere tierische Produkte gelingen Kastenkuchen, Torten, Obstkuchen oder kleine Küchlein. Das Beste: Du kannst das Basisrezept nach Lust und Laune verfeinern. So geht’s:
Für eine Kastenform (ca. 30 cm Länge), eine Springform (24-26 cm Durchmesser) oder 12 Muffins 300 g Mehl, 150 g Zucker, 1 Päckchen Backpulver und 1 Prise Salz in einer Schüssel verrühren. 250 ml Pflanzendrink, 100 ml neutrales Öl und 1 EL Apfelessig oder Zitronensaft mischen. Kurz, aber gründlich unter den Mehlmix rühren. In die gefettete(n) und mit Mehl ausgestäubte(n) Form/Förmchen füllen. Im vorgeheizten Ofen (E-Herd: 180 °C) je nach gewählter Form backen:
- Kastenform 55-60 Minuten
- Springform 50-55 Minuten
- Muffins 20-25 Minuten
Basisrezept verfeinern
Mische nach Belieben ½ TL Zimt, 4-5 TL Kakaopulver, gehackte Schokolade, Vanille, die abgeriebene Schale einer Bio-Zitrone oder gehackte Nusskerne unter den Teig. Den fertigen Kuchen kannst du mit einem Puderzucker- oder Schoko-Guss überziehen.
Ist veganer Kuchen gesünder?
Eine rein pflanzliche Ernährung kann grundsätzlich gesundheitliche Vorzüge mit sich bringen. So gilt beispielsweise die Reduktion von tierischen (gesättigten) Fettsäuren insgesamt als vorteilhaft.
Per se gesünder sind vegane Kuchen deshalb aber nicht. Denn auch ohne tierische Produkte bleibt ein Kuchen mit viel Zucker, Weißmehl und Fett ernährungsphysiologisch problematisch. Wer gesünder backen möchte, sollte auf ballaststoffreiche Vollkornmehle setzen und den Zuckeranteil reduzieren – das gilt sowohl in der pflanzlichen als auch in der klassischen Backstube.