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Meeresfruechte

Meeresfrüchte

Tintenfisch, Garnele oder Auster – die Auswahl an Meeresfrüchten ist riesig. Es existieren viele Arten, die sich in den Ozeanen der Erde heimisch fühlen und als Delikatesse auf dem Teller landen. Doch was genau sind Meeresfrüchte eigentlich? Welche Arten gibt es? Woher kommen die Schalen- und Krustentiere? Und was haben sie eigentlich mit Früchten zu tun?

Was sind Meeresfrüchte?

Zu den Meeresfrüchten gehören alle essbaren Tiere des Ozeans, die nicht über eine Wirbelsäule verfügen. Das bedeutet, dass sowohl große Fische als auch im Wasser lebende Säugetiere nicht zu den Meeresfrüchten zählen. Schalen- und Krustentiere wie Muscheln, Krabben oder Tintenfische gehören hingegen dazu.

Der Begriff „Meeresfrucht“ ist dabei etwas irreführend, denn die Meeresbewohner haben mit Früchten im herkömmlichen Sinne gar nichts gemeinsam. Doch woher stammt dann die Bezeichnung? Dazu gibt es zwei mögliche Antworten.

Die erste bezieht sich auf die industrielle Verwendung der Lebewesen. Diese hat sich im Laufe der Zeit immer weiter dem Agrarwesen angenähert. Und zwar so weit, dass die Tiere im Wasser auf Farmen gezüchtet beziehungsweise „angebaut“ werden. Die zweite Erklärung ist abstrakter, denn dem Wort „Frucht“ wird die Bedeutung eines wachsenden Lebewesens zugeordnet. Ein menschliches Kind bezeichnete man früher zum Beispiel auch als Leibesfrucht. In diesem Fall handelt es sich bei den Meeresbewohnern um Früchte des Ozeans.

Woher kommen Meeresfrüchte?

Meeresfrüchte in allen Variationen sind an fast allen Küstenregionen rund um den Globus zu finden. Doch je nach Herkunftsgebiet unterscheiden sich die kleinen Tiere. Denn manche Arten haben sich an das wärmere Klima des Mittelmeerraumes gewöhnt, während andere sich in den kalten Regionen rund um Alaska oder in der Nordsee wohlfühlen. Viele Arten werden auch heute noch in unmittelbarer Nähe der Küste gefangen oder gezüchtet. Deswegen haben sich Meeresfrüchte in fast allen Kulturen der Welt etabliert. Einige Meeresfrüchte werden in mühsamer Handarbeitgefangen oder, wie zum Beispiel bei Muscheln, gesammelt.

Welche Arten von Meeresfrüchten gibt es?

Meeresfrüchte sind in drei verschiedene Gruppen einzuteilen, die sich in der äußeren Erscheinung, aber auch in der Zubereitung und im Geschmack voneinander unterscheiden. Dazu zählen Krustentiere wie Krebse, Weichtiere wie Muscheln oder auch Tintenfische und die sonstigen Meeresfrüchte wie die Seegurke. Im folgenden findest du eine Übersicht über die wichtigsten Arten.

Krustentiere

Zu den Krustentieren gehören alle Arten der sogenannten Krebstiere, die in der Küche verarbeiten werden können. Sie alle bilden ein Außenskelett aus Chitin. Experten unterscheiden dabei zwischen Garnelen und hummerartigenLebewesen. Beide Gruppen werden in der Regel in küstennahen Regionen, zum Teil aber auch mitten im Ozean gefischt und dann entsprechend weiterverarbeitet.

Nordseekrabben

Die kleinen Krebse tauchen vor allem im Norden Deutschlands auf. Dort werden sie auch unter dem Namen Granat verkauft. Ihr Lebensraum ist das Wattenmeer, wo sie von den Kuttern gefischt werden. Im Laden bekommst du die Krabben meist in geschälter und gekochter Form. Frisch findest du sie vor allem in den norddeutschen Hafenstädten.

Garnelen

Garnelen kommen in vielen Gewässern der Welt vor. Die schmackhaftesten sollen allerdings aus den kalten Gewässern des Nordatlantiks stammen. Ein gängiges Synonym für die Garnelen ist Shrimps. In der Regel findest du im Geschäft gekochte Garnelen, die im Anschluss tiefgefroren werden. Ein besonderer Leckerbissen ist die bis zu 30 cm große Riesengarnele, die du auch unter dem Namen Prawns kaufen kannst.

Kaisergranat

Oft werden Garnelen als Scampi bezeichnet. Das ist aber falsch, denn bei Scampi handelt es sich immer um Kaisergranat. Die kleinen Hummer nennen die europäische Atlantikküste und das Mittelmeer ihr zu Hause. Der besonders feine Geschmack der Scampi entfaltet in Kombination mit leichten Speisen sein volles Aroma.

Hummer

Diese großen Krustentiere finden meistens aus dem nordamerikanischen Raum den Weg in hiesige Supermärkte und Feinkostläden. Besonders der US-Bundesstaat Maine ist für seinen Hummer bekannt. Die Tiere werden lebend verkauft und dann in Wasser gekocht, wodurch sie eine strahlend rote Farbe bekommen. Der einzigartige Geschmack benötigt nur wenige Beilagen. Das feste Fleisch schmeckt am besten mit einer leichten Buttersoße und etwas Zitronensaft.

Languste

Die hummerähnlichen Krebstiere leben vor allem im Atlantik oder in der Karibik. Sie haben keine Scheren, aber einen kräftigen Hinterleib, der das verzehrbare Fleisch enthält. Dieses ist trockener als das des Hummers, aber genauso zart. Langustenschwänze vom Grill sind eine echte Delikatesse.

Weichtiere

Weichtiere werden oft auch unter dem Begriff Schalentiere geführt. Zu dieser Gruppe gehören neben Muscheln und Wasserschnecken auch die sogenannten Kopffüßler wie Tintenfische. Sie stehen schon seit Jahrtausenden auf dem Speiseplan des Menschen, was auch daran liegt, dass vor allem Muscheln in Küstenregionen schnell und einfach gesammelt werden können.

Miesmuschel

Der andere, etwas weniger bekannte Name des Klassikers ist Pfahlmuschel. Die Miesmuschel kommt unter anderem an der deutschen Küste vor. In den USA und China wird sie aber auch auf speziell dafür eingerichteten Muschelbänken gezüchtet. Miesmuscheln schmecken ganz authentisch nach Meer, also leicht salzig.

Auster

Die wandelbarste Muschelart ist gleichzeitig ein richtiges Luxusgut. Jede Auster schmeckt anders, denn sie nimmt den Geschmack desMeerwassers an, in dem sie lebt. Je nach Herkunft ändert sich also auch der Geschmack. Austern schmecken roh und direkt aus der Schale am besten.

Jakobsmuschel

Die Schalentiere sind bei Köchen beliebt, denn ihr Fleisch ist zart, hat aber gleichzeitig einen angenehm festen Biss. Geschmacklich präsentieren sich Jakobsmuscheln dezenter als andere Muscheln. Sie kommen in der Regel aus dem Atlantik und leben zum Beispiel an den Küsten Großbritanniens.

Seeigel

Auch der stachlige Meeresbewohner findet Verwendung in der Küche. In seinem Inneren verbergen sich zum Beispiel Eier, die sowohl gekocht als auch roh genießbar sind. Vor allem in Japan hat sich der Seeigel als „Uni“ etabliert und wird dort in Sushi-Gerichten verwendet.

Tintenfisch

Tintenfische gehören nicht zu den Fischen, sondern sind rückgratlose Weichtiere mit Fangarmen. In der Küche unterscheidet man zwischen kleinen Tintenfischen, aus denen zum Beispiel frittierte Calamari entstehen, und den größeren Arten – wie dem Oktopus. Eine besondere Delikatesse sind Pulpo-Arme. Darunter verstehen Kenner die Fangarme von Kraken, die gegart eine ideale Zutat für einen Meeresfrüchtesalat abgeben. Das feste Fleisch schmeckt dezent und behält seine Form.

Auch die Tinte der Weichtiere kommt beim Kochen zum Einsatz. Du kannst sie zum Beispiel für Soßen verwenden. Die Tinte färbt die Zutaten dunkel und verleiht den Gerichten einen herzhaften Geschmack. Sie stammt in der Regel von den echten Tintenfischen, die auch Sepia genannt werden.

Welche Nährstoffe stecken in Meeresfrüchten?

Bei der Vielzahl verschiedener Arten von Meeresfrüchten können sich Nährstoffangaben unterscheiden. Unter dem Strich gilt, dass alle Meeresfrüchte deinen Organismus stärken können. Ähnlich wie Fische bieten Meeresfrüchte einen ausgewogenen Mix an Makronährstoffen, Vitaminen und Mineralstoffen. Generell sind Meeresfrüchte kalorienarm, aber reich an wertvollen Omega-3-Fettsäuren und dienen aufgrund des hohen Proteingehalts als ergiebige Alternative zu Fleisch oder Milchprodukten.

Trotzdem sollte man es mit dem Verzehr nicht übertreiben. Gerade Muscheln können bei übermäßigem Genuss für Verdauungsprobleme sorgen. Der Grund dafür: Die Meeresbewohner filtern das Wasser, in dem sie leben. So können schädliche Stoffe in kleinen Mengen im Inneren der Muschel zurückbleiben. Das Erhitzen entschärft diese Gefahr in der Regel, aber bei größeren Mengen kann sich dies trotzdem auf deinen Körper auswirken.

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