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Krabben – nicht nur an der Nordsee eine wahre Delikatesse

Krabben werden vom Grill in eine Schüssel befördert.

Krabben werden besonders im hohen Norden Deutschlands oft und gerne gegessen – egal ob auf Brot, als Salat oder als Beilage in der Suppe. Wie werden Krabben eigentlich gefangenund was ist beim Kauf zu beachten? 

Was sind Krabben?

Bei Krabben handelt es sich um kleine Krustentiere, die zur Familie der Garnelen zählen und aufgrund ihres kleinen Hinterleibs auch als Kurzschwanzkrabbe bekannt sind. Weltweit gibt es rund 6.800 verschiedene Krabbenarten, die vor allem in den Weltmeeren vereinzelt aber auch im Süßwasser und sogar an Land leben. Hierzulande werden vor allem Nordseekraben gehandelt, die aus dem Wattenmeer und der südlichen Nordsee rundum Deutschland, den Niederlanden und ausDänemark stammen.  

Krabben können bis zu 10 cm lang werden und halten sich am liebsten in Küstennähe auf, daher werden sie auch als Strand-oder Sandgarnelen bezeichnet. Da sie relativ klein sind und schnell verderben, werden Krabben direkt nach dem Fang auf dem Kutter in Salzwasser gekocht. Wer das Glück hat, an der Nordsee zu leben, kann sie jederzeit frisch vom Krabbenkutter oder auf dem Fischmarkt kaufen. Ansonsten werden sie aber auch tiefgekühlt oder in Dosen angeboten. In anderen Regionen nennt man Krabben auch Krevetten, Knat, Porre oder Granat. 

Kulinarisch besonders beliebt ist das Fleisch ihrer Beine und Scheren, den sogenannten Kniepern, die mit einer Zange oder dem Rücken eines schweren Messers einfach geknackt werden können. Nordseekrabben schmecken im Vergleich zu Tiefseekrabben besonders fein, aber dennoch würzig. Eine echte Delikatesse stellenaußerdem Butterkrebse dar: So bezeichnet man allgemein Krabben, die direkt gefangen werden, nachdem sie ihren Panzer abgeworfen haben. Dieser wächst mit den Tieren nämlich nicht mit und muss immer wieder erneuert werden, wenn es ihnen zu eng wird. Das Fleisch der Butterkrabben ist besonders weich und schmeckt noch feiner.  

Herkunft und Geschichte von Krabben

Krabben, die für den Verzehr interessant sind, bevorzugen vor allem kühle Gewässer. Neben der Nordsee leben sie vor allem im nördlichen Atlantik und südlichen Pazifik. Nordseegarnelen, wie wir sie kennen, leben nicht nur im Wattenmeer, sondern erstrecken sich vom Weißen Meer bis an die Atlantikküste vonMarokko.  

Schon im17.Jahrhundert begann man an der Nordsee, die Krabben mit Netzen, sogenannten Schiebehamen, zu fangen. Später, etwa Ende des 19.Jahrhunderts, wurde mit der Baumkurre direkt vom Krabbenkutter gefischt. Dabei handelt es sich um ein Grundschleppnetz, das über den Meeresboden gezogen wird.  

Fang von Krabben

Bis heute kommt die Baumkurre zum Einsatz. Seit Ende 2017 sind die meisten Kutter MSC-zertifiziert, um die Natur beim Fang bestmöglich zu schützen. Naturschutzorganisationen wie der „World Wide Fund for Nature“ (WWF) setzen sich dafür ein, dass insbesondere in Schutzgebieten auf eine nachhaltige Fischerei geachtet wird. Grundsätzlich sind die Krabbenbestände im Wattenmeer relativ stabil, schwanken allerdings zwischen den Jahren.  

Im Jahr2005 wurden zum Beispiel rund 38.000Tonnen gefangen; 2011 waren es hingegen 33.400Tonnen. Besonders in den Jahren 2015 bis 2017 fielen die Fangmengen sehr gering aus, steigen seit 2018 allerdings wieder an. Die Krustentiere werden generell das ganze Jahr über gefangen und sind daher zu jeder Jahreszeit im Handel erhältlich. 

Welche Krabbenarten gibt es?

Neben Nordseekrabben sind europaweit Taschenkrebse am weitesten verbreitet, die nicht nur in der Nordsee, sondern auch im Atlantik vorkommen. Sie haben einen ovalen Rückenpanzer und breite Vorderzähne, während ihre spitzzulaufenden Beinchen kräftig behaart sind. Ihre Knieperenthalten besonders viel Fleisch und werdenhäufig separat angeboten. 

Daneben sind auch Königskrabben beliebt, die in besonders kalten Gewässern auf der nördlichen Erdhalbkugel leben. Besonders hervorzuheben sind die Alaska Königskrabbe und die Blaue Königskrabbe, die besonders viel Fleisch liefern und sehr aromatisch schmecken. In Europa bekommt man sie aufgrund der geografischen Distanz vorwiegend in der Dose und nur selten frisch zu kaufen. 

An der Adria schätzt man vor allem Strandkrabben als Butterkrebse, da sie besonders fein schmecken, auch wenn sie nur wenig Fleisch liefern. Sie gelten als Delikatesse und lassen sich recht leicht fangen. Sie haben fünf kräftige, dreieckige Vorderzähne und weisen eine grünliche bis bräunliche Färbung auf. 

Eine weitere wichtige Krabbenart ist die Seespinne, die besonders im Atlantik und der nördlichen Adria verbreitet ist. In Deutschland wird vor allem die Große Seespinne lebend gehandelt. Da sie recht kleine Scheren hat, ist es etwas mühsam, das wohlschmeckende Fleisch auszulösen. Sie wird aber auch in Dosen und tiefgefroren angeboten. 

Nährstoffe: Wie gesund sind Krabben?

Krabbenfleisch ist nicht nur schmackhaft, sondern auch äußerst nährstoffreich und kalorienarm. Es enthält zahlreiche B-Vitamine. Das enthaltene Magnesium, Calcium und Fluorid unterstützt die Gesundheit von Knochen und Zähnen.  

Die kleinen Meeresbewohner versorgen dich außerdem mit wertvollem Jod, das für die Schilddrüsenfunktion eine wichtige Rolle spielt. Gerade in Mitteleuropa solltest du auf eine ausreichende Zufuhr des Spurenelements achten und neben Fisch und Meeresfrüchten auch jodiertes Salz zu dir nehmen, damit du keinen Mangel entwickelst. Krabbenfleisch ist außerdem eine gute Zink-Quelle und es enthält die ungesättigten Fettsäuren Eicosapentaensäure (EPA) und Docosahexaensäure (DHA). 

Nährwerte pro 100g Krabbenfleisch (roh; Durchschnittswerte)
 

Nährstoffe 

Nährwerte pro 100g 

Kalorien 

92 kcal 

Kohlenhydrate 

0 g 

Eiweiß 

20 g 

Fett 

1 g 

Ballaststoffe 

0 g 

Zink 

2,7 mg 

Jod 

163 µg 

Lagerung und Haltbarkeit von Krabben

Frische und vorgegarte Krabben kannst du in vielen Fischabteilungen von Supermärktenkaufen. Da sie relativ schnell verderben, solltest du auf eine ungebrochene Kühlkette achten und sie maximal 2Tage im Kühlschrank aufbewahren. Du kannst sieaber auch direkt einfrieren und innerhalb eines Monats verbrauchen. Dasselbe gilt für bereits geschälte Krabben, also Nordseekrabbenfleisch, das es oft tiefgefroren zu kaufen gibt.  

Krabben, die in Dosen konserviert wurden, halten sich sehr lange. Du kannst sie zwischen 8 bis 18Monaten im Kühlschrank aufbewahren. Sobald du die Dose öffnest, solltest du sie innerhalb einer Woche aufbrauchen. Achte beim Kauf auf jeden Fall immer auf das Mindesthaltbarkeitsdatum. 

Zubereitung von Krabben

In der norddeutschen Küche gehören Krabben definitiv zu den beliebtesten Zutaten für verschiedene Speisen. Gepultes und gekochtes Nordseekrabbenfleisch wird zum Beispiel gerne auf einem Brötchen oder einer Scheibe Butterbrot gegessen. Dazu passt ein Rührei, in dem das Krabbenfleisch auch direkt mitgebraten werden kann.  

Scharf in der Pfanne angebraten sind Krabben das perfekte Topping für Salate. Sie sind auch als Krabbensalat mit Mayonnaise äußerst schmackhaft. Wer möchte, kann sie zu Cremesuppen oder Gemüsepfannen kombinieren, denn mit ihrem würzigen Aroma verleihen sie diesen das gewisse Etwas. Ein absoluter Klassiker ist der Krabbencocktail, der im Glas serviert und mit etwas Cocktailsoße verfeinert wird.  

In unserer Rezeptsammlung findest duviele weitere Ideen, wie du Krabben auf schmackhafte Art und Weise zubereiten kannst. 

Köstliche Rezepte mit Krabben

Rührei mit Krabben auf Vollkornbrot
1 Zutat im Angebot
    15min
    Einfach
    Krabben-Cocktail und kalte Ente
    1 Zutat im Angebot
    • Glutenfrei
    3h
    Einfach
    Bärlauch-Crepes mit Krabben-Salat
    1 Zutat im Angebot
      45min
      Mittel