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Süßwasserfische

Süßwasserfische

Deshalb schwimmen immer mehr Verbraucher auf der leichten Welle. Fischfleisch besteht zu 10–25 % aus. Da Fisch nur geringe Spuren von Kohlenhydraten aufweist, wird sein Kaloriengehalt allein durch das Eiweiß und durch das Fett bestimmt. Je nach Fettgehalt des Muskelfleisches unterscheidet man zwischen Fett- und Magerfischen.

Während Fettfische wie zum Beispiel Heringe, Aale, Lachse oder Karpfen bis zu 25 % Fett enthalten, ist die Muskulatur von Magerfischen wie Dorsch, Schellfisch oder Seelachs fast fettfrei und dadurch kalorienarm.

Nicht nur die verschiedenen möglichen Zubereitungsarten wie Kochen, Dünsten, Backen und Grillen, sondern auch die Geschmacksunterschiede der einzelnen Fische machen es leicht, einen abwechslungsreichen Speiseplan rund um den Fisch aufzustellen. Außerdem ist der Umgang mit Fisch in der Küche nicht schwer und zum Gelingen eines Fischgerichtes ist im Wesentlichen nur eines wichtig: Frische.

Aus der großen Palette der mehr als 20.000 bekannten Fischarten werden in der Bundesrepublik etwa 45 zum Verzehr angeboten. Die deutsche Hochseefischerei liefert vor allem Hering, Rotbarsch, Kabeljau und Seelachs. Teile der Fänge werden fern vom Heimathafen an Bord hochmoderner Fabrikfang-Schiffe sofort zu Filets verarbeitet und schockgefrostet.

Die Küsten- und Kutterfischerei versorgt den Verbraucher mit Fisch wie Seezunge, Stein- und Heilbutt, Scholle, Dorsch, Schellfisch, Sprotten und Merlan. Das Angebot wird durch Fische ergänzt, die aus dem Mittelmeer oder aus tropischen Gegenden kommen, per LKW und Flugzeug angeliefert werden und die in der Bundesrepublik noch nicht so sehr bekannt sind. Ein ausgeklügeltes Transportsystem ermöglicht, dass auch weit von der Küste entfernte Orte pünktlich mit frischem Fisch beliefert werden. Die überaus vielseitige, bunte Fischpalette bietet uns neben dem Frischfisch Räucherware, Tiefkühlkost und unzählige Fischkonserven. Der Verzehr von Fisch ist also heute kein Privileg der Küstenbewohner mehr.

Lachs

Dieser edle Wanderfisch wächst in Süßwasser heran und zieht als Jungfisch (Salm) flussabwärts ins Meer, in den Nordatlantik. Zum Laichen kehrt er dann nach Jahren in den Oberlauf des Flusses zurück.

Leider gehen die Fänge zurück. Wildlachs, beispielsweise aus Schottland, ist rar geworden und dementsprechend  teuer. Die meisten Lachse stammen heute aus schottischen und norwegischen Aquakulturen.

 

Wildlachs Rdk Gla Ais

In riesigen Meeresnetz-Käfigen werden Lachse, Lachsforellen und Regenbogenforellen bis zur Marktreife, etwa 4 Kilo schwer, gezüchtet. Ihre Qualität hängt von der Reinheit des Wassers und vom Futter ab. Vorwiegend werden die Fische mit Hering und Kapelan gefüttert, einem arktischen Seefisch. Durch Karotin-Beimengungen in Form von Garnelenmehl färbt sich das Lachsfleisch rot. Die Massenzüchtung ermöglicht es, Lachs das ganze Jahr über und deutlich preiswerter als Wildlachs anzubieten. Am besten schmeckt der Zuchtlachs aber in den Monaten von Oktober bis Dezember.

Zuchtlachs Rdk Gla Ais

Der augenscheinlichste Unterschied zwischen Zucht- und Wildlachs ist, dass Wildlachs eine hellere Farbe und eine zartere Fleischstruktur hat. Der zweite Unterschied liegt im Geschmack. Wildlachs besitzt ein wesentlich feineres Aroma. Lachsfleisch ist relativ fett (14 %) und enthält 20 % Eiweiß. Es schmeckt am besten pochiert und geräuchert sowie roh mariniert, aber auch gebraten und gegrillt. Eine inzwischen auch bei uns sehr geschätzte Spezialität ist Graved Lachs (Gravet Laks): Dafür werden Lachshälften in reichlich Dill, grobem Salz, etwas Zucker und Pfeffer, beschwert mit Gewichten, einige Tage gebeizt und dabei immer wieder gewendet. Dazu reicht man eine Senf-Dill-Sauce.

Geräucherter Lachs - eine Delikatesse

Neben frischem Lachs, der sich pochieren, dünsten und braten lässt, schmeckt geräucherter Lachs ebenfalls sehr gut. Allerdings gibt es große Qualitätsunterschiede. Hochwertiger Räucherlachs kommt vorwiegend aus Irland, Schottland und Norwegen. Immer beliebter ist auch der in grobem Salz und frischem Dill trockengebeizte Graved Lachs geworden, eine skandinavische Spezialität.

Ein Verwandter: Blaufelchen

In vielen mitteleuropäischen Seen, vor allem aber im Bodensee, gedeiht der Blaufelchen – auch als »Große Moräne« bezeichnet. Er kann bis zu 50 cm lang werden und hat weißes, aber etwas trockenes Fleisch. Große und mittelgroße Felchen werden meist in Butter gebraten. Kleine Felchen bereitet man in der Friteuse zu. Ein ganz naher Verwandter der Felchen ist die Renke, die in den oberbayerischen Seen zu Hause ist.

Stör

Stoer Rdk Gla Ais

Schon zu Zaren-Zeiten galt der Stör als Luxusfisch, und heute trifft diese Bezeichnung aufgrund der zurückgehenden Bestände mehr denn je zu. Denn der Stör wird nicht nur wegen seines exzellenten Fleisches gefangen, sondern vor allem wegen seines Rogens, dem berühmten Kaviar. Störe leben im Kaspischen Meer und an der Wolgamündung, in den Flüssen Sibiriens und in asiatischen Gewässern. Wie der Lachs sind die haiförmigen Störe Wanderfische, die im Frühjahr zum Laichen aus dem Meer in Flüsse aufsteigen. Zur Stör-Familie gehören:

Osjotr-Stör, bis zu 5 Meter lang und 200 Kilo schwer. Er liefert den braun-körnigen Osietra-Kaviar mit nussartigem Geschmack.

Scherg oder Sternhausen, bis zu 80 Kilo schwer. Er kommt auch im Schwarzen Meer, in der Adria und vereinzelt in der Donau vor. Sein Kaviar mit kleinem, dunklen Korn und intensivem Geschmack heißt Sevruga.

Hausen, der Riese der Störe, kann eine Länge von 9 m und ein Gewicht bis zu 1500 Kilo erreichen. Sein Rogen, bis zu 15 % des Gesamtgewichts, ist der teuerste Kaviar, nämlich Beluga mit großem, hellgrauem Korn.

Der Waxdick erreicht maximal vier Meter Länge und 160 Kilo Gewicht. Es gibt den Pontischen, Nordkaspischen und Südkaspischen.

Der Sterlet war die kleinste Störenart mit ein Meter Länge und bis zu sechs Kilo Gewicht. Früher lebte der Sterlet sogar in der Donau bis Ulm, heute ist er ausgestorben.

Störfleisch ist bei uns hauptsächlich geräuchert erhältlich. Frisch schmeckt es kurzgebraten, gegrillt oder pochiert. Eine Variante ist, den Stör in Champagner zu pochieren.

Kaviar

Beluga Sevruga Asetra Kaviar Rdk Gla Ail

Kaviar wird aus dem Rogen, also den noch nicht abgelaichten Eiern verschiedener Fischarten hergestellt. Echter Kaviar stammt von Störarten, die im Schwarzen und im Kaspischen Meer leben. Beluga ist der großkörnigste, feinste und teuerste Kaviar, Sevruga ist kleinkörnig und würzig, Osietra hat bräunliches Korn und ein nussartiges Aroma, das viele Feinschmecker schätzen. Ob hell- oder dunkel, klein- oder großkörnig – Qualitätsmerkmale sind ein reiner Geschmack, ein trocken perlendes Korn und die milde Salzung (malossol, zu deutsch: wenig Salz). Der rötliche Ketakaviar stammt vom Keta- oder Buckellachs. Forellenkaviar schmeckt ähnlich, hat aber kleinere, festere Körner. Eine weitere Alternative ist Felchenkaviar. Deutscher Kaviar wird aus dem Rogen des Seehasen hergestellt und ist körnig, kann aber auch Rogen verschiedener Seefische enthalten, z. B. Dorschrogenkaviar, und ist dann feinkörnig.

Lachs Frorellen Seehasenrogen Rdk Gla Ail

Dies muss entsprechend deklariert werden als »Deutscher Kaviar aus ...rogen«. Dieser »Kaviarersatz« kann geschmacklich jedoch nicht mithalten und ist eher zum Garnieren geeignet. Rogen vom Kabeljau – Taroko – und vom fliegenden Fisch – Tobbiko – sind japanische Spezialitäten, die oft für Sushi verwendet werden. Kaviar gibt es frisch in Feinkostläden, pasteurisiert fast überall im Handel. Er sollte nicht unter -2 °C gelagert werden, da Kälte den Geschmack und die Konsistenz der Körner negativ beeinträchtigen kann.

Warum zählt Lachs zu den Süßwasserfischen?

Fische, die in stehenden Gewässern wie Seen und Teichen sowie in Flüssen und Bächen leben, werden als Süßwasserfische bezeichnet. Warum also auch der Lachs, obwohl er doch im Meer lebt? Der Lachs zählt zu den Wanderfischen: Er verbringt zwar die  meiste Zeit seines Lebens im Salzwasser, die jungen Lachse wachsen jedoch in den Flüssen auf – bis zu fünf  Jahre lang bleiben sie dort. Da Lachse außerdem im Süßwasser laichen, zählt man sie zu den Süßwasserfischen.

Sushi

Sushi Rdk Gla Ais

Für die japanischen Sushi schwärmen inzwischen auch viele Europäer. Basis der Happen ist Klebereis, der mit rohem Fisch, Fleisch, Krustentieren, Gemüse, Pilzen oder Kaviar garniert und mit Wasabi, dem japanischem Meerrettich, sowie  Sojasauce gewürzt wird. Man kann dazu den gekochten und mit etwas Weinessig gesäuerten Reis auf einem schwarzen Noriblatt (getrocknete Meeralge) verteilen und das Ganze mit Hilfe einer kleinen Matte aufrollen. Die Reisrolle wird dann in dicke Scheiben geschnitten, die Reisseite etwas eingedrückt und mit Ketakaviar oder Krabben etc. belegt. Die Happen sind sehr sättigend, belasten aber nicht den Magen.

Lachsartige Fische

Forelle

Forelle Rdk Gla Ais

Der Beliebteste aller Süßwasserfische zählt zu den lachsartigen Fischen. Wildwasserforellen sind Raritäten, die meisten im Handel erhältlichen Forellen stammen aus Teichwirtschaft. Aus heimischer Zucht werden sie vorwiegend lebend gehandelt. Sonst kommen Forellen in Eis verpackt – Importe meist tiefgefroren – oder geräuchert auf den Markt. Damit das aromatische Fleisch saftig bleibt, sollte man Forellen kurz und schonend garen oder braten.

Bachforelle

Die kleine Bachforelle bevorzugt kalte, sauerstoffreiche Fließgewässer. Äußerlich passt sie sich mit ihrer Farbe der jeweiligen Umgebung an. Meistens ist die Haut gefleckt, der Rücken olivgrün bis schwarz. Die Schuppen sind sehr klein. Auch der Geschmack hängt sehr stark von der Umgebung ab, in der die Bachforelle gelebt hat. Kenner bevorzugen die Gebirgsforellen wegen ihres schmackhaften, weißen, festen Fleisches. Das Vorkommen der Bachforelle ist inzwischen leider stark zurück gegangen und damit natürlich auch ihre Bedeutung als Speisefisch.

Regenbogenforelle

Die robuste Regenbogenforelle ist heute die meistverbreitete Forellenart. Ihren Namen verdankt sie dem in allen Regenbogenfarben schimmernden Streifen an ihrer Seite. Die schnell wachsende Regenbogenforelle wird vor allem in Zuchtteichen gehalten, vermehrt auch in Meeresaquakulturen. Etwa die Hälfte der in Deutschland verzehrten Regenbogenforellen stammt aus Dänemark, Frankreich und Italien. Vorwiegend in Norwegen gezüchtete, große Regenbogenforellen und Meerforellen von etwa 1,5 Kilo, deren Fleisch durch Fütterung mit karotinhaltigem Garnelenmehl lachsfarben »errötete«, sind als Lachsforellen im Handel.

Meer- oder Lachsforelle

Der Wanderfisch lebt etwa fünf Jahre im Süßwasser, wandert dann ins Meer und kehrt zum Laichen ins Süßwasser zurück – ebenso wie der Wildlachs. Man erkennt die Lachsforelle am graublauen bis schwarz gefärbten Rücken, der wie die Seiten hellgelbe und rote Flecken hat. Sie wird bis zu 1,4 m lang, am beliebtesten sind jedoch junge, kleine Forellen, die wohlschmeckendes, bekömmliches Fleisch liefern.

Saibling

Saibling Rdk Gla Ais

Da der Saibling nur in eiskaltem, sauerstoffreichem und sehr sauberem Wasser gedeiht, wird er in begrenzter Menge in Teichwirtschaften gezüchtet. Die meisten Angebote stammen daraus, denn »wilder« Bachsaibling aus der Quellregion eines Baches oder Flusses ist wie die echte Bachforelle nur noch selten zu bekommen. Das feste, lachsfarbene Saiblingfleisch steht auf den Speisekarten vieler Feinschmecker- Restaurants, denn es schmeckt sehr aromatisch, besonders wenn es schonend zubereitet wurde, also pochiert, gedämpft oder ganz kurz bei milder Hitze in Butter gebraten.

Der Bachsaibling, der in der Form der Forelle ähnelt, gehört ebenfalls zur Familie der Lachsfische und war ursprünglich in den USA zuhause. Ende des 19. Jahrhunderts wurde er auch in Europa in geeigneten Seen und Flüssen ausgesetzt, wo er sich dann mit heimischen Fischarten paarte. So ist der Tigersaibling eine Kreuzung zwischen Bachsaibling und Bachforelle, der Elsässer Saibling zwischen Bach- und Seesaibling.

Forelle »Müllerin Art«

Forelle Muellerin Art Rdk Gla Ais

Die Forelle »Müllerin Art«, eine der beliebtesten Zubereitungsformen überhaupt, trägt ihren Namen, weil sie vor dem Braten in Mehl oder Dunst gewendet wird. Das überschüssige Mehl muss anschließend gut abgeschüttelt werden, dann wird der Fisch von beiden Seiten etwa 8 Minuten in brauner Butter gebraten.

Nach dem Braten beträufelt man die Forelle mit Zitronensaft und übergießt sie mit etwas brauner Butter. Zum Übergießen sollte man allerdings keinesfalls das Bratfett verwenden, denn darin sind zu viele verbrannte Mehlpartikelchen enthalten.

Karpfen

Karpfen

Die ursprünglich aus Asien stammenden Karpfen kommen nur noch selten aus natürlichen Gewässern, sondern werden vorwiegend in Zuchtteichen gehalten. Bei Karpfen unterscheidet man zwischen Spiegelkarpfen, den man an seinen großen, glänzenden Schuppen erkennt, Schuppenkarpfen mit auffallend gleichmäßiger Beschuppung und Lederkarpfen ohne Schuppen. Am besten schmecken zwei Jahre alte Tiere mit einem Gewicht von 1–2 kg. Karpfenfleisch ist weich und nicht so fetthaltig, wie viele glauben. Der Fettgehalt beträgt nur etwa 5 %. Auch dass Karpfen sich im Teichschlamm herumwälzen, ist ein Vorurteil. Im Gegenteil – die in freier Natur lebenden Karpfen schwimmen unermüdlich ihrem Futter hinterher und legen dabei beachtliche Strecken zurück. Alle Teichkarpfen sollten jedoch vor der Zubereitung eine Zeit lang lebend in frischem, fließendem Wasser gehalten werden, damit der Teichgeschmack beseitigt wird.

Spiegelkarpfen Rdk Gla Ais

Karpfen ist frisch (auch lebend) und tiefgefroren erhältlich. Berühmt ist Karpfen »blau«, also gargezogen in siedendem Salz-Essig-Wasser mit Suppengrün. Die klare Schleimschicht des Fisches sorgt für die Blaufärbung. Andere, ebenso bewährte Zubereitungsarten sind Karpfen in Biersauce oder Weinsauce und gebackener Karpfen. Für viele ist Weihnachten oder Silvester ohne Karpfen unvorstellbar. Eine Karpfenschuppe, in die Geldbörse gelegt, soll dann im neuen Jahr Glück bringen.

Schleie

Die mit einer schleimigen Oberhaut versehene Schleie ist ein karpfenähnlicher Fisch, der stehende oder langsam fließende Gewässer liebt, immer häufiger aber zusammen mit Karpfen in künstlich angelegten Teichen gezüchtet wird. Schleien werden wie Karpfen zubereitet, haben jedoch einen feineren Geschmack und einen viel geringeren Fettanteil, der unter 1 % liegt.

Vorsicht: Karpfen und erst recht Schleien zucken nach dem Schlachten noch eine Weile. Es ist schon vorgekommen, dass sie beim Blaukochen aus dem Topf springen. Deshalb sollte man sie vor der Zubereitung einige Stunden ruhen lasssen.

Wie viel Fisch pro Person?

Bei ganzen Fischen muss die Menge des Abfalls bei der Berechnung der Portion berücksichtigt werden. Bei Fischen mit großem Kopf wie z. B. Seeteufel oder Saint Pierre fällt mehr Abfall an, bei kleineren wie der Forelle weniger. Je nachdem pro Portion 350–500 Gramm einkalkulieren. Bei Fischfilet reichen 180–200 Gramm pro Person für ein Hauptgericht, 100–150 g für eine Vorspeise. Bei getrockneten Ausgangsprodukten wie beispielsweise Stock- oder Klippfisch, die vor der Zubereitung zunächst eingeweicht werden müssen, reichen 150 Gramm pro Person aus.

Aal, Barsch, Zander, Hecht und Wels

Aal

Aale Rdk Gla Ais

Der schlangenartige Aal ist überwiegend ein Süßwasserbewohner, wird aber nicht nur in Binnengewässern, sondern auch in der Ost- und Nordsee gefangen. Zum Laichen wandern Aale in die Saragossa-See (Atlantik). Von dort kommen die kleinen Aale – so genannte Glasaale – nach Europa, ziehen flussabwärts, um nach 10–12 Jahren ins Meer zurückzukehren. Dann sind die Weibchen etwa 1 m und die Männchen rund 60 cm lang. Das Fleisch des Aals ist fest, ohne Gräten, würzig, aber sehr fettreich. Vor allem der Spitzkopf-Aal hat einen hohen Fettanteil (bis zu 25 %). Rund 80 % aller gefangenen Aale werden geräuchert. Der Rest wird frisch, beispielsweise für Hamburger Aalsuppe, oder bereits zubereitet in Gelee oder Marinade verkauft. Qualitativ beste Aale kommen aus europäischen Gewässern.

Geraeucherter Aal Rdk Gla Ais

In Deutschland wird vor allem geräucherter Aal geschätzt.

Gruener Aal Rdk Gla Ais

Frischen, ungeräucherten Aal bezeichnet man als Grünen Aal.

Aalrutte

Die Aalrutte ist ein schnellwüchsiger Süßwasserfisch, der kühle, klare Gewässer schätzt. Wie der Aal ist sie schuppenlos und wird deshalb gehäutet. Das weiße, schmackhafte und sehr bekömmliche Fleisch eignet sich vor allem zum Dünsten, die Leber gilt als Delikatesse.

Hecht

Hecht Rdk Gla Ais

Der Raubfisch lebt in Seen und großen Teichen und kann bis zu 1,5 m lang und 25 kg schwer werden. Wegen seines mageren, weißen und aromatischen Fleisches zählt der Hecht seit vielen Jahrhunderten zu den wertvollen Speisefischen. Allerdings hat der Hecht besonders fest im Fleisch verankerte Gräten, die schwer zu entfernen sind. Deshalb verarbeitet man ihn häufig zu Klößchen und Fischfarcen und Terrinen.

Wels / Waller und Zwergwels (Catfisch)

Wels Rdk Gla Ais

Typische Merkmale des Welses oder Waller sind sein großer Kopf und die langen Bartfäden. Der Raubfisch kann bis zu 3 Meter lang und 300 Kilo schwer werden. Seine bevorzugten Lebensräume sind große Flüsse und warme Seen mit weichem Boden, so sind besonders berühmt Donau- und Bodensee-Waller. Welse ernähren sich von kleinen Fischen, Fröschen und Krebsen und sind sehr schwierig zu fangen. Deshalb werden hauptsächlich Zuchtwelse angeboten. Das Fleisch junger Welse ist fest, fetthaltig, fast grätenlos und sehr schmackhaft. Meist wird es in Stücke geschnitten gebraten, in Bierteig ausgebacken oder gegrillt, manchmal wird Welsfleisch auch gebeizt angeboten. Eine andere Welsart, der Zwergwels oder Catfisch, wird ebenfalls in Naturteichen gezüchtet, vorrangig in den Südstaaten der USA. Er ist auch bei uns frisch oder tiefgefroren zu bekommen. Sein festes Fleisch lässt sich einfach zubereiten und eignet sich zum Dünsten, Braten, Backen und Grillen.

Zander

Zander Rdk Gla Ais

Besonders berühmt ist der Donau-Zander, aber auch in anderen ost- und mitteleuropäischen Flüssen bzw. Seen findet man den schlanken Raubfisch mit hechtähnlichem Aussehen. Zander können bis zu 1,3 m lang und bis zu 10 kg schwer werden. In den Handel kommen meist Fische von 60–80 cm Länge, die bis zu 6 kg wiegen. Das Fleisch ist weiß, zart, äußerst saftig und grätenarm. Zander kann als ganzer Fisch in der Pfanne oder im Backofen gebacken werden, aber auch filetiert und kurzgebraten schmeckt er ganz hervorragend.

Barsch / Egli

Der als gefräßiger Raubfisch bekannte Barsch, auch Egli genannt, ist in den europäischen Seen und Flüssen zu Hause und wird bis zu 40 cm lang und 1 kg schwer. Das Fleisch ist fest und schmackhaft, aber recht grätenreich. Es schmeckt filetiert und gebraten am besten. Der afrikanische Buntbarsch oder Tilapia lebt in den Gewässern Afrikas, Lateinamerikas und mit einer Art auch in Asien. Er wächst in warmem Wasser (bis 30 °C) bis zu einem Gewicht von 2,5 Kilo heran, wird aber auch erfolgreich in Europa gezüchtet. Der wohlschmeckende Fisch lässt sich auf alle Arten zubereiten.
Der Victoriabarsch ist ein Süßwasserfisch des Victoria-Sees in Afrika, der klares, sauberes Wasser und dadurch einen enormen Fischreichtum aufzuweisen hat. Andere Fische sind durch den Victoriabarsch allerdings etwas zurückgedrängt worden. Das hellrosa, feste Fleisch hat einen starken Eigengeschmack und ist für alle gängigen Zubereitungsarten geeignet.

Fischfonds und -suppen

Für die Zubereitung von Saucen und Suppen ist ein aromatischer Fischfond erforderlich. Man kann ihn aus Fischabfällen, Lauch- und Sellerie, Schalotten, Petersilienwurzeln, Weißwein, Wasser und Gewürzen wie Salz, Pfefferkörnern und Lorbeerblättern selbst kochen. Dazu dünstet man erst das zerkleinerte Gemüse, dann die Fischabfälle (keine Haut und Kiemen von fetten Fischen, die den Geschmack trüben) in Butter an, gießt reichlich Wasser und etwas Wein an, gibt die Gewürze dazu und köchelt das ganze 30 Minuten. Den Schaum schöpft man immer wieder ab. Die fertige Brühe wird durch ein Mulltuch abgeseiht und zu Suppe weiterverarbeitet. Für Fond muss der Sud mindestens um die Hälfte einkochen. Wenn es schnell gehen muss: Fischfonds und -suppen gibt es auch fertig in Gläsern und Dosen.

Frischfisch oder tiefgekühlt?

Perfekte Transport- und Kühlmöglichkeiten ermöglichen es, Fisch auch an küstenfernen Orten frisch anzubieten. So haben Feinschmecker Gelegenheit, jederzeit frischen Fisch an Land zu ziehen. Aber auch wer auf Tiefkühlfisch angewiesen ist, fischt keineswegs im Trüben. Denn dieser Fisch wird sofort nach dem Fang gehäutet, entgrätet, filetiert und bei -40 °C gefrostet. So bleiben alle Vorzüge des Frischfisches monatelang erhalten. Weitere Vorteile sind, dass der Fisch küchenfertig vorbereitet ist, oft schon paniert oder fix und fertig gewürzt. Auch komplette Fischgerichte mit allen Zutaten gibt es. Sie brauchen nur noch gegart zu werden, schon sind sie fertig zum Servieren.

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