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Süßwasserfische

Süßwasserfische

Sie schwimmen durch die heimischen Flüsse, Teiche und Seen und sind für eine ausgewogene Ernährung unabdingbar – die Süßwasserfische. Da sie nicht in den salzigen Gewässern zu Hause sind, unterscheiden sich Süßwasserfische in ihrem Geschmack und ihrer Konsistenz von den Artgenossen aus dem Meer. Doch welche verschiedenen Fischarten findest du eigentlich im Reich der Süßwasserfische? Was zeichnet die einzelnen Vertreter aus und wie kannst du sie zubereiten? Das und noch viel mehr Wissenswertes erfährst du hier.

Was sind Süßwasserfische?

Der Name verrät es bereits: Süßwasserfische leben in allen Gewässern der Erde, die kein Salzwasser führen. Experten sprechen dabei von den Binnengewässern, also Seen und Flüssen. Hierzu gehören auch Teiche und Bächen. Dabei unterscheiden Biologen zwischen Fischarten, die als klassischer Speisefisch gelten und jenen, die zur Zierde als Aquariumsfische aufgezogen werden.

Die Lebensbedingungen für Süßwasserfische befinden sich im ständigen Wandel. Hitzeperioden, temporäre Verunreinigungen oder Eingriffe durch den Menschen verändern stetig den Lebensraum der Tiere, weshalb die Bestände durch Zuchtanlagen, die sich meist auf eine bestimmte Fischart spezialisieren, unterstützt werden. Die Fische stammen somit entweder aus einer Zucht oder werden klassisch von Binnenfischern gefangen.

Im kulinarischen Sinn zählen zu den Süßwasserfischen allerdings auch einige Arten, die primär im Salzwasser leben. Denn bestimmte Fische, wie zum Beispiel der Lachs, sind sogenannte Wanderfische. Die Tiere schwimmen die Flüsse hinauf, um dort ihre Eier – den Laich – abzulegen. Die jungen Fische wachsen in einem für sie weniger gefährlichen Umfeld auf und bleiben dort manchmal bis zu fünf Jahre, bevor sie ins Meer schwimmen.

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Welche Süßwasserfische gibt es?

Lachs

Der Wanderfisch ist geschmacklich als kulinarisches Erlebnis. Sein Lebensraum ist der Atlantik, aus dem er sich zum Laichen in die Flüsse verschiedener Länder zurückzieht. Experten unterscheiden Wild- und Zuchtlachse. Die wilden Fänge sind in den letzten Jahren deutlich zurückgegangen. Die Haltung von Zuchtlachsen erfolgt in sogenannten Aquakulturen, also in durch Netze eingespannte Gehege. In der Regel wird Lachs frisch oder in geräucherter Form angeboten.

Stör

Aufgrund der immer kleineren Bestände wird dieser Fisch, der wie der Lachs sowohl im Salz- als auch im Süßwasser überleben kann, immer mehr zum Luxusgut. Das liegt sowohl am köstlichen Fleisch als auch daran, dass die Fischeier als Kaviar angeboten werden. Dabei handelt es sich um den sogenannten Rogen von Stören. Das sind Eier, die noch nicht abgelegt wurden und aus dem Inneren der Fische entnommen werden. Beim Kaviar gibt es viele verschiedene Sorten, die eine Sache gemeinsam haben: einen hohen Einkaufspreis. Störe kommen im Schwarzen oder Kaspischen Meer, aber auch in anderen Gewässern in Europa und Asien vor. Besonders die Wolga ist ein beliebter Ort für Angler, die gerne Störe fangen. Die Fische können Größen von bis zu fünf Metern erreichen. Ihr Fleisch ist geräuchert besonders schmackhaft.

Forelle

Bei diesen Fischen unterscheiden die Experten vor allem die kleineren Bachforellen und die größeren Regenbogenforellen. Die Regenbogenforelle verdankt ihren Namen den farbigen Schuppen an der Seitenpartie. Sie kommt ursprünglich aus dem Meer, ihre Haltung findet aber immer häufiger im Süßwasser statt. Die Bachforelle fühlt sich in kleineren Gewässern wohl. In der Küche sind die Fische vor allem wegen ihres festen Fleisches beliebt, das oft auch Menschen mögen, die ansonsten keinen Fisch essen. Bei der Zubereitung solltest du schonend vorgehen, um das Fleisch in seiner hohen Qualität kosten zu können.

Saibling

Neben der Forelle gehört auch der Saibling zu den sogenannten lachsartigen Fischen. Er ist in vielen Küchen noch ein recht unbekannter Fisch des Süßwassers. Sein Lebensraum befindet sich vor allem in den kalten Gewässern der Nordhalbkugel und vereint die besten Eigenschaften von Lachs und Forelle: zartes weißes Fleisch und einen angenehm aromatischen Geschmack. Die Filets kannst du grillen, braten oder auch dünsten.

Karpfen

Der Karpfen schwimmt schon Jahrtausende durch die Gewässer der Erde und ist zu besonderen Anlässen wie Weihnachten ein Klassiker. Die Fische stellen keine großen Ansprüche an ihren Lebensraum, kommen aber mittlerweile vor allem aus der Teichzucht. Die Experten unterscheiden Spiegelkarpfen mit großen Schuppen und Lederkarpfen, die komplett ohne Schuppen auskommen. Frischer Karpfen hat einen charakteristischen Eigenschmack und muss deshalb nur wenig gewürzt werden. Die Zubereitung sollte im Idealfall im Ofen oder in der Pfanne stattfinden.

Schleie

Sie sieht dem Karpfen sehr ähnlich und lebt in den gleichen Gewässern wie die bekannteren Verwandten – hat aber eine sehr schleimige Haut und einen besonders feinen Geschmack. Du kannst Schleie wie Karpfen zubereiten.

Hecht

Der Raubfisch ist bei Anglern sehr beliebt. Das liegt auf der einen Seite an seinem imposanten Äußeren und zum anderen am delikaten Fleisch. Er ist in Europa, Nordamerika und Asien beheimatet und liebt stehende sowie fließende Gewässer. Bei der Zubereitung solltest du zwei Dinge beachten: Der Hecht verfügt über eine Menge Gräten, die du vor dem Garen ziehen solltest. Außerdem ist sein Fleisch so mager, dass es schnell trocken wird. Deshalb ist Dünsten die beste Methode bei der Zubereitung.

Zander

Er gehört zur Familie der Barsche, hat aber rein optisch nichts mit seinen Verwandten gemeinsam. Er erinnert äußerlich sogar eher an einen Hecht. Die Raubfische sind schlank und auch bei uns in Deutschland in den Binnengewässern heimisch. Geschmacklich präsentiert sich Zander deutlich milder als Hecht. Die Filets verfügen über wenige Gräten und das feste weiße Fleisch eignet sich perfekt zum Braten. Die intakte Haut sorgt für ein knuspriges Highlight.

Wels

Die eigentümlich aussehenden Süßwasserfische werden wahre Giganten. Sie können eine Länge von bis zu drei Metern erreichen und über 100 Kilogramm schwer werden. Damit gelten sie als die größten Fische, die im europäischen Süßwasser leben. Die großen Exemplare kommen aber gar nicht auf den Tisch. Für den Verzehr geeignete Welse sind in der Regel deutlich kleiner. Der Wels hat einen besonderen Vorteil: Sein Fleisch ist fast grätenfrei – und der Fisch muss nicht entschuppt werden. Kenner empfehlen, das Fleisch zu panieren und dann in Fett auszubacken. Wels eignet sich aber auch für den Grill.

Barsch

Beliebte Angelbeute in Flüssen ist der Barsch. Die kleinen Raubfische, die eine Größe von etwa 40 Zentimeter erreichen, finden sich jedoch auch in Seen gut zurecht. Dabei erstreckt sich ihr Lebensraum über alle Länder Europas. Das magere Fleisch des Barsches entwickelt beim Braten einen feinen Geschmack. Wenn du eher auf der Suche nach einem süßlichen Geschmack bist, dann kannst du zum verwandten Tilapia greifen, der sich in den wärmeren Gewässern Afrikas und Asiens etabliert hat. Das Fleisch dieser Buntbarsche hält immer mehr Einzug auf dem europäischen Markt.

Aal

Viele Menschen denken beim Aal zunächst an eine Schlange. Der lange runde Körper der Fische hat natürlich große Ähnlichkeiten zu den Reptilien. Der Aal wird dabei bis zu 1,5 Meter lang. Geschmacklich kannst du Aal mit keinem anderen Fisch vergleichen, denn er ist ein echtes Unikat. Eine Delikatesse sind geräucherte Aale. Die Fische lassen sich auch im Ofen oder in der Pfanne zubereiten.

Weitere Bezeichnungen

Zusätzlich zu den verschiedenen Arten wirst du beim Kauf noch auf Bezeichnungen wie Magerfisch oder Fettfisch treffen. Damit sind keinesfalls negative Eigenschaften verbunden – ganz im Gegenteil. Es handelt sich um eine Klassifizierung der Fische anhand ihres Fettanteils. Die mageren Fische haben einen Anteil von einem Prozent, während ein sogenannter Fettfisch über mehr als zehn Prozent Fett verfügt. Ein Hecht gehört zum Beispiel zu den Magerfischen, während der Wels ein Fettfisch ist. Beide Kategorien bringen ihre eigenen Vorteile mit, die sich vor allem in den Nährwerten widerspiegeln.

Nährstoffe von Süßwasserfischen

Die Nährwerte von Süßwasserfischen können aufgrund der zahlreichen Fischarten schwanken, aber: Ein weitreichender Teil der Bewohner des Süßwassers ist eine ergiebige Quelle für Proteine. Die Stoffe, die der menschliche Körper als Bausteine unter anderem für die Muskeln benötigt, sind einer der Hauptgründe, weshalb Fisch im Allgemeinen als kräftigende Mahlzeit gilt. Möchtest du Süßwasserfische zubereiten, rechne mit etwa 200 Gramm Fisch pro erwachsene Person.

Außerdem punkten Süßwasserfische grundsätzlich mit ihren Fetten. Je nachdem, ob es sich um einen Mager- oder Fettfisch handelt, kann sich der Fettanteil zwischen den einzelnen Vertretern stark unterscheiden. Die Zusammensetzung der Fette sorgt allerdings für jede Menge positive Wirkungen für den menschlichen Organismus. Besonders die wertvollen Omega-3-Fettsäuren spielen hier eine übergeordnete Rolle. Dabei zeichnen sich vor allem die Fettfische aus.

Mit dem Fettanteil geht allerdings auch die Anzahl der enthaltenen Kalorien einher. Hier gilt die Faustregel: Je höher der Fettanteil ist, desto mehr Kalorien nimmst du zu dir. Deshalb solltest du genau darauf achten, welcher Fisch zu dem Ziel deiner Ernährung passt und dir gegebenenfalls Alternativen suchen.

Darüber hinaus versorgen Süßwasserfische deinen Körper mit einem ausgewogenen Mix an Vitaminen und Mineralstoffen. Die schmackhaften Bewohner des Wassers sind ein guter Lieferant für Kalzium, Magnesium, Eisen oder Zink. Die unterschiedlichen Arten bieten dir vor allem Vitamin A, B12 oder Vitamin K. 

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