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Hummer – edles Krustentier für besondere Genussmomente

Hummer mit Gemüse auf einem Teller.

Der Hummer ist mit seinem zarten, aromatischen Fleisch eine echte Delikatesse. Er steht für absoluten Luxus und Genuss, deshalb wird er gerne in der gehobenen Küche serviert. Doch worauf ist beim Kauf von Hummer zu achten? Alle Infos zu den schmackhaften Krustentieren findest du hier.

Was ist Hummer?

Hummer bzw. Lobster sind Krustentiere, die zur Familie der sogenannten Zehnfußkrebse gezählt werden. Die Vorderbeine sind große, kräftige Scheren, in denen sich besonders viel schmackhaftes Fleisch befindet. Die Tiere können ein stolzes Alter von bis zu 50 Jahren erreichen und werden bis zu 70 cm lang und 9 kg schwer

In den Handel gelangen Hummer meist mit einer Größe um die 25 cm. Besonders köstlich ist ihr Fleisch während des Panzerwechsels. Gerade Männchen bilden während dieser Zeit besonders fleischige Zangen aus. Der Panzer der Krustentiere hat eine kräftig blaue bis dunkelviolette Farbe. Erst beim Kochen in heißem Wasser färbt er sich rot. 

Grundsätzlich unterscheidet man zwischen zwei verschiedene Arten, dem Europäischen Hummer und dem Amerikanischen Hummer. Sie werden sowohl lebend im Handel als auch in Konserven angeboten. Ihr Fleisch schmeckt nussig und zeichnet sich durch ein dezentes Meeresaroma aus.  

Um an das leckere Fleisch von frischgekochtem Hummer zu gelangen, benötigt man eine spezielle Hummerzange, mit der sich die Scheren knacken lassen. Hummerfleisch schmeckt aber auch angebraten aus der Pfanne sehr lecker, besonders wenn es mit etwas Butter und Zitronensaft zubereitet wird. 

Herkunft und Geschichte des Hummers

Die nachtaktiven Tiere bevorzugen kalte Gewässer und leben entlang von Küsten mit felsigen und sandigen Böden. Sie nennen vor allem den Atlantischen Ozean – vom Nordatlantik bis zum Golf von Mexiko – ihr Zuhause, wobei man den Europäischen Hummer auch in der Nordsee und im westlichen Mittelmeer antrifft.

Hummerfleisch wird schon lange von den indigenen Völkern Nordamerikas als Nahrungsquelle geschätzt. Im Laufe der Geschichte haben verschiedene Kulturen Hummer in ihre Küche integriert. Bereits im antiken Rom wurden die Tiere als echte Delikatesse angesehen, während sie im Mittelalter in Europa vor allem als Fastenspeise in Klöstern gegessen wurden.  

Im 17. und 18. Jahrhundert begann die kommerzielle Fischerei nach Hummern in Nordamerika, insbesondere in Neuengland. In dieser Zeit wurde Hummer eines der begehrtesten Gerichte in der gehobenen Küche. Im 19. Jahrhundert nahm der Handel mit Hummern zu, insbesondere zwischen den Vereinigten Staaten und Europa.  

Hummer wurden schon immer als Luxusgut betrachtet, das früher eher den oberen Schichten zustand. Die steigende Nachfrage führte jedoch dazu, dass man begann, Hummer in Dosen zu konservieren sowie Hummerschwänze tiefgefroren anzubieten. 

Fang von Hummern

Hummer werden mit speziellen Hummerkörben in Küstennähe gefangen. Diese werden auf dem Meeresboden platziert und mit Ködern versehen, um die Tiere anzulocken. Sie sind so konzipiert, dass Hummer zwar hinein-, aber nicht mehr herauskrabbeln können. Manchmal kommen auch Schleppnetze zum Einsatz, die über den Meeresboden gezogen werden. 

Um einer Überfischung der Tiere vorzubeugen, dürfen in den meisten Ländern keine Hummer unter 21 cm Körperlänge gefangen werden, denn ab dieser Länge erreichen sie ihre Geschlechtsreife. Außerdem gibt es bestimmte Schonzeiten, in denen der Fang weitgehend verboten ist. Die Hauptfangsaison ist sowohl in Nordamerika als auch in Europa in den Sommermonaten. 

Da Hummer schnell verderben, werden sie nach dem Fang nicht getötet, sondern in speziellen Behältern lebend und mit zusammengebundenen Scheren aufbewahrt. Im Handel kannst du sie so als auch vorgekocht auf Eisblöcken kaufen. Hummerfleisch wird außerdem tiefgekühlt oder in Konserven angeboten.  

Woran erkenne ich, ob ein Hummer noch lebt?

Ob dein fangfrischer Hummer lebt, lässt sich ganz einfach überprüfen: Da die Tiere an der frischen Luft sehr aktiv werden und sich bewegen, kannst du sie aus dem Wasser nehmen. Regt sich nichts, ist der Hummer bereits tot und du solltest ihn auf keinen Fall kaufen bzw. verarbeiten.

Welche Hummer-Arten gibt es?

In Europa gibt es zwei Hummerarten, die kulinarisch relevant sind, sich geschmacklich allerdings kaum voneinander unterscheiden: 

Der Europäische Hummer kommt im Nordatlantik, der Nordsee und im Mittelmeer vor. Er wird bis zu 60 cm lang und erreicht ein Gewicht von bis zu 6 kg. Sein Panzer hat meist eine blaue, besonders dunkle Farbe und besitzt große, breite Scheren. Im Handel findest du meist Tiere zwischen 25 bis 50 cm Körperlänge. 

Im nordwestlichen Atlantik bis zum Golf von Mexiko hat der Amerikanische Hummer sein Zuhause. Seine Scheren sind etwas breiter, außerdem trägt er einen Dorn an der Unterseite des Stirnhorns. Er wird auch in Europa gehandelt, da er lebend lange Transportwege zurücklegen kann. Im Vergleich zum Europäischen Hummer sind die Tiere ein wenig größer. 

Nährstoffe: Wie gesund ist Hummer?

Hummerfleisch ist äußerst nährstoffreichund enthält vor allem viel wertvolles Eiweiß bei niedrigem Fettgehalt. Dafür ist es aber auch relativ cholesterinhaltig, weshalb Menschen mit einem hohen Cholesterinspiegel es mit Vorsicht genießen sollten. 

Es enthält wertvolle Omega-3-Fettsäuren, allen voran Eicosapentaensäure (EPA) und Docosahexaensäure (DHA). Die Krustentiere enthalten außerdem viel Zink und Kupfer.  

Hummerfleisch kann auch mit Kalium überzeugen. Daneben findet sich Vitamin E in Hummerfleisch sowie Vitamin B12

Nährwerte pro 100 g Hummerfleisch (gekocht)

Nährwerte 

Nährstoffe pro 100 g

Kalorien 

85 kcal 

Kohlenhydrate 

0 g 

Eiweiß 

16 g 

Fett 

2 g 

Ballaststoffe 

0 g 

Zink 

1,7 mg 

Kupfer 

701 µg 

Kalium 

197 mg 

Vitamin B12 

0,90 µg 

Vitamin E 

1,55 mg 

Lagerung und Haltbarkeit von Hummer

Wenn du lebenden Hummer kaufst, solltest du darauf achten, dass er feucht bleibt. Denn nur so kann er bei 2 bis 4 Grad Celsius im Kühlschrank für bis zu vier Tage überleben. Wenn du ihn kaufst, solltest du ihn daher in einem Behälter in einem feuchten Tuch aufbewahren, der außerdem mit Luftlöchern versehen sein sollte. 

Überprüfe regelmäßig, ob das Tier noch lebt, denn Hummer verdirbt schnell und sollte lebend gekocht werden. Hummerfleisch in Konserven hält sich sehr lange. Nachdem du es anbrichst, solltest du es im Kühlschrank aufbewahren und innerhalb von drei Tagen aufbrauchen. Tiefgekühlte Hummerschwänze halten sich bis zu drei Monate.

Zubereitung von Hummer

Wenn du einen lebenden Hummer kochen möchtest, sind einige Schritte zu beachten. Du solltest darauf achten, dass das Tier noch lebendig ist. Bringe einen Topf mit ausreichend Wasser und etwas Salz zum Kochen. Wenn du den Hummer in den Topf legst, sollte er vollständig bedeckt sein. Die Kochzeit richtet sich je nach der Größe des Tieres:

  • Hummer mit einem Gewicht von etwa 450 bis 680 g: ca. 8 bis 10 Minuten
  • Hummer mit einem Gewicht von etwa 900 g bis 1,4 kg: ca. 12 bis 15 Minuten
  • Hummer mit einem Gewicht von 1,8 kg oder mehr: ca. 15 bis 20 Minuten

Mit einer Zange kannst du den fertig gegarten Hummer aus dem Wasser nehmen und in einem Sieb etwas abkühlen lassen. Danach kannst du ihn entweder im Ganzen servieren oder weiterverarbeiten. Lecker ist etwa Hummersuppe oder überbackener Hummer. 

Mit einer speziellen Zange kannst du die Scheren und den Panzer knacken, um an das zarte Fleisch zu gelangen. Sehr schmackhaft ist Hummerfleisch, wenn du es für wenige Minuten in etwas Butter schwenkst und mit ein paar Spritzern Zitronensaft servierst. Auch Kräuter wie Estragon oder Dill passen hervorragend zu dieser Delikatesse. 

Du kannst Hummer außerdem auf dem Grill zubereiten, indem du ihn nach dem Kochen halbierst und auf der Seite der Schale platzierst. Bestreiche ihn vorher mit etwas Olivenöl oder Kräuterbutter, denn sie geben dem Fleisch ein ausgezeichnetes Aroma. Als Beilagen passen dazu Reis, gedünstetes Gemüse oder Brot. 

Köstliche Rezepte mit Hummer

Hummer Thermidor
1 Zutat im Angebot
    25h
    Schwer
    Hummersuppe
    1 Zutat im Angebot
      25h 40min
      Mittel