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Weinbergschnecken – eine besondere Delikatesse für echte Gourmets

Vitaminreich und überraschend lecker: Weinbergschnecken sind ein echter Klassiker der französischen Küche und auch bei hiesigen Gourmets heiß begehrt. Doch darf man die Schnecken eigentlich einfach so in der freien Natur einsammeln? Wie werden sie gezüchtet? Und wie bereitet man Weinbergschnecken zu?

Was sind Weinbergschnecken?

Schnecken – Gartenbewohnerinnen oder Gaumenschmaus? Insbesondere Weinbergschnecken sind mit ihrem neutralen, leicht nussigen Geschmack echte Leckerbissen, die besonders im französischen Burgund, in Südschweden, Norditalien und im Westen der Ukraine fest zur Nationalküche dazugehören.

Weinbergschnecken gehören zur Familie der gehäusetragenden Landschnecken und werden den Schnirkelschnecken zugeordnet. Charakteristisch ist ihr bräunliches Gehäuse, in das sich die etwa 10 Zentimeter langen Tierchen zurückziehen.

Ihr Fleisch ist relativ fest und schmeckt ein wenig erdig. Geschmack erhalten sie vor allem durch die Kombination mit Zutaten wie Kräuterbutter. Kaufen kannst du Weinbergschnecken ganzjährig, lebende Schnecken allerdings nur von Mai bis Oktober.

Herkunft und Geschichte von Weinbergschnecken

In der freien Wildbahn leben Weinbergschnecken in lichten Wäldern und Gebüschen. Sie bevorzugen kalkreiche, feuchte Böden und mögen es wohlig warm. Trotzdem können sie sich an die unterschiedlichsten Lebensbedingungen anpassen und kommen in vielen Gebieten von Skandinavien bis Osteuropa vor. In der freien Natur können sie bis zu acht Jahre alt werden.

Bereits in der Steinzeit spielten Weinbergschnecken als Lebensmittel eine Rolle. Im alten Rom galten sie als Delikatesse und wurden fleißig für den Verzehr gezüchtet. Von dort verbreitete sich die Schneckenzucht über ganz Europa, wobei gerade Klöster ganze Schneckengärten anlegten. Da sie weder als Fisch noch Fleisch angesehen wurden, waren Weinbergschnecken früher eine beliebte Kost während der Fastenzeit.

Züchtung von Weinbergschnecken

Da Weinbergschnecken aufgrund des sinkenden Grundwasserspiegels vielerorts vom Aussterben bedroht sind und unter Naturschutz stehen, dürfen sie nicht gesammelt werden. Sie werden aber in designierten Gärten gezüchtet. Damit ihr Gehäuse gut wächst, verfüttert man Kornschrot und Kalk. Ansonsten bekommen Weinbergschnecken Gemüse wie Karotten, Gurken, Salat oder Kartoffeln zu fressen.

Sobald sie etwa 10 Zentimeter groß sind, werden sie eingesammelt und geputzt. Außerdem wird der Darm entnommen. Mithilfe von Salz und Essig werden sie gründlich entschleimt, bevor sie in heißem Wasser gekocht werden können. Weinbergschnecken werden in Deutschland meist vorgekocht oder in Konservendosen verkauft, du findest sie ab und zu aber auch lebend auf Wochenmärkten.

Welche Arten an Weinbergschnecken gibt es?

Weinbergschnecken gehören zu den Schnirkelschnecken, von denen es weltweit zahlreiche verschiedene Arten und Unterfamilien gibt. In Europa herrscht im Süden und im Mittelmeerraum die größte Artenvielfalt, doch auch bei uns in Mitteleuropa sind sie weit verbreitet. Kulinarisch interessant ist hierzulande die Mitteleuropäische Weinbergschnecke (Helix pomatia), die Gestreifte Weinbergschnecke (Helix locrum) und die Gefleckte Weinbergschnecke (Helix aspersum). Geschmacklich unterscheiden sie sich allerdings nicht großartig voneinander – sie sehen nur unterschiedlich aus.

Nährstoffe: Wie gesund sind Weinbergschnecken?

Weinbergschnecken sind mit rund 13 Gramm Eiweiß pro 100 Gramm eine ausgezeichnete Eiweißquelle. Da sie kaum Fettund Kohlenhydrate enthalten, sind sie zudem äußerst kalorienarm. Oft werden sie allerdings mit Geschmacksträgern wie Kräuterbutter verfeinert, die recht fettreich sind und das Kalorienkonto etwas in die Höhe treiben.

Weinbergschnecken können zudem mit wertvollen Vitaminen punkten: Sie enthalten Vitamin B12, sowie Vitamin A und Vitamin E.

Nährwerttabelle: Nährwerte pro 100 g

Nährstoffe 

Nährwerte pro 100 g 

Kalorien 

72 kcal 

Kohlenhydrate 

2 g 

Eiweiß 

13 g 

Fett 

1 g 

Ballaststoffe 

0 g 

Lagerung und Haltbarkeit von Weinbergschnecken

Wenn du das Glück hast, frische Weinbergschnecken zu ergattern, solltest du sie direkt nach dem Kauf zubereiten und noch am selben Tag verbrauchen. In Deutschland bekommst du aber meist vorgekochte und tiefgefrorene Schnecken, die sich bis zu drei Monate im Gefrierfach halten. Bei Schnecken aus der Konserve solltest du das Mindesthaltbarkeitsdatum beachten.

Zubereitung von Weinbergschnecken

Die Zubereitung vorgegarter Weinbergschnecken ist einfach: erwärmen und weiterverarbeiten. Frische Weinbergschnecken solltest du hingegen eine Stunde in Salzwasser legen und dann mit warmem Wasser abspülen. Danach kannst du sie in heißem Wasser kochen, damit sich Haut und Gehäuse vom Fleisch lösen. Mit einer kleinen Gabel oder Nadel lassen die Schnecken sich einfach aus dem Gehäuse pulen und du musst nur noch den Darm entfernen, bevor du sie weiterverarbeitest.

Besonders lecker sind Weinbergschnecken mit Kräuterbutter. Wasche die leeren Gehäuse gründlich, bevor du die Schnecken wieder hineinlegst. Den Rest der Häuschen befüllst du mit Kräuterbutter. Als Beilage eignen sich Baguette und Weißwein.

Ein Klassiker der französischen Küche sind „Escargots de Bourgogne“, Weinbergschnecken nach Burgunder Art mit Knoblauch-Butter-Sauce. Schmackhaft sind zudem Schneckensuppen. Außerdem kannst du Weinbergschnecken prima als Einlage für Creme- und Tomatensuppen nutzen. Experimentierfreudige können es statt mit Miesmuscheln auch mal mit Weinbergschnecken in Tomatensauce probieren.

Köstliche Rezepte, die du mit Weinbergschnecken verfeinern kannst

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