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Birne

Birne

Knapp 3 kg Birnen essen wir Deutschen im Schnitt pro Kopf und Jahr. Erfahren Sie hier, warum Sie viel öfter zur Birne statt zum Apfel greifen sollten, welche Sorten besonders gut schmecken und was Sie in der Küche alles mit Birnen machen können. 

Woher kommt die Birne?

Die Birne gehört zu den ältesten Früchten, schon im alten Griechenland war sie bekannt. Ihren Ursprung hat sie vermutlich im Kaukasus. Von dort aus wurde sie in Europa, Asien und Amerika verbreitet.

Wie wächst die Birne?

Birnen (Pyrus communis) gehören wie Äpfel zu den Kernobstgewächsen und wachsen an Laubbäumen. Manche Sorten können bis zu 20 Meter hoch wachsen.

Wo werden Birnen angebaut?

Birnen werden überall angebaut, wo es angenehm warm wird. Was die meisten nicht wissen: 40 Prozent der Weltproduktion kommt aus China. Weitere Hauptanbaugebiete liegen in Italien, Japan, der Türkei, den USA, Argentinien, Frankreich, Südafrika, Chile und der Ukraine. Auch in Deutschland wird das Obst angebaut. Die größten Anbaugebiete sind das Südufer der Unterelbe, der Stader Bezirk, die Regionen um Bonn, Ingelheim, Weisenheim sowie die Räume Friedrichshafen (Bodensee) und Stuttgart.

Wann hat die Birne Saison?

Alle Birnensorten

Als Importware können wir Birnen das ganze Jahr über kaufen. Heimisches Obst hat von Ende August bis November Saison. Nur während der Hauptsaison im Frühherbst kommen die Birnen aus Deutschland oder Italien. Den Großteil des Jahres werden sie aus China, Südamerika oder Südafrika importiert. Um so frisch wie möglich ins Geschäft zu kommen, werden die Früchte unreif vom Baum geerntet und reifen in speziellen Lagern nach.

Welche Sorten gibt es?

Es gibt rund 2.500 verschiedene Birnensorten. Unterschieden werden sie zum einen in Sommer-, Herbst- und Winterbirnen und zum anderen in Tafelbirnen, Mostbirnen und Kochbirnen. Im Geschäft werden meist Tafelbirnen angeboten, da sie für den direkten Verzehr geeignet sind. Mostbirnen dagegen werden primär zur Saftherstellung verwendet und Kochbirnen zur Zubereitung von Kompott.

Gut zu wissen: Eine Butterbirne ist eine Tafelbirne mit sehr zartem Fruchtfleisch.

Das sind die beliebtesten Birnensorten:

  • Bunte Juli: hellgrün bis hellgelb mit ein wenig rot, rundlich, wenig saftig
  • Abate Fetel: braun-grün oder gelb-grün mit ein wenig Rost, flaschenförmig, sehr saftig
  • Williams Christ: gelb-grün, rundlich, sehr saftig
  • Gellerts Butterbirne: grünlich mit Rost, gedrungen, süß-säuerlich, wenig saftig
  • Gute Luise: gelb-grün bis grün, sehr saftig
  • Alexander Lucas: gelb-grün, glänzend, gedrungene Form, sehr süß

Welche Nährwerte hat die Birne?

Kalorienarm, geringer Säuregehalt, dazu enthalten sie viel vom Mineralstoff Kalium sowie Folsäure und B-Vitamine: Wir sollten während der Birnen-Saison öfter zugreifen! Birnen schmecken nicht nur gut und sind in der Küche sehr wandelbar, sie passen auch zu einer gesunden Ernährung.

Nährwerte pro 100 g
Kalorien 62 kcal
Kohlenhydrate 12 g
Fett -
Eiweiß 1 g
Kalium 115 mg
Folsäure 15 µg
Vitamin B2 0,04 mg
Vitamin B1 0,03 mg

 

Worauf muss man beim Birnen-Kauf achten?

Beim Einkauf von Birnen muss nicht viel beachtet werden. Wichtig ist, dass die Früchte keine Druckstellen haben und die Schale unbeschädigt sowie frei von braunen Flecken ist. Gut zu wissen: Die braunen Roststellen, die manche Sorten am Stielansatz haben, sind vollkommen harmlos und sagen nichts über den Reifegrad der Birne aus. Birnen wirken übrigens robuster als sie sind. Achten Sie beim Transport darauf, dass sie nicht gequetscht werden. Unreif gekauftes Obst reift zu Hause innerhalb weniger Tage nach.

Wie lagert man Birnen und wie lange sind sie haltbar?

Bei Zimmertemperatur oder im Kühlschrank: Birnen mögen beides. Wie Sie die Früchte am besten lagern, hängt davon ab, wie reif sie sind und wie schnell Sie sie essen möchten. Im Kühlschrank reifen sie langsamer nach, bei Zimmertemperatur und speziell neben Äpfeln, die das Reifegas Ethylen verströmen, schneller. Auch die Sorte hat einen Einfluss auf die Lagerfähigkeit. Herbst- und Wintersorten wie Alexander Lucas oder Conference können im Keller mehrere Monate gelagert werden. Die klassischen Frühherbstsorten wie Williams Christ oder Gellerts Butterbirne bleiben nur wenige Tage frisch.

Wie verarbeitet man Birnen in der Küche?

Birnen schmecken pur hervorragend, es gibt jedoch auch viele leckere Rezepte, die Sie unbedingt mal ausprobieren sollten. Neben Birnenkompott oder Birne Helene ist Birnenkuchen ein echter Klassiker. Die süßen Früchte passen jedoch auch zu herzhaften Rezepten. Feldsalat mit karamellisierter Birne und Rote Bete ist nur ein Rezept, das Birnen-Fans mal testen sollten. Birnen und Käse, insbesondere Ziegenkäse und Gorgonzola, ist eine weitere Traum-Kombi, die richtig klasse schmeckt.

Schälen oder nicht schälen? Wer Birnen pur isst, kann die Schale mitessen. In vielen Rezepten schmeckt es jedoch besser, wenn die Birnen vorab geschält werden.

Leckere Birnen-Rezepte

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