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Viele verschiedene Nussarten, angerichtet in Holzschalen

Schalenobst

Beim Schalenobst wird es knackig. Denn dabei handelt es sich nicht etwa um fruchtiges Obst, sondern um Nüsse und Kerne. Um sie zu genießen, muss man die eine oder andere harte Schale knacken. Aber was genau fällt unter den Begriff Schalenobst eigentlich? Welche unterschiedlichen Sorten es gibt und woher die Nüsse kommen, erfährst du im Folgenden.

Was ist Schalenobst?

Der Begriff Schalenobst – oder Schalenfrüchte – beschreibt eine Sammlung von Nüssen und Kernen, die in der Regel essbar für den Menschen sind. Die meisten Schalenobstvertreter sind sogenannte Schließfrüchte. Das bedeutet, dass die Schichten der äußeren Fruchtwand, Botaniker nennen sie Perikarp, verholzen. Das, was wir letztlich essen, ist der Kern oder der Samen, der sich innerhalb der holzigen Fruchtwände versteckt.

Zum Schalenobst werden außerdem einige Steinfrüchte, wie zum Beispiel die Mandel, gezählt. Bei Steinfrüchten verholzen allerdings nicht alle Fruchtwände, sondern nur die innerste Schicht. Die äußeren Wände bezeichnen Experten in dem Fall als Fruchtfleisch. Auch die für den Menschen ungenießbaren Nüsse, wie Eicheln oder Bucheckern, zählen zum Schalenobst.

Welche Schalenfrüchte gibt es?

Die Liste von Schalenobst ist lang. In Deutschland gibt es eine große Auswahl, denn auch Sorten, die aus anderen Ländern importiert werden müssen, findest du in einem gut sortierten Supermarkt. Die verschiedenen Sorten ähneln sich zwar, entwickeln aber geschmacklich und optisch deutliche Unterschiede. Deshalb ist Schalenobst auch in der Küche flexibel einsetzbar.

Cashewkern

Die Nüsse wachsen am unteren Ende des sogenannten Cashewapfels. Die dazugehörigen Bäume kommen vor allem aus Afrika und Indien. Ursprünglich wuchsen die Cashewbäume aber in Brasilien. Die birnenförmigen Kerne sind ein optimaler Mineralstofflieferant und kommen hierzulande geschält und vakuumverpackt in den Laden. Geröstete Cashewkerne machen sich auch gut als Crunch auf einem Salat.

Erdnuss

Die Erdnuss gehört aus botanischer Perspektive eigentlich zu den Hülsenfrüchten. Das bedeutet, dass sie unter anderem mit der Erbse verwandt ist. Im Englischen spiegelt sich diese Beziehung im Namen Peanut wider. Die Pflanzen wachsen beispielsweise in den USA und Afrika und benötigen ein warmes Klima. In der hellbraunen Außenhaut befinden sich meist zwei Kerne, die von einer dunkleren Schale umgeben sind. Kulinarisch sind die Nüsse sehr wandelbar. Geröstet und gesalzen sind sie ein leckerer Snack für zwischendurch. Etwas süßer wird es mit der Erdnussbutter als Brotaufstrich oder mit einer fruchtigen Erdnusssoße zu Fleischgerichten.

Haselnuss

Die Hasel bildet eine eigene botanische Gattung. Ursprünglich ist sie im Mittelmeerraum beheimatet. Aber auch in Deutschland wachsen die Haselsträucher problemlos. Die Schale ist im reifen Zustand kräftig braun und der helle Kern entwickelt einen süßlich-herben Geschmack. Die Haselnuss eignet sich als Snack, kommt aber auch oft als Zutat in Backwaren zum Einsatz – oder landet im Müsli. Haselnüsse lassen sich außerdem ideal mit Schokolade oder Nugat kombinieren.

Kokosnuss

Sie soll schon vielen Schiffbrüchigen das Leben gerettet haben und gehört ebenfalls zum Schalenobst: die Kokosnuss. Um eine "Nuss" handelt es sich allerdings nur dem Namen nach, botanisch betrachtet zählen Kokosnüsse zu den Steinfrüchten. Was wir im Handel erhalten ist tatsächlich nur der Stein der Frucht. Die großen Früchte wachsen an Palmen in tropischen Gebieten rund um den Globus. Aus dem Fruchtfleisch der Kokosnüsse gewinnen Produzenten Kokosmilch, die aus vielen asiatischen oder pazifischen Speisen nicht wegzudenken ist. Auch Kokosöl lässt sich aus Kopra, wie das Fruchtfleisch der Kokosnuss ebenfalls genannt wird, herstellen. Hierzu wird es zerkleinert, getrocknet und ausgepresst, bevor es beispielsweise in Pflegeprodukten Verwendung findet. Kokosraspeln findest du vor allem in Süßspeisen. Entfernst du die Schale der Kokosnuss, kannst du das Fruchtfleisch auch pur genießen.

Macadamianuss

Die Königin der Nüsse stammt aus Australien. Der Anbau ist aufwendig und die Exportwege lang, deshalb ist die Macadamia meist etwas kostspieliger. Die Kerne sind weiß oder cremefarben und kommen bei uns vor allem vakuumverpackt in die Ladentheke. Die Nüsse schmecken süßlich und haben eine einzigartig zarte Konsistenz. Pur sind Macadamia-Nüsse eine kohlenhydratarme Eiweißquelle. Du kannst sie aber auch als Zutat für Kekse oder Kuchen verwenden.

Mandeln

Seit über viertausend Jahren bauen Menschen die Steinfrüchte bereits an. Botanisch gehören die Bäume zu den Rosengewächsen. Ihr Anbaugebiet reicht von Kalifornien über den Mittelmeerraum bis hin nach Pakistan. Schon die Römer wussten den Geschmack der Mandel zu schätzen. Die Kerne kannst du problemlos roh zu dir nehmen, denn die Mandel hat einen angenehm süßen Geschmack. Mandelsplitter sind zudem eine leckere Garnitur für Backwaren und Speisen. Außerdem sind die Kerne Grundzutat für Mandelmilch und -öl.

Maronen

Die Esskastanie hat sich in den letzten Jahren zu einem Verkaufsschlager auf Weihnachtsmärkten entwickelt. Dort werden sie geröstet angeboten und warm verzehrt. Der Geschmack ist nussig und die Kerne verfügen über eine mehlige Konsistenz. Die Bäume wachsen auch in Süddeutschland, die im Handel erhältlichen Nüsse stammen aber häufig aus wärmeren Regionen in Südeuropa. Ursprünglich wuchsen Maronen vor allem in den Regionen am Schwarzen Meer. Deshalb gibt es auch keine direkte Verwandtschaft mit der Rosskastanie, die du in Deutschland häufig im Herbst auf dem Boden findest.

Paranuss

Die Paranuss ist die Exotin unter den Schalenfrüchten. Ihre Heimat ist der brasilianische Tropenwald. Die Kerne wachsen in einer holzigen Frucht, die optisch einer Kokosnuss ähnelt. Im Inneren können bis zu fünfundzwanzig Nüsse heranwachsen. Die einzelnen Kerne sind länglich und verfügen über eine weitere Schale, die sehr hart wird. Geschmacklich erinnert die Paranuss an Mandel und kann deshalb auch ähnlich verwendet werden.

Pekanuss

Der Kern ist der optische Doppelgänger der Walnuss. Die Schale ist hingegen sehr glatt und einfach zu öffnen. Auch der Geschmack ist lieblicher. Die Pekannuss stammt aus den USA und wird vor allem dort verwendet. Zu Feiertagen verarbeiten Amerikaner die Nuss zu schmackhaften Kuchen und feinem Gebäck. Natürlich kannst du aber auch diese Nuss pur genießen.

Pistazien

Der Pistazienbaum wächst zum Beispiel in Afghanistan und im Iran besonders gut. Aber auch in den USA wird die Steinfrucht angebaut. Auffällig sind ihre grüne Farbe und das feine Aroma. Du erhältst sie als geröstete Knabberei oder zum Beispiel als eigene Eis-Sorte. Gehackte Pistazien bahnen sich ihren Weg sogar bis in Wurstwaren – wie Mortadella. Pistazien enthalten eine Menge Öl, weshalb du die Kerne zügig verbrauchen solltest, da sie sonst verderben.

Walnuss

Ursprünglich aus dem asiatischen Raum stammend, kamen Walnüsse über Italien und Frankreich nach Deutschland. Mittlerweile werden die Nüsse vor allem in den USA angebaut. Im Inneren der harten Schale befinden sich die zwei Hälften des Kerns mit der typisch filigranen Form. Walnüsse werden kandiert zu einer süßen Knabberei. Sie passen aufgrund ihres Geschmacks aber auch zu vielen herzhaften Gemüsegerichten. Ihre Konsistenz verleiht den Speisen zudem einen angenehmen Biss.

Welche Inhaltsstoffe stecken im Schalenobst?

Nüsse haben einen hohen Fettgehalt, der bis zu 75 % betragen kann. Die Nussfette zählen allerdings zu den sogenannten guten Fetten. Denn sie bestehen zu großen Teilen aus ungesättigten Fettsäuren, die der menschliche Körper dazu nutzt, um bestimmte Vitamine zu verarbeiten.

Außerdem ist Schalenobst ein idealer Proteinlieferant für Sportler und Athleten, die auf eine fleischreiche Ernährung verzichten möchten. Die Nüsse und Kerne verfügen über eine ausgewogene Mischung von Mineralstoffen und Vitaminen.

Wer Gewicht reduzieren möchte, sollte trotzdem nur in Maßen zu Schalenfrüchten greifen. Der Grund dafür: Nüsse bringen ordentlich Kalorien mit und können auf diese Weise den Gewichtsverlust verlangsamen.

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