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Apfel – Infos & Wissenswertes

Apfel.
Apfel.

Ob als leckere Zutat im Kuchen, Snack für zwischendurch oder eingekocht als Mus – der Apfel ist bei den meisten Menschen allgegenwärtig. Verschiedene Geschmackssorten, leichte Lagerung und regionaler Anbau machen Äpfel hierzulande sehr beliebt. Doch wo genau kommt der Apfel eigentlich her? Was kannst du Leckeres aus ihm zaubern? Antworten auf diese und andere Fragen findest du hier!

Woher kommen Äpfel?

Der Apfel ist in der Geschichte der Menschheit stark verankert. Besonders die Deutschen lieben ihre Äpfel – am besten mit regionalem Ursprung. Dabei kommt das Obst ursprünglich aus einem ganz anderen Teil der Erde. Seinen Ursprung hat der Apfel nämlich in Zentralasien. Forscher vermuten, dass der erste Anbau bereits vor etwa 12.000 Jahren im heutigen Kasachstan stattgefunden hat. Nach Europa kam der Apfel dann im Gepäck der Römer. Diese brachten das Obst von ihren Feldzügen mit und verteilten es über den gesamten Kontinent. Von da an nahm die Bedeutung der Frucht stetig zu. Heute steht Deutschland beim Apfelverzehr an der Spitze aller europäischer Staaten.

Bei uns in Deutschland wachsen Äpfel vor allem in drei Hauptanbaugebieten. In Sachsen-Anhalt ist die Anzahl der Apfelbäume fast so groß wie die der Einwohner. Rund um den Bodensee hat der Apfelanbau eine weitreichende Tradition. In den Klöstern der Region bauten Mönche bereits vor über 1.000 Jahren Äpfel an. Die größte jährliche Menge ernten jedoch die Betriebe im Alten Land westlich von Hamburg. Das Gebiet erstreckt sich dort über eine Fläche von etwa 10.500 Hektar. Die Apfelernte startet je nach Sorte und Wetterlage bereits im Juli. Einige Sorten können aber sogar noch im November gepflückt werden.

Apfelblüte.

Europa hat sich als besonders guter Anbaustandort für Äpfel etabliert. Das gemäßigte Klima bietet perfekte Bedingungen für die Bäume und Sträucher, die zu der botanischen Familie der Rosengewächse zählen. Sie bilden als Kernobstgewächse eine eigene Gattung innerhalb dieser Familie. Die Pflanzen entwickeln im Wachstumsverlauf eine sogenannte Scheinfrucht, die du schließlich als Apfel im Handel erwerben kannst. Im Inneren der Frucht befinden sich noch die kleinen braunen oder schwarzen Samen.

Welche Apfelsorten gibt es und wie schmecken sie?

Experten gehen davon aus, dass es auf der ganzen Welt etwa 20.000 verschiedene Apfelsorten gibt. Manche wachsen nur unter ganz bestimmten klimatischen Bedingungen, andere haben sich weltweit als führende Sorten etabliert. Die Produzenten ordnen die Äpfel im Allgemeinen in drei Kategorien ein: Tafeläpfel eignen sich vor allem für den direkten Verkauf. Aus sogenannten Wirtschaftsäpfeln entstehen Folgeprodukte wie Apfelmus oder Gelee. Mostäpfel wandern in die Produktion von Säften, Weinen oder Essig. Die bekanntesten Sorten in der Übersicht:

Boskop

Der eigentliche Name dieser Sorte lautet „der Schöne aus Boskoop“, sie stammt ursprünglich aus den Niederlanden. Boskop-Äpfel sind meist sehr groß und verfügen über ein Gewicht von rund 200 g. Du findest die Sorte als Speiseapfel in der Obstabteilung. Der Boskop eignet sich aufgrund seiner Säure und seinem intensiven Aroma gut zum Backen und Einkochen.

Braeburn

Die neuseeländische Sorte ist vor allem in Europa sehr beliebt. Sie glänzt mit einem herben, aber gleichzeitig süßen Geschmack und einer tiefroten Färbung, die nur einen Teil der Schale einnimmt. Neben dem frischen Verzehr eignet sich Braeburn auch zum Kochen oder Backen. Außerdem sollen diese Sorten von Allergikern sehr gut vertragen werden.

Cox Orange

Aus dem Vereinigten Königreich kommt die Sorte Cox Orange. Das saftige Fruchtfleisch ist von einer festen Schale umgeben, die jedoch die klassische Knackigkeit vermissen lässt. Der Geschmack ist süß und fruchtig und erinnert laut Kennern in Teilen an Birnen. Die Briten schwören auf die Mischung aus charakteristischer Konsistenz und Geschmacksnuancen.

Elstar

Diese Sorte ist eine Kreuzung aus Golden Delicious und Ingrid Marie und stammt aus der niederländischen Provinz Gelderland. Gezüchtet wird Elstar erst seit circa 1955. Somit zählt die Sorte zu den jüngeren Züchtungen. Geschmacklich verfügt sie über eine feine säuerliche Note. Elstar-Äpfel sind besonders saftig, weshalb sie sich perfekt für den Einsatz in Backwaren eignen.

Gala

Die intensive rote Färbung und die etwas kleineren Früchte zeichnen die Sorte Gala aus. Ursprünglich stammen die Äpfel aus Neuseeland und überzeugen geschmacklich mit einer aromatischen Süße. Im Handel findest du in der Regel die Sortenmutante Gala Royal, deren roter Farbton noch kräftiger ist.

Golden Delicious

Der Namen dieser Sorte verrät bereits optische und geschmackliche Merkmale: Golden Delicious stammt aus West Virginia in den USA und entwickelt im Wachstum eine unvergleichliche goldgelbe Schale. Kulinarisch ist diese Sorte ein Alleskönner. Die Äpfel schmecken pur, eignen sich aber ebenfalls zum Backen oder Kochen.

Granny Smith

Aus dem fernen Australien kommt die Sorte Granny Smith zu uns. Die Äpfel tragen den Namen ihrer Entdeckerin Maria Ann Smith. Die Früchte kommen meist unreif mit einer leuchtenden grünen Schale in den Handel und schmecken in diesem Stadium sehr sauer. Vollreife Granny Smith-Äpfel ähneln optisch und geschmacklich dem Golden Delicious.

Jonagold

Botaniker an der Cornell University in den USA züchteten Jonagold aus den Sorten Golden Delicious und Jonathan. In den Handel kamen die Äpfel sogar erst in den 1970er-Jahren. Jonagold-Äpfel schmecken fruchtig-süß und überzeugen mit festem Fruchtfleisch.

Pink Lady

Die dunkelrote Färbung mit leichten grünen Anteilen ist das Markenzeichen der Sorte Pink Lady, die auch unter dem Namen Cripps Pink bekannt ist. Ursprünglich stammt die Sorte aus Australien. Sie profitiert vor allem von einer ausgeprägten Lagerfähigkeit und wird nur sehr selten mehlig.

Tipps für den Apfel-Einkauf

Roter Apfel.

Im Supermarkt findest du das gesamte Jahr über Äpfel. Vor dem Einkauf solltest du einen genauen Blick auf die Schale und die Konsistenz des Apfels werfen. Braune Flecken oder Druckstellen deuten darauf hin, dass das Obst schon länger in der Ladentheke liegt oder nicht mehr frisch ist. Die beste Qualität bekommst du im Sommer und Herbst, denn dann kommen die erntefrischen Äpfel aus der Region in den Handel. Diese schmecken besonders gut.

Vor dem Verzehr solltest du einen Apfel auf jeden Fall reinigen. Im konventionellen Anbau spritzen die Produzenten die Früchte häufig. Auch im Bio-Anbau kommen natürliche Spritzmittel zum Einsatz. Deshalb wasche den Apfel unter laufendem Wasser und reibe ihn anschließend mit einem Tuch ab.

Äpfel richtig lagern

Bei der Lagerung gilt: Äpfel bewahrst du immer getrennt vom restlichen Obst auf. Äpfel reifen nach und geben dabei ein Reifegas namens Ethylen ab. Das Gas sorgt dafür, dass auch anderes Obst schneller reif wird. Der ideale Lagerplatz für Äpfel ist das Gemüsefach des Kühlschranks oder ein Keller mit hoher Luftfeuchtigkeit und guter Belüftung. Um Druckstellen zu vermeiden, solltest du Äpfel niemals übereinanderstapeln.

Wie lange der Apfel dann letztlich frisch bleibt, hängt aber nicht nur von der Lagerung ab. Auch die jeweilige Sorte spielt eine Rolle. Manche Sorten halten sich im Kühlschrank monatelang, während du andere bereits nach ein paar Wochen verbrauchen solltest. Du kannst deine Äpfel aber einfach regelmäßig kontrollieren und faule Exemplare aussortieren.
Diese Sorten kannst du gut einlagern: Boskop, Elstar, Gloster, Jonagold, Golden Delicous und Cox Orange.

Äpfel haltbar machen

Neben dem Einlagern gibt es verschiedene Methoden, um Äpfel haltbar zu machen, sodass du sie das ganze Jahr über genießen kannst. Am beliebtesten ist das Einkochen zu Apfelkompott, Apfelmus oder Apfelmarmelade. Dafür werden die Äpfel gewaschen, das Fruchtfleisch klein geschnitten und dann mit etwas Flüssigkeit und Zucker eingekocht. Damit du lange was von deinem Eingekochten hast, solltest du Kompott und Co. immer in sterile Gläser füllen.
Keine Lust auf Einkochen? Dann frier Äpfel ein. Das geht ganz einfach. Schneide den Apfel in Stücke und blanchiere diese kurz in kochendem Wasser. Danach kommen sie in einen gefriergeeigneten Behälter und gehen ab ins Gefrierfach. Dort kannst du sie bis zu sechs Monate aufbewahren

Fermentieren ist gerade total angesagt. Diese Methode des Konservierens geht auch mit Äpfeln. Um diese so haltbar zu machen, schichtest du sie in ein steriles, großes Bügelglas und gießt eine Lake aus Salz-Zucker-Wasser darüber. Äpfel beschweren und mindestens vier Wochen bei Raumtemperatur fermentieren


Was man aus Äpfeln alles machen kann

Vor allem frisch gepflückt schmecken Äpfel köstlich. Sie eignen sich hervorragend als Apfelkuchen oder Apfelstrudel, im Obstsalat, als Apfelmus oder -chutney, als Apfelkompott, als Apfelmarmelade oder als Trockenobst. Mit einem Entsafter lässt sich Apfelsaft leicht herstellen. Zusätzlich findet der Apfel in herzhaften Speisen Verwendung, zum Beispiel in Rotkraut oder in Apfelmeerrettich. Darüber hinaus werden viele Apfelsorten über den Winter gelagert. Gute Lageräpfel sind vor allem Cox Orange, Gala, Berlepsch und der Rote Boskoop.

Welche Äpfel eignen sich für Apfelmus?

Apfelkompott lässt sich leicht zu Apfelmus verarbeiten. Pürier hierzu das weich gekochte Kompott mit einem Kartoffelstampfer. Einfacher geht es mit einer Passiermühle, der sogenannten Flotten Lotte. Das fertige Apfelmus kochst du zur Haltbarmachung ebenfalls ein. Perfekt für die Apfelmusherstellung sind Sorten mit viel Säure, zum Beispiel Boskoop, Braeburn oder Cox Orange.

Welche Äpfel eignen sich für Marmelade?

Aus Äpfeln lassen sich ebenfalls Gelees und Marmeladen herstellen. Für Gelee benötigst du Apfelsaft, den du mit dem Entsafter gewinnst. Zum Kochen von Marmelade mischt man gern die Äpfel mit anderem Obst, um ein intensiveres Geschmackserlebnis und eine feinere, ansprechendere Textur zu erzielen. Erlaubt ist, was schmeckt! Marmeladen eignen sich für kreative Köche hervorragend zum Experimentieren. Probiere beispielsweise Brombeer-Apfel-Marmelade, Holunder-Apfel-Marmelade oder Kürbis-Apfel-Marmelade! Für die Marmelade sind aromatische Apfelsorten perfekt geeignet, vor allem Boskoop oder Elstar.

Nährstoffe von Äpfeln

Äpfel gelten gemeinhin als zuverlässige Quelle für Vitamin C. Das ist allerdings auch stark von der jeweiligen Sorte abhängig. Einige Sorten enthalten deutlich mehr Vitamin C als andere. Die beliebten Sorten liegen in der Regel bei einem Gehalt von 10-20 mg pro 100 g. Zum Vergleich: Der Tagesbedarf eines Erwachsenen liegt je nach Geschlecht bei etwa 95 bis 110 g.  

Zusätzlich sind Äpfel mit ca. 50-55 kcal und 0,5 g Fett auf 100 g durchaus kalorien- und fettarm. Die enthaltenen Ballaststoffe (ca. 2,5 g pro 100 g) wirken sättigend. Vor allem der lösliche Ballaststoff Pektin soll dem Körper dabei helfen, Fettpartikel schneller loszuwerden. Das enthaltene Wasser hat in Verbindung mit den Ballaststoffen zudem einen positiven Effekt auf die Verdauung. Ein gut zerkauter Apfel ist also ein gutes Hausmittel für einen unruhigen Magen.

Die besten Apfel-Rezepte:

Klassischer Bratapfel
  • Vegetarisch
  • Glutenfrei
50min
Einfach
Apfelstrudel
  • Vegetarisch
1h 15min
Mittel
Apfel-Lollis
  • Wenig Zucker
  • Vegetarisch
  • Glutenfrei
20min
Einfach