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Berberitze: kleine, aromatische Beere aus Nahost

Zweige mit Berberitze.

Vielleicht kennst du Berberitzen aus dem Park und vom Wegesrand – vor allem im Herbst leuchten hunderte rote Beeren an den Zweigen der Sträucher. Aber wusstest du, dass man die Früchte einiger Berberitzen-Arten essen kann? Insbesondere in Nahost ist die Berberitze eine beliebte Aromazutat für herzhafte Gerichte. Wie schmecken Berberitzen also? Welche Nährstoffe stecken in den Beeren und wie kann man sie zubereiten?

Was sind Berberitzen?

Berberitzen (Berberis) sind Pflanzen aus der Familie der Berberitzengewächse. Die dornigen, meist immergrünen Sträucher sind in ganz Europa, Asien und dem Kaukasus verbreitet. Die kleinen roten Früchte des Strauchgewächses bezeichnet man ebenfalls als Berberitzen. In Deutschland kennt man sie auch als Sauerdorn oder Essigbeeren. Allerdings sind nicht alle Berberitzen-Arten essbar – in Deutschland sind es nur die Beeren der Gewöhnlichen Berberitze.

In Deutschland sind die Früchte der Berberitze als Lebensmittel relativ unbekannt. Im Mittleren Osten dagegen sind Berberitzen eine beliebte Aromazutat, zum Beispiel in Reisgerichten. Insbesondere der Iran ist mit 4.500 Tonnen geernteten Berberitzen im Jahr der Hauptproduzent und -exporteur der kleinen Beeren.

Die ovalen, 1–2 cm großen Berberitzen sind leuchtend rot und wachsen meist in Trauben an den dornigen Zweigen. Es gibt auch Berberitzen mit gelben und rosafarbenen Beeren. Die reifen Beeren schmecken sehr fruchtig und süß-sauer. Man kann sie roh essen, im Handel werden sie aber meist getrocknet angeboten, etwa als Gewürz- oder als Teemischung.

Gut zu wissen

Der fruchtig-säuerliche Geschmack von Berberitzen ähnelt dem von Cranberries und Aroniabeeren. Daher kannst du diese Beeren gut als Ersatz für Berberitzen verwenden.

Herkunft der Berberitze

Woher die Berberitze ursprünglich stammt, lässt sich nicht eindeutig sagen. Klar ist, dass unterschiedliche Arten der Sträucher sowohl in Asien als auch in Europa, Südamerika und Teilen Nordamerikas heimisch sind. Besonders viele verschiedene Berberitzen-Arten wachsen in Ostasien und im Himalaya, in Europa dagegen gibt es nur sehr wenige heimische Arten.

Die Sträucher wachsen wild in der Natur. Aufgrund der leuchtenden Farben und der üppigen Beeren sind viele Arten auch als Zierpflanzen in Parks und Gärten beliebt. Insgesamt gibt es weit über 400 verschiedene Berberitzen. Als Lebensmittel angebaut werden nur wenige Sorten, viele Berberitzen haben sogar giftige Beeren.

Gut zu wissen

Wenn du die Gewöhnliche Berberitze von anderen Arten unterscheiden kannst, kannst du die kleinen Beeren auch selbst im Garten oder im nächsten Park pflücken und zubereiten.

Anbau und Ernte der Berberitze

In den Hauptanbaugebieten im Mittleren Osten werden Berberitzen auf großen Flächen kultiviert. In vielen anderen Ländern erntet man die Beeren eher wild oder auf deutlich kleineren Flächen. Die Erntezeit für Berberitzen ist im Herbst – dann hängen die roten Beeren in großen Trauben an den dornigen Zweigen.

Vielerorts werden die Früchte von Hand geerntet. Es ist wichtig, die Beeren direkt nach der Ernte von Stängeln und Blättern zu befreien: Sie enthalten den giftigen Stoff Berberin. Auch die Beeren selbst enthalten Berberin, allerdings in so kleinen Mengen, dass es für Menschen unbedenklich ist. Kleinkinder und Schwangere sollten Berberitzen trotzdem nur in geringen Mengen essen.

Nährstoffe: Sind Berberitze gesund?

Berberitzen sind fett- und kalorienarm. Wie die meisten Früchte liefern sie viele Kohlenhydrate, die der Körper als Energiequelle benötigt. Der säuerliche Geschmack weist schon darauf hin: Berberitzen sind eine gute Quelle für Vitamin C, das zu einer normalen Funktion des Immunsystems beiträgt. Zudem sind die Beeren reich an Ballaststoffen und unterstützen eine normale Verdauung. Der enthaltene Farbstoff Berberin hat eine antioxidative Wirkung – er bindet freie Radikale und schützt damit die Zellen vor oxidativem Stress.

Gut zu wissen

Der deutsche Pfarrer und Naturheilkundler Sebastian Kneipp soll Berberitzen im 19. Jahrhundert als Heilpflanze bei Erkältungs-, Leber- und Gallenbeschwerden verschrieben haben.

Nährstoffe 

Nährwerte pro 100 g 

Kalorien 

325 kcal 

Kohlenhydrate 

64 g 

Eiweiß 

3,5 g 

Fett 

1 g 

Ballaststoffe 

7,5 g 

Vitamin C 

25 mg 

Gut zu wissen

Nur die Beeren der Berberitze sind essbar. Blätter und Zweige enthalten größere Mengen giftiges Berberin. Auch den Kern der Beeren entfernt man normalerweise, da er sehr bitter schmeckt.

Lagerung und Haltbarkeit von Berberitzen

Frische Berberitzen kannst du selbst pflücken. Das ist allerdings nur zu empfehlen, wenn du dich mit den Pflanzen gut auskennst und die Gewöhnliche Berberitze von den anderen Arten unterscheiden kannst. Im Handel bekommst du Berberitzen meist in getrockneter Form in der Gewürzabteilung im Supermarkt oder im Bioladen.

Getrocknete Berberitzen bewahrst du am besten luftdicht verschlossen in einer Dose an einem dunklen, kühlen Ort auf. So halten sich die Beeren bis zu einem Jahr.

Frische Berberitzen halten sich nur wenige Tage. Wenn du selbst Berberitzen gepflückt hast, solltest du sie im Kühlschrank aufbewahren und möglichst schnell verbrauchen.

Wie kann man Berberitzen in der Küche verarbeiten?

In der traditionellen persischen Küche werden Berberitzen ähnlich wie Rosinen oder andere Trockenfrüchte verwendet, etwa um Reisgerichte oder Fleisch zu verfeinern. Man kann aber sowohl die frischen als auch die getrockneten roten Beeren zu Marmelade oder Gelee verarbeiten. Getrocknete Berberitzen schmecken im Müsli oder Porridge, als Zutat in Keksen, Muffins oder Kuchen oder in selbstgemachten Müsliriegeln und Energy Balls. Besonders gut kommt der säuerliche Geschmack der Berberitzen in Likören und selbst angesetztem Fruchtessig zur Geltung.

Leckere Rezepte, die du mit Berberitze verfeinern kannst

Bircher Müsli
  • Vegetarisch
  • Wenig Zucker
2h 15min
Einfach
Brombeer-Portwein Marmelade
  • Laktosefrei
  • Vegetarisch
  • Vegan
45min
Einfach
Süßkartoffelgulasch mit frischen Cranberries
  • Clean Eating
  • Vegetarisch
30min
Einfach
Grüner Salat mit Cranberries, Avocados und Walnüssen
  • Laktosefrei
  • Vegan
  • Glutenfrei
15min
Einfach