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Granatapfel

Granatapfel

Er gilt als Fruchtbarkeitssymbol und soll super gesund sein: Der Granatapfel ist der Superstar unter den Früchten. Erfahren Sie hier, wie Sie die roten Kerne am besten zubereiten und ob die Frucht wirklich so gesund ist.

Woher kommt der Granatapfel?

Der Granatapfel ist erst in den letzten Jahren zum Superfood avanciert, doch er wird seit über 3000 Jahren angebaut und ist seit dem Mittelalter auch in Deutschland bekannt. Er stammt aus dem heutigen Iran und wurde bereits in der Antike in Asien und im Mittelmeerraum verbreitet. Nach der spanischen Kolonialisierung gelang der Granatapfel auch in die Karibik und nach Südamerika.

Wie wächst der Granatapfel?

Granatäpfel wachsen an sommergrünen Bäumen oder Sträuchern, die eine Höhe von bis zu fünf Metern aufweisen können und einige hundert Jahre alt werden. Im Frühjahr und Sommer blühen große glockenförmige Blüten in orangerot bis hellgelb. Die daraus wachsende apfelähnliche Frucht ist anfangs grün, verfärbt sich später aber orangerot, rot, gelbrot oder auch rotbraun. Der Granatapfel entspricht einer ledrigen Beere mit innenliegenden Kammern, in denen sich bis zu 400 saftige Samen befinden können.

Wo wird der Granatapfel angebaut?

Der Granatapfel braucht viel Sonne und Wärme, um zu gedeihen. Er wird in allen Regionen mit tropischem, subtropischem und gemäßigtem Klima kultiviert. Anbauländer sind beispielsweise Iran, Marokko, Ägypten, Tunesien, Israel, Türkei und Italien.

Wann hat der Granatapfel Saison?

Hierzulande ist der Granatapfel eine typische Winterfrucht. Er ist zwar das ganze Jahr über erhältlich, die Erntezeit und somit Hochsaison liegt jedoch zwischen Oktober und Februar.

Welche Sorten gibt es?

Insgesamt gibt es rund 500 verschiedene Granatapfelsorten, von denen viele allerdings nicht zum Verzehr geeignet sind. Die meisten haben eine ledrige, rote Haut, manche sind gelb, braun oder auch rosafarben. 
Wonderful, Aco und Granada sind die im Handel verbreitetsten Sorten. Wonderful ist groß und saftig, Aco deutlich kleiner und mit weicheren Kernen. Sehr beliebt ist auch Granada, da die Kerne nur wenig herb schmecken.

Granatapfel

Welche Nährwerte hat der Granatapfel?

B-Vitamine, Eisen, Kalium: In den Kernen des Granatapfels stecken jede Menge Vitamine und Mineralstoffe. Gleichzeitig ist die Frucht recht kalorienarm mit nur 74 kcal pro 100 g. Was viele nicht wissen: Die Kerne und der Saft des Granatapfels gelten als sehr Vitamin C reich. Das stimmt jedoch nicht. In 100 g Granatapfel steckt ca. 7 mg Vitamin C. Zum Vergleich: 100 g Erdbeeren kommen auf 55 mg, 100 g schwarze Johannisbeeren sogar auf 175 mg.

Nährstoff pro 100 g Granatapfel
Kalorien 74 kcal
Kohlenhydrate 16 g
Eiweiß 1 g
Fett 1 g
Ballaststoffe 2,2 g
Vitamin B6 0,10 mg
Vitamin C 7 mg
Kalium 220 mg
Eisen 0,5 mg

 

Fun Facts rund um den Granatapfel

- Der Granatapfel war Teil vieler heidnischer Kulte und wurde in der Antike als Fruchtbarkeitssymbol verehrt.
- Schon in der Bibel findet Granatapfelsaft Erwähnung.
- Der Name stammt aus dem Lateinischen und bedeutet: "mit vielen Kernen versehen".

Worauf muss man beim Granatapfel Einkauf achten?

Da sich über das Essbare des Granatapfels, die Kerne im Inneren, beim Kauf kein Urteil fällen lässt, muss man sich auf die äußeren Werte der Frucht verlassen. Greifen Sie lieber zu großen, schweren Exemplaren, die haben tendenziell die meisten und saftigsten Kerne. Die Haut sollte glatt, fest und frei von Dellen sein. Da die Farbe der Schale je nach Sorte unterschiedlich sein kann, gibt diese nicht unbedingt Auskunft über den Reifegrad. Dennoch tendieren die besonders dunkelroten Früchte dazu, leckere süße Kerne zu verbergen.

Wie lagert man Granatäpfel?

Je nachdem ob Sie den Granatapfel in Kürze verzehren möchten oder ihn auf Vorrat eingekauft haben, können Sie ihn entweder im Kühlschrank oder bei Zimmertemperatur lagern. Schon herausgelöste Kerne sollten stets kühl aufbewahrt werden oder können auch prima eingefroren werden.

Wie lange sind Granatäpfel haltbar?

Im Gemüsefach des Kühlschranks bleibt die geschlossene Frucht mehrere Monate frisch. Bei Zimmertemperatur können Sie sie zwei, drei Wochen lagern. Bereits aus der Schale gelöste Kerne sollten Sie kühl aufbewahren und innerhalb der nächsten Tage verzehren.

Granatapfel

Wie entkernt man einen Granatapfel?

Wer schon mal einen Granatapfel entkernen wollte, weiß: Das ist gar nicht so einfach. Die Kerne sitzen fest im Fruchtfleisch und lassen sich nur schwer lösen. Am Ende sind Hände, Kleidung und die nähere Umgebung garantiert voller Saft. Es gibt jedoch ein paar Tricks, mit denen das Entkernen leichter gehen soll.

Trick Nr. 1: Den Granatapfel vierteln und in einer Schüssel mit Wasser die Kerne herauslösen. So vermeidet man lästige Saftspritzer.

Trick Nr. 2: Frucht halbieren, dann mit einem Kochlöffel auf die Schale klopfen, bis sich die Kerne lösen.

Trick Nr. 3: Ober- und Unterseite schräg abschneiden, Granatapfel an den Lamellen einritzen und aufbrechen. So fallen die Kerne leichter heraus.

Gut zu wissen: Die weißen Fruchthäute sollten gründlich entfernt werden, sie schmecken ziemlich bitter.

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