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Granatapfel

Granatapfel

Der Granatapfel gilt mittlerweile als Superfood, das nur so vor wertvollen Nährstoffen strotzt. Sein lieblicher Geschmack wird allerdings schon seit hunderten von Jahren bekannt und geschätzt. Woher genau der Granatapfel kommt, wie du ihn zubereiten kannst und welche kräftigenden Stoffe wirklich in ihm stecken, erfährst du hier.

Allgemeines zum Granatapfel

Der lateinische Name dieser Frucht lautet „malum granatum“, was so viel bedeutet wie „mit Kernen versehener Apfel“. Die ursprüngliche Bezeichnung ist vollkommen zutreffend, denn ein Granatapfel fällt vor allem durch seine glänzenden Kerne im Inneren auf.

Die Granatapfelpflanze bildet eine eigene Gattung und wird bis zu fünf Meter hoch. An ihr wachsen die roten Früchte, die im reifen Zustand tatsächlich an einen handelsüblichen Apfel erinnern. Die Früchte erreichen dabei einen Durchmesser von bis zu 12 cm.

Aus der botanischen Perspektive sind Granatäpfel sogenannte Scheinfrüchte. Im Inneren befinden sich die Samen, die von einer glasigen Hülle umgeben sind, die wiederum tiefrot leuchtet. Wie viele Kerne sich genau in einem Granatapfel befinden, ist schwer zu sagen. Experten sprechen von bis zu 600 oder 700 Kernen. Die genaue Menge hängt allerdings auch vom individuellen Wachstum der Früchte ab.

Fest steht allerdings, dass der Granatapfel auf eine lange Geschichte zurückblicken kann. In der Antike verehrten verschiedene Religionen die Frucht als göttlich oder sprachen ihr eine fruchtbarkeitsfördernde Wirkung zu. Ursprünglich stammt der Granatapfel aus den Regionen des heutigen Irans. Dort wurde er bereits vor etwa 2.000 Jahren angebaut und weiterverarbeitet. Von da breitete sich die Frucht durch den florierenden Handel bis an die europäischen Mittelmeerküsten und nach Südostasien aus. Heute existieren zudem Plantagen in den USA oder in Südamerika.

Wie kannst du Granatäpfel zubereiten?

Granatäpfel haben von September bis Februar Saison. Dann werden die reifen Früchte oft aus Spanien oder auch der Türkei importiert. Beim Kauf solltest du auf die Reife achten. Ein trockener Blütenansatz und eine raue Schale sind Indizien für einen reifen Granatapfel.

Um an die saftigen Kerne zu kommen, schneidest du den Granatapfel am Blütenansatz ein und entfernst die Schale in Vierteln. Die eigentliche Frucht brichst du dann im Anschluss einfach auseinander und löffelst die Kerne in eine separate Schüssel.

Der süß-säuerliche Geschmack mit der leicht herben Note lässt sich in vielen Gerichten einsetzen. Die Kerne sind aber bereits pur ein Genuss. Du kannst sie auch als Zutat oder Topping für süße sowie herzhafte Speisen nutzen. Granatapfel macht sich zum Beispiel sehr gut in einem frischen Obstsalat und verleiht ihm zusätzlichen Crunch. Ausgepresste Kerne kannst du sogar im Dressing verwenden. Außerdem sind sie die perfekte Beilage für Lamm- oder Wildgerichte. Dazu streust du die Kerne einfach über das Fleisch oder verarbeitest sie in der Soße.

Das Besondere am Granatapfel: Wenn die äußere Schale intakt ist, sind die Früchte im Vergleich zu anderen Obstsorten deutlich länger haltbar. Ein Granatapfel hält sich bei Zimmertemperatur etwa zwei bis drei Wochen. Bei niedrigen Temperaturen, also zum Beispiel im Gemüsefach deines Kühlschranks, verlängerst du die Haltbarkeit sogar auf zwei bis drei Monate. Warum das so ist? Granatäpfel reifen nach der Ernte nicht mehr nach und können so bei Bedarf problemlos verarbeitet werden.

Wie entkernt man den Granatapfel?

Wie bekommt man bloß die leckeren Kerne aus der Frucht und zu welchen Gerichten passt der Granatapfel?

Nährstoffe von Granatäpfeln

Freie Radikale sind der Feind unserer Körperzellen. Sie sind ein Zwischenprodukt unseres Stoffwechsels und beschleunigen die Alterung der Zellen. Im Granatapfel existieren verschiedene Antioxidantien wie Polyphenole, die genau diesem Effekt entgegenwirken, indem sie die freien Radikale einfangen. Wissenschaftler gehen davon aus, dass die Antioxidantien aus Granatäpfeln dabei effektiver sind, als jene aus Blaubeeren oder Weintrauben.

Der Granatapfel punktet mit verschiedenen B-Vitaminen und einer kleinen Menge Vitamin E. Obwohl die Menge an Vitamin C in der Frucht nicht sehr hoch ist, wird Granatapfelsaft oft als Helfer bei Erkältungskrankheiten empfohlen.

Bei den Mineralstoffen und Spurenelementen versorgt dich ein Granatapfel vor allem mit Kalium. Der Mineralstoff unterstützt deine Muskeln sowie die Übertragung von Reizen über die Nervenbahnen und reguliert den pH-Wert des Körpers. Mit 220 mg auf 100 g Granatapfel kannst du deinem Körper also ganz leicht etwas Gutes tun. Zusätzlich verfügen die saftigen Kerne noch über kleinere Mengen Eisen, Kalzium und Zink.

Der Fruchtzucker im Granatapfel erhöht zwar den Kohlenhydratwert, die Früchte bieten sich aber trotzdem für eine figurbewusste Ernährung an. Mit etwa 78 Kalorien auf 100 g sind die Kerne ein kräftigender aber leichter Snack. Außerdem enthalten sie wenig Fett.

Nährstoffe pro 100 g

Kalorien78 kcal
Fett1 g
Kohlenhydrate16 g
Kalium 220 mg
Kalzium8 mg
Magnesium3 mg
Phosphat15 mg
Eisen0,5 mg
Beta Carotin40 µg
Folsäure7 mg
Vitamin C7 mg
Granatapfel

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