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Knabbergebaeck Rdk Gla

Knabbergebäck

Wer gerne »nascht«, es statt süß aber lieber pikant, würzig oder salzig mag, der greift zu den sogenannten Knabberartikeln, die häufig aus Getreide hergestellt werden.

Laugengebäck

Salzstangen Salzbrezeln Rdk Gla Ais

Salzstangen und Salzbrezeln zählen zu den bekanntesten Laugengebäcken. Aus Weizenmehl wird ein fester Teig geknetet und dann auf die erforderliche Stärke ausgerollt. Die einzelnen geformten Teiglinge werden vor dem Backen in eine wässrige Natronlauge getaucht. Beim Backen verkleistern die Stärkekörner der Teigoberfläche, sodass eine glänzend-braune Kruste und der typische Geschmack entstehen. Laugengebäck gibt es mit grobkörnigem Salz, aber auch mit Kümmel oder Sesam bestreut.

Kräcker

Kraecker Rdk Gla Ais

Weizenmehl, Pflanzenfett und Hefe sind die Bestandteile dieses beliebten, knusprigen Backwerks. Hin und wieder wird auch Käse mitverarbeitet.

Fischchen Rdk Gla Ais

Der gesalzene und gewürzte Teig muss flach ausgerollt und gefaltet werden, bevor er zu einem meist blättrigen Gebäck weiterverarbeitet werden kann. Kräcker gibt es in diversen Würzmischungen.

Extruderprodukte

Unter Extruderprodukten versteht man würzige Snacks, die mit verschiedenen Methoden aufgepuffert werden. Die Rohstoffe der luftigen, knusprigen Extruderprodukte sind Mais, Weizen, Hafer, Reis und Tapioka, hin und wieder auch Kartoffeln. Die in diesen Rohprodukten enthaltene Feuchtigkeit wird durch große Hitze schlagartig zur Ausdehnung gebracht, damit sich der Teig aufbläht. Das geschieht mithilfe einer Maschine, des Extruders.

Bei der Herstellung von Erdnussflips oder -locken zum Beispiel schüttet man Maisgrieß, der 14 % Feuchtigkeit enthält, in den Extruder. Unter großem Druck wird der Grieß durch eine beheizte Düse gepresst. Dabei entstehen Temperaturen von 200–250 °C. Das Wasser im Grieß verdampft schlagartig. Die austretende Grießpaste bläht sich auf, explodiert sozusagen. Ein rotierendes Messer schneidet die aufgeblähte Paste in kleine Stücke. Die Beschaffenheit der Düse bestimmt die Form des Produkts. Die Stückchen werden kross getrocknet, bevor man sie in großen Trommeln mit frisch gemahlenen Erdnüssen würzt.

Bei viereckigen Grundformen drückt die Maschine einen flachen Teigstrang aus der Düse, aus dem man dann viereckige Stücke herausstanzt. Sie landen nach dem Trocknen in einem heißen Pflanzenölbad, in dem sie wegen der in ihnen enthaltenen Restflüssigkeit aufpuffern. Über großen Rosten tropft das heiße Öl ab. Anschließend kann man die gewünschte Würzmischung auftragen wie zum Beispiel Paprika, Käse, Tomaten und Kräuter, Chili oder Kokosflocken.

Erdnussflips Herstellung Rdk Gla Aim

Erdnussflips zählen zu den Extruderprodukten.

Zwiebelringe Rdk Gla Ais

Zwiebelringe zählen ebenfalls dazu.

Blätterteiggebäck

Knuspriger Blätterteig, der aus Weizenmehl, Butter (ca.  32 %), Salz und  Milcheiweiß hergestellt wird, ist ebenfalls als Party-Knabbergebäck beliebt. Für einen pikanten Geschmack wird oft Käse untergemischt, als Würze Salz, Sesam oder Kümmel verwendet. Die Variationen reichen von Plätzchen über Stäbchen bis hin zu Löckchen oder Flûtes. Bei Flûtes sollte man auf die Zutatenliste sehen, denn manche Produkte bestehen nicht aus Blätterteig, sondern aus Weizenmehl, Butter und Hefe.

Tortilla-Chips / Nachos

Nachos Rdk Gla Ais

Die spanischen Nachos bzw. mexikanischen Tortilla-Chips bestehen aus Maismehl, pflanzlichem Öl und Salz und sind auch mit Chili feurig gewürzt oder mit Käse verfeinert im Angebot. Sie schmecken, vor allem aufgebacken, mit Salsa, einer feurig-würzigen Sauce auf Tomatenbasis, Guacamole (Avocadopüree), Käsesauce, Sour Cream und anderen Dips oder einfach nur mit Käse bestreut.

Brot-Chips und Panini

Eine Spezialität der Toskana ist Bruschetta – geröstetes Weißbrot mit Tomaten. Sie ist das Vorbild für die fein gerösteten, verzehrfertigen Brotchips und Panini bzw. Brötchenhälften aus der Tüte. Den Knabbergenuss auf italienische Art gibt es in den Geschmacksrichtungen Tomate, Zwiebel/Oregano und Knoblauch/Basilikum. Weitere Variationen sind geröstete Brötchenhälften aus Roggenteig mit Kräutersalz, aus Weizensauerteig mit Tomate und Gewürzen, aus Vollkorn mit Sesam oder aus Weizenteig mit Käse und Zwiebeln, mit Crème fraîche oder Knoblauch.

Grissini

Das italienische Knabbergebäck in Stangenform wird traditionell aus Weizenmehl, Pflanzenöl, Sauerteig, Malz und Salz hergestellt. Varianten sind Grissini mit Sesam, Rosmarin und aus Maismehl. Eine leckere Knabberei zu Wein und Oliven, besonders mit hauchdünnen Scheiben Parmaschinken umwickelt.

 

Chips

Nicht aus Getreide, sondern aus Kartoffeln werden die prominentesten Vertreter unter den Knabbergebäcken hergestellt:
Die Chips in ihren unzähligen Formen und Würzungen.

Kartoffelchips und -sticks

Kartoffelchips Sticks Rdk Gla Aim

Angeblich waren es die Indianer, die zum ersten Mal auf die Idee kamen, dünne Kartoffelscheiben in Öl zu rösten. Weil sich nur ausgesuchte Kartoffelsorten mit einem hohen Stärkegehalt zu Chips und Sticks verarbeiten lassen, schließen die Hersteller mit den Landwirten Anbauverträge ab, um die Versorgung mit der Rohware sicher zustellen.

Die hauchdünnen Scheiben der Kartoffelchips und die feinen Streifen der Kartoffelsticks werden in sogenannten Durchlauffritteusen in reinem Pflanzenöl bei 180° C gebacken, anschließend gesalzen und gewürzt. Inzwischen sorgen neben den hauchdünnen Chips auch extra dick geschnittene, geriffelte Chips für Knabberspaß. Die Empfindlichkeit dieser Produkte erfordert eine besonders luftdichte Verpackung. Damit die Knabberartikel möglichst gleich aufgebraucht werden können, gibt es die verschiedensten Packungsgrößen.

Auch in unterschiedlichen, raffinierten Würzmischungen sind Kartoffelchips und -sticks inzwischen erhältlich. So verlocken neben den lang bekannten Paprika-Chips zum Knabbern: Chips »Orientalisch« mit Piment, Nelke und Ingwer, Chips »Thai Sweet Chili«, exotisch scharf mit  einem Hauch von Süße, Gemüse-, Tomate-, Zwiebel-, Chili- und Knoblauchpulver, Chips »Napoli«, typisch italienisch mit Basilikum- und Tomatenpulver, Chips »Roasted Chicken« mit dem Geschmack von gebratenem Hühnchen, Thymian und anderen Kräutern, Chips »Spanish Salsa« mit feurigem Chili, Chips mit Sour Cream und Zwiebeln, Essig-Chips oder sogar Chips mit Apfelgeschmack.

Stapelchips

Im Gegensatz zu den Kartoffelchips werden die Stapelchips nicht aus rohen Kartoffelscheiben, sondern aus Kartoffelpüree produziert. Spezialmaschinen rollen den sorgfältig gewürzten Teig aus und stechen gleichmäßig runde Chips aus. Das Frittierverfahren ist dann dasselbe wie bei den Kartoffelchips. Ihren Namen erhielten die Stapelchips durch die stapelartige Abpackweise in stabilen, bruchsicheren Verpackungen. Stapelchips sind länger haltbar als herkömmliche Kartoffelchips.

Und auch hier kommt jeder auf seinen Geschmack, denn immer neue Sorten erscheinen auf dem Markt: extra pfeffrig, mit Käse- und Zwiebelaroma, texanisch mit Barbecue-Geschmack, etwas milder mit Sour Cream und Zwiebeln, feurig mit Salsa-, Western- oder Pizza-Note, pikant mit Salz und Essig, auch fettreduziert oder ganz fettfrei.

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