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Mandeln: köstlicher Snack mit Biss

Kuchenstücke mit Mandeln.

Eine Handvoll Mandeln zwischendurch, köstliche Kuchen mit Mandelmehl, Mandeldrink und natürlich Marzipan: Ohne Mandeln wäre unser Speiseplan ein ganzes Stück langweiliger. Die knackigen braunen Kerne sind ein beliebter Bestandteil von Nussmischungen – und das, obwohl sie eigentlich gar keine Nüsse sind. Was genau sind Mandeln also? Woher kommen sie und wie gesund sind die Kerne?

Was sind Mandeln?

Mandeln oder Mandelkerne sind die Samen des Mandelbaums (Prunus dulcis), der zur Familie der Rosengewächse gehört. Damit zählen Mandeln botanisch gesehen zu den Steinfrüchten. Aber anders als bei vielen Steinfrüchten wie Aprikosen oder Pfirsichen essen wir bei der Mandel nicht die Frucht selbst, sondern nur ihren Kern. Der Kern sitzt, von einer harten Schale umgeben, im Inneren einer grünen Frucht, die an den Zweigen des Mandelbaums wächst.

Mandelkerne sind 2–3 cm lang, oval und spitz zulaufend und von einer dünnen braunen Außenhülle umgeben, die fest am Mandelkern sitzt. Das Innere der Mandel ist gelblich-weiß und schmeckt sehr mild, süß und nussig.

Gut zu wissen

Mandeldrink gilt vor allem in der veganen Küche als echter Food-Trend. Tatsächlich gibt es das Getränk aus gemahlenen Mandeln und Wasser schon seit dem Mittelalter. Damals war es eine beliebte Milch-Alternative während der Fastenzeit.

Mandelbäume brauchen ein warmes Klima zum Wachsen, daher wird der allergrößte Teil der Mandeln, die bei uns im Supermarkt landen, aus Südeuropa, Asien oder den USA importiert. Früher galten Mandeln daher als Luxus, heute bekommst du ganze, gehackte oder gemahlene Mandeln in jedem Supermarkt. Bei uns werden die Kerne traditionell vor allem zu Süßspeisen und Gebäck verarbeitet, inzwischen sind sie aber auch in der veganen Küche als Alternative zu Milchprodukten beliebt. In der südlichen Pfalz werden heute sogar Mandelbäume angepflanzt, auch wenn die deutsche Mandelernte natürlich nicht mit der von Spanien oder Kalifornien vergleichbar ist.

Herkunft und Geschichte der Mandel

Mandeln sind schon seit Jahrtausenden als Lebensmittel bekannt. Man vermutet, dass der Mandelbaum seinen Ursprung in Mittelasien hat. Insbesondere im warmen, trockenen Klima im Iran und Irak, in der Türkei und in Usbekistan wachsen Mandelbäume auch heute noch wild. Vermutlich verbreitete sich der Mandelbaum zusammen mit anderen Nutzpflanzen wie Wein vom asiatischen Raum bis nach Südeuropa und später auch auf dem amerikanischen Kontinent.

Fun Fact

Das vielleicht bekannteste Mandelprodukt ist Lübecker Marzipan. Der Legende nach entstand die Süßigkeit im Jahr 1407 durch Zufall: Weil die Kornspeicher leer waren und die Menschen hungerten, befahl der Senat den Bäckern, Brot aus Mandeln zu backen. So entstand aus Mandeln, Zucker und etwas Rosenwasser das erste Marzipan.

Vor rund 2000 Jahren waren in Italien bereits süße und bittere Mandeln bekannt, die man nicht nur als Nahrung, sondern auch als Heilmittel nutzte. Die Mandelbäume wurden oft neben den Weinreben an sonnigen Hängen angepflanzt. Mit dem Ausbau der Handelswege innerhalb Europas gelangten bald auch Mandeln nach Mittel- und Nordeuropa. In Deutschland sind Mandeln seit dem späten Mittelalter bekannt, allerdings waren die exotischen Kerne sehr teuer. Heute importiert Deutschland jedes Jahr mehr als 100.000 Tonnen Mandeln, die roh oder als Snack verkauft, gemahlen, gehackt oder zu Mandeldrink verarbeitet werden.

Gut zu wissen

Nicht alle Mandeln in Deutschland sind importiert – einige stammen auch aus eigener Ernte: 2021 exportierte Deutschland insgesamt 18.500 Tonnen Mandeln, die meisten davon aus den größeren Anbaugebieten in der Südpfalz.

Mandel-Ernte

Mandelbäume gedeihen am besten in trockenen, warmen Regionen, auf steinigen Böden und häufig in Höhenlagen. Daher ist die Mandelernte teilweise aufwendig. Zwischen Januar und März blühen die Mandeln, danach beginnen die kleinen grünen Früchte zu reifen. Ab Ende August beginnen sich die Früchte zu spalten und geben den harten, porösen Kern im Inneren frei. Jetzt können die Mandeln geerntet werden.

In den großen, kommerziellen Anbaugebieten in Kalifornien, Spanien oder in der Türkei werden die Mandeln maschinell geerntet. Große Rüttelmaschinen fahren durch die Baumreihen und schütteln die reifen Früchte vorsichtig von den Zweigen. Wachsen die Mandelbäume an steilen Hängen, müssen die Mandeln mit langen Stangen von Hand abgeerntet werden. Die Mandeln werden vom Boden aufgesammelt und von den grünen Fruchthüllen befreit. Anschließend wird die Ernte zum Reinigen und Knacken in Fabriken weitertransportiert.

Gut zu wissen

Mit 1,5 Millionen Tonnen pro Jahr sind die USA der größte Produzent von Süßmandeln auf der Welt – noch vor Spanien und dem Iran.

Welche Sorten Mandeln gibt es?

Die Mandeln, die du geschält oder gemahlen im Supermarkt kaufst, sind in der Regel Süßmandeln. Die Süßmandel ist die beliebteste Mandelsorte. Sie ist mild und süß, hat eine zimtbraune, raue Haut und kann roh gegessen, geröstet oder als Zutat zum Kochen und Backen verwendet werden. Der größte Teil der Süßmandeln, die bei uns im Handel sind, stammt aus Kalifornien.

Die Krachmandel gehört zu den Süßmandeln, allerdings hat sie eine dünnere Schale als andere Mandelarten. Krachmandeln sind die einzigen Mandeln, die von Hand geknackt werden können. Darum werden sie vor allem in der Weihnachtszeit als dekorativer Snack für den Weihnachtsteller verkauft.

Bittermandeln sehen fast genauso aus wie Süßmandeln, haben im Rohzustand aber einen unangenehm bitteren Geschmack. Der Verzehr roher Bittermandeln ist gefährlich, da die Kerne Glykoside enthalten, die sich im Magen in Blausäure verwandeln. Daher kann man im Supermarkt keine Bittermandeln kaufen, sondern nur Bittermandelöl, das als Aroma für Gebäck und Desserts verwendet wird.

Nährstoffe: Wie gesund sind Mandeln?

Auch wenn Mandeln keine Nüsse sind – beim Nährstoffgehalt stehen die Kerne ihnen in nichts nach. Mandeln bestehen etwa zur Hälfte aus Fett. Ein Großteil der enthaltenen Fette sind ungesättigte Fettsäuren, die der Körper braucht, um wichtige Nährstoffe zu transportieren. Auch Ballaststoffe, die eine normale Verdauung unterstützen, sind in Mandeln reichlich enthalten.

Rohe Mandeln liefern eine Reihe verschiedener Vitamine, darunter Vitamin B1 und Vitamin B2 sowie Vitamin E. Aber auch Mineralstoffe und Spurenelemente sind reichlich in Mandeln enthalten – darunter Calcium, das für Knochen und Zähne sowie für die Muskelkontraktionen wichtig ist. Zudem liefern Mandeln nennenswerte Mengen an Magnesium und Kalium.

Fun Fact

Mandeln sind reich an Ballaststoffen. Vielleicht ist das der Grund dafür, dass im 15. Jahrhundert Marzipan in Apotheken als Mittel gegen Magen- und Verdauungsbeschwerden verkauft wurde.

NährstoffNährwerte pro 100 g

Kalorien 

589 kcal 

Eiweiß 

24 g 

Fett 

53 g 

Kohlenhydrate 

5,7 g 

Ballaststoffe 

11 g 

Zink 

3,08 mg 

Kalium 

705 mg 

Calcium 

264 mg 

Vitamin E 

25,9 mg 

Vitamin B1 

220 μg 

Vitamin B2 

169 μg 

Gut zu wissen

Die deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt, jeden Tag eine Handvoll (25 g) rohe Mandeln zu essen, um den Nährstoffbedarf des Körpers optimal abzudecken.

Lagerung und Haltbarkeit von Mandeln

Genau wie Haselnüsse oder Erdnüsse können auch Mandeln bei längerer Lagerung ranzig werden – insbesondere, wenn die fettreichen Kerne offen herumliegen. Daher solltest du Mandeln immer kühl und in einem verschließbaren Gefäß aufbewahren. Angebrochene Verpackungen mit geschälten oder gehackten Mandeln lagerst du am besten im Kühlschrank.

Auf jeder Verpackung mit Mandeln ist ein Mindesthaltbarkeitsdatumangegeben. In vielen Fällen sind die Mandeln aber noch darüber hinaus genießbar. Achte am besten auf Aussehen, Geruch und Geschmack: Wenn die Mandeln keine Verfärbungen haben, angenehm riechen und gut schmecken, kannst du sie in der Regel problemlos essen.

Produkt 

Lagerung 

Haltbarkeit 

Mandeln, ganz, verschlossene Verpackung 

kühl und dunkel 

12–18 Monate  

Mandeln, ganz, geöffnete Verpackung 

im Kühlschrank 

Bis 3 Monate 

Mandeln, gemahlen oder gehackt, verschlossene Verpackung 

kühl und dunkel 

10–12 Monate 

Mandeln, gemahlen oder gehackt, geöffnete Verpackung 

im Kühlschrank 

4–6 Wochen 

Mandeln mit Schale 

kühl und dunkel 

Bis zu 2 Jahre 

Mandelmus, verschlossenes Glas 

kühl und dunkel 

ca. 1 Jahr 

Mandelmus, geöffnetes Glas 

kühl und dunkel 

4–6 Monate 

Gut zu wissen

Ganze Mandeln lassen sich länger lagern als zerkleinerte. Durch das Mahlen oder Hacken vergrößert sich die Oberfläche der Mandeln, sodass die enthaltenen Fette und Eiweiße dem Licht und Sauerstoff eher ausgesetzt sind und schneller verderben.

Wie kann man Mandeln zubereiten?

Mandeln schmecken in süßen und herzhaften Gerichten, pur als Snack, als knuspriges Topping oder als cremige Mandelmilch. Und natürlich sind Mandeln die Grundlage für weltweit beliebte Süßigkeiten wie Marzipan, Nougat und Krokant. Insgesamt gibt es kaum ein Gericht, das du nicht mit Mandeln verfeinern kannst:

  • gehackt oder gemahlen in Müsli und Porridge
  • als knackige Zutat in Müsliriegeln und Energy Balls
  • grob gehackt als Topping auf Salaten und Suppen
  • geröstet und gewürzt als Snack
  • gemahlen, gehackt und gehobelt in süßem Gebäck wie Bienenstich
  • in der Weihnachtsbäckerei, z. B. für Vanillekipferl oder als gebrannte Mandeln
  • in der veganen Küche als Mandeldrink, Mandelmus und Mandelcreme
  • als Mandelkruste und zum Gratinieren von Fisch, Fleisch oder Aufläufen

Auch in vielen Rezepten mit Haselnüssen oder Walnüssen kannst du stattdessen Mandeln verwenden. Sie sind im Geschmack etwas milder und bringen Abwechslung auf den Tisch.

Leckere Rezepte mit Mandeln

Pilz-Curry mit Mandeln
2 Zutaten im Angebot
  • Vegetarisch
45min
Mittel
Birnenkuchen mit Mandeln
  • Wenig Zucker
2h 5min
Einfach
Blaubeermuffins mit Mandeln
  • Vegetarisch
45min
Einfach