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Natrium – Infos & Wissenswertes

Bei Natrium denken die meisten als erstes an Salz. Stimmt, der Mineralstoff ist fester Bestandteil von Kochsalz (Natriumchlorid) und kommt entsprechend in vielen Lebensmitteln vor. Erfahre hier, warum Natrium so wichtig für den Körper ist und was bei einem Natriumüberschuss bzw. -mangel passiert.

Wofür braucht der Körper Natrium?

Zusammen mit Kalium und Chlorid gehört das Mengenelement Natrium zu den wichtigsten Elektrolyten des Körpers. Elektrolyte sind Stoffe, die eine elektrische Leitfähigkeit besitzen. Natrium und Kalium haben eine positive Ladung, Chlorid eine negative. Gut zu wissen: Natrium ist das wichtigste Elektrolyt außerhalb der Zellen. Im menschlichen Körper kommt es zum größten Teil (90 Prozent) in der Flüssigkeit vor, die die Zellen umgibt. Zu den wichtigsten Funktionen von Natrium gehört die Rolle, die es bei der Regulation des Wasserhaushalts spielt. Der Mineralstoff kann Wasser sehr gut binden. Im Zusammenspiel mit Kalium (Natrium-Kalium-Pumpe) reguliert Natrium das Flüssigkeitsvolumen inner- und außerhalb der Zellen. Daneben spielt Natrium eine wichtige Rolle beim Säure-Basen-Haushalt (der Mechanismus, der den pH-Wert im Blut konstant hält), bei der Aktivierung verschiedener Enzyme und ist Teil der Knochenstruktur.

Wie viel Natrium sollte man pro Tag aufnehmen?

Im Gegensatz zu den meisten Mineralstoffen und Vitaminen gibt es keine konkreten Angaben, wie viel Natrium der Körper am Tag tatsächlich benötigt. Es liegen jedoch Schätzwerte der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) für die tägliche Aufnahme vor.

Schätzwerte für eine angemessene Natrium-Zufuhr (DGE):

AlterNatrium (mg/Tag)
0-4 Monate130
4-12 Monate200
1-4 Jahre400
4-7 Jahre500
7-10 Jahre750
10-13 Jahre1100
13-15 Jahre1400
ab 15 Jahre1500
Schwangere/Stillende1500

Gut zu wissen: Als Bestandteil von Kochsalz wird Natrium von den meisten Menschen in großer Menge aufgenommen. Ein Natriummangel ist deswegen sehr selten. 1 g Kochsalz enthalten ca. 0,4 g Natrium. Laut Angaben der DGE reichen 1,4 Gramm Kochsalz am Tag, um den Bedarf an Natrium zu decken. Im Durchschnitt isst der Deutsche 6-8 Gramm Salz am Tag (ca. 2,4-3,2 Gramm Natrium). Das ist mehr als die Weltgesundheitsorganisation empfiehlt: maximal 5 Gramm Salz am Tag. 

Welche Lebensmittel enthalten Natrium?

Natrium steckt in so gut wie allen verarbeiteten Lebensmitteln, insbesondere in allem, was salzig ist. Einen hohen Natriumgehalt haben zum Beispiel Salzstangen oder eingelegte Oliven. Einen geringen Natriumgehalt (weniger als 100 mg Natrium pro 100 g Lebensmittel) haben Obst, Gemüse sowie unverarbeitete Lebensmittel im Allgemeinen.

LebensmittelNatrium/100 gLebensmittelNatrium/100 g
Laugenbrezel1200 mgBrie1200 mg
Roggenbrot520 mgButterkäse980 mg
Mehrkornbrot435 mgGouda1090 mg
Weißbrot500 mgEdamer510 mg
Cracker960 mgWiener Würstchen940 mg
Salzstangen1790 mgFrikadellen490 mg
Oliven mariniert, grün/schwarz2100 mg/3100 mgLachsschinken2400 mg
Frischkäse300 mgSalami2100 mg
Blauschimmelkäse1200 mgMortadella670 mg

 

Was passiert bei Natriummangel?

Natriummangel ist sehr selten und kommt in Deutschland so gut wie nicht vor, da die meisten Deutschen zu viel Salz und damit Natrium über die Ernährung aufnehmen. Es gibt jedoch Situationen, in denen es zu einem Mangel kommen kann:

  • sehr starkes Schwitzen
  • akute Magen-Darm-Entzündungen
  • starke Magen-Darm-Erkrankungen
  • Erkrankungen der Niere

Typische Symptome für Natriummangel sind Kopfschmerzen, Magen-Darm-Beschwerden wie Übelkeit, Erbrechen, Muskelschwäche, Müdigkeit und Appetitlosigkeit.

Was passiert bei einem Natriumüberschuss?

Die meisten Menschen in Industrienationen nehmen zu viel Natrium mit der Nahrung auf. Eine Natrium-Überdosierung ist jedoch für gesunde Menschen relativ unbedenklich. Überschüssiges Natrium wird einfach über die Nieren ausgeschieden. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung sagt allerdings, dass eine hohe Natriumzufuhr das Risiko für Bluthochdruck und damit Herz-Kreislauf-Erkrankungen erhöht. Eine salzarme Kost wird für Menschen mit Bluthochdruck und Nierenerkrankung empfohlen.

Anzeichen für eine Überdosierung reichen von Müdigkeit, Unruhe, Krampfanfälle, Fieber bis zu Durst oder Atemnot.

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