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Bärlauch

Bärlauch

Hallo Frühling! Hallo Bärlauch! Die würzigen, nach Knoblauch schmeckenden Blätter sind ein sicheres Zeichen dafür, dass der Frühling naht. Entdecke hier leckere Rezepte und erfahre, worauf du beim Sammeln achten sollten.

Woher kommt Bärlauch?

Ursprünglich kommt Bärlauch aus Europa. Das aromatische Kraut ist jedoch bis weit nach Nordasien verbeitet. Bärlauch ist sehr ausbreitungsfreudig und daher mittlerweile auch in vielen Gärten und Parks zu finden. In Osteuropa, z. B. in Tschechien und der Slowakei wird er heutzutage auch kultiviert.

Wie wächst Bärlauch?

Bärlauch mag es gern schattig und wächst hauptsächlich auf feuchten Böden an nicht so sonnigen Stellen in Laubmisch- und Buchenwäldern. Oft findet man größere Flächen in der Nähe von Bächen oder Flüssen. Das Kraut ist besonders in Süddeutschland weit verbreitet, während es im Norden eher selten gefunden wird. Um den Bestand zu schonen, sollte pro Pflanze nur ein Blatt geerntet werden.

Wo wird Bärlauch angebaut?

Unser Tipp für alle, die frischen Bärlauch lieben, aber kein Risiko eingehen wollen: Pflanze das Kraut selbst an. Das geht in einem großen Blumentopf genauso gut wie an einer schattigen Stelle im Garten. Jungpflanzen gibt es in der Gärtnerei. Es reichen schon drei Pflänzchen aus, da sie sich schnell verbreiten. Sobald die Nächte frostfrei sind, können die Pflanzen in die Erde.

Bärlauch Doppelgänger: Maiglöckchen

Warum ist Bärlauch so gesund?

Nicht nur lecker, sondern auch genauso gesund wie Knoblauch: Bärlauch enthält viel Vitamin C und Eisen. Außerdem stecken in ihm ätherische Öle, denen verschiedene positive Auswirkungen auf die Gesundheit nachgesagt werden, z. B. sollen sie die Verdauung anregen.

Welche Nährwerte hat Bärlauch?

Nährwert pro 100 g Bärlauch
Kalorien 12 kcal
Fett 0 g
Kohlenhydrate 3 g
Protein 0 g
Ballaststoffe 2,2 g
Vitamin C 150 mg
Kalium 330 mg

 

Wann hat Bärlauch Saison?

Bärlauch (Allium ursinum) ist ein typisches Frühlingskraut. Die grünen Blätter, die auch als wilder Knoblauch bezeichnet werden, können von März bis Mitte Mai geerntet werden. Wer gern spazieren geht und sich mit Pflanzen auskennt, kann Bärlauch selber sammeln. Allerdings gibt es giftige Doppelgänger wie das Maiglöckchen, die das Sammeln erschweren. Auf dem Wochenmarkt oder in großen Supermärkten werden die Blätter während der Saison mittlerweile ebenfalls angeboten.

Worauf muss man beim Bärlauch-Einkauf achten?

In der Bärlauch-Saison ist das Knoblauchgewächs in Wäldern, Parks oder Gärten so weit verbreitet, dass man es eigentlich gar nicht kaufen braucht. Wer dennoch zu Bärlauch aus dem Supermarkt greifen möchte, entscheidet sich für saftig-grüne Blätter, ohne braune, welke Stellen.

Wie lagert man Bärlauch?

Wer einmal frischen Bärlauch gegessen hat, weiß, warum er so beliebt ist. Die Blätter haben einen ganz eigenen Geschmack. Sie schmecken zwar ohne Frage nach Knoblauch, allerdings bleiben nach dem Essen weder Geruch noch Nachgeschmack. Verarbeite Bärlauch möglichst schnell nach der Ernte. Am längsten bleiben die Blätter im Kühlschrank frisch. Wickel sie am besten in feuchtes Küchenpapier ein. 

Tipp: Um das ganze Jahr was vom leckeren Kraut zu haben, kannst du es einfrieren. Die gewaschenen Blätter dafür einfach in einen Gefrierbeutel geben und ins Eisfach legen. Wer mag, kann sie auch in Öl einlegen und so ein aromatisches Würz-Öl zubereiten.

Wie lange ist Bärlauch haltbar?

Die frisch gepflückten Blätter sind für den baldigen Verzehr am besten geeignet. Zwei Tage später können sie schon welk sein. Pflück daher lieber nur die Menge, die du am gleichen oder nächsten Tag verarbeiten möchtest.

Die besten Rezepte mit Bärlauch

Küchentipps für die richtige Zubereitung von Bärlauch

Achtung: giftige Doppelgänger! 

Frischen Bärlauch selber sammeln macht Spaß und ist im Frühling eine tolle Gelegenheit, die freie Natur im nahegelegenen Wald zu erkunden. Doch Vorsicht! Die Pflanze hat einige Doppelgänger, die sehr ähnlich aussehen, aber ausgesprochen giftig sind. Besonders verbreitet sind Maiglöckchen und Herbstzeitlose. Auch Aronstab sieht ähnlich aus und ist giftig. Bei der giftigen Herbstzeitlosen und dem Aronstab kann schon der Verzehr von einem Blatt tödlich enden. Etwas harmloser ist eine Vergiftung mit Maiglöckchen. Sie führt meist nur zu Übelkeit, Erbrechen und Herzrhythmusstörungen. Besonders tückisch: Die giftigen Pflanzen wachsen oft in der Nähe von Bärlauch. Du solltest Bärlauch deswegen wirklich nur sammeln, wenn du zu 100 Prozent sicher bist, dass es sich um die richtige Pflanze und nicht etwa einen Doppelgänger handelt.

Bärlauch sammeln: die besten Tipps

Wer sein Bärlauch-Pesto nichtsdestotrotz am liebsten mit selbst gepflückten Blättern zubereitet, sollte die folgenden Tipps beim Sammeln beherzigen:

  • Bärlauch riecht intensiv nach Knoblauch. Zerreibe ein Blatt zwischen den Fingern und schnupper daran. Riecht es nach Knoblauch, ist es Bärlauch. Fehlt der charakteristische Duft, ist es eine andere Pflanze. Doch Vorsicht: Dieser Trick funktioniert nur beim ersten Mal. Das Bärlauch-Aroma ist intensiv und haftet lange an den Händen. Wer nicht die Gelegenheit hat, seine Hände gründlich zu waschen, sollte andere Tipps beherzigen.
  • Die länglichen Blattnerven von Maiglöckchen liegen enger zusammen als die von Bärlauch. 
  • Die Blätter der Herbstzeitlosen wachsen direkt aus dem Boden. Bärlauchblätter wachsen einzeln am Stiel.
  • Zeigt der Bärlauch weiße Blüten, kann man ihn daran sehr gut erkennen. Allerdings schmecken die Blätter nun nicht mehr so aromatisch. Die Blüten sind ein Zeichen dafür, dass die Saison vorbei ist.

Wie wird Bärlauch verarbeitet?

Die empfindlichen Bärlauchblätter sollten möglichst nicht erhitzt werden. Sie schmecken sehr gut als Salat, aber auch über eine Suppe gestreut oder zu einem Pesto verarbeitet. Warmen Gerichten sollten sie erst kurz vor Ende der Garzeit zugefügt werden. Ganz wichtig: Wasch die Blätter vor der Verarbeitung gründlich. Nur so kannst du eine Infektion mit dem Fuchsbandwurm verhindern. Die Eier sind mit dem bloßen Augen nicht erkennbar. Da die Stiele sehr hart sind, sollten diese vor der Verarbeitung ebenfalls entfernt werden.

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