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Lauch

Lauch

Lauch findet in der Alltagsküche recht häufig Verwendung. Seltener als Hauptbestandteil eines Gerichts, vielmehr als geschmacksgebende, würzende Komponente. Kein Wunder: Sein herzhaftes Aroma verleiht vielen Gerichten das gewisse Extra. So wird er besonders gerne in Pfannengerichten, Suppen und Eintöpfen eingesetzt. Mehr Wissenswertes plus Tipps für die richtige Verwendung und Zubereitung finden Sie hier.

Wissenswertes zum Anbau und zur Saison von Lauch

Lauchanbau

Lauch ist ein Gemüse der Gattung Allium in der Unterfamilie der Lauchgewächse. Je nach Region ist er auch unter den Namen Porree, Breitlauch oder Winterlauch bekannt. 
Das besondere am Lauchgemüse sind die beiden verschiedenen Geschmacksrichtungen, die die Stangen in sich tragen: So hat der feine weiße Teil in Wurzelnähe einen zarten, süßlich-scharfen Geschmack. Der grüne, feste Teil schmeckt hingegen kräftiger und herber. 
Lauch kann sowohl in den Sommermonaten zwischen Juni und September, als auch in den kühleren Monaten von Januar bis März geerntet werden. Sie erkennen den Sommerlauch an seinem langen, schmalen Schaft. Geschmacklich kommt er deutlich zarter und milder daher, als der kräftig-schärfere Winterlauch mit seinem kurzen, dicken Schaft. Sommerlauch wird von Januar bis März in einem kalten Gewächshaus ausgesät. Die Jungpflanzen pflanzt man anschließend zwischen Ende März und Ende Mai ins Freiland. Die meisten Lauchsorten für den Winterbau sind sehr robust und können die kalten Monate auf dem Feld verbleiben. Die Aussaat dafür erfolgt von März bis April in ein Freiland-Saatbett.

Mehr zur Herkunft von Lauch

Lauch geschnitten

Die verschiedenen Lauch Arten waren schon um 2100 v. Chr. bekannt und wurden in den Gärten der Stadt Ur, im heutigen Irak, von dem derzeitigen Herrscher angebaut. Auch im alten Ägypten wurde das Gemüse als Stärkung für die Pyramiden-Arbeiter zum Kochen verwendet. Man vermutet, dass es im Mittelalter aus Italien nach Mitteleuropa gekommen ist.

In Deutschland angebauter Lauch stammt heutzutage größtenteils aus Nordrhein-Westfalen. Weltweit betrachtet liegen die Anbau-Schwerpunkte im Mittelmeerraum und in Europa. 

Gut zu wissen

Obwohl sie optisch wie eine zu klein geratene Version des Lauchs aussehen, sind Lauchzwiebeln nicht mit Porree, sondern mit der Speisezwiebel verwandt.

Was steckt drin im Lauch?

Hier erfahren Sie alles rund um die Inhaltsstoffe, Nährwerte und Kalorien von Lauch.

Lauchsuppe
Nährwert pro 100 g Lauch (roh)
Kalorien 24 kcal
Fett 0,3 g
Kohlenhydrate 3 g
Protein 2 g
Ballaststoffe 2,3 g
Natrium 5 mg
Kalium 280 mg

 

So gesund ist Lauch

Wer auf die schlanke Linie achtet, macht mit Lauch alles richtig. Das Gemüse ist mit rund 24 Kalorien pro 100 Gramm ein echtes Leichtgewicht und super für Gemüsepfannen und Co. geeignet. Porree enthält außerdem nur wenige Kohlenhydrate und ergänzt den Speiseplan einer Low-Carb-Ernährung somit wunderbar. Achten Sie darauf den frischen Lauch so schonend wie möglich zu garen, damit viele der gesunden Inhaltsstoffe erhalten bleiben.

Was kann man vom Lauch verwenden?

Den haarigen Wurzelteil sowie die äußeren Blätter des Lauchs sollte man vor dem Zubereiten entfernen. Wie viel von dem grünen, kräftigeren Teil man letztendlich zum Kochen verwendet, hängt vom eigenen Geschmack bzw. vom Rezept ab. Es empfiehlt sich übrigens den Lauch erst nach dem Kleinschneiden gründlich mit warmem Wasser zu waschen. So können eventuelle Reste von Erde zwischen den einzelnen Schichten besser entfernt werden.

Wie wäscht man Lauch?

Um den klein geschnittenen Lauch zu waschen, füllt man am besten das Waschbecken oder eine große Schüssel mit warmem Wasser. Anschließend kann man die in Ringe geschnittenen Stücke ein wenig auseinander drücken, sodass sich die einzelnen Schichten voneinander trennen. Dadurch wird das Gemüse besonders sauber und man vermeidet, dass es später beim Essen unangenehm knirscht.

Wann hat Lauch Saison?

Mittlerweile kann man Lauch das ganze Jahr über bekommen. Am besten kauft man ihn jedoch saisonal und regional, sprich in den Monaten Januar bis März oder Juni bis September.

Wie lange kocht man Lauch?

Wenn Sie Lauch, z. B. für eine Suppe, kochen möchten, reichen 3-5 Minuten in Salzwasser aus. Wer das Aroma noch etwas verfeinern möchte, kann ihn in Brühe kochen oder einen Schuss Weißwein ins Kochwasser geben.

Weitere Zubereitungsarten von Lauch

Zum Braten eignet sich Lauch besonders gut. Je nach Geschmack oder Rezept können Sie dafür etwas Butter oder Öl, z. B. Olivenöl, in der Pfanne erhitzen, Porree schneiden und 5-7 Minuten anbraten. Für ein würziges Frühstück können Sie anschließend verquirlte Eier zugeben und eine Omelett daraus machen. Sie können eine Gemüsepfanne mit noch weiteren Zutaten zaubern oder den Lauch mit Sahne oder Brühe ablöschen und eine pikante Soße daraus zubereiten.
Besonders schonend garen Sie Porree, wenn Sie ihn dünsten. Das dauert 6-8 Minuten. Das Gemüse behält dadurch besonders viele seiner wertvollen Inhaltsstoffe. 
Eine weitere Methode zum Garen von Lauch ist das Backen. Hierzu die Stangen der Länge nach halbieren, mit Öl bestreichen, nach Belieben würzen und bei 180 °C 15-20 Minuten backen. Sehr lecker z. B. mit Kräuterquark oder Hummus.

Wie lagert man Lauch?

Lauch lässt sich ohne Probleme 1-2 Wochen im Kühlschrank aufbewahren. Dabei ist zu beachten, dass Sie ihn vorher nicht waschen. Die Feuchtigkeit lässt die äußere Schicht aufquellen, wodurch das Gemüse anfälliger für Schimmel wird. Besser die Stangen in etwas Küchenpapier wickeln und ins Gemüsefach legen.

Wie friert man Lauch ein?

Nach kurzer Vorarbeit lässt sich Lauch auch prima einfrieren und wird dadurch gut ein Jahr haltbar. Dafür müssen Sie ihn nur gründlich putzen, waschen und in Stücke schneiden. Anschließend ca. 2 Minuten in kochendem Salzwasser blanchieren, gut abtropfen lassen und in einen Gefrierbeutel oder eine Dose füllen. 

Rezeptideen mit Lauch

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