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Salate

Salate

Unter Salat versteht man Gemüsepflanzen, die üblicherweise roh, also ungekocht, gegessen werden. Dazu gehören z. B. Kopfsalat, Eisberg- und Feldsalat, Endivien und Friséesalat, Radicchio und Eichblattsalat. Doch nicht nur Salatköpfe altvertrauter Sorten liegen in den Kisten und Steigen beim Händler bereit.

Das Angebot an Salatsorten hat sich in den letzen Jahren stark vergrößert. Ob gekraust oder glatt, ob rot oder grün, ob mild oder kräftig im Geschmack – neue Sorten wie der dekorative Batavia, der knackige Crisp-Salat oder die verspielt gekrausten Lollos erobern den Markt. Eine starke Verbreitung erfahren die so genannten Pflück- oder Schnittsalate, deren Blätter nach Bedarf geerntet werden. Manchmal sind die Sorten gar nicht so neu. Portulak oder Rauke kannte zwar noch die Großmutter, doch dann gerieten diese Blattsalate erst einmal in Vergessenheit. Heute entdeckt man sie wieder und bereichert damit die Salatbuffets.

Grundsätzlich gilt: Salate, die im Treibhaus gezogen werden, haben zarte, lockere Köpfe und sind milder im Geschmack als Freilandsalate, deren Blätter fester und knackiger sind und mehr Vitamine und Würze besitzen. Ihren Wert beziehen die Salatpflanzen aus ihrem Gehalt an Mineralstoffen, Vitaminen, dem Blattgrün (Chlorophyll), den Bitterstoffen, aber auch aus ihrem hohen Wassergehalt. Er macht den Salat zu einem erfrischenden, kalorienarmen, appetitanregenden Nahrungsmittel. Salat ist relativ kurz haltbar. Man sollte ihn kühl und feucht aufbewahren. Wird er im Kühlschrank gelagert, so muss er in jedem Fall durch eine Folie oder feuchtes Papier vor dem Austrocknen geschützt werden.  

Salatbild Rdk Gla Ail

Salate bieten viel Abwechslung – bei der Zubereitung sind der Fantasie kaum Grenzen gesetzt.

Salate sind ideale Vitaminträger

Salatfans wissen es schon lange: Salate sind mehr als nur eine Beilage. Den Variationsmöglichkeiten sind dann keine Grenzen gesetzt. Ob als Hauptmahlzeit oder zwischendurch: Salat hat immer Saison und sollte so schön und knackigfrisch aussehen, als sei er gerade speziell für die Mahlzeit angerichtet worden.

Deshalb beachten Sie Folgendes:

  • Immer nur ganz frische Zutaten nehmen, die geschmacklich und möglichst auch farblich aufeinander abgestimmt sein sollten.
  •  Zuerst bereitet man die Sauce zu: Die Gewürze, z. B. Salz, Pfeffer oder Senf werden mit Säure (Essig, Zitronensaft) vermischt, dann wird ein feines Pflanzenöl oder Joghurt untergerührt.
  • Gehobelte oder geraspelte Zutaten wie rohen Sellerie oder Äpfel gibt man direkt in die Sauce, damit sie sich nicht an der Luft verfärben.
  • Blattsalate schwenkt man vorsichtig zwei- bis dreimal in reichlich kaltem, stehenden Wasser.
  • Salatzutaten putzen, waschen, abtropfen lassen bzw. trocken schleudern. Kurz vor dem Anrichten zerkleinern und mit einem feuchten Tuch abdecken, erst kurz vor dem Servieren die Sauce darüber geben und vermischen.
  • Gekochte Zutaten oder Zutaten mit fester Konsistenz sollten in der Salatsauce etwa eine Stunde durchziehen. Man deckt den Salat danach ab, stellt ihn kühl und schmeckt ihn später noch mal ab.
  • Zum dekorativen Anrichten verwendet man flache Salatschalen oder Platten. Darauf kann man die zarten Blätter gut ausbreiten, statt sie zu schichten.
  • Alle Salatzutaten vorsichtig miteinander vermischen oder sortenweise in »Häufchen« nebeneinander anordnen.
  • Zum Mischen der Zutaten ein Salatbesteck mit abgerundetem Schöpfteil des Löffels nehmen, damit sie nicht zerreißen.
  • Salate dekorativ mit Kräuterblättchen oder anderen Zutaten garnieren, die möglichst auch im Salat vorkommen.

Salat waschen

Die Kunst des Salatanrichtens beginnt mit dem Waschen – einem notwendigen Übel: Es reinigt zwar, doch das an den Blättern haftende Wasser verhindert die Verbindung mit dem Salat-Dressing. Daher müssen die Blätter vor dem Anrichten trocken sein. Man gibt sie nach dem Waschen am besten in eine spezielle Salatschleuder oder schwingt sie in einem Küchentuch ein paar Mal hin und her, bis auch der letzte Wassertropen abgeflossen ist. Danach kann man das Dressing unbesorgt darüber geben.

Blattgemüse zum Anmachen

Nehmen wir kein Blatt vor dem Mund: Was so manchem knackigen Pflänzchen nach dem Entblättern widerfährt, ist zum Sauerwerden. Denn immer noch werden viel zu viele Salate fantasielos angerichtet serviert. Dabei gibt es kaum ein Gemüse, das sich auf derartig viele interessante Arten zubereiten lässt. Was Sie hier als Salat ansehen, zählt nämlich zu den Blattgemüsen, wobei diese Bezeichnung schon zart andeutet, dass man ihn nicht nur kalt anmachen kann, also mit Saucen, Öl und Dressings. Salat kann man auch als Gemüse warm auf den Tisch bringen. Bekannt ist das beim Chicorée, den man in Butter dünsten, schmoren und überbacken kann. Doch wer hat schon mal daran gedacht, Feldsalat oder Endiviensalat zu dünsten und zu feinen Speisen zu servieren? Und wer hätte gedacht, dass man einen ganzen unzerpflückten Kopfsalat mit gehacktem Fleisch füllen und schmoren kann?

Wenn Sie doch die kalte Variante bevorzugen und ein Dressing herstellen wollen: Geben Sie dem Salat nicht allzu viel Saures mit, also dosieren sie Essig und Zitronensaft in Maßen, denn durch sie geht der Eigengeschmack des Blattgemüses verloren. Pikanten Geschmack bringt etwas Senf an die Sauce, mehr Aroma geben feine Kräuter wie Dill oder Kresse. Und mit fein gehackten Nüssen hat Ihre Salatsauce einen ganz neuen Biss. Falls die Zeit für die Zubereitung einer eigenen Sauce knapp sein sollte, ist das inzwischen kein Problem mehr. Der Handel hält auch fertige Dressings bereit – in großen und kleinen Mengen und vor allem in vielen verschiedenen Variationen für jeden Geschmack, zum Beispiel mit Knoblauch oder frischen Kräutern.

Sprossen

Keimlinge aus Soja- und Mungbohnen, Kichererbsen, Linsen, Alfalfa, Rettich, Radieschen, Senf, Sonnenblumenkernen oder Weizen sind besonders vitaminreich. Während des Keimens aktiviert der Samen alle enthaltenen Stoffe. Der Geschmack entspricht ungefähr dem daraus gewachsenen Gemüse. Sprossen können problemlos zu Hause zum Keimen gebracht werden. In Fachgeschäften sind die dazu nötigen Informationen und das Spezial-Saatgut erhältlich. Besonders im Winterhalbjahr sind selbstgezogene Keimlinge eine preiswerte, immer verfügbare Salat-Zutat.

Sprossen Rdk Gla Ail

Mungbohnensprossen, Sojasprossen, Hopfensprossen, Bambussprossen und Rettichsprossen

Salatsorten

Kopfsalat

Kopfsalat, der lange auf Platz 1 der Salat-Hitliste der Deutschen stand, bevor er vom Eisbergsalat abgelöst wurde, gibt es das ganze Jahr über. Im Winter kommen die Salatköpfe aus dem Treibhaus, im Sommer aus dem Freiland anbau. Bei Freilandsalaten entfernt man die Außenblätter, da sie am meisten Schadstoffe enthalten können. Freilandsalate haben schwerere Köpfe von mindestens 150 g (Treibhaussalate mindestens 100 g), festere Blätter und ihr Geschmack ist spürbar intensiver. Neue, rote Kopfsalatsorten sind auch aus dem Freilandanbau zart. Kopfsalat sollte man niemals der prallen Sonne aussetzen, sonst welkt er. In aller Regel wird Kopfsalat roh gegessen, man kann ihn aber auch dünsten oder fein gehackt in die Suppe geben.

Eisbergsalat Rdk Gla Aim

Eisbergsalat

Eichblattsalat

Diese dekorative und schmackhafte Neuzüchtung wird vor allem von der Neuen Küche hoch geschätzt. Die zarten Salatblätter ähneln in Form und braunrötlicher Farbe den Blättern der Amerikanischen Eiche. Eichblattsalat ist ein Pflücksalat. Er bildet keine festen Köpfe, sondern Büschel. Der Geschmack erinnert an junge Haselnüsse und wird durch einen Hauch von Knoblauch unterstrichen. Da Eichblattsalat schnell verwelkt, sollte man ihn möglichst frisch zubereiten. Damit er nicht zusammenfällt, macht man ihn besser erst kurz vor dem Servieren an.

Endiviensalat Rdk Gla Aim

Endiviensalat

Batavia

Dieser Verwandte des Eisbergsalats stammt aus Frankreich, mittlerweile wird er auch bei uns angebaut. Batavia vereinigt viele gute Eigenschaften des Kopf- und des Eisbergsalats. In der Form erinnert er mehr an Kopfsalat, im Geschmack ist er jedoch würziger und seine in unterschiedlichen Rot-Grün-Schattierungen gemusterten Blätter sind so knackig wie die des Eissalates. Batavia bleibt länger frisch als Kopfsalat und fällt fertig angemacht nicht so schnell zusammen.

Lollo Rosso Rdk Gla Aim

Lollo rosso

Lollo rosso und biondo

Der Lollo rosso zählt zur Gruppe der Schnitt- und Pflücksalate. Er kommt aus Italien, erobert jedoch unaufhaltsam den deutschen Markt. Die stark gekrausten, rötlichen Blätter sind sehr dekorativ. Sie halten sich einige Tage knackig-frisch und haben einen leicht herben Geschmack mit feinem Nuss aroma. Das mittlere Stückgewicht beträgt 150–250 g. Die Inhaltsstoffe sind ähnlich wie beim Kopfsalat. Die gelbgrüne Variante des Lollo rosso heißt Lollo bionda.

Friseesalat Rdk Gla Aim

Friséesalat

Römischer Salat

Der Romana, Bindesalat oder Kochsalat hat einen länglichen Kopf mit kräftigen, grünen Blättern. Manchmal wird er auch als Sommerendivie angeboten, obwohl er mit dieser Salatfamilie nicht verwandt ist. Romana hat einen herzhaften, leicht herben Geschmack und verträgt sich gut mit kräftigen Marinaden und Saucen. Man kann ihn aber auch als Gemüse, wie Spinat zubereitet, auf den Tisch bringen. Import-Romana gibt es von November bis Mai, während der Sommerzeit ist deutscher Romana im Angebot.

Kopfsalat Rdk Gla Aim

Kopfsalat

Eisbergsalat

Der auch Eissalat oder Krachsalat genannte Eisbergsalat ist eine kalifornische Züchtung. Seine knackigen Blätter sind eng miteinander verbunden und enthalten viel Wasser, dadurch schmeckt Eissalat kühl und frisch. Eissalat kann bis zu drei Wochen in Folie verpackt im Kühlschrank gelagert werden. Die Köpfe werden bis zu 500 g schwer. Ähnlich wie beim Kopfsalat gib es eine große Anzahl von Sorten, darunter auch rotblättrige, die im Sommer auf dem Freiland und im Winter unter Glas angebaut werden. Eine neue Variante des Eissalates kommt aus Holland: Der so genannte Crisp-Salat ist eine Sorte mit kleinerem, lockerem Kopf und gekräuselten Blättern. Zu Eisbergsalat passt Pikantes und Süßes, außerdem kann er bestens mit anderem Gemüse kombiniert werden, z. B. mit Paprika, Erbsen oder Sellerie.

Eichblattsalat Rdk Gla Aim

Eichblattsalat

Endiviensalat

Endiviensalat gehört zu den Pflanzen mit einem leichten, reizvollen Bittergeschmack. Er gilt zwar als typischer Wintersalat, doch es gibt auch Sommersorten. Endivien haben meist krause, weit geöffnete Köpfe mit einer zartgelben Mitte. Sie entsteht bei älteren Sorten, indem die Köpfe einige Wochen vor der Ernte zusammengebunden werden. Bei den neuen Sorten ist dieser Arbeitsschritt nicht mehr nötig, das »Herz« bleibt ohne äußere Einwirkung hell. Im Gegensatz zu den grünen Blättern ist das Herz zart und ohne Bitterstoffe. Der Salat hat nur 13 Kalorien pro 100 g. Endivien können roh oder gedünstet zubereitet werden und werden in zwei Sorten unterteilt:

  • Escariol, auch als »glatte Endivie« bezeichnet, mit nur leicht gekrausten, breiten, festen Blättern, die einen gezahnten Rand haben. Die im Geschmack leicht bitteren Blätter bilden eine große, platte Rosette mit dem typischen gelben Herzen.
  • Frisée, der Feine unter den Endivien, mit wie aus zarten Spitzen gewirkten Blättern in weißlich-gelbgrüner Farbe und von mildem Geschmack.
Batavia Rdk Gla Aim

Batavia

Novita

Novita ist eine Salatsorte mit einer großen, sehr ergiebigen Kopfrosette. Die Neuzüchtung aus dem Treibhaus vereint Eigenschaften von Kopfsalat und Endivie. Die jeweiligen, zum Rand leicht gekrausten, hellgrünen Blätter sind zärter als die von Endivien, doch bissfester als die des Kopfsalats. Der Geschmack ist mild und leicht nussartig.

Lollo Biondo Rdk Gla Aim

Lollo biondo

Salatherzen

Eine interessante Bereicherung des Salatsortiments sind die kleinköpfigen Little-Gem-Salate, die auch als Salatherzen einzeln oder im Pack von 2–3 Stück angeboten werden. Die kleinen Romana-Züchtungen sind kompakt, knackig und aromatisch. Bei ihrer Zubereitung gibt es kaum Abfall, im Kühlschrank bleiben die Mini-Köpfe mehrere Tage frisch.

Deutscher Romana Rdk Gla Aim

Deutscher Romana

Wann blüht der Kopfsalat?

Sicher gibt es überall eine Menge botanisch interessierter Leute. Doch diese mögen noch soviel reisen und schauen, blühenden Kopfsalat werden sie wohl nirgends entdecken. Obwohl doch die einjährige Pflanze, auch Gartenlattich genannt und nur aus Samen gezogen, eigentlich einen Blütenstand hätte. Doch den bekommt sie gar nicht erst, weil der knackig-frische Salatkopf nämlich vorher bereits abgeschnitten wird.

Frei gewachsen oder geschützt?

Ab etwa Ende Mai und bis Mitte Oktober wird Kopfsalat aus dem Freilandanbau geerntet. Hauptlieferzeit des beliebten Salates aus dem Unterglasanbau – besonders aus Holland – ist von Dezember bis in den Mai hinein. So gibt es den »König der Salate« ganzjährig. Beim Kopfsalat besonders beliebt ist das Herz. Die hellen, eng gewachsenen kleinen Blätter des Salatherzens bleiben immer zart, weil die großen, äußeren Blätter des Kopfes das Licht vom Kern fernhalten, sich Feuchtigkeit dort am längsten hält und nicht so schnell verdunsten kann. Ganze Salatköpfe sind mehr oder weniger fest. Freilandsalat ist meist kräftiger, etwas schwerer, dunkler und in der Struktur fester gewachsen als Kopfsalat aus dem Gewächshaus-Anbau, der meist etwas lockerer ist, dafür aber zartere, hellere Blätter hat. Unter Glas gewachsener Salat hat ferner den Vorteil, dass bei der Zubereitung weniger Abfall anfällt als bei den frei gewachsenen Salatköpfen. Das Thema Zubereitung könnte ein kleines Kochbuch bequem füllen. Saucen, Gewürze, Öle und Molkerei-Produkte gehören zum Bedarf der Hausfrau in der Salatsaison.


Fett fehlt ganz im grünen Blatt


Kalium ist im Kopfsalat besonders hoch konzentriert: Rund 300 mg sind in 100 g enthalten. Mit der gleichen Menge Salat werden lediglich zehn Kalorien verzehrt – und kein Milligramm Fett. Die sonst bei Gemüse üblichen Verluste durch das Sieden gibt es nicht, denn Kopfsalat wird roh gegessen. Gleichzeitig sind die Salatblätter ein vielseitiges und natürliches Dekorationsmittel.

Chicorée

Dieses Gemüse ist botanisch eine Abart der so genannten Kaffee-Zichorie und wird in zwei Etappen gezüchtet. Die Zichorie-Wurzel wächst zunächst im Freiland, im zweiten Jahr wird die Wurzel in spezielle Treibhäuser verpflanzt, wo sie vor Kälte und Luftzug, vor allem aber vor Tageslicht völlig abgeschirmt wird. In der Dunkelheit bildet sich in ca. 25 Tagen der neue, blassgelbe Trieb zu einem länglich-ovalen, festen Blattkopf mit etwa 50 Gramm Gewicht. Chicorée kann roh als Salat oder gedünstet als Gemüse zubereitet werden. Typisch ist sein Bittergeschmack, der sich durch Lagerung bei Tageslicht verstärkt. Das Gemüse enthält Bitterstoffe, Kalzium, Kalium und Phosphor, bei einem niedrigen Kaloriengehalt. Chicorée wird fast ganzjährig, verstärkt in den Wintermonaten, angeboten. Nach den europäischen Qualitätsnormen muss das Gemüse ganz von frischem Aussehen und heller Färbung sein. Es darf keine Druck- und Faulstellen haben. Durch Licht grün gefärbter Chicorée wird als Güteklasse III gehandelt. Die übrigen Klassen sind: Extra, I und II. Neu ist roter Chicorée, eine Kreuzung aus Radicchio und Chicorée. Die neue Sorte hat die Form vom Chicorée und die Farbe vom Radicchio und schmeckt ebenfalls leicht bitter. Frischer, zartgelber Chicorée kann fast vollständig verwertet werden. Durch neue Züchtungen wurde auch das Strunk ende entbittert und muss nicht mehr abgetrennt oder ausgehöhlt werden.

Radicchio Rdk Gla Aim

Radicchio

Feldsalat

Feldsalat, auch Ackersalat oder Rapunzel genannt, ist eine gezähmte Wildform, die man früher am Acker- oder Wiesengrund sammelte. Die daumengroßen dunkelgrünen Blätter sind zu einer Rosette zusammengewachsen. Feldsalat verträgt Kälte und wird in den späten Herbstmonaten geerntet. Er hat einen besonders würzigen Geschmack und den höchsten Eisengehalt von allen Blattsalaten. Feldsalat wird nach Gewicht verkauft.

Kressesorten Rdk Gla Aim

Gartenkresse, Shisokresse und Kapuzinerkresse

Rauke oder Rucola

Rauke gehört zu den einst vergessenen und nun wieder entdeckten Salatsorten. Verzehrt werden die jungen Blätter des in seiner Form an Radieschen erinnernden Krautes. Die kräftigen, leicht nussigen und bisweilen scharfen Raukeblätter geben jedem Salat eine pikante Note. Kleingeschnitten oder als Ganzes passen sie hervorragend zu Tomaten und hartgekochten Eiern. Rauke kann auch gekocht, als Gemüse oder als Nudelbeilage gegessen werden.

Portulak Rdk Gla Aim

Portulak

Löwenzahn

Er wächst im Frühling auf allen Wiesen. Die jungen Blätter für Salat oder zum Würzen von Quark müssen vor der Blüte im April/Mai geerntet werden. Löwenzahn ist eine gute Quelle für Karotin, Kalzium, Magnesium, Phosphor, Eisen, Vitamin C, Inulin und Cholin. Den kräftigeren Zucht-Löwenzahn kann man auch dünsten. Er wird hauptsächlich im Frühjahr, aber auch im Sommer und Herbst angeboten. Besonders zart und bekömmlich ist Bleich-Löwenzahn, der entweder wie Endivien zusammengebunden wird, damit die Innenblätter hell (= bleich) bleiben, oder in dunklen Räumen in Sand und Erde eingeschlagen und zum Austrieb gebracht wird. Ein Zeichen für absolute Frische sind Schnittstellen mit milchig austretendem Saft.

Chicoree Rdk Gla Aim

Roter und gelber Chicorée

Radicchio

Radicchio ist eine italienische Züchtung aus der Zichorienfamilie. Typisch sind seine weinrote Farbe, faustgroße, lockere Köpfe und ein angenehmer Bittergeschmack. Radicchio ist fast das ganze Jahr erhältlich. Dank seiner attraktiven Färbung wird er gern zu Mischsalaten genommen, man kann ihn auch dünsten. In Italien wird Radicchio gern gegrillt oder – auch gefüllt – gebraten. Berühmt ist Radicchio aus Treviso. Radicchio di Treviso rosso precoce hat die Form von Chicorée – die Blätter sind an den Rändern jedoch rot. Radicchio di Treviso rosso tardivo, der nur von Dezember bis April erhältlich ist, besitzt purpurrote, locker anliegende Blätter mit kräftigen weißen Rippen auf einem kurzen Wurzelstummel. 

Feldsalat Rdk Gla Aim

Feldsalat

Kresse

Gartenkresse ist vor allem in den Wintermonaten eine willkommene Bereicherung des Speisezettels. Sie ist reich an Mineralstoffen und Vitaminen, zudem enthält sie Senföle und eine Reihe von Bitterstoffen, die für den typischen pikanten, leicht rettichähnlichen Geschmack sorgen. Geschnittene Kresse sollte innerhalb eines Tages verbraucht werden. Sie schmeckt bestens auf Butterbrot, in Salatmischungen, Suppen oder Kartoffelgerichten. Brunnenkresse ist eine krautige Wasserpflanze, die wild wächst, aber auch kultiviert wird, z. B. bei Erfurt/Thüringen und in der Picardie. Die glänzenden, fleischigen Blätter schmecken herb-pikant, rettich- bis senfartig und enthalten viel Kalzium, Eisen und Jod, sowie das Pro-Vitamin A und Vitamin C. Man verwendet sie roh und kleingehackt als Salat oder als Würze. Kapuzinerkresse als Zierde im Garten kennt jeder. Dass ihre saftigen, rettichscharfen Blätter auch als Salat oder Würze schmecken, ist nicht so vielen bekannt. Die grünen, unreifen Samen und kleinen, geschlossenen Knospen kann man in Essig und Salzbrühe einlegen und als Kapernersatz verwenden. Die orange-roten Blüten eignen sich als attraktive, essbare Garnierung. Daikon-Kresse wird aus den Samen des japanischen Daikon, einer Rettich-Art, gezogen. Sie hat kräftige, würzige Blätter, die besonders gut haltbar sind. Daikon-Kresse, vorwiegend aus den Niederlanden, wird ganzjährig in Kunststoffschälchen angeboten.

Rauke Rdk Gla Aim

Breitblättrige und feinblättrige Rauke

Portulak

Portulak oder Postelein ist ebenfalls ein wiederentdeckter Salat. Er wächst wild und wird auch im Freien oder unter Glas gezogen. Da er in maximal vier Wochen erntereif ist, bekommt man das ganze Jahr über frischen Portulak. Seine jungen, fleischigen Blätter, an denen meist noch ein Stück des langen dünnen Stängels sitzt, werden lose angeboten und zum Verkauf wie Kresse abgewogen. Auch die Verwendung, ob roh oder gekocht, ähnelt der von Kresse. Die Blütenknospen eignen sich als Kapernersatz.

Loewenzahn Rdk Gla Aim

Löwenzahn

Salattipps »zum Anmachen«

Mit einigen raffinierten Extras lässt sich Salat schnell in »Chef-Salat« verwandeln. Hier ein paar Vorschläge, wie Salate mit wenigen Handgriffen noch abwechslungsreicher zubereitet werden können.

  • Hart gekochtes Ei, Anchovis, Kapern oder Oliven sind klassische Zutaten, mit denen Salate reichhaltiger angerichtet werden können. Würzig schmecken in Knoblauchöl gebratene Weißbrotwürfelchen, »Croûtons« genannt. Ausgebratene, auf Küchenkrepp entfettete Speckwürfel sind knusprig und eine herzhafte Ergänzung.
  • Streifen von magerem, gekochtem Schinken oder Käse, gegartes Geflügelfleisch oder Fischfilet passen gut zur Anreicherung von Salaten mit mayonnaisehaltigen Saucen.
  • Für einen Salat auf griechische Art sind Schafskäse und schwarze Oliven mit Oregano oder frischem Thymian sehr beliebt. Auch eingelegte Peperoni passen gut. Dazu schmeckt warmes Fladenbrot mit Sesam.
  • Dünne Scheiben von luftgetrocknetem Schinken oder anderem Fleisch, Ei und Zwiebelringe passen auf Römersalat. Auch Tunfisch in Öl ist eine feine Salatbeilage. 
  • Zu Blattsalaten eigenen sich auch lauwarme Beilagen wie frisch gebratene Geflügelleber, Scheiben von gebratener Entenbrust oder pochiertes Fischfilet.
  • Obst macht Salate noch interessanter. Es passt gut zu Blattsalaten, vor allem mit Geflügelfleisch oder Fisch. Von Apfel bis Zuckermelone ist alles geeignet. Besonders wirkungsvoll sind exotische Früchte. Etwas grob zerstoßener schwarzer Pfeffer dazu gibt kräftige Würze.
  • Nüsse sind eine aromatische Zutat zu Salaten, z. B. mit Blauschimmelkäse. Sie passen geschmacklich auch in »Körnersalate«.
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