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Salate

Salate

Unter Salat versteht man Gemüsepflanzen, die üblicherweise roh, also ungekocht, gegessen werden. Dazu gehören z. B. Kopfsalat, Eisberg- und Feldsalat, Endivien und Friséesalat, Radicchio und Eichblattsalat. Doch nicht nur Salatköpfe altvertrauter Sorten liegen in den Kisten und Steigen beim Händler bereit.

Woher kommt Salat?

Im Grunde genommen ist Salat keine botanische Bezeichnung, sondern kann als Sammelbegriff für verschiedene Gemüsepflanzen oder als Begriff aus der kalten Küche verstanden werden. Denn so kann entweder die Rede von Kopf-, Eisbergsalat und Co. oder aber von Nudel-, Kartoffel- oder Wurstsalat sein.

Die gezielte Züchtung von Salat in Klostergärten begann in Mitteleuropa um die Zeit von Karl dem Großen. Die für ihre medizinischen Erkenntnisse bekannte Äbtissin Hildegard von Bingen stand dem Salat skeptisch gegenüber: Unzubereitet entsprach er nicht ihrer Vorstellung von einem gesunden Lebensmittel. Erst durch das richtige Dressing aus Essig und Kräutern wurde für sie daraus eine gut verträgliche Speise.
Bis ins 20. Jahrhundert wurde Salaten kein großer Stellenwert in der Ernährung beigemessen. Im Gegenteil: Vor allem nach Kriegs- und Hungerzeiten waren fleischreiche, fettige und süße Gerichte hoch im Kurs – Salat galt als Essen der armen Leute.

Salate in Beet
Salat pflanzen

Wie wächst Salat?

Kopfsalat wächst zur Freude vieler Hobbygärtner in fast jedem Boden. Selbst in nährstoffarmen Sandböden können die Pflänzchen gedeihen, wenn auch nicht ganz so kräftig. Besonders gut entwickelt sich Kopfsalat beispielsweise neben Bohnen und Dill, Erbsen und Erdbeeren, Kohl und Kohlrabi, Mangold und Möhren. Einzige Ausnahme sind Petersilie und Sellerie, die sollten lieber mit Abstand gepflanzt werden.
Bei der Aussaat sollte Kopfsalat nicht mit Erde bedeckt, sondern lediglich eingeharkt werden. Man bezeichnet ihn auch als Lichtkeimer. Man kann ihn alle 2 Wochen nachsäen und so über die ganze Saison verteilt frischen Salat ernten und essen.

Blühenden Kopfsalat werden Sie übrigens nirgends entdecken, obwohl die einjährige Pflanze, auch Gartenlattich genannt, eigentlich einen Blütenstand hätte. Doch den bekommt sie gar nicht erst, weil der knackig-frische Salatkopf bereits vorher abgeschnitten wird.

Wo wird Salat angebaut?

Viele Salate werden in Deutschland erzeugt und verkauft. Kein Wunder, mit durchschnittlich 6,8 Kilogramm pro Person im Jahr essen wir jede Menge davon. Die Inlandserzeugung reicht für den hohen Bedarf nicht aus, sodass viele Salate zusätzlich aus EU-Ländern, insbesondere Spanien, importiert werden.
Hierzulande sind Niedersachen, Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg und Bayern die Hauptanbaugebiete.
Meist werden die Salatpflanzen im Freiland mit oder ohne Vlies-/Folienabdeckung angebaut. Teilweise wachsen sie auch im Gewächshaus oder im Folientunnel. Der Anbau unter Glas ist zwar ideal für die Steuerung verschiedener Wachstumsfaktoren, aber auch sehr teuer und daher selten.

Salat Beete
Gemischter Salat

Wann hat Salat Saison?

Ab etwa Ende Mai und bis Mitte Oktober wird Kopfsalat aus dem Freilandanbau geerntet. Hauptlieferzeit des beliebten Salates ist von Dezember bis in den Mai hinein. So gibt es den »König der Salate« ganzjährig. Beim Kopfsalat besonders beliebt ist das Herz. Die hellen, eng gewachsenen kleinen Blätter des Salatherzens bleiben immer zart, weil die großen, äußeren Blätter des Kopfes das Licht vom Kern fernhalten, sich Feuchtigkeit dort am längsten hält und nicht so schnell verdunsten kann. Ganze Salatköpfe sind mehr oder weniger fest. Freilandsalat ist meist kräftiger, etwas schwerer, dunkler und in der Struktur fester gewachsen als Kopfsalat aus dem Gewächshaus-Anbau, der meist etwas lockerer ist, dafür aber zartere, hellere Blätter hat. Unter Glas gewachsener Salat hat ferner den Vorteil, dass bei der Zubereitung weniger Abfall anfällt als bei den frei gewachsenen Salatköpfen.

Welche Salatsorten gibt es?

Kopfsalat

Kopfsalat, der lange auf Platz 1 der Salat-Hitliste der Deutschen stand, bevor er vom Eisbergsalat abgelöst wurde, gibt es das ganze Jahr über. Im Winter kommen die Salatköpfe aus dem Treibhaus, im Sommer aus dem Freilandanbau. Bei Freilandsalaten entfernt man die Außenblätter, da sie am meisten Schadstoffe enthalten können. Freilandsalate haben schwerere Köpfe von mindestens 150 g (Treibhaussalate mindestens 100 g), festere Blätter und ihr Geschmack ist spürbar intensiver. Neue, rote Kopfsalatsorten sind auch aus dem Freilandanbau zart. Kopfsalat sollte man niemals der prallen Sonne aussetzen, sonst welkt er. In aller Regel wird Kopfsalat roh gegessen, man kann ihn aber auch dünsten oder fein gehackt in die Suppe geben.

Kopfsalat Rdk Gla Aim

Kopfsalat

Eisbergsalat Rdk Gla Aim

Eisbergsalat

Eisbergsalat

Der auch Eissalat oder Krachsalat genannte Eisbergsalat ist eine kalifornische Züchtung. Seine knackigen Blätter sind eng miteinander verbunden und enthalten viel Wasser, dadurch schmeckt Eissalat kühl und frisch. Eissalat kann bis zu drei Wochen in Folie verpackt im Kühlschrank gelagert werden. Die Köpfe werden bis zu 500 g schwer. Ähnlich wie beim Kopfsalat gib es eine große Anzahl von Sorten, darunter auch rotblättrige, die im Sommer auf dem Freiland und im Winter unter Glas angebaut werden. Eine neue Variante des Eissalates kommt aus Holland: Der so genannte Crisp-Salat ist eine Sorte mit kleinerem, lockerem Kopf und gekräuselten Blättern. Zu Eisbergsalat passt Pikantes und Süßes, außerdem kann er bestens mit anderem Gemüse kombiniert werden, z. B. mit Paprika, Erbsen oder Sellerie.

Eichblattsalat

Diese dekorative und schmackhafte Neuzüchtung wird vor allem von der Neuen Küche hoch geschätzt. Die zarten Salatblätter ähneln in Form und braunrötlicher Farbe den Blättern der Amerikanischen Eiche. Eichblattsalat ist ein Pflücksalat. Er bildet keine festen Köpfe, sondern Büschel. Der Geschmack erinnert an junge Haselnüsse und wird durch einen Hauch von Knoblauch unterstrichen. Da Eichblattsalat schnell verwelkt, sollte man ihn möglichst frisch zubereiten. Damit er nicht zusammenfällt, macht man ihn besser erst kurz vor dem Servieren an.

Eichblattsalat Rdk Gla Aim

Eichblattsalat

Endiviensalat Rdk Gla Aim

Endiviensalat

Endiviensalat

Endiviensalat gehört zu den Pflanzen mit einem leichten, reizvollen Bittergeschmack. Er gilt zwar als typischer Wintersalat, doch es gibt auch Sommersorten. Endivien haben meist krause, weit geöffnete Köpfe mit einer zartgelben Mitte. Sie entsteht bei älteren Sorten, indem die Köpfe einige Wochen vor der Ernte zusammengebunden werden. Bei den neuen Sorten ist dieser Arbeitsschritt nicht mehr nötig, das »Herz« bleibt ohne äußere Einwirkung hell. Im Gegensatz zu den grünen Blättern ist das Herz zart und ohne Bitterstoffe. Der Salat hat nur 13 Kalorien pro 100 g. Endivien können roh oder gedünstet zubereitet werden und werden in zwei Sorten unterteilt:

  • Escariol, auch als »glatte Endivie« bezeichnet, mit nur leicht gekrausten, breiten, festen Blättern, die einen gezahnten Rand haben. Die im Geschmack leicht bitteren Blätter bilden eine große, platte Rosette mit dem typischen gelben Herzen.
  • Frisée, der Feine unter den Endivien, mit wie aus zarten Spitzen gewirkten Blättern in weißlich-gelbgrüner Farbe und von mildem Geschmack.
Batavia Rdk Gla Aim

Batavia

Batavia

Dieser Verwandte des Eisbergsalats stammt aus Frankreich, mittlerweile wird er auch bei uns angebaut. Batavia vereinigt viele gute Eigenschaften des Kopf- und des Eisbergsalats. In der Form erinnert er mehr an Kopfsalat, im Geschmack ist er jedoch würziger und seine in unterschiedlichen Rot-Grün-Schattierungen gemusterten Blätter sind so knackig wie die des Eissalates. Batavia bleibt länger frisch als Kopfsalat und fällt fertig angemacht nicht so schnell zusammen.

Lollo rosso und biondo

Der Lollo rosso zählt zur Gruppe der Schnitt- und Pflücksalate. Er kommt aus Italien, erobert jedoch unaufhaltsam den deutschen Markt. Die stark gekrausten, rötlichen Blätter sind sehr dekorativ. Sie halten sich einige Tage knackig-frisch und haben einen leicht herben Geschmack mit feinem Nussaroma. Das mittlere Stückgewicht beträgt 150–250 g. Die Inhaltsstoffe sind ähnlich wie beim Kopfsalat. Die gelbgrüne Variante des Lollo rosso heißt Lollo bionda.

Lollo Rosso Rdk Gla Aim

Lollo rosso

Römischer Salat

Der Romana, Bindesalat oder Kochsalat hat einen länglichen Kopf mit kräftigen, grünen Blättern. Manchmal wird er auch als Sommerendivie angeboten, obwohl er mit dieser Salatfamilie nicht verwandt ist. Romana hat einen herzhaften, leicht herben Geschmack und verträgt sich gut mit kräftigen Marinaden und Saucen. Man kann ihn aber auch als Gemüse, wie Spinat zubereitet, auf den Tisch bringen. Import-Romana gibt es von November bis Mai, während der Sommerzeit ist deutscher Romana im Angebot.

Salatherzen

Eine interessante Bereicherung des Salatsortiments sind die kleinköpfigen Little-Gem-Salate, die auch als Salatherzen einzeln oder im Pack von 2–3 Stück angeboten werden. Die kleinen Romana-Züchtungen sind kompakt, knackig und aromatisch. Bei ihrer Zubereitung gibt es kaum Abfall, im Kühlschrank bleiben die Mini-Köpfe mehrere Tage frisch.

Chicorée

Dieses Gemüse ist botanisch eine Abart der sogenannten Kaffee-Zichorie und wird in zwei Etappen gezüchtet. Die Zichorie-Wurzel wächst zunächst im Freiland, im zweiten Jahr wird die Wurzel in spezielle Treibhäuser verpflanzt, wo sie vor Kälte und Luftzug, vor allem aber vor Tageslicht völlig abgeschirmt wird. In der Dunkelheit bildet sich in ca. 25 Tagen der neue, blassgelbe Trieb zu einem länglich-ovalen, festen Blattkopf mit etwa 50 Gramm Gewicht. Chicorée kann roh als Salat oder gedünstet als Gemüse zubereitet werden. Typisch ist sein Bittergeschmack, der sich durch Lagerung bei Tageslicht verstärkt. Das Gemüse enthält Bitterstoffe, Kalzium, Kalium und Phosphor, bei einem niedrigen Kaloriengehalt. Chicorée wird fast ganzjährig, verstärkt in den Wintermonaten, angeboten. Nach den europäischen Qualitätsnormen muss das Gemüse ganz von frischem Aussehen und heller Färbung sein. Es darf keine Druck- und Faulstellen haben. Durch Licht grün gefärbter Chicorée wird als Güteklasse III gehandelt. Die übrigen Klassen sind: Extra, I und II. Neu ist roter Chicorée, eine Kreuzung aus Radicchio und Chicorée. Die neue Sorte hat die Form vom Chicorée und die Farbe vom Radicchio und schmeckt ebenfalls leicht bitter. Frischer, zartgelber Chicorée kann fast vollständig verwertet werden. Durch neue Züchtungen wurde auch das Strunkende entbittert und muss nicht mehr abgetrennt oder ausgehöhlt werden.

Chicoree Rdk Gla Aim

Roter und gelber Chicorée

Radicchio Rdk Gla Aim

Radicchio

Radicchio

Radicchio ist eine italienische Züchtung aus der Zichorienfamilie. Typisch sind seine weinrote Farbe, faustgroße, lockere Köpfe und ein angenehmer Bittergeschmack. Radicchio ist fast das ganze Jahr erhältlich. Dank seiner attraktiven Färbung wird er gern zu Mischsalaten genommen, man kann ihn auch dünsten. In Italien wird Radicchio gern gegrillt oder – auch gefüllt – gebraten. Berühmt ist Radicchio aus Treviso. Radicchio di Treviso rosso precoce hat die Form von Chicorée – die Blätter sind an den Rändern jedoch rot. Radicchio di Treviso rosso tardivo, der nur von Dezember bis April erhältlich ist, besitzt purpurrote, locker anliegende Blätter mit kräftigen weißen Rippen auf einem kurzen Wurzelstummel. 

Feldsalat

Feldsalat, auch Ackersalat oder Rapunzel genannt, ist eine gezähmte Wildform, die man früher am Acker- oder Wiesengrund sammelte. Die daumengroßen dunkelgrünen Blätter sind zu einer Rosette zusammengewachsen. Feldsalat verträgt Kälte und wird in den späten Herbstmonaten geerntet. Er hat einen besonders würzigen Geschmack und den höchsten Eisengehalt von allen Blattsalaten. Feldsalat wird nach Gewicht verkauft.

Feldsalat Rdk Gla Aim

Feldsalat

Kressesorten Rdk Gla Aim

Gartenkresse, Shisokresse und Kapuzinerkresse

Kresse

Gartenkresse ist vor allem in den Wintermonaten eine willkommene Bereicherung des Speisezettels. Sie ist reich an Mineralstoffen und Vitaminen, zudem enthält sie Senföle und eine Reihe von Bitterstoffen, die für den typischen pikanten, leicht rettichähnlichen Geschmack sorgen. Geschnittene Kresse sollte innerhalb eines Tages verbraucht werden. Sie schmeckt bestens auf Butterbrot, in Salatmischungen, Suppen oder Kartoffelgerichten. Brunnenkresse ist eine krautige Wasserpflanze, die wild wächst, aber auch kultiviert wird, z. B. bei Erfurt/Thüringen und in der Picardie. Die glänzenden, fleischigen Blätter schmecken herb-pikant, rettich- bis senfartig und enthalten viel Kalzium, Eisen und Jod, sowie das Pro-Vitamin A und Vitamin C. Man verwendet sie roh und kleingehackt als Salat oder als Würze. Kapuzinerkresse als Zierde im Garten kennt jeder. Dass ihre saftigen, rettichscharfen Blätter auch als Salat oder Würze schmecken, ist nicht so vielen bekannt. Die grünen, unreifen Samen und kleinen, geschlossenen Knospen kann man in Essig und Salzbrühe einlegen und als Kapernersatz verwenden. Die orange-roten Blüten eignen sich als attraktive, essbare Garnierung. Daikon-Kresse wird aus den Samen des japanischen Daikon, einer Rettich-Art, gezogen. Sie hat kräftige, würzige Blätter, die besonders gut haltbar sind. Daikon-Kresse, vorwiegend aus den Niederlanden, wird ganzjährig in Kunststoffschälchen angeboten.

Rauke oder Rucola

Rauke gehört zu den einst vergessenen und nun wieder entdeckten Salatsorten. Verzehrt werden die jungen Blätter des in seiner Form an Radieschen erinnernden Krautes. Die kräftigen, leicht nussigen und bisweilen scharfen Raukeblätter geben jedem Salat eine pikante Note. Kleingeschnitten oder als Ganzes passen sie hervorragend zu Tomaten und hartgekochten Eiern. Rauke kann auch gekocht, als Gemüse oder als Nudelbeilage gegessen werden.

Rauke Rdk Gla Aim

Breitblättrige und feinblättrige Rauke

Portulak Rdk Gla Aim

Portulak

Portulak

Portulak oder Postelein ist ebenfalls ein wiederentdeckter Salat. Er wächst wild und wird auch im Freien oder unter Glas gezogen. Da er in maximal vier Wochen erntereif ist, bekommt man das ganze Jahr über frischen Portulak. Seine jungen, fleischigen Blätter, an denen meist noch ein Stück des langen dünnen Stängels sitzt, werden lose angeboten und zum Verkauf wie Kresse abgewogen. Auch die Verwendung, ob roh oder gekocht, ähnelt der von Kresse. Die Blütenknospen eignen sich als Kapernersatz.

Löwenzahn

Er wächst im Frühling auf allen Wiesen. Die jungen Blätter für Salat oder zum Würzen von Quark müssen vor der Blüte im April/Mai geerntet werden. Löwenzahn ist eine gute Quelle für Karotin, Kalzium, Magnesium, Phosphor, Eisen, Vitamin C, Inulin und Cholin. Den kräftigeren Zucht-Löwenzahn kann man auch dünsten. Er wird hauptsächlich im Frühjahr, aber auch im Sommer und Herbst angeboten. Besonders zart und bekömmlich ist Bleich-Löwenzahn, der entweder wie Endivien zusammengebunden wird, damit die Innenblätter hell (= bleich) bleiben, oder in dunklen Räumen in Sand und Erde eingeschlagen und zum Austrieb gebracht wird. Ein Zeichen für absolute Frische sind Schnittstellen mit milchig austretendem Saft.

Loewenzahn Rdk Gla Aim

Löwenzahn

Welche Nährwerte hat Salat?

 

Nährwert pro 100 g Kopfsalat
Kalorien 11 kcal
Fett 0 g
Kohlenhydrate 1 g
Protein 1 g
Ballaststoffe 1,5 g

 

Wie gesund ist Salat?

Grundsätzlich gilt: Salate, die im Treibhaus gezogen werden, haben zarte, lockere Köpfe und sind milder im Geschmack als Freilandsalate, deren Blätter fester und knackiger sind und mehr Vitamine und Würze besitzen. Ihren Wert beziehen die Salatpflanzen aus ihrem Gehalt an Mineralstoffen, Vitaminen, dem Blattgrün (Chlorophyll), den Bitterstoffen, aber auch aus ihrem hohen Wassergehalt. Er macht den Salat zu einem erfrischenden, kalorienarmen, appetitanregenden Nahrungsmittel. Um aus den reinen Salatblättern eine wirklich gesunde, ausgewogene und auch sättigende Mahlzeit zu machen, braucht es noch ein wenig Drumherum, wie weitere Rohkost, Hülsenfrüchte, vielleicht etwas Vollkorngetreide und ein ölhaltiges Dressing, damit die fettlöslichen Vitamine überhaupt vom Körper aufgenommen werden können.

Worauf muss man beim Salat-Einkauf achten?

Blattsalate zählen nicht zwingend zu den Gemüsesorten, die Sie nach dem Einkauf noch lange lagern sollten. Daher empfiehlt es sich beim Einkauf ganz besonders auf Frische zu achten. Die Blätter sollten noch fest und stabil sein und keine braunen Stellen aufweisen. Achten Sie außerdem auf die Saisonalität und lassen Sie Kopfsalate im Winter lieber links liegen. Die bessere, nährstoffreichere Variante sind in der kalten Jahreszeit zum Beispiel Rohkostsalate aus Möhren und Rote Bete.
Außerdem empfiehlt es sich, zum Schutz vor Pestiziden, Salate in Bio-Qualität denen aus konventionellem Anbau vorzuziehen. Bei konventionellen Produkten sind saisonale Freilandprodukte die bessere Wahl. Sie wachsen unter natürlichen Bedingungen, sind robuster und benötigen demnach weniger Pflanzenschutzmittel.

Wie lagert man Salat?

Bei Salaten gilt die Regel: Je fester die Blätter, desto länger bleiben sie im Kühlschrank knackig. Dort sollten sie nach dem Einkauf, am besten noch ungewaschen, aufbewahrt werden. Um Blattsalate vor dem Austrocknen zu schützen, kann man sie zudem locker in ein feuchtes, sauberes Geschirrtuch einwickeln. Verschließbare Plastikboxen oder perforierte Folienbeutel sind ebenfalls eine gute Möglichkeit zur kühlen Lagerung. Falls Sie schon gewaschene Salatblätter übrig haben, können Sie diese leicht geschleudert noch einige Tage in einer Plastikbox im Kühlschrank aufbewahren. 

Wie lange ist Salat haltbar?

Die Haltbarkeit von Salat ist ganz individuell von der Sorte abhängig. Grob kann man sagen, dass feste Salate länger haltbar sind – solche mit eher losen, weichen Blättern nur wenige Tage. So können Sie Eisbergsalat, Romana oder Radicchio Salat meist problemlos mehrere Tage lagern. Kopfsalat, Feldsalat oder Portulak können unter Umständen schon am nächsten Tag welk und schlaff daherkommen.

Markt Einkäufe

Küchen- und Zubereitungstipps für Salate

Wie stellt man einen leckeren Salat zusammen?

  • Immer nur ganz frische Zutaten nehmen, die geschmacklich aufeinander abgestimmt sein sollten.
  •  Zuerst bereitet man die Sauce zu: Die Gewürze, z. B. Salz, Pfeffer oder Senf, werden mit Säure (Essig, Zitronensaft) vermischt, dann wird ein feines Pflanzenöl oder Joghurt untergerührt.
  • Gehobelte oder geraspelte Zutaten wie rohen Sellerie oder Äpfel gibt man direkt in die Sauce, damit sie sich nicht an der Luft verfärben.
  • Blattsalate schwenkt man vorsichtig zwei- bis dreimal in reichlich kaltem, stehenden Wasser.
  • Salatzutaten putzen, waschen, abtropfen lassen bzw. trocken schleudern. Kurz vor dem Anrichten zerkleinern und mit einem feuchten Tuch abdecken, erst kurz vor dem Servieren die Sauce darüber geben und vermischen.
  • Gekochte Zutaten oder Zutaten mit fester Konsistenz sollten in der Salatsauce etwa eine Stunde durchziehen. Man deckt den Salat danach ab, stellt ihn kühl und schmeckt ihn später noch mal ab.

Wie wäscht man Salat richtig?

Die Kunst des Salatanrichtens beginnt mit dem Waschen – einem notwendigen Übel: Es reinigt zwar, doch das an den Blättern haftende Wasser verhindert die Verbindung mit dem Salat-Dressing. Daher müssen die Blätter vor dem Anrichten trocken sein. Man gibt sie nach dem Waschen am besten in eine spezielle Salatschleuder oder schwingt sie in einem Küchentuch ein paar Mal hin und her, bis auch der letzte Wassertropfen abgeflossen ist. Danach kann man das Dressing unbesorgt darüber geben.

Salat mal anders

Nehmen wir kein Blatt vor dem Mund: Was so manchem knackigen Pflänzchen nach dem Entblättern widerfährt, ist zum Sauerwerden. Denn immer noch werden viel zu viele Salate fantasielos angerichtet serviert. Dabei gibt es kaum ein Gemüse, das sich auf derartig viele interessante Arten zubereiten lässt. Was Sie hier als Salat ansehen, zählt nämlich zu den Blattgemüsen, wobei diese Bezeichnung schon zart andeutet, dass man ihn nicht nur kalt anmachen kann, also mit Saucen, Öl und Dressings. Salat kann man auch als Gemüse warm auf den Tisch bringen. Bekannt ist das beim Chicorée, den man in Butter dünsten, schmoren und überbacken kann. Doch wer hat schon mal daran gedacht, Feldsalat oder Endiviensalat zu dünsten und zu feinen Speisen zu servieren? Und wer hätte gedacht, dass man einen ganzen unzerpflückten Kopfsalat mit gehacktem Fleisch füllen und schmoren kann?

Tipps für ein leckeres Dressing

Wenn Sie doch die kalte Variante bevorzugen und ein Dressing herstellen wollen: Geben Sie dem Salat nicht allzu viel Saures mit, also dosieren Sie Essig und Zitronensaft in Maßen, denn durch sie geht der Eigengeschmack des Blattgemüses verloren. Pikanten Geschmack bringt etwas Senf an die Sauce, mehr Aroma geben feine Kräuter wie Dill oder Kresse. Und mit fein gehackten Nüssen hat Ihre Salatsauce einen ganz neuen Biss. Falls die Zeit für die Zubereitung einer eigenen Sauce knapp sein sollte, ist das inzwischen kein Problem mehr. Der Handel hält auch fertige Dressings bereit – in großen und kleinen Mengen und vor allem in vielen verschiedenen Variationen für jeden Geschmack, zum Beispiel mit Knoblauch oder frischen Kräutern.

Tipps für den perfekten Salat

Die Zeiten von langweiligen Blattsalaten sind lange vorbei. Hier ein paar Tipps und Anregungen, wie Sie Ihren Salat in einen leckeren Sattmacher verwandeln:

  • Hart gekochte Eier, Anchovis, Kapern oder Oliven sind klassische Zutaten, mit denen Salate reichhaltiger angerichtet werden können. Würzig schmecken in Knoblauchöl gebratene Weißbrotwürfelchen, »Croûtons« genannt. Ausgebratene, auf Küchenkrepp entfettete Speckwürfel sind knusprig und eine herzhafte Ergänzung.
  • Streifen von magerem, gekochtem Schinken oder Käse, gegartes Geflügelfleisch oder Fischfilet passen gut zur Anreicherung von Salaten mit mayonnaisehaltigen Saucen.
  • Für einen Salat auf griechische Art sind Schafskäse und schwarze Oliven mit Oregano oder frischem Thymian sehr beliebt. Auch eingelegte Peperoni passen gut. Dazu schmeckt warmes Fladenbrot mit Sesam.
  • Dünne Scheiben von luftgetrocknetem Schinken oder anderem Fleisch, Ei und Zwiebelringe passen auf Römersalat. Auch Thunfisch in Öl ist eine feine Salatbeilage. 
  • Zu Blattsalaten eignen sich auch lauwarme Beilagen wie frisch gebratene Geflügelleber, Scheiben von gebratener Entenbrust oder pochiertes Fischfilet.
  • Obst macht Salate noch interessanter. Es passt gut zu Blattsalaten, vor allem mit Geflügelfleisch oder Fisch. Von Apfel bis Zuckermelone ist alles geeignet. Besonders wirkungsvoll sind exotische Früchte. Etwas grob zerstoßener schwarzer Pfeffer dazu gibt kräftige Würze.
  • Nüsse sind eine aromatische Zutat zu Salaten, z. B. in Kombination mit Blauschimmelkäse. Sie passen geschmacklich auch in »Körnersalate«.
  • Als vegetarische Alternative schmecken Hülsenfrüchte wie Kichererbsen oder Linsen, aber auch gebratener Tofu super im Salat.
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